Am ersten Mai

flickr.com/ Libertinus/ (CC BY-SA 2.0)

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Am ersten Mai
sind viele dabei,
um friedlich zu demonstrieren,
haben manche nichts zu verlieren.

Das wiederholt sich Jahr für Jahr,
per protestierender Menschenschar,
das Ganze hat längst Tradition
auf manch Platz, vorm Mikrophon.

Doch die Stimmung im Lande kippt,
wer da wohl aggressiv ausflippt?
Rechtslastig rassistisch aufgestellt,
es manch Bürger bereits gefällt.

Statt aus der Geschichte wirklich zu lernen,
beginnt man, Menschenrechte wieder zu entfernen,
fordert im patriotischen Gewand
von jedem Deutschen die helfende Hand.

Nationalistentreue wird erneut verlangt,
wer dies ablehnt, bald schon aufgehangt?
Familienwerte schicken Frauen zurück an den Herd:
Ist es das wirklich wert?

Einerlei, heute ist mal wieder der erste Mai,
Hauptsache krakelend mit dabei.
Was interessiert friedliches Zusammenleben,
Fremdenhaß sie schürend anstreben.

Lotar Martin Kamm

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Urteilsvermögen zwischen Spontanität und Erfahrung

flickr.com/ _Pixelmaniac_/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Vom Geheimnis der Fehlbarkeit

Manchmal geschieht es ganz schnell, wir haben ein Urteil gefällt und hatten nicht mal die Zeit, wirklich darüber nachzudenken. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine wichtige Entscheidung handelt oder um belangloses Alltägliches. Wir urteilen spontan. Nicht alle Urteile sind somit wirklich immer konform mit dem neuesten Wissensstand, der uns vorliegt.

Warum ist das so? Ist es Zeitmangel? Ist es Bequemlichkeit? Ist es Schubladendenken? Es ist wohl von allem ein bißchen, aber in erster Linie ein urzeitlicher Schutz. Manchmal ist das Urteil deshalb eher ein Reflex. Ein blitzschnelles Beurteilen einer Situation, eine 50:50-Option. Die Ergebnisse von Beurteilungen, ob sie nun reflexartig oder nach langem Nachdenken gefällt werden, führen öfters zum gleichen Resultat. Das ist übrigens nicht verwunderlich, denn wir bleiben in der Regel uns selber treu, es sei denn, andere Aspekte haben unser Urteil entweder vernebelt oder in ein besseres Sichtfeld gerückt.

Die Urteile, die wir gegenüber anderen Mitmenschen fällen, die uns noch fremd sind, nennt man auch Vorurteile, weil sie im Vorfeld des Kennenlernens ihren Eingang in unsere Empfindungen finden. Ein ebenso wichtiger Aspekt des Überlebens wie das Beurteilen einer bis dato unbekannten Situation. Die Beurteilung, ob sie das vor Ihnen fahrende Fahrzeug überholen, hängt von mehreren Faktoren ab, das Fahrzeug vor Ihnen ist ein langsamer Autofahrer, Sie kennen die Strecke, gleich kommt eine unübersichtliche Kurve, eine Kreuzung, eine Kuppe, die Sichtverhältnisse sind schlecht, die Streckenführung ist gut einsehbar. Diese Urteile haben Sie, wenn Sie kein Fahranfänger mehr sind, in einer Schnelligkeit vollzogen, daß es Ihnen manchmal gar nicht mehr bewußt wird, wie viele Urteile sie im Vorfeld des Überholens bedacht haben.

Die Voranstellung von „Ur“ und „ur“ bei Adjektiven und Substantiven bedeuten je nach Wort, sehr, von Grund auf, durch und durch, am Anfang, als Erstes, und unterstreicht dadurch die Stellung des Zuerst-Prinzips. Was bei dem Wort Vorurteil noch verstärkt wird, denn das „vor“ impliziert ein erstes Abwägen (Teilen) vor dem eigentlichen Anfang.

Nun gibt es Menschen, die ein ausgeprägtes Urteilsvermögen besitzen, sei es durch das als „Bauchgefühl“ genannte Wissen, durch Schulung der vielfältigen Möglichkeiten und deren Reflexionen, durch den „siebten Sinn“. Und die Menschen, die durch welche Umstände auch immer, Urteile lange und breit zerfleddern und trotzdem keine konkrete Entscheidung treffen können. Die Letztgenannten sind oftmals diejenigen, die ständig mit sich selber, mit Situationen, mit allen Dingen in immerwährenden Konflikten leben.

