Weltpolitik unter der Fuchtel der USA

Wer sich gegen sie positioniert, wird als Schurkenstaat gecancelt

Wer nicht für Putin ist, wird gleich als US-Freund betrachtet. Wer zurecht den Hegemon, die USA, anprangert, wird gleich als Putinist beschimpft. Sagt mal, geht’s noch?

Man sollte endlich mal wesentlich mehr differenzieren. Auch was manch unsägliche Diffamierung anbelangt, nur weil Sahra Wagenknecht berichtigterweise Putins Zurückhaltung schätzt, nachdem die USA bisherig alles tun, um Russland zu provozieren, siehe Maidan-Putsch, Ukraine-Krieg, Syrien-Krieg, Nato-Ostererweiterung. Das heißt aber mitnichten, Wladimir Putin selbst nicht unter die Lupe zu nehmen und alles gutzuheißen, welche Politik er in seinem Land praktiziert.

Politik fördert Schwarz-Weiß-Denken – die USA bestimmen das Tempo

Genau das zeichnet nämlich eine freiheitliche Demokratie aus, Kritik ausüben zu dürfen, ohne einer Zensur oder Gängelung bis hin zu Freiheitsentzug verbunden mit langer Gefängnisstrafe, im Extremfall zur Hinrichtung. Die Welt muß sich mit ihren Herrschern auseinandersetzen, ihnen auf die Finger schauen, notfalls eine Staatengemeinschaft entsprechend reagieren, wenn manche über die Stränge schlagen.

Soweit so gut in der theoretischen, ideellen Überlegung zusammen mit gewissen inzwischen installierten globalen Beobachtungsorganisationen wie beispielsweise den Vereinten Nationen und ihrem Sicherheitsrat. Jüngstes Beispiel: Einstimmig verurteilten die 15 Mitglieder des Gremiums Nordkoreas letztmaligen Raketentest. Selbstverständlich muß man die Bedenken Russlands akzeptieren, das immerhin die USA zurecht anmahnte, diese wollten zu „abrupt“ den neuen Beschluß durch den Sicherheitsrat peitschen.

Mit demselben atemberaubenden Tempo verhalten sich unübersehbar diese USA weltweit, wenn es um schnellstmögliche Lösungen in ihrem Sinne geht. Die Liste angeblich bedrohlicher Szenarien wächst kontinuierlich, eine blutige Schneise zieht ihre Bahnen quer über den Globus. Während dieser Hegemon mit aller Deutlichkeit nach wie vor an dem Feindbild Russland festhält, hat er dabei keinerlei Skrupel, immer mehr Staaten als potentielle Bündnispartner an sich zu binden. Eine einmal ins Leben gerufene Abhängigkeit, aus der es dann kein Entrinnen mehr gibt. Vorneweg Deutschland.

Merkel buhlt um Sympathiepunkte beim neuen US-Präsidenten

Hatte noch die Bundeskanzlerin zusammen mit den Medien dieselbe Skepsis walten lassen, inwiefern der neugewählte US-Präsident seine Politik ausrichten würde, legten sich nach ihrer USA-Visite und Trumps völkerrechtswidrigen Bombardierungsbefehl gen Syrien ihre Bedenken, löste sich nahezu in Luft auf.

Die von ihrem Vater als offizielle Sicherheitsberaterin benannte Tochter Ivanka Trump plaudert demnächst völlig selbstverständlich mit Frau Merkel am Rande der W20-Konferenz zur Förderung von Frauen in der Arbeitswelt, woran sie ebenso teilnimmt, sieht Deutschland als Vorbild. Frauenpower pur nach außen getragen als vermitteltes Bild, wen interessieren dabei Bedenken, wenn es um Vorteile im Amt und den ewiglichen Kadavergehorsam Deutschlands gegenüber jener USA geht. Hauptsache die Augen geradeaus gen mögliche Feindbilder gerichtet.

Stell dir mal vor, diese USA sind ein Auslaufmodell, nur kaum jemand merkt es

Zu sehr über die Stränge geschlagen mit solcher Behauptung? Keineswegs. Doch dazu bedarf es einer gesamtumfassenden Blickrichtung, inwiefern der anhaltende Raubtierkapitalismus die Weltmärkte nicht nur beherrscht, ganze Länder ausplündert, die Völker dadurch verarmen, während eine sehr kleine Klientel im Überreichtum badet, bis hin zu kriegerisch zerstörenden Szenarien, die inzwischen obendrein den weltweiten Terrorismus ausbreiten.

