Politik am Ende doch ein schmutziges Geschäft

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Wenn die Menschen zuviel schweigend dulden

Ausnahmen bestätigen leider die Regel mit einem Blick in die Geschichtsbücher bis hinein in die Gegenwart. Und dort schaut’s genauso verheißungsvoll aus wie eh und je. Was soll der mündige Bürger davon halten, der sich seines Verstandes bedient, wenn er denn die Kant’sche Philosophie verinnerlicht umsetzt? Den Kopf in den Sand stecken oder erhobenen Hauptes all der Ungerechtigkeiten trotzen?

Welch dramatischer Entwicklung blicken wir erneut entgegen, früher war Mensch keineswegs besser drauf. Folgende Herleitung muß man erst mal kapieren bzw. hinterläßt etliche Fragezeichen bis hin zu berechtigter Empörung:

Da installieren die USA rund 1.000 Militärbasen, der Nahe Osten dient Jahrzehnte schon als Dauerlunte kurz vorm letzten großen Krieg, Terrororganisationen werden erschaffen wie jüngst der IS, den ein türkischer Despot zumindest toleriert, manche meinen, er führe ihn heimlich an, im Osten verharrt das ewigliche Feindbild Russland, vor kurzem Putin und der „türkische Pascha“ noch verfeindet waren. Gar plötzlich bilden sich neue Allianzen, Erdogan, Putin und rechtspopulistische Kräfte in Europa gar in einem Boot? Die NATO rüstet auf, zieht gen Osten, in Asien China? Überall Blöcke, Orwell läßt schön grüßen.

Und dann soll der aufgeklärte Bürger nicken, ducken und sich fügen angesichts all jener politischen Lügen, weil Wirtschaftsdiktate uns allesamt beherrschen und betrügen? Mit Blick zu CETA, TiSA und TTIP tut’s richtig weh. Wer noch einen Funken Mitmenschlichkeit in seinem Herzen trägt, der sollte den Ast verlassen, auf dem er sitzend sägt!

Na, kannste dabei noch gemütlich des nachts gelassen schlafen? Oder gehörst auch du zu den unkritischen Affen, die jedwede Poltik gewähren lassen, ordnest dich ein beim zunehmenden Hassen? Dann wundere dich nicht, wenn wieder Alphafiguren Kriege anzetteln, während Menschen um Hunger betteln, Zerstörung seinen grausamen Lauf nimmt, manch Stadt in Schutt und Asche verglimmt.

Muß man mit Fug und Recht davon ausgehen, daß auf dem politischen Parkett nicht nur mit äußerst harten Bandagen gerungen wird, sondern darüber hinaus es einer wirtschaftlichen Kontrolle unterliegt? Auf alle Fälle – wie sonst sind weltweit korrupte Verstrickungen und Abhängigkeiten zu erklären.

Lotar Martin Kamm

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Stillstand keine Option

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Stillstand der Gefühle
offenbaren ihren Preis,
Menschen im Gewühle,
der Sommer mitnichten heiß.

Reizvoll schönes zerrinnt,
während Ängste aufkommen.
Bald schon jedes Kind
weiß vom Krieg, ganz benommen.

Was heute zählt, mag morgen
längst nicht mehr gelten.
Niemand nimmt uns die Sorgen,
Flüchtende verweilen in Zelten.

Da schreien sie nach Nationalität,
fordern ihr germanisches Glück.
Doch am Ende die Liebe zählt,
die uns weiterhilft, Stück für Stück.

Stillstand der Gedanken
bedeuten das Aus der Menschheit,
drum darf niemand zögerlich schwanken,
helft einander, seid stets zum Frieden bereit.

Lotar Martin Kamm

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SPD: Rückbesinnung ohne Furcht und Tadel unwahrscheinlich

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Reale Wunschvorstellung oder ein trügerisches Unterfangen?

All diejenigen, die ohnehin meinen, die „Deppen“ im Bundestag würden das Volk verraten, am besten die Politik zum Teufel jagen, um dem Volk endlich das zu überlassen, was es schon länger fordere, die mögen getrost exakt an dieser Stelle das Weiterlesen sein lassen, denn trotz vieler Widrigkeiten befinden wir uns in einer legitimierten Demokratie, wo nach Wahlen Parteien entsprechend im Plenum Platz nehmen, ob regierend oder in der Opposition.

Im nächsten Jahr findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Überdenkt deshalb die SPD ihren Stellenwert gänzlich neu, eine Rückbesinnung ohne Furcht und Tadel? Oder eher reale Wunschvorstellung, ein trügerisches Unterfangen angesichts etlicher Verflechtungen nach viel zu langer Zeit gerade mit den C-Parteien?

Das Volk neu entdecken oder doch nur wieder Wahltaktik?

