Friedensengel Trump darf endlich frohlocken

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Satirischer Rückblick…

Dessen Marschflugkörper tun’s eindrucksvoll verbocken. Wat een Bush im Irak kann, The Donald, dieser selbstherrlich demokratisch gewählte Mann, darf nunmehr ihn nachäffen, europäische Verbündete ihm zukläffen, er hätte die Überschreitung der roten Linie betont, seit gestern wird in Assads Syrien niemand mehr verschont. Und ob sich dat lohnt! Die Rüstungsindustrie verdient wie noch nie.

So ganz nebenbei gebeichtet wird, och wenn die Rechnung jemacht ohne den Wirt. Hauptsache kein Gewissen sich melden tut, man denkt und redet sich alles gut. Gerechtigkeit obsiegt, selbt wenn hinterher die Welt in Schutt und Asche liegt.

Von Moral nicht die geringste Spur mehr da, aber schauen Sie selbst, was hier geschah. „Der Freitag“ fällt Petra Reski in den Rücken, und ausgerechnet solch Wesen scheint’s zu entzücken. Man kann sich nur verwundert die Augen reiben über solch ignorantes Treiben! Dazu sich wohl nahtlos einreiht in jener chaotischen Zeit. Etablierte Parteien in der Neoliberalismusfalle stecken, der Startschuß zum weiteren Verrecken.

Was deutlich nah vor uns liegt, Menschheit sich ständig bekriegt. Aus Prügeln wurden Brücken, welch grausames Entzücken. Wann ist es endlich soweit, begreift die Menschheit bis in alle Ewigkeit? Demut vor dem Leben bisherig keine Selbstverständlichkeit. Dies gilt es zu beenden, tragt die Schöpfung auf den Händen.

Oh diese unnötige Qual, der Geschmack im Mund schon ganz schal, Kandidaten sind kandidel vor jeder Wahl. Worthülsen überall, danach Knall auf Fall die Realität den Bürger einholt, die Fortsetzung altbekannter Not. Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere weiterhin sich präsentieren, bloß nicht den Anschein verlieren, selbst wenn Elefanten im Zoo Hannover Qualen ausgesetzt.

Durchhalten, so an die paar hundert Meter noch, kannten schon die Alten, jenes verflixte Joch. Ach, Kindheitserinnerungen werden nur wach. Fahr schneller, du Frosch, sonst hau ich dir auf die Gosch, manch wütendem Autofahrer entgleitet, war wohl auf diese oder jene Situation nicht vorbereitet.

Verbannung von Palmöl aus dem Speiseplan ein Muß, ansonsten Krebsleiden im Überfluß dadurch Menschen gefährden. Da nutzen keene rechtfertigende Gebärden. Dies gilt ebenso beim Tierschutz, deren Leid wohl billigend in Kauf genommen wird, doch hierbei gilt, die Rechnung machen ohne den Wirt. Rabatte schlagen nicht nur Preise nieder, klingt irgendwie in manch Ohren bieder? In der Wirtschaft ganz normaler Run, der Geschäftsmann nichts anderes kann.

Heute gab’s Pralinen, morgen wieder Menschen tot umfielen. Die Welt am Rande zu vieler Kriege, überall Verlierer, ohnehin keine Siege! Im Syrien-Krieg Giftgasangriffe rechtfertigen US-Westen zur Eskalation, dieser Trump vergreift sich erneut im herrischen Ton, befiehlt mal soeben, ohne Kongress und UN-Mandat Raketen abzufeuern, Assad sei Schuld sein befremdliches Beteuern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Rabatte schlagen nicht nur Preise nieder

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Verlockung zum Mitnahmeeffekt

Allenthalben sind sie zu sehen, man kann ihnen kaum ausweichen, denn sie stehen an sämtlichen Plätzen und Parkanlagen, mitten in der Stadt, längs der Straßen. Die Welt wird zur Frühlingszeit in einem bunten Farbenschock eingewickelt. Es ist bisweilen eine direkte Überforderung für die Augen, gerade nach tristen Wintertagen und der anfänglichen Freude über noch so eine kleine sich zur Sonne streckende Blüte kann man sich ohne weiteres erdrückt fühlen ob der blühenden Pflanzen, die unmittelbar die gesamte Umwelt in einen Blütenrausch verwandelt.