Die USA haben letztlich fertig. Nur wollen dies die meisten nicht wahrhaben, halten fest an den angeblich so vorteilhaften Idealen, die in Wirklichkeit auf Pump, Expansion und grenzenlose Bereicherung beruhen, wobei die meisten Menschen eben nicht berücksichtigt werden, selbst Menschenrechte genau dann ein jähes Ende finden, wenn es den Herrschaften nicht mehr in den Kram paßt. Wer sich still fügt, wird noch geduldet. Es gilt daher, dieses System zu durchschauen, andere Wege zuzulassen, bevor eine NWO uns alle am Ende überwachend unterdrückt.

Lotar Martin Kamm

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Typen gibt´s

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Diese Anmache
kannste sein lassen,
auf so ein blödes
Grinsen reagier ich
nicht.

Putz lieber öfter
deine Zähne,
oder lern grinsen
mit geschlossenem
Mund.

Typen gibt´s,
die fühlen sich
mit einem
Muskelshirt wie
King Kong.

Hey, Bürschchen,
ich hab einen
Freund,
du flirtest
vergebens.

Hallo Schatz,
was machst du da?
Jeanette,
wie siehst du
denn aus?

Wieso?
Warum?
Den Lippenstift aus
dem Hemd
auswaschen.

Um deinen Mund
bist du von ihm
verschmiert,
ist wohl heute Mittag
im Park passiert.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Wenn die Liebe reift

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Das Herz schlug einen Purzelbaum,
als ich dich sah im gelben Rock.
Welch rothaarig sinniger Traum
schlendert dort mit jenem ollen Bock!

Ach, könnte der nicht einfach verschwinden,
zumal sie ihn keinesfalls mag.
Er möchte’ sie nur an sich binden,
lauerte ihr auf Tag für Tag.

Vergessen die alten Schulzeiten,
als wir uns noch unschuldig trafen?
Das Austauschen von Heimlichkeiten,
selbst wenn die Eltern uns bestraften?

Dazwischen wir uns aus den Augen verloren,
die Ausbildung, der Ortswechsel stattfand.
Obwohl wir uns stets unsere Liebe schworen,
mit der Zeit uns nichts mehr verband.

Nach zwei Jahrzehnten ich dich jetzt wieder sah,
ausgerechnet mit jenem älteren Mann.
Wie konnt’s passieren, daß dies geschah,
da mußte ich wohl entschieden ran.

Ein kurzer Moment, lautstarkes Schreien
folgte unvermeidbar im Gegenüber.
Kein Problem, wir konnten einander verzeihen,
der alte Mann war ihr Vater, der Herr Stüber.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bundestagswahl 2017: Zu viel Wirbel um die dritte neue Partei

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Rechtsradikalismus per se nicht wählbar – Bündnisse und die Weltpolitik

Im Jahre 1983 schafften es die Grünen in den Deutschen Bundestag, 22 Jahre später die Linken, nachdem Oscar Lafontaine dieser SPD den Rücken gekehrt hatte. Zwei neue Parteien, wobei bisherig Die Linke noch in einem keinem Regierungsbündnis sich beweisen durfte, die Grünen unter Gerhard Schröder nahezu sieben Jahre lang.

Zuviel Wirbel um die 2013 gegründete dritte neue Partei, die AfD, die im Herbst dieses Jahres wohl laut jüngste Umfragen auf Augenhöhe mit den Linken im Plenum Platz nehmen wird. Dennoch sollte gleich eines klargestellt werden: Rechtsradikalismus ist per se nicht wählbar. Wer dennoch einer derartigen Partei sein Vertrauen schenkt, muß zurecht mit entsprechendem Gegenwind und Protesten rechnen!

Bundespolitik fördert Sozialabbau, Kadavergehorsam und Lobbyisten

Innerhalb unseres Landes greift das Grundgesetz, dem wir alle unterstehen. Eine feine Sache, welches uns alle rechtlich schützt, wenn da nicht genügend Zündstoff wäre, weil im Volk etliche Interessengruppen ganz gezielt ihre Maßstäbe durchsetzen zu Lasten all jener, die am Rande der Gesellschaft ihr Dasein fristen: die sozial Abgehängten, krankheitsbedingt, arbeitslos. Kein Platz für Verlierer im Raubtierkapitalismus. Wie ein roter Faden zieht sich jene Erkenntnis im Laufe unserer Geschichte durch.