Natürlich muß Kritik nicht nur erlaubt sein, sie hat ihre unbedingte Notwendigkeit, damit die verantwortliche Politik stets hinterfragt und entsprechend abgewählt wird, falls sie versagt. Der Weg dahin, der mag ebenso fragwürdig sich gestalten angesichts gewisser Einflußnahme gezielter Interessenvertreter ganz besonders in der Wirtschaft, wo Lobbyisten den Kurs diktieren.

Skepsis und mehrfacher Vertrauensverlust hat sich eingebrannt in den Köpfen der Menschen, so daß sich viele längst von den großen Parteien abwenden, selbst von den kleinen bisherig etablierten, manche rechtspopulistischen „Rattenfängern“ wie der AfD auf den Leim gehen. Kein Wunder, was soll man von einer SPD halten, erinnern sich manche noch, wie ein Herr Müntefering eine Mehrwertsteuererhöhung vor der Wahl schroff ablehnte, um danach sie trotzig durchzusetzen? Und jetzt in Bayern diese SPD plötzlich zurück will zur sozialen Gerechtigkeit? Aha, ein Eingeständnis, daß die SPD schon viel zu lang ihren alten Kurs verließ, spätestens bei den Hartz-IV-Gesetzen mit Bundeskanzler Schröder? War ihr politischer Weg nicht von Beginn an besiegelt?

Koalitionsgeschacher sollte nicht über politische Herausforderungen hinwegtäuschen

In etwa schon wieder Hoffnung hegen, weil laut Emnid zur Sonntagsfrage vorgestern die SPD bei 24% liegt, während eine AfD bei 10% verharrt? Blicken wir einer anderen Regierungsära möglicher Koalitionen entgegen, weil nach der Bundestagswahl 2017 die Karten neu gemischt werden? In etwa R2G, neuester Codename für ein Rot-Rot-Grünes-Linksbündnis?

Einzigst könnte eine solche Regierungsvariante ein Bündnis der C-Parteien sowie der FDP zusammen mit dieser AfD verhindern. Ganz rechts stoppt dann linken Kurswechsel? Das möchten sich die meisten lieber nicht vorstellen, wobei gleichzeitig eine Linke in einigen Punkten extreme Kompromisse hinnehmen müßte, weil die SPD bestimmt nicht den aggressiven Werdegang der NATO anmahnt, um einen Ausstieg zu fordern. Obendrein sind manche SPD’ler zu weit in der Rüstungsgeschäftspolitik verwickelt, denken wir an Panzer gen Saudi-Arabien.

Fazit möglicher Regierungsbündnisse: Es bleibt wohl eher bei der alten Großen Koalition trotz mancher Überlegungen.

Lotar Martin Kamm

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Libelle

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Eine Libelle
fliegt auf die Schnelle
aufs Revers von Herrn Sundern
und läßt sich bewundern.

Seine Kinder staunen
mit weit aufgerissenen Augen
über ihre Farbenpracht
mit glitzernder Leuchtkraft.

Spaziergänger bleiben stehen,
um näher hinzusehen.
Keine Brosche, fürwahr
dieser Augenblick, unbezahlbar.

Sie übertrumpfen sich mit Wissen
über dies Tier, sie scheint zu grinsen
und hebt ab, steht still in der Luft,
für heute reicht der Naturunterricht.

Nafia

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Stell dir vor, es ist Frieden und viele greifen zu den Waffen

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Gott richtet nicht über Menschen – das bewirken sie schon selbst

Mit dem Zerfall der UdSSR, als die Mauer der beiden deutschen Staaten mittels friedlich überfälliger Revolution hinfällig wurde, der Kalte Krieg ein jähes Ende fand, begannen die Jugoslawienkriege, die zehn Jahre andauerten, das bis dorthin friedliche Europa erschütterten, letztlich eine rot-grüne Bundesregierung wieder eine deutsche Beteiligung an Kriegsgeschehen duldete.

Rüstungsindustrien produzieren fleißiger denn je, trotz oder erst recht wegen angeblicher Atomwaffensperrverträge, die undurchsichtiger kaum sein können, abgesehen davon, daß mitten in der BRD Atomwaffen lagern. Was hält in sofern andere, kleinere Staaten davon ab, sich nicht selbst zu wappnen? Der Iran wird beeäugt und gegängelt, während neun Nationen über Atomsprengköpfe verfügen, in unmittelbarer Nachbarschaft: Israel, Pakistan, Indien sowie Russland.

Stell dir vor, es ist Frieden und zu viele greifen zu den Waffen, wie jüngst in der Türkei per Putsch versucht wurde, obwohl sich etliche Stimmen mehren, die zurecht daran zweifeln, viel eher Erdogan ein Szenarium unterstellen, welches seine Macht zum Alleinherrscher eindringlicher ausbaut. Dabei gleich die Verurteilung dieser Militärrevolte von der EU, den USA und gar Russland abgesegnet wurde, weil ja ein Putsch „demokratisches Recht“ gefährde.