Natürlich würden Sie sich bei einem Problem eher an Menschen mit ausgeprägten Urteilsvermögen wenden, um Hilfestellung zu Ihrer Frage zu ergattern. Logisch! Aber auch wieder nicht! Denn bei diesen Menschen ist ein Teil ihres Urteilsvermögens durch Vorurteile, Urteile, die sie verinnerlicht haben, also vorgefaßte Urteile vorhanden. Wohingegen bei den Unschlüssigen, durch ihre „Inkompetenz“ sich festlegen zu können, Urteile noch nicht „vorgeteilt“ sein können.

Durch das Rechtssystem werden Urteile im Namen des jeweiligen Staates formuliert. Die Gerechtigkeit (Justitia, altrömische Göttin) wird in der Regel mit Augenbinde, Waage und Schwert dargestellt. Durch die Augenbinde soll die Fähigkeit symbolisiert werden, jeden gleich zu behandeln, die Waage steht für das objektive Abwägen aller Faktoren, und das Schwert verdeutlicht den Schutz und die Umsetzung des Rechts.

Allein diese drei Symbole reichen bei weitem nicht aus, um immer ein gerechtes Urteil zu ermöglichen. Selbst die Göttin Justitia ist also fehlbar. Brauchen wir uns da noch zu wundern, wenn wir es auch sind? Ergo fehlbar Sein ist wohl jedem eigen, immer schon und zukünftig. Vielleicht liegt das Geheimnis eben in der Fehlbarkeit beim Beurteilen. Denn fehlt ein Teil oder mehrere Teile schon vor dem „Vor“, dem „Ur-„ und in dem Teil selbst, so ist das Urteil, sowie das Vorurteil immer unvollendet. Und das Unvollendete, das Fehlerhafte gibt uns die Möglichkeit, unser Urteil neu zu überdenken, oder?

Doris Mock-Kamm

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Kleiner Mann ganz groß oder zurück in Mutters Schoß

flickr.com/ h.koppdelaney/ (CC BY-ND 2.0)

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Wegducken gilt nicht

Mutter Erde dreht sich konstant um die eigene Achse, solange bis sie in unvorstellbar ferner Zukunft in den Weiten des Kosmos verpufft, weil die Hitze der Sonne ihr zu nahe kommt als aufgeblähter Riesenstern. Wissenschaftlich-theoretische Annahme fern derzeitiger Realität, die Mensch viel mehr beschäftigt im unabdingbaren Überlebenskampf gegenseitiger Zerstörungswut.

Was interessieren mögliche apokalyptische Erscheinungsformen, wenn unsere Spezies sich stets bekriegt? Wobei technischer Erfindergeist längst sämtliches Leben auf lange oder gar endgültige Dauer auslöschen kann, wenn nicht rechtzeitig unterbunden. Keinerlei Gewissensbisse angesichts derartiger Szenarien?

Verrohung der Gesellschaft spiegelt zuviel Gewaltbereitschaft wider

Neben der intensiven Abhängigkeit, in die Mensch sich begibt, wenn im Internet surfend nahezu nonstop online per Mausklick und Präsenz unterwegs, ob gar während der Arbeitszeit, in kurzen aber sich ständig wiederholenden Momenten, in der Freizeit bis hin zur dauerhaft langen Anwesenheit, wird das eigentliche Leben vernachlässigt, entstehen Streßfaktoren aufgrund chaotisch eintretender Defizite im organisatorischen Ablauf der Alltagsbewältigung, selbst manche Beziehung leidet enorm darunter, weil Kommunikation verebbt.

Gleichzeitig ist Homo sapiens ständig einer Flut von Eindrücken und Meinungen ausgesetzt, wobei etliche Horrorszenarien ihn verunsichern, tatsächlich tragische Nachrichten im Wechsel von angeblichen Prophezeiungen erst recht ein Vakuum voller Ängste und Irritationen erschaffen. Zusammen mit dem Schwinden sozialer Absicherung und Standarts, dem Konsumterror verfallen, blüht Neid und Mißgunst auf, pflanzt sich die Verrohung der Gesellschaft fort, spiegelt eine zunehmende Gewaltbereitschaft sie wider.

