Das Kri- Kra- Krokodil

pixabay.com

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Das Kri- Kra- Krokodil
weiß nicht soviel,
wie ich es gerne hätt´,
drum hält sich das Krokodil vor mir versteckt.

Der Eli- Ela- Elefant
fand
meine Spielesammlung im Schrank,
womit er auf Nimmerwiedersehen verschwand.

Das Ki- Ke- Kamel
schläft nicht auf Sägemehl,
es döst am liebsten auf Sand
wie der Urlauber am Strand.

Der Bu- Be- Bär
wollt so gern sein Millionär,
doch traf ihn nie das Lottoglück,
dafür begegnete ihm Fräulein Lück.

Das Rhe- Rha- Rhinozeros,
das fährt jetzt mit dem Floß
ans andere Ufer rüber,
nachdem die Brücke zum zigten mal hinüber.

Das Dri- Dre- Dromedar
tanzt so gerne Cha-Cha-Cha.
Einst flog ihm eine Fliege ins Auge,
der Walzer für ihn drum nichts mehr tauge.

Der Fli-Flo-Flamingo,
der liebt so sehr das Zoo-Frauenklo,
dort kann er still in der Ecke stehen,
vor lauter rosa Wänden ist er nicht zu sehen.

Die He-Hi-Honigbiene,
man meint, seit Sonntag sie ein wenig schiele.
Ihr Stachel ist verbogen vom Aufprall aufs Fensterglas.
Seither nimmt sie rückwärts auf der Blüte Platz.

Die De-Du-Dichterin,
die legt sich jetzt ein bißchen hin,
damit der weiche Schaum der Träume
ein wenig ihr Gehirn aufräume.

Nafia

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Es geschah vor 40 Jahren (10. bis 16. Mai 1976)

flickr.com/ Piano Piano!/ (CC BY 2.0)

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Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur elften Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Politische Machtwechsel oftmals nur Makulatur

flickr.com/ Anna L. Schiller/ (CC BY 2.0)

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Des Volkes Wille Spielball manipulativer Meinungsmache

Sie brüllen fordernd das Mitbestimmungsrecht des Volkes, es möge wesentlich mehr in Volksentscheiden an politisch notwendigen Entscheidungen direkt teilhaben dürfen, oftmals dabei die Schweizer Politik als Paradebeispiel zitierend. Daran kann man nicht unbedingt etwas aussetzen in Hinblick auf manch fragwürdig, volksentferntem Verhalten mancher Politiker, die ihren Wählerauftrag mißachten.

Dennoch steht die Vermutung im Raum, an der sich die entscheidende Frage anknüpft: Des Volkes Wille Spielball manipulativer Meinungsmache? Gelenkt von den Systemmedien, was mit dieser Behauptung einer Ausschließlichkeitsvermutung gleichkommt? Dabei gerät der Verdacht ins Visier einer gewissen Vorahnung, die ohnehin anhand etlicher historischer Bespiele praktiziert wird, so daß politische Machtwechsel im Endeffekt oftmals nur Makulatur sind.

Parteipolitik im Fokus der Kritik

In wie weit läßt sich eine Demokratie tatsächlich als moderate Regierungsform rechtfertigen, wenn die praktizierte Parteipolitik ständig von Lobbyisten heimgesucht gegängelt wird, die Parteidoktrin sich letztlich durchsetzt, die gewählte Parteispitze den Kurs bestimmt? Vom Kader zur Basis folgen Mehrheitsbeschlüsse, an die sich alle richten mögen, ein Prozedere, was zunächst schlüssig wirkt.

Wenn da nicht Meinungsmache entscheidend mitschwingt. Schnell herbeigeführt als augenblickliches Ohnmachtsgefühl, sich Luft machen zu müssen, weil eben Parteien viel zu träge reagieren, den global-politischen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein scheinen. Wer nicht im Sinne eines inszenierten Protestes reagiert, darf sich nicht wundern, wenn Antworten ausbleiben, daß neue Parteien und Widerständ wächst wie im Fall der AfD. Genau deshalb schwindet das Vertrauen in bestehende Parteien?

Ein Blick in die Welt offenbart Ernüchterung

So wie die Tage in Brasilien, wo Dilmas Amtsenthebungsverfahren als abgekartetes Spiel längst absehbar war, die jetzt einsetzende Entwicklung nicht weiter verwundern sollte. Vom Regen in die Traufe, wobei ihr Widersacher alles andere als vertrauenswürdig.