Was schon bei der Französischen Revolution sich offenbarte, hinterher greifen dieselben Machtstrukturen, das Kapital, die Wirtschaft und deren Lobbyisten bestimmen den Kurs. Machen wir uns nichts vor, wir wissen es alle, aber eine Veränderung zum Gerechten findet nicht statt! Die Bündnistreue zur Nato, den USA und zur EU beinhaltet, jene weltpolitischen Ambitionen mitzutragen, Kadavergehorsam vorprogrammiert, denkt man an die jüngst erschaffenen Feindbilder mit Baschar al-Assad oder Wladimir Putin.

Bundespolitik im Fokus – Wahlkampfgetümmel ohne Nachhaltigkeit

Im Herbst ist es wieder soweit, wenn die wahlberechtigten Bundesbürger sich zur Urne begeben, um ihre Entscheidung kundzutun. 2013 lag die Wahlbeteiligung bei 71,5%, in diesem Jahr dürfte sie höher ausfallen. Immerhin werden sieben Parteien, die CSU einmal extra gewertet, höchstwahrscheinlich im Deutschen Bundestag Platz nehmen. Zum ersten Mal wieder die beiden Extreme vertreten sein: rechts und links.

Daß beide Parteien, Die Linke und die AfD, als Opposition die Interessen ihrer Wähler wahrnehmen, davon kann ausgegangen werden. Sahra Wagenknecht wird mit dieser SPD unter Martin Schulz keine Koalition eingehen, es sei denn, Die Linke verrät ihre eigene Politik. Mit der AfD will keine Partei koalieren. Alle anderen Parteien feilschen im Gerangel möglicher Regierungskoalitionen. Wahlkampfgetümmel, welches hinterher ohne Nachhaltigkeit sich auswirkt.

Die Politik vertritt weiterhin nicht ihr Volk, denn wer die Schwachen in der Gesellschaft demütigt, gar sanktioniert, überwacht, an den Rand drängt, sowie Chancengleichheit bei der Bildung verwehrt, das Gesundheitssystem vernachlässigt, Rentenarmut fördert, darf sich nicht als Volksvertreter bezeichnen, hat somit in Gänze versagt.

In der Auseinandersetzung politischer Ansichten zeigt sich ziemlich schnell, in wie weit eine Demokratie zusammen mit selbstverständlichen Menschenrechten funktionieren kann. Greift stattdessen Ausgrenzung, Gewalt und Haß, begeben sich die Beteiligten auf besten Weg eines erneut entstehenden Totalitarismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Klare Luft nach einem Sturm

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„Che bella cosa una giornata di sole,
n’aria serena doppo na tempesta!“

Wie schön ist ein sonniger Tag,
die klare Luft nach einem Sturm!
Was bin ich für ein Glückspilz!
Lebensversicherungen abgeschlossen.

Vier auf einen Streich!
Ich könnt die Welt umarmen.
Geht das nicht ein bißchen lauter!
Lautstärke bis Anschlag!

„Il sole mio, sta in fronte a te!“
Oh, meine Sonne, strahlt von dir!
„Liebling, heut Abend gehen wir aus.
Keine Pizza, ein Festtagsschmaus!

Okay, ich dreh leiser!“
Paß doch auf, du Blödmann!
„Il sole, il sole mio, sta in fronte a te,
sta in fronte a te!“

Die Sonne, meine Sonne, strahlt von Dir,
strahlt von Dir!
“Timo! Timo! Sag doch was! Timo!”
Die Sonne, meine Sonne, strahlt von dir.

Als Rettungskräfte eintrafen,
hörten sie von weitem, „il sole mio.“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Erdo-Kann und seine treuen Weckgefährten

Zwischen Kemal und Islam – jetzt ist der neue Sultan dran

Seit Ostersonntag herrscht im Islamischen Sultanat Türkei ein noch schärferer Ton, die Menschen hatten monatelang ohnehin genug Gelegenheiten und eindrucksvoll leibhaftige Momente erleben müssen, wenn ihr Despot Erdo-Kann ihnen begegnete oder dessen Schergen gezielt welche verhafteten, einsperrten, folterten, manche gar einfach umbrachten.