Strategie und Taktik, da gerade die Türkei im Fokus einer besonderen Stellung, ein Puffer zwischen IS, NATO-Stützpunkt, Mitstreiter und Feind, welch Dialektik im Syrienkrieg. Erdogan, der selbstgefällig umworbene „türkische Pascha“ im Bade weltweiter Aufmerksamkeit, obwohl etliche Stimmen im eigenen Lande längst verstummen, ganz zu schweigen von den Verbrechen am kurdischen Volk?

Gott richtet nicht die Menschen, das bewirken sie tagtäglich schon selbst. Indem Kriege anhalten, die endlose Gier immer neue Varianten der Bereicherung ersinnt, dabei Ethik, Moral und Humanismus ohnehin auf der Strecke bleiben, es zählt einzig und allein das Ego dieser Kriegstreiber, aber auch jener, die Haß schüren, die Masse hat sich leidvoll zu fügen.

Krieg bedeutet immer Zerstörung, eine Kapitulation des Humanismus. Solange Menschen nicht begreifen, daß sie selbst entscheidend mitbeteiligt sind an Entwicklungen, die zu Kriegen führen, ändern sich derartige Szenarien nicht.

Lotar Martin Kamm

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Abtritte oder die Scheißhäuser dieser Welt

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Ideenreichtum jagt Schlichtheit

Sein eigenes stilles Örtchen zu besitzen, ist für viele Menschen nicht möglich. Gemeint ist nicht der Rückzugsort, der Ort der Stille, das verwunschene Gartenhäuschen, die Ecke der Terrasse, an der der Wein rankt, das blaue Bänkchen, auf dem man über das Tal blickt, die versteckte Laube im Stadtpark neben dem angelegten Goldfischteich. Gemeint ist das Örtchen, das noch nicht allzu lange in fast allen Häusern leicht zugängig zu finden ist und das früher als 1,5 qm Häuschen, gern mit einem ausgeschnittenen Herz hinter dem Haus stand.

Der Abtritt ist natürlich das Abseitsgehen, das Verlassen der Bühne und wird auch in der Umgangssprache als der Übergang vom Leben zum Tod beschrieben. Der Abort ist ein abgelegener Ort, das Klosett ist die Abkürzung von watercloset, also von Wasser und entfernter Raum, closet aus dem Lateinischen clausus.

Toilette kommt aus dem Französischen, das Wort Toile ist eigentlich ein gemustertes Seidengewebe in Leinwandbindung, toilette ist die Verkleinerungsform, und es ist das Tuch, auf das man die Waschutensilien legt. Pissoir, Latrine, WC, Klo, Lokus, Pinkelbude, Null-Null, Klöchen, Pissbude, Scheißhaus, Lokalität, Örtlichkeit, Thron sind einige Begriffe mehr, wenn sie nach einem dieser Orte gefragt werden, so hat der Fragende ein gewisses Bedürfnis.

Sicher ist es für Sie nichts Neues, daß es bei diesen Bedürfnisanstalten weltweit die unterschiedlichsten Variationen gibt. Und zwar nicht nur, was die Größe eines solchen Örtchens betrifft, sondern auch in Bezug auf die Ausstattung. Die Blogger Julien und Sally zeigen auf ihrem Blog 365 Klos dieser Welt. Sozusagen eine winzig kleine Auswahl aus der Welt hier „sein Geschäft zu erledigen“.

Die Ausstattungen und dies nicht nur in der heutigen Zeit, sondern bereits seit Jahrhunderten, reichen von vergoldeten, aus feinstem Emaille hergestellten Kloschüsseln, bis zum einfachen Eimer. Das Inventar der stillen Örtchen wird großzügig mit den verschiedensten Accessoires ausgestattet. So gibt es natürlich die mannigfaltigste Auswahl bei den Klopapierhaltern oder den Klobürstenständern, die so individuell wie die Besitzer sein können.

Und so kurz mal dazwischen gefragt: Wer erinnert sich noch an die sehr oft gehäkelten Töpfchen, die auf der hinteren Autoablage ihren angestammten Platz hatten und jedem nachfolgendem Auto verzückende Momente der kreativen Möglichkeiten aufzeigten und unter denen immer eine volle Rolle Toilettenpapier spazieren gefahren wurde?

Apropos, selbstverständlich ist Toilettenpapier nicht Toilettenpapier, es gibt die 2-lagigen, 4-lagigen, mit Düften behandelte, etwa mit Lavendel, gemusterte, überhaupt farblich gestaltete, mit Geldscheinen, Herzchen, sogar in einigen Natioalflaggenfarben, mit Sprüchen versehene, also auch hier was das Herz begehrt, um sich im stillen Örtchen wohlzufühlen.