Die Kreationen der Rabatten werden bisweilen zum Wettbewerb zwischen einzelnen Hausbesitzern, zwischen Kommunen und Ladengeschäften. Noch vielfältiger, noch einfallsreicher die Auswahl und die Zusammenstellung der verschiedenen Blumenensembles sollen nicht nur die Menschen erfreuen, sondern vor allen Dingen sie dazu bringen, entweder die Geschäfte mit dem Kauf von Waren beleben oder die Kommunen interessanter erscheinen lassen, mit dem Effekt auf mehr Besucher, also auch mehr Konsum in den einzelnen Geschäften und bei den Hausbesitzern sind die schmucken Blumenzusammenstellungen oftmals ein kleiner Konkurrenzwettbewerb.

Anhand der kleinen Beschreibung um den Effekt von farbenprächtigen Frühlingsboten, die fast jedes Gemüt höher schlagen lassen, wird Ihnen vielleicht ein ähnliches Phänomen bekannt sein, das ebenfalls Kunden und Besucher anlocken kann. Die Rabatte. Sie sind zwar nicht so farbenfroh, doch immerhin prangen auf großflächigen Plakaten Angebote um Angebote. Kaufen Sie zwei Produkte, kostet das dritte nur die Hälfte. Bei jedem Küchenkauf diese Woche erhalten Sie den Kühlschrank umsonst. So oder ähnlich werden mittels Rabattaktionen die Menschen in die Kaufhäuser gelockt, um damit den sogenannten Mitnahmeeffekt zu nutzen, denn wenn man schon mal hier ist, kann man ja dies oder jenes auch gleich hier einkaufen.

Die Rabatte, also die meist länglichen Blumenbeete, Begrenzungen für Wiesen und Wege ist ein Wort, das über das niederländische rabat, Aufschlag am Halskragen und das französische rabat, Umschlag, Kragen in die deutsche Sprache Einzug gefunden hat.

Der Rabatt, das Wort entstammt aus dem Vulgärlateinischen battuere, schlagen. Einzug in unseren Sprachgebrauch über das französische rabattre, vom italienischen rabattere, niederschlagen, abschlagen, einen Preisnachlaß gewähren.

Nun kann man bei den Rabatten, die als Blumenschmuck Wege abgrenzen, die Wortherleitung gut nachvollziehen, wenn man sich die Rabatte als Saum, ähnlich bei den Kleidungsstücken vorstellt. Selbst der Begriff Kragen oder der Aufschlag am Halskragen ist leicht mit den Rabatten in Einklang zu bringen.

Am deutlichsten ist die Wortherkunft bei den Rabatten, also den Angeboten zu verstehen, oder? Preisnachlässe gab es wohl schon zu allen Zeiten, sie wurden sogar regelrecht „gepflegt“, bedenkt man das Gefeilsche auf Märkten und Basaren und die Preisminderungen für verderbliche Lebensmittel. Die Zunahme, ja sogar die ständigen Angebote mittels Rabatten sind eher zeitgleich mit der sogenannten Entwicklung des Konsums, der ständigen Kaufanreize entstanden. Dabei ist es nicht wirklich ein Preisnachlaß im Sinne von, die Ware ist in seiner Ausführung verraltet oder irgendein Mangel, ein Fehler haftet ihr an, sondern diese Art der Preisminderung ist gezielte Manipulation, eine Irreführung der Kunden.

Es ist ein Niederschlagen von eventuellen Befürchtungen, die die Kunden hegen könnten, ob des tiefen Preises, indem man ihn so niedrig ansetzt, daß der Kunde Zweifel völlig auf seine Kaufentscheidung ausschließt. Die Käufer werden regelrecht überrumpelt, denn wer will schon nein sagen, wenn das gewünschte Kaufobjekt quasi vermeintlich ein „Geschenk“ darstellt.