Das gestaltet sich hoch oben im Norden des amerikanischen Kontinens im dort anhaltenden Wahlkampf sehr ähnlich, was das Gerangel um Machtverhältnisse anbelangt. Nur mit dem Unterschied, daß der Hegemon gleich die Weltpolitik bestimmen will. Das Volk, folglich die Menschen selbst, die Bürger der Länder, sollte sich stets die entscheidende Frage stellen: Wem nutzt Politik wirklich, Volk selbst in all ihren Folgen, die somit maßvoll aber gerecht agiert oder viel eher einer kleinen Elite, die mittels Konzerne sich kontinuierlich abgrenzt, dabei ihre Pfründe sich gönnt, während die große Masse sich gegenseitig belauert vor lauter Mißgunst?

Wir sollten wesentlich mehr in uns kehren und bestimmte Strömungen aufmerksamer beobachten, so schließe ich mit folgendem, eigenem Zitat:

„Wir können eine Meinung vertreten, sie herleiten aufgrund unserer persönlichen Lebenserfahrung. Des öfteren muß man beobachten, daß gezielte Ansichten, Vorverurteilungen bis hin zu Haßtiraden ungefiltert übernommen werden, um sie an anderen Stellen entgleisen zu lassen.“

Lotar Martin Kamm

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Kein Interesse

flickr.com/ Awen Photography/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Traurig wie ein Clown,
der heftige Kopfschmerzen hat,
aber trotzdem vor seinem Publikum
Späße treibt und lacht.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Schnüre verknotet
wie ein Spinnennetz vom Wind,
die Spinne aber trotzt dem Sturm,
weil genügend Futter vorbeifliegt.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Die Erde vertrocknet,
kein Regen in Sicht,
wie ein Samenkorn durch Schale geschützt
im richtigen Augenblick zu keimen.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Auch wenn diese Zeilen schwermütig klingen,
so sind sie voller Zuversicht und Stolz,
laß dich nicht unterkriegen von all
den Lügen und Schmeicheleien.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse, ich bin okay!

Nafia

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Kunst und Kultur: Spielball politischer Gängelung

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Kreativität braucht stets ihre Freiräume

Wie die Luft zum Atmen ein Überleben garantiert, gehört Kreativität zum Dasein des Menschen, ohne die keine Entwicklung stattfinden kann, obendrein der Geist letztlich verkümmert. Das Wesen der Kunst entspricht der Schöpfung selbst, die mannigfaltig sich in der Natur auf Erden zeigt, mit Blick ins Universum ungeahnte Erscheinungsformen bereithält.

Dennoch Kunst und Kultur Spielball politischer Gängelung, immer dann begrenzt, beschnitten oder gar verboten, wenn es gewissen Herrschaften nicht in den Kram paßt? Gerade weil Kreativität stets ihre Freiräume braucht, nutzen dies bösartige Mächte für ihre Zwecke aus, ohne sich über die Verluste im Klaren zu sein. Gedanken und Ideen lassen sich aber nicht vernichten, sie verweilen in den unendlichen Weiten des Kosmos, bis irgendwann aufgegriffen sie sich entfalten werden.

Bildung braucht Wege der Entfaltung

Dazu bedarf es Mut, ihnen Möglichkeiten anzubieten, steht Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen. In Nordrhein-Westfalen, zwischen Moers und Essen, östlich des Rheins gelegen, befindet sich in Oberhausen-Lirich die Gesamtschule Weierheide, bisher Deutschlands erste und einzige Schule mit dem Unterrichts- und Wahlpflichtfach „Kreativität“ für die achte bis zehnte Klasse.

Ein tolles Beispiel dafür, in wie weit Schule sich öffnen kann für Kreativität auf vielen Ebenen, um diese einfließen zu lassen in der Konzeption des Lehrplans, wobei die Lehrer an der Umsetzung aktiv sich mitbeteiligen. Ein Satz in Annette Bruhns Artikel bleibt besonders haften, den der Musiktheaterprofi Jens Niemeier formulierte: „Durch das ständige Hängen am Handy findet eine Entkörperung statt, die können Gefühle blitzschnell mit Emoticons ausdrücken, aber verstehen sich kaum noch auf Gestik und Mimik.“ Umso schöner, daß wenigstens noch bis 2018 dieses Schulbeispiel finanziell gefördert wird. Hoffentlich erkennt Politik den Wert dieser Unterrichtsform, verlängert die Förderung.

Im Ländle bewegt sich was

Kaum jemand hätte weit vor der Landtagswahl mit zwei politischen Entscheidungen im Ländle gerechnet: Einerseits eine grün-schwarze Koalition und andererseits eine AfD, die als drittstärkste Partei im Plenum sitzt, die SPD sich hinter dieser einreihen muß.