Das entspricht den üblichen Gepflogenheiten einer Diktatur, Monarchie oder sonstiger Alleinherrschaften. Der Herr hat’s gesagt, befohlen, in die Welt geschrien, alles hat sich nach ihm zu richten. Punkt. Umso vorteilhafter, daß mittels des jetzt neu umzusetzenden Präsidialsystems Despot Recep Erdo-Kann endlich verbrieft, per Wahlentscheidung schalten und walten darf, wie es ihm gefällt. Parallelen zu Shakespeares „As You Like It“ gehören hier so gar nicht hin, damit das mal klar ist!

Vielleicht erinnert sich der ein oder die andere noch, als wir vom Rausch der Sharia berichteten, die Sultan Erdo-Kann sich baldigst gönnen würde. Seit Ostern ist er ihr ein großes Stück näher. Prompt hatten ihm manch treue Weckgefährten gratuliert, so wie z.B. der Humpty-Trumpty aus den USA sowie der russische Wladiputinowitsch. Allerdings nicht unbedingt aus Sympathie ihm gegenüber, sondern vielmehr aus Eigennutz. Nicht etwa dem Volk zuliebe, Raubtierkapitalismus fordert halt seinen Tribut. Welch Glücksfall für Erdo-Kann, gleich die zwei Führer der größten Weltmächte halten ihm die Stange.

Nö, nicht was Sie meinen, die interessiert ihn nicht mehr, seit er im Gegensatz zu Atatürk Frauen erheblich mißtraut, daher das so notwendige Gebot des Kopftuchtragens, immer schön die Weiblichkeit verdecken und verstecken, Hauptsache der Herr im Hause kann es sich gutgehen lassen, wann und wo immer och. Apropos Atatürk. Na, einen kleenen Hinweis gefällig in Sachen Türkisch für Anfänger? Was bedeutet Ata-Türk auf Deutsch? Keene Ahnung? Na, Putzfimmel latürnich. Ata werden Sie wohl noch kennen, oda, dat bekannte Scheuermittel aus der Werbung.

Zurück zum Ernst des Lebens, jetzt kann man Erdo-Kann wohl kaum mehr mit dem Titel des türkischen Paschas beglücken, Kemal würde sich bestimmt im Grab umdrehen, was der neue Despot nebst eigenen Protzpalast so alles auf die Beine stellt, obwohl Atatürk selbst damals diktatorisch unterwegs. Dennoch argwöhnte dieser dem Islam, den Erdo-Kann umso heftiger umsetzt, den Koran für seine Zwecke benutzt.

Insofern dürften noch manch Überraschungen im Islamischen Sultanat Türkei zu erwarten sein, wenn Erdo-Kann seine Launen herrisch um- und durchsetzt, für was braucht es dann noch freie Medien? Wech damit, Propaganda dient dem Selbstzweck, Europa wird sich schon fügen, baldigst überrennen seine Recken ohnehin deren Staaten, um ein islamistisches Bollwerk zwischen den beiden Supermächten zu errichten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Keine letzte Antwort

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Bild gemalt.
Farben versorgt.
Text geschrieben.
Stifte still liegen.

Geist genießt Enge und Weite.
Im Park, im Wald spazieren.
Regen wie aus Eimern.
Schatz am Ende des Regenbogens.

Briefe geschrieben, seitenlang.
In der Bahn, im Bus, im Stehen.
Der Mann am Schalter wartet.
Die Briefe sich im Zimmer stapeln.

Abschied dauert nicht lang.
Keine Menschenschlange sich bildet.
Den Pinsel, den Stift gab er aus der Hand.
Fülle des Lebens ist in ihm geblieben.

Sie munkeln, eigenartiger Kauz,
das Schreiben, das Malen
hat ihn von Menschen weggetrieben.
Das Haus war leer, die Zimmer weiß.

Was blieb, leere Blätter, ungeschrieben.
Nur über dem Herd ein Bild mit Text.
Was nützen Bücher, bemalte Wände,
Leben ist Anfang ohne Ende.

Alles ist Phantasie, imaginär,
nur der Mensch gestaltet schwer,
strebt nach endlichem Wissen, der Idiot,
gäbe es die letzte Antwort, wäre alles tot.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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