Hier wird also eher der Verstand niedergeschlagen als auf den Wert der Ware. Die „Verführungen“ der Rabatte und der Rabatten, so liebreizend sie sich anpreisen mögen, sind dennoch mit Vorsicht zu genießen. Natürlich ist nicht jede Rabattaktion und jede Rabatte, die zu sehen sind, gleich der Versuch mit „lockenden Speisen“ Betrug am Kunden zu begehen, dennoch lohnt sich bei der nächsten Rabattaktion oder Rabattendekoration in Verbindung mit einer Kaufabsicht der Gedanke zur Herkunft dieser Wörter, denn entweder Sie werden beim Kauf übers Ohr gehauen oder Sie bekommen zu Ihrem Kauf einen Umschlag, Saum in Form einer realen Preisminderung, die den Kostenvergleich zur Herstellung und Wert standhält.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Syrien-Krieg: Giftgasangriff rechtfertigt US-Westen zur Eskalation

Erneut vorschnelle Anschuldigung gen Assad

Dieser brutale Krieg in Syrien, der bereits seit nunmehr sechs Jahren die Bevölkerung belastet, Hundertausende Menschen fliehen ließ, an die 470.000 Todesopfer forderte, mitten im Herzen des Nahen Ostens, an dem sehr viele Nationen beteiligt sind, etliche Terrorgruppen instrumentalisiert werden, den gewählten Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen oder zu ermorden, scheint keinem Ende entgegenzublicken.

Ganz im Gegenteil, der Giftgasangriff in Idlib rechtfertigt den US-Westen zur Eskalation, eine erneut vorschnelle Anschuldigung gen Assad erfolgte, auch die FAZ ergreift einfach Partei, anstatt erst mal abzuwarten. Erinnerungen an die Giftgasangriffe von Ghuta vom 21. August 2013 werden wach, die USA und deren Verbündeten reagierten damals ebenso viel zu überstürzt, obwohl bisher keinerlei Beweise sich einfanden, die Führung in Damaskus zu beschuldigen.

Ein Stellvertreterkrieg ohnegleichen

Der jederzeit die beiden Supermächte aneinandergeraten lassen kann. Bereits zu Beginn, wir sollten nicht die eigentlichen Beweggründe außer acht lassen, formulierte schon ein Peter Scholl-Latour sehr treffsicher, daß die Saudis und die Türken händereibend dem Iran den Weg zum Mittelmehr abschneiden, während die USA als üblicher Verbündeter genauso profitieren würden.

Im Dezember 2015 fühlte sich die Bundeswehr berufen, auf internationaler Ebene mitzumischen, ein heftiger Appell konnte die Bundesregierung nicht stoppen, immerhin fühlt man sich doch den USA gegenüber verpflichtet, das perfide Kriegstreiben hatte nur beim Irak-Krieg durch Gerhard Schröder eine Unterbrechung, obwohl 1999 im Jogoslawienkrieg der Nato-Bündnisfall seitens der BRD einfach erfolgte.

Das Dilemma einer selbstgerechten Welt, die man mal soeben in gut und böse einteilt, setzt sich beim Syrien-Krieg fort. Gerade der bewußt inszenierte neue Kalte Krieg dient perfekt, das Russland-Feindbild wieder zu schüren. Eine brandgefährliche Situation, die den Weltfrieden mehr denn je gefährdet.

Michael Lüders bringt es auf den Punkt – Trumps hektischer Vergeltungsschlag

Was schon ohnehin etliche kritisch denkende Zeitgenossen vermuteten. Der US-Westen reagiert mal wieder befremdlich einseitig, wie der Politik- und Islamwissenschaftler und Publizist Michael Lüders in der Talkshow von Markus Lanz anmerkt, jeder Seite seien Giftgaseinsätze zuzutrauen.

Wer bisherig geglaubt hat, Donald Trump würde mit Wladimir Putin Bruderschaft trinken, wird schnell eines Besseren belehrt, wenn schon die ansonsten verschmähte Propaganda-Plattform Sputnik berichtet und die Frage in der Raum stellt, ob Trump Assad den Krieg erkläre. Dabei werden bereits verschiedene Reaktionen vorgestellt, wie der neue US-Präsident entscheiden könnte.