Der Ruf nach dem starken Mann erweckt Führungsansprüche

Ein Zurück in historische Verfehlungen, wobei eine derzeitge Parteien-Demokratie als fehlgeleitet interpretiert dem Willen des Volkes weichen soll, welches per Abstimmungen Politik mehr mitgestalten möge? Vielversprechende Verheißung, die nur an der Umsetzung scheitern wird. Kein Volk regiert sich selbst ohne politische Führung, weil stets das Alpha-Tier im Mensch den Kurs bestimmt, ob mitten auf stürmischen Ozean oder in einem Land.

Systemwechsel stehen bevor, nicht nur im Hinblick zur Neuen Rechten, die europaweit ihre Chance erhält, sondern auch weil das Großkapital seine eigenen Pfründe gefährdet sieht. Wer nie mit dem Volk teilte, stets in seinen Machtzentren gierig sich bereichernd weilte. Daran ändert sich nichts, solange man das Diktat des Reichtums gewähren läßt. Dies gilt es zu erkennen und entsprechend zu handeln, so simpel der Weg, doch so schwierig ihn zu gehen.

Lotar Martin Kamm

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Höhlenwand

flickr.com/ tuan_coi/ (CC BY 2.0)

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Ich sitze in einer Höhle, allein,
an die Wand gedrückt.

Die Kerze ausgeblasen,
den Tisch abgedeckt.
Die Schuhsohlen
schon längst durchgewetzt.

Die zartduftende Blume,
verblüht.
Das Lächeln, wie der Biss
in eine Zitrone.

Windmühlenblätter
zerbersten im Sturm.
Abschiedsküsse,
der Zug fährt davon.

Mutters Kuchen, der Duft,
ein Leben lang bleibt.
Im Spiel bin ich gut,
ich werd nicht verlieren.

Krähen morgens
die Hähne noch?
Gedanken hinterlassen
ein jähes Loch.

Dunkel wie die Höhle
und doch warm.
Ein Nichts, das Licht
erstrahlen lassen kann.

Will ich all dem entkommen?
Nein, jetzt noch nicht,
nur in diesem Zustand
alles Üble kann entweichen.

Ich drücke mich noch näher
an die Höhlenwand.

Nafia

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Scheinheiligkeit verspricht Familiensinn – Toleranz dahin

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Satirischer Rückblick…

Denn was steckt drin im Gesabber manch völkischer Reden mit ihren ewiggestrigen Fehden? Wir sagen es Ihnen live und direkt: Intoleranz haben sie stets ausgeheckt. Während manch humane Nächstenliebe Wege des Friedens sucht, der Verbohrte vor lauter Haß nur noch flucht. Anstatt das Paradies auf Erden mit allen zu genießen, Nationalisten, Patrioten und Faschisten wieder wie Pilze aus dem Boden schießen.

Dämmern zwischen Zweifel und Gewißheit, allzeit bereit im Zwielicht das Neue zu verachten? Weisheit und die Alten darüber lachten. Doch während rechter Populismus ständig neue Spielwiesen finden wird, die ein oder andere Scheibe klirrt, der Verlorene im Reiz angeblicher Loyalität herumirrt, haben Menschen andererseits nichts mehr zu verlieren, öffnen sich im Widerstand dennoch Türen. Weil am Ende die Liebe siegt, nicht der, der Menschen bekriegt!

Drum erkennen wir auch im Zinseszins, den die Politik der Banken ausgeheckt, nicht Kunz und Hinz sind auf der Gewinnerseit, welch Dreistigkeit: Reichtum sich vermehrt, der ehrlich Arbeitende verreckt. Genau das läuft verkehrt. Wir sehen’s doch: Rot und Blau ist Kaspers Frau unter diesem Joch. Welch Knechtschaft in sich, einfach widerlich.

Trotz weltweiter Gedenken werden AKWs weitergebaut, unerschrocken geplant. Strahlen sieht man nicht, egal wie scharf hingeschaut, Hauptsache Profite abgesahnt, Korruption dahinsiecht. Welch Ironie in der Luft liegt, wenn Systemwechsel in altbekannten Bahnen vollzogen werden, Menschen folgen wie Lemminge in Herden. Grauzonen der Wahrheitsfindung in Verschwörungstheorien verschwimmen, Fanatismus wie von Sinnen erneut Halt findet, Humanismus daher schwindet.