Welch politisches Signal, was jene Bürger vermitteln, die den Multikulturalismus verhöhnen, obwohl weltweit ohne ihn die Menschheit keineswegs friedlich zusammenleben kann. In Ländern wie Russland, Indien, Kasachstan und etlichen anderen zeigt sich sehr wohl, daß im Großen und Ganzen unterschiedliche Völker sich gegenseitig ergänzend und bereichernd in einer Nation friedlich existieren können. Gerade kulturelle Vielfalt ermöglicht dies.

Umso erfreulicher, wenn ein umstrittener Ministerpräsident Winfried Kretschmann, denken wir ans TTIP, die Rektorin der Kunstakademie am Weißenhof, Petra von Olschowski, als neue Kunststaatssekretärin ins Kabinett beruft. Mit dieser Entscheidung, einer Parteilosen, äußerst bewanderten Kunsthistorikerin und Journalistin, neuen Raum für die Kunst zu gewähren, darf man gespannt gen Baden-Württemberg blicken, was uns da noch erwarten wird.

Widerstand wird zur Pflicht, wenn Politik die Kunst im Visier hat

Was im Ländle oder im Ruhrpott an positiven Beispielen sich offenbart, versucht woanders eine erstarkte rechtspopulistische AfD auszumerzen, der Kunst ihr nationalistisches Gedankengut aufzudrücken, in dem in Sachsen-Anhalt Museen, Theater und Orchester zu einem positiven Deutschland-Bezug verpflichtet werden sollen.

Parallelen zur Nazi- oder Stasizeit, zu Stalin oder Mao? Wenn Politik die Kunst für ihre Zwecke mißbrauchen will, ist Widerstand höchste Pflicht, wie auch der Deutsche Kulturrat zurecht anmahnt.

Mit diesem eigenen Zitat möchte ich schließen:

„Wer die Kunst in der Politik vernachlässigt, obendrein zensiert oder einschränkt, begibt sich auf ganz dünnes Eis: Kreativität ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern schöpft aus den unendlichen Weiten des Kosmos.“

Lotar Martin Kamm

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Wirres Zeug verfängt sich in Gedanken

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Wie kann aus einem „wie wahr“ bloß wirrwarr entstehen?

Kann aus wirrwarr „wie wahr“ werden? Oder aus wie wahr, wirrwarr? Dieser Text ist ein Versuch des Verfangens in Wörtern oder das Verfangen in einen Versuch. Eigentlich ganz einfach, drauf losschreiben, was befremdlich wirkend einwirkt.

Bedauern wir nicht hin und wieder Menschen, Tiere, die sich in Situationen befinden, unter denen sie leiden. Wir müssen diese Menschen, Tiere nicht unbedingt gut kennen, mit ihnen befreundet sein, um durch Bedauern unser Mitgefühl zu zeigen. Störend an dem Wort ist das Dauern. Was hat dauern, also der Begriff über einen gewissen Zeitraum, eine unbestimmte Zeitspanne, unverändert anhalten, mit Bedauern, mit jemanden mitfühlen zu tun? Rein gar nichts! Unser Mitgefühl ist völlig frei von der Vorgabe, wie lange wir mitfühlen. Es ist schlicht und einfach ein Vertauschen von Buchstaben.

Bedauern („wird ganz falsch D für T geschrieben, und dadurch nicht nur vermischung mit dauern durare herbeigeführt, sondern auch der zusammenhang mit theuer d. i. teuer verdunkelt“ DWB Trier) eigentlicher Ursprung „betûren“, „tiure wesen“, viel kosten, ist also durch das Vertauschen von Buchstabe T mit D und eu mit au zu einem sprachlichen wirrwarr mutiert. Der Einfachheit halber könnte man denken, aber als „beteuern“ glaubhaft versichern, nachdrücklich finden wir „Bedauern“ in seinem ursprünglichen Sinn wieder.

Nun macht man sich darüber Gedanken und fragt sich, ist das Wort in seiner jetzigen Schreibweise wirklich besser zur Formulierung, da taucht auch schon der nächste Wirrwarr auf. Denn eigentlich hat das „danken“ in Gedanken nichts zu suchen, denn darüber denken, tun wir doch, wenn das Denken in Gang gesetzt wurde. Oder soll hier Dankbarkeit impliziert werden, daß wir froh sein können, zu denken? Hier scheint einfach zugunsten vom Sprachrhythmus aus dem „e“ ein „a“ formuliert worden zu sein. Ein gewissenhafter Sprachwissenschaftler könnte vielleicht eine umfangreichere Erklärung dazu bieten. Auffällig ist allerdings, daß „geþanc“, Gedanke, mit angelsächsisch „þancjan“ danken, Ähnlichkeiten aufweist.

Sollten wir also doch dankbar sein, daß Denken uns möglich ist und keine Selbstverständlichkeit darstellt? Sollten wir vielleicht unser Beteuern einem Mitgeschöpf gegenüber nicht doch über einen längeren unbestimmten Zeitraum zukommen lassen?