Eine Option trat inszwischen ein: Ein Zerstörer der USA feuerte Tomahawk-Marschflugkörper auf die Luftwaffenbasis Schairat, was Trump als einen gezielten Vergeltungsschlag bezeichnet. Im Gegensatz zu Barack Obama zeichnet sich dieser neue Präsident als hektischer Kriegstreiber aus, der eben nicht abwartet, bis die Schuld des Giftgasangriffs geklärte wurde. Dies läßt ziemlich tief blicken.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Heute gab’s Pralinen

© Doris Mock-Kamm

Habe keine Sehnsucht, berühmt zu werden.
Mein Name muß nicht an jeder Litfaßsäule prangen.
Brauch kein Denkmal, auf das die Tauben scheißen.
Die Ansichten, die ich vertrete, sind meine Gedanken,
für sie brauch ich mir die Sohlen nicht abzulaufen.
Schön, wenn ihr ähnliche Treter besitzt,
dennoch ziehe ich eure Schuhe nicht an,
meine kriegt ihr nicht.

Einen Job bekomm ich seit Jahren nicht,
weil ich bei der Vorstellung zu forsch auftret,
die Arbeitsvermittlungsdienstpsychologin
meint, die Chefs würden sich unsicher fühlen,
auf Deutsch, sie könnten Angst vor mir kriegen.
Ich solle mich zurücknehmen, meine Zunge hüten,
dabei könnte ich blind ein Flugzeug führen.
Naja, dies könnte leicht in einer Katastrophe enden,
aber probieren würd ich’s,
um einen Absturz zu verhindern.

Mein Selbstbewußtsein sei zu ausgeprägt,
das sei auf den Arbeitsmarkt nicht von Wert.
Warten, bis mir jemand auf die Schultern klopft,
damit ich mein Brot krieg als Lob,
dies ist nicht mein Fall, mein Antrieb.
Ich bin kein „Sternchen“ ergatternder Dieb.
Für mich bietet die Anzahl der Facebook-Likes,
um mich wohlzufühlen, keinen Anreiz

Ich mach mein Ding, mal gut, mal schlecht,
nehm keinem sein Essen, seine Arbeit weg.
Im Gegenteil, mich erfreut Vielfalt, Inspiration
erweitert mein Bewußtsein, dies ist mein Lohn.
Dafür brauch ich niemanden nachzuäffen,
auch will ich mit niemandem mich messen,
das Leben ist zu schade für Wettbewerbe,
zieht ihr nur Vergleiche, vergeudet eure Zeit,
Schöpfungsgeist ist ein Glücksfall für diese Erde.

Das Leben auf der Straße hat mich geprägt,
einen Schlafplatz auch in Villen nicht verschmäht,
habe Sorgen und Nöte mir angehört, ob arm, ob reich,
die Qualen waren oft gleich.
Seelische Ausbeutung, Gewalt, Liebesentzug
sind die Mörder in jeder Beziehung,
die einen flüchten in materielle Güter,
andere werden Hüter
der inneren Werte, manche werden bürgerlich,
bejammern ihr Lebensschicksal
bei jedem Anlaß.
Und wißt ihr was?
Heute gab’s Pralinen, die ersten seit fast zwei Jahren,
Ist dies wirklich ein Grund zu jammern?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Tierschutz lediglich eine perfide Rechtfertigung

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Tierleid wird billigend in Kauf genommen?

Um die selbstverschuldete Mitbeteiligung am Tierleid einfach zu ignorieren, mag man das eigene Gewissen mit simplen Mitteln beruhigen, kann dies eine scheinbar moderate Möglichkeit darstellen, vielleicht sich mit diesem erst gar nicht auseinanderzusetzen. Was nicht gesehen und erhört, geht einem nichts an? Daher sollte man den Tierschutz lediglich als eine perfide Rechtfertigung betrachten, solange Mensch bestialisch agiert, stellt er ein zynisches Lippenbekenntnis dar.