Da mag das Fremdeln ein noch so vollkommen natürlicher Selbstschutz sein, wir stehen angesichts dieser Bedrohung doch allein. Denn was die USA als Hegemon per eigener Unfähigkeit unterstreichen, schafft Elend und Armut, dient stets den Reichen. Was vor 40 Jahren bereits geschah, ist heute wieder da: der alte Ost-West-Konflikt. Ist das nicht verrückt? Man möchte gern Wissen und Witze zusammenlegen, sie hegen und pflegen. Das wäre für die Menschheit ein wahrer Segen.

Doch ganz im Gegenteil: Wir lassen uns erneut ins Bockshorn jagen, nicht derweil in neulichen Tagen, sondern wie immerschon, welch Hohn! Drum kann nur der Ausverkauf der Meinungs- und Pressefreiheit die Folge sein, steht Mensch staunend im selbsterschaffenen Elend, ganz allein.

Wollen wir dies wirklich zulassen, dieses grausame Prassen auf der einen Seite? Auf der anderen steht der Gescheite, blickt in die Weite des Kosmos und fragt: Mensch, was ist mit dir los? Die Antwort kein Gott ihm sagt!

Lotar Martin Kamm

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Von dir laß ich mir doch nicht ins Bockshorn jagen

© Doris Mock-Kamm

© Doris Mock-Kamm

Kein Bock auf gar nichts oder was zeichnet ihn aus?

„Was schreibst du denn da für einen Bockmist?“
„Mensch, bist du heute zickig, dann schreib es doch besser!“
„Jetzt sei doch nicht gleich so bockig!“
„Von dir laß ich mich heute nicht ins Bockhorn jagen!“
„Ah, hast du jetzt einen Sündenbock gefunden, weil du es verbockt hast?“
„Nur weil du sturer Bock keinen Bock hast, über dieses Thema zu schreiben, und du es mir aufgebockt hast,…!“

Was immer die beiden Gesprächspartner veranlaßt hat, sich gegenseitig mit Hilfe des Bocks und der Ziege ihre Standpunkte zu erklären, bleibt mal unkommentiert. Viel interessanter ist die Tatsache, daß Wortverbindungen mit „Bock“ sehr häufig vorkommen. Nicht nur im Bereich der Schimpfwörter sind sie zu finden, sondern auch beim Spiel (Skat, Doppelkopf), Turnen (Bock), Fahrzeug (Kutschbock), Musikinstrument (Form der Sackpfeife beim Dudelsack), Getränke (Bockbiere), Tierwelt (Bockkäfer).

Der Bock, Bezeichnung für ein männliches Tier, Rehbock, Schafbock, Ziegenbock, Gamsbock und Hasenbock. Diese Spezies scheint bei den Menschen so einen tiefen und teilweise hintersinnigen Eindruck hinterlassen zu haben, daß seine verschiedenen Charakteristiken den Weg in die Übermittlung von Gedankeninhalten fanden. Schließlich gerade deshalb erstaunlich, da andere Tiere von den Menschen als Haus- und Nutztiere gehalten wurden und natürlich noch werden.

Dies mag schon damit zusammenhängen, daß für mehrere Tierarten die gleiche männliche Benennung vergeben wurde, so ist ein Rehbock doch keineswegs mit einem Gamsbock gleichzusetzen. Wie auch immer, die Menschen haben damit den Bock abgeschossen, den Bock zum Gärtner gemacht, eben einen Sündenbock gefunden und überlassen es jedem, sich seinen Bock selbst auszusuchen.

Die einzige Spezies, die unter diesen vielen Böcken eine kleine Sonderstellung genießen, sind wohl die Schafe, denen wird nicht nur nachgesagt, daß sie beim Einschlafen helfen, wenn sie einzeln über ein Gatter springen, um besser gezählt werden zu können, sondern es wird ihnen ebenso vorgeworfen, sich innerhalb einer Herde zu bewegen und den Schutz der Herde zu suchen. Obwohl dies wie bei den Schwärmen nicht nur eine Überlebensstrategie ist, sondern für Menschen eine willkommene Charakteristik darstellt, um die Tiere besser zusammenhalten zu können. Das schwarze Schaf allerdings hat nur dann seine Sonderstellung, wenn die anderen ein weißes Fell haben, ansonsten ist es von der Herde nicht zu unterscheiden.

Welcher Bock nun wirklich für all diese Begriffe Verantwortung trug, bleibt wohl für immer im Nebel der Vergangenheit, den einzigen Bock, den wir wirklich zu fürchten haben, ist wohl der Wolf im Schafspelz.