Befremdlich ist, darüber nachgedacht zu haben und unwillentlich noch einen anderen Wirrwarr geklärt zu haben, denn das Nachgedachte hat jetzt nicht nur ein Fundament, sondern ebenso ein Dach.

Dadurch ist das Bedauern um die Vertauschung der Buchstaben für den Begriff beteuern und das Ersetzen des Buchstabens „a“ in Gedanken, als nicht nur sprachlich korrektes Denken erkannt worden, sondern gleichwohl als: wie wahr!

Wenn Ihnen der Versuch des Verfangens in Wörtern zu wirr war, so haben Sie zumindest sich in dem Verfangen versucht und befremdlich festgestellt, aus einem „wie wahr“ kann wirrwarr entstehen.

Doris Mock-Kamm

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Nachbarschaftsstreit belastet den Alltag

flickr.com/ FotoFritz/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Zwei skurile Fälle verdeutlichen Boshaftigkeiten

Wir kennen es fast alle, jenes menschliche Versagen eines friedfertigen Zusammenlebens, ob in der Familie, in Beziehungen oder eben mit manch Nachbarn. In der Regel versuchen die allermeisten Nachbarn, in freundschaftlichem Umgangston einander zu begegnen, bis hin zu tatsächlich wachsenden, herzlichen Freundschaften, die es schließlich durchaus ebenso gibt.

Aber wehe, einer schert aus der Reihe, durchbricht die Höflichkeit, stört den nachbarschaftlichen Frieden. Dies kann unter Umständen bei deutlich gezeigten Aversionen bleiben, per Ignoranz, der Verweigerung, ein Paket anzunehmen, wenn der ungeliebte Nachbar abwesend, dem Zuparken des gewohnheitsbedingten Parkplatzes etc.

Britischer Patriotismus und krähende Hähne

Ein deutsches Ehepaar, welches ein Reihenhaus in Upnor bezog, eigentlich handelt es sich um zwei Dörfer, Lower und Upper Upnor, im Kreis Medway in der britischen Grafschaft Kent, im Südosten Englands gelegen, wurde regelmäßig von seinem britisch-patriotischen Nachbarn u. a. total beschallt, so daß schließlich nach nahezu fünf Jahren des Terrors, es zu einem Gerichtsverfahren kam.

Eine Parallele zu einem Monty-Python-Sketch muß man nicht unbedingt herleiten, faktisch tyrannisierte der Brite die Deutschen per Hitlergruß, lauter Beschallung mittels Winston Churchill-Reden oder dem Song „White Cliffs of Dover“, der im Zweiten Weltkrieg vertont worden war. Vor Gericht erhielt das deutsche Ehepaar Recht, ob der Brite in Berufung ging, bleibt heute, vier Jahre später, mal dahingestellt.

Südöstlich der Stadt Brandenburg an der Havel befindet sich das Dörfchen Zitz, in dem ein Hühnerzüchter von einem Zuzügler wegen dessen lauten Hähnen verklagt werden soll. Was überall zum ganz normalen Alltag dazugehört, krähende Hähne in manch dörflicher Gemeinde, scheint jetzt ein Gericht zu beschäftigen. Aber anstatt die Gewohnheit gelten zu lassen, erfolgt per Beschluß des Richters die Verfügung, daß der Kläger ein Krähprotokoll vorlegen möge, womit die Ruhestörung nachgewiesen werden könne. Eine Chance für ihn, am Ende Recht zu bekommen?

Friedliches Zusammenleben ständig gefährdet?

Solange Nachbarn sich gegenseitig respektieren, den anderen dessen Schwächen und Macken nicht gleich ankreiden, Kompromißbereitschaft zeigen, verbleibt ein friedliches Miteinander ohne heftig eskalierende Streits.

Natürlich scheren manche gern aus, meinen, den Nachbarn das Leben schwer machen zu müssen, suchen gar die Provokation. Oftmals kommen solche Gestalten auch sonst nicht mit ihren Mitmenschen aus, sei es in eigener Partnerschaft, in der Familie, am Arbeitsplatz. Dennoch muß man insgesamt feststellen, daß Menschen in der Regel eher ein friedliches Zusammenleben anstreben. Ob dies zunehmend gefährdet, hängt unbedingt von sozialen Schieflagen ab, die eine unbesonnene Politik leider zuläßt.

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ (aus Friedrich Schillers „Wilhem Tell“)

Friedrich Rückert reimte mal in seinem Kurzgedicht „Erst nach dem Nachbar schaue…“:

„Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue! Wenn der Nachbar ist ein Schuft, so baust du dir eine Totengruft.“

Lotar Martin Kamm

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