Kann man das unendliche Leid verhindern? Mit welchem Recht maßt sich unsere Spezies an, darüber zu richten, wann Tierschutz vor allen Dingen wie greift oder eben Tierleid billigend in Kauf genommen wird?

Nutztiere ein Widerspruch in sich

In einigen Ländern und Kulturen tauchen kaum Fragen auf, wie es den Tieren ergehen mag, hat sich eine gewisse Selbstverständlichkeit beim Umgang mit ihnen entwickelt, denken wir an die VR China, wo gar Hunde und Katzen verspeist werden. Was in europäischen, kriegerischen Notzeiten dennoch geschah, findet im indochinesisch asiatischen Raum statt.

Mag beim europäischen Fleischverzehrer Empörung hervorrufen, sind doch liebgewonnene Schmusehaustiere betroffen. Wo beginnt Tierschutz? Die Doppelmoral der Konsumenten wirft Widersprüche auf, wer sich tatsächlich bedingungslos für das Wohl und Leben von Tieren einsetzt. Bedeuten die zunehmenden Fleischskandale in jüngster Zeit nicht eine deutliche Offenbarung dessen, was menschliche Raffgier anbelangt? Sie sind leider nur die Spitze des Eisbergs, da vieles im Dunkeln verweilt, hinter geschlossenen Mauern trotz vermehrter Transparenz einiger mutiger Tierschützer die hilflosen Wesen unendlichem Leid ausgesetzt bleiben.

Sollte man im Gegenzug den Verbraucher eher wachrütteln, in dem ihm unerschrocken Bilder und Filme über die knallharten Techniken der verachtenswerten Schlachtmethoden aufgezeigt werden, welch schrecklicher Qual und Folter real diese Nutztiere ausgesetzt sind? Allein schon das Wort „Nutztier“ zeigt einen deutlichen Hinweis darauf, welche Bedeutung ihm beigemessen wird: Es möge dem Menschen von Nutzen sein als lebendiger Fleischvorrat. Erinnerungen an „Kühlschrankszenen“ der Filmserie „Dinosaurs“ mit der Familie Sinclair werden eventuell wach, über die einige noch lachen können. Aber die Thematik bleibt ernst, wer genauer darüber nachdenkt.

Fleischverzehr ein Paradoxum

Eindeutige Zahlen zeigen auf, immer mehr Menschen verzichten auf Fleischverzehr, Vegetarier auf dem Vormarsch als fundierte Antwort einer Ernährungsumstellung, die letztlich eine reale Chance für Tiere bedeutet. Zumindest als Anfang. Vergessen wir nicht, daß weltweit der Fleischkonsum trotzdem zunimmt, die Nachfrage nicht abebbt, gerade in den Industrieländern, wo das subventionierte Fleisch gar wesentlich erschwinglicher als Obst und Gemüse.

Welch Paradoxum, wenn wir bedenken, wie energieraubend Fleischherstellung tatsächlich stattfindet, eine Ressourcenverschwendung zugunsten nimmersatter, ewig gieriger Fleischverzehrer.

Meist gern vorgetragene Argumente für den Fleischverzehr, wie ein Herr Schmidt gern anführt, sind die realen Beobachtungen in der Natur selbst, wo Tiere Tiere fressen. Sicherlich hat die Schöpfung ihren Kreislauf entwickelt. Jedoch Mensch selbst sollte sich dessen bewußt sein, was er hier auf Mutter Erde verloren hat, worin seine Aufgabe besteht. Mitnichten unendliches Tierleid unerschrocken zu fördern.

„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ (Albert Schweitzer)

Deshalb weicht die Natur ständig, während Mensch eine Welt sich schafft, in der Ödnis folgt, am Ende Mutter Erde gänzlich zerstört sein wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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Fahr schneller, du Frosch!

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Frühmorgens,
Wecker klingelt,
kein Traum,
Chaos
sich entwickelt.

Katze maunzt
im Schlaf.
Ruhestörung.
Spielball im Weg,
ausgerutscht.

Blauer Fleck
am Schenkel.
Kaffee
falsch dosiert.
Lahme Brühe.

Fahr schneller,
du Frosch!
Hast du keine
Augen im Kopf?