Doris Mock-Kamm

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Ausverkauf der Meinungs- und Pressefreiheit

pixabay.com

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Es lebe der Sturm auf freiheitliche Bürgerrechte bis hin zum Krieg?

Denn sie wissen ganz genau, was sie tun. Und das wiederholt sich erneut mitten in Europa, initiiert von den USA, der Neuen Welt, die einmal entstand, weil Expansion ihre grausamen Herzen beflügelte nach jahrhundertelangen Kämpfen untereinander. Wer Platz braucht, schafft sich neuen.

Der Ausverkauf der Meinungs- und Pressefreiheit, eines der höchsten Güter friedlich menschlichen Zusammenlebens, soll gezielt umgesetzt stattfinden. Nichts stört Eliten mehr als denkende, aufgeklärte Menschen, die obendrein mittels eigener Kreativität Mutter Erde schonend Wege aus dem Moloch ewiger Armut ersinnen, die doch stets bewußt platziert wurde. Kein Wunder, daß brillante Ideen nicht nur in Schubladen verschwanden, sondern deren Schöpfer ihr Leben verloren, Korruption ein ständiger Begleiter des Machterhalts bedeutet.

Philosophen erkennen – Politik verhindert

Wer hungert und leidet, stellt keine Fragen mehr. Eine praktizierte Taktik der Menschheitsgeschichte, so daß jedwede soziale Gerechtigkeit stets verhindert wird. Das wußten alle Philosophen, Querdenker und all jene, die gern Antworten suchten, wieso Macht dermaßen unerschrocken ihre Ziele verfolgt. Daran hat sich bis heute trotz Kants Aufklärung, der beiden Weltkriege und bevorstehender nichts geändert. Mensch informiert sich zwar per Internet, verweilt aber dennoch in seinem Umfeld erschaffener Abhängigkeiten.

Mögen gut organisierte Gruppen Änderung herbeiführen, zumal die Meinungs- und Pressefreiheit dies ermöglichen kann, wird die vierte Gewalt oftmals gezielt beeinflußt von den Parteibüchern ihrer Auftraggeber, Politik bestimmt den Kurs. Die eng verknüpfte Meinungsfreiheit aber steht in einem direkten Kontext zur Pressefreiheit, die sich auch als „Lügenpresse“ beschimpfen läßt. Wie sonst soll die Meinung des Volkes transportiert werden? In etwa von fragwürdigen Pseudo-Portalen?

Türkei NATO-Partner mit Sonderrechten – Kriegstrommeln erschallen

Beispiel gefällig? Wie steht es mit dem Einfluß der Türkei, denken wir an Böhmerman, Charlie Hebdo und die unsägliche Welle bevorstehender Klagen, die der „türkische Pascha“ nicht nur fordert, sondern unter Beihilfe von Frau Merkel durchzusetzen vermochte.

„Nachäffende Trittbrettfahrer“ im Pool der Neuen Rechten, siehe ausgerechnet nach Österreich, – da war doch mal was vor 80 Jahren? -, versuchen sich ebenso auf der Welle des Klagens, weil beleidigt Sein ein schickes Ansinnen, eine Möglichkeit narzißtischer Genugtuung, mehr Aufmerksamkeit für sich zu erhaschen. Das steckt das ZDF weg, siehe Böhmermann-Affäre.

Oder doch nicht, zieht man die Türkei als willig notwendigen NATO-Partner mit ein? Immerhin verpflichtet sich eine Bundeswehr, dem US-Weg artig Folge zu leisten, um im gefährdeten Osten zur Hilfe zu eilen. Russland könne Litauen angreifen, da Putin die Krim umstimmte, was hierzulande als Annexion bezeichnet wurde?

Überall Kriegstrommeln erschallen, der Ami auf Kurs von langer Hand geplant, nach Jahrzehnten der Abschreckung im Ost-West-Konflikt folgt nunmehr der letzte große Krieg in Europa, der Urheimat jenes Volkes, welches nicht nur Weltpolizei spielt, sondern Mutter Erde für seine Zwecke mißbraucht?

Ich schließe heute mit eigenem Zitat:

„Frieden soll nicht währen, weil Kreativität eben nicht Stillstand bedeutet. Wenn sie lang genug die Meinungsfreiheit mit Lügen strafen, Ehre für ihre Zwecke mißbrauchen, dann hetzen sie wieder Völker aufeinander.“

Lotar Martin Kamm

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