Das Wohlfühlen unterstreicht ebenso die Ablage für Zeitschriften, Bücher, Comics, die in einigen WCs zu finden sind, und ganz ehrlich, wer kennt nicht den ein oder anderen, der stundenlang das Klosett besetzt hält, nur weil er dort tief versunken im Blätterwald das Geschehen um ihn herum vergessen hat? Das stille Örtchen eröffnet für kreative Köpfe einen umfassenden Ideenreichtum, der zuweilen sofortigst an die Kacheln, Wände verewigt wird.

Überall diese noch so teuren oder schlichten Toiletten, die wir in unserm Leben zu Gesichte bekommen, sollten wir nicht vergessen, daß Millionen Menschen nicht die Möglichkeit haben, ein stilles Örtchen mit vier Ecken aufzusuchen und demzufolge die hygienischen Zustände zu schwerwiegenden Krankheiten führen können. Deshalb fordert Jack Slim: „Die Scheiße muß beim Namen genannt werden.“

Vielleicht sollten wir öfters bedenken, daß nicht nur die Bühne, auf der die Menschheit sich im Rampenlicht tummelt, sondern auch der Abtritt ein Raum darstellen sollte, der dazu beiträgt, uns wohl zu fühlen, und beklatschen, bejubeln wir nicht nur die Darsteller, sondern die Menschen, die dafür sorgen, daß die Abtritte und Scheißhäuser sauber bleiben.

Doris Mock-Kamm

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Wer dreimal lügt, dem glaubt man nicht

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Satirischer Rückblick…

Ach, stünde doch jene dreiste Politik vorm Jüngsten Gericht, um sich von Angesicht zu Angesicht zu erklären, statt ungebremst Geld zu vermehren für ein paar Ewiggierige. Sie zu stoppen, das ist eben das Schwierige.

Doch laßt uns nicht länger foppen ob solch berechtigter Gedanken, wir geraten allzu oft ins Schwanken, obwohl gerade Humor Brücken schlägt in aussichtslosen Zeiten. Das Fazit lautet: stolz erhobenen Hauptes mit einem Lächeln im Gesicht ihnen entgegenschreiten. Das hat selbst Lucinde, die auf Kur freiwillig verbannt, für sich erkannt.

Dennoch müssen manche einen an der Waffel haben, wenn sie stets jener Politik hinterhertraben ohne jedwede Kritik. Mitlaufen immer noch schick? Gern wird der Fußball als Paradebeispiel dafür mißbraucht, in jeglicher Hinsicht dessen Spiel als verworren zusammengestaucht, obwohl vom Ursprung doch nur Sport, zählt dann das überhebliche Wort von „Futter fürs Volk“. Tja, wer sitzt dabei wohl auf welcher Wolk?

Jetzt aber mal Butter bei die Fische, wer sitzt denn tatsächlich mit am Tische einer perfiden Geisteshaltung? Dient sie etwa ausschließlich nur der Unterhaltung? Mitnichten, eher wird sie manch Bärendienst erweisen, ständiges Richten bedeutet vielfaches Entgleisen. Gut sichtbar beim NATO-Gipfel, wo selbst der letzte Zipfel erkennt, wie schnell in Europa die Lunte brennt, weil Feindbild Russland dient als Mittel zum Zweck. Friedensabsichten ganz einfach weg!

Welch widerliches Interesse besteht beim Schlagwort von der Lügenpresse, zumal gezielte Internetportale sich tummeln beim Tricksen, Täuschen und Tarnen? Wer kann dann noch vor denen warnen? Zumal sichtbar Flüchtlinge jetzt im Diskurs einer aufgebrachten Gesellschaft sich rechtfertigen müssen, weil ganz geflissen Haß selbst wichtige Argumente dahinrafft.

Was kommt uns hierbei wohl abhanden beim Leben voller Ecken und Kanten? In etwa viel Bohei um nichts? Angesichts all der Probleme, die uns täglich begegnen, sollte niemand mehr die Crème de là Crème für dessen Versäumnisse segnen. Sie hat’s vergeigt, das Volk dazu besser nicht mehr schweigt.

Selbst ein Amoklauf im Ergebnis zu Terror führt, der gänzlich unbeirrt sich Wege seiner blutigen Schneise sucht. Wer’s übersieht, sei verflucht. Denn wodurch jener real geschieht, sollten alle nunmehr wissen. Dabei manche das Land der Dichter und Denker vermissen. Wie zum Henker soll dies sich entfalten, wenn rechtes Geschmeiß beim Schalten und Walten erneut Rassismus pflegt, der Ast, auf dem man sitzt, bald abgesägt?

Lotar Martin Kamm

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