Da kannst du
lange hupen.
Der Parkplatz
gehört mir!

Guten Morgen!
Guten Morgen!
Einen Kaffee?
Nein, danke!

Bin wach seit vier.
Fünf Kilometer
gejoggt, ausgiebig
gefrühstückt!

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Palmöl mitverantwortlich für Krebsleiden

Verbannung aus dem Speiseplan ein Muß

Manchmal muß man Menschen mit der Nase draufstoßen, damit sie aufzuwachen beginnen, begreifen, wie maßlos unerschrocken sie hinters Licht geführt werden. Das gilt somit ebenso fürs Palmöl, welches mitverantwortlich für Krebsleiden. Seine Verbannung aus dem Speiseplan folgen muß im Interesse der eigenen Gesundheit. Leichter gesagt als getan.

Der Verein Rettet den Regenwald startete die Petition „Palmöl raus aus unserem Essen!“ und richtet einen Appell an die Bundesregierung, die EU und zuständige Behörden mit der Forderung, unverzüglich schadstoffverseuchtes Palmöl nicht mehr in Lebensmitteln zuzulassen, stattdessen auf europäische Pflanzenöle aus Leinsamen, Oliven, Raps und Sonnenblumen zurückzugreifen.

Glycidol – ein hochgiftiger Stabilisator für Pflanzenöle

Wie schon so oft in der Geschichte der Wirtschaft und Wissenschaft unterlassen es gewisse Eingeweihte, den ahnungslosen Verbraucher vor den gesundheitlich bis lebensbedrohenden Gefahren mancher Stoffe in Lebensmitteln und anderen Anwendungen, die in die Umwelt gelangen, entsprechend zu warnen oder gar besser sie erst gar nicht auf die Menschheit loszulassen.

Es steht immer der Profitgedanken im Vordergrund, leidvolle Folgereaktionen werden somit billigend in Kauf genommen. Trotz empfindlicher Bußgelder, Gefängnisstrafen, gezielten Gesetzeslagen finden sich stets windige Möglichkeiten der Vertuschung bis hin zur Verharmlosung seitens verantortlicher Regierungen.

Das trifft gleichwohl auf den hochgiften Stabilisator Glycidol zu, der zur Entmischung von Emulsionen auch bei der Palmölherstellung verwendet wird. Im Ergebnis entstehen dadurch bei der Raffination Glycidol-Fettsäureester, die im menschlichen Verdauungstrakt zu Fettsäuren und eben diesem Glycidol hydrolysieren (Spaltung einer biochemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser). Wenn schon die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), die man durchaus ohnehin kritisch betrachten kann, vor den Gefahren von Glycidol in Palmöl per Studie warnt, dann sollten beim wachsamen, gesundheitsbewußten Verbraucher die Alarmglocken bimmeln.

Konzernlobbyismus zieht weite Kreise – wer hält ihn auf?

Wir alle sind dazu in der Lage, wenn wir denn endlich an einem Strang ziehen. Solange Großkonzernen der rote Teppich weiterhin ausgerollt wird, sie nicht nur den Mittelstand zerschlagen, kleinere Firmen dadurch vernichtet werden, ihr Einfluß dementsprechend wirtschaftspolitische Wege diktiert bis hinein in gesellschaftspolitische Auswirkungen, denken wir an Massenarmut und eben gesundheitsgefährdende Folgen, schalten und walten sie ungebremst einfach weiter. Beim Palmöl hat Nestlé seine Finger im bösartigen Spiel, wird offensichtlich Kinderarbeit geduldet.

Wir fragten gegen Ende des letzten Jahr, ob es denn den Königsweg gäbe, was eine gesunde Ernährung anbelangt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. wartet mit 10 Punkten auf. Dennoch verbleibt nur Verbrauchern, sich oftmals selbst zu informieren, darüber hinaus Essensgewohnheiten im eigenen Interesse entsprechend zu korrigieren. Ihre Macht ist allerdings wesentlich größer, als ihnen bewußt zu sein scheint. Insofern könnte ein Konzernlobbyismus schon aufgehalten werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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