USA: Wahlkampffieber bestätigt Weltmachtgehabe

flickr.com/ _raymarcos/ (CC BY 2.0)

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Obamas letzte Rede zur Nation entlarvt den Hegemon

Ernsthaft Geschichtsbewußte, frei von jedweder Beeinflußung, können gar nicht anders, als akribisch genau gen USA schielen mit dem Wissen, daß sie nur eines vermögen: die Welt per Tyrannei ins Elend zu stürzen. Das Wahlkampffieber bestätigt ihr Weltmachtgehabe, Obamas letzte Rede zur Nation entlarvt den Hegemon.

Wer mag ihm trotzen? Mitten im Herzen Europas wäre da ein Staat, der dies durchaus könnte, wenn er denn wollte. Doch halt, die BRD hat sich zur Vasallentreue verpflichtet als besetztes Land, weil dieser Schachzug seitens der Siegermächte, die explizit von den USA gesteuert entsprechend handeln, instruiert wurde. Nur eine Nation bietet ihnen die Stirn: die heutige Russische Föderation, wobei günstigerweise Wladimir Putin die Geschicke des Landes lenkt. Man möchte sich lieber nicht vorstellen, was wäre, falls ein anderer an der Spitze stünde, denken wir z.B. an „Schnapsnase“ Boris Jelzin.

Kein Frieden in Sicht – die USA provozieren stets Kriege

Im Gegensatz zu Putins friedlichen Ambitionen ziehen diese USA den Weg der Kriege vor, wie ein jeder weiß, der mal einen kritischen Blick in die Vergangenheit bis hinein in die Gegenwart riskiert. Während früher es eher linke Genossen waren, die in diesen USA einen brutalen Gegner sahen, historisch mittels der Kommunismus-Hysterie hervorgerufen, verebben deren Stimmen zusehends, halten sich manche gar bedeckt. Angst vor Repressalien, ein „Fortschwimmen gewisser Felle“ ihr Handeln beflügelt?

Umso erfreulicher, wenn auch noch in Südamerika der Widerstand anhält, den USA nicht mehr willenlos zu folgen, wie man beim bolivianischen Staatspräsidenten Evo Morales in einem Interview verfolgen kann. Doch genau jene Politik, die dieser berechtigt anprangert, verteitigte Barack Obama in seiner letzten Rede zur Nation. Er spielt die Arbeitslosigkeit im Lande herunter, in dem er eine Automatisierung und Digitalisierung dafür verantwortlich macht sowie die Globalisierung. Letztere wohl eine Aufforderung das baldige TTIP erst recht durchzusetzen? In Wirklichkeit profitiert dabei ausschließlich die Wirtschaft selbst, die arbeitende Bevölkerung hat sich ihr zu fügen, somit Pech gehabt. Exakt jenes Vorgehen darf man daher weltweit beobachten, alles richtet sich nach den US-amerikanischen Vorgaben.

Wer für neue Energien wirbt, der braucht entsprechende Rohstoffe. Die holt man sich mal ganz simpel in der Welt. Und wer den Amis ihr „Spielzeug“ nicht gibt, hat das Nachsehen und sei es per Waffengewalt, initiiert mittels Konflikten in den entsprechenden Ländern. Stets läuft dasselbe Muster ab, während die Welt nahezu ohnmächtig sie gewähren läßt.

Stoppt diesen Hegemon möglicht schnell und zielsicher

Das ist die Herausforderung Europas und für den Rest der Welt. Verpassen wir dies, die USA fragen nicht, sondern handeln nach dem Prinzip des Notwehr-Gesetzes: Shoot First, Ask Later. Genau jene Einstellung beflügelt diese Nation, sich weltweit so zu gebärden, sich das Recht herauszunehmen, die Welt zu vereinnahmen. Parallelen zu Eroberungszeiten, wo ganze Indianerstämme niedergeschossen wurden, sind keinesfalls zufällig.

Stoppen wir diesen Hegemon. Die Mittel dafür sind reichlich vorhanden, der Willen aber noch weit entfernt, da zu viele nicht den Mut besitzen, sich zusammen zu tun. Erst wenn diese Unentschlossenheit weicht und die Erkenntnis sich durchsetzt, daß wir genau deshalb wachsam handeln müssen, kann die Befreiung der Welt von dieser US-amerikanischen Expansionspolitik beginnen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Sich regen bringt Segen

flickr.com/ John Booty/ (CC BY 2.0)

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Let’s rock – bringen wir unser Blut in Wallung

Haben Sie sich heute schon aufgeregt? Wirklich nicht, nicht ein kleines bißchen? War der Morgenkaffee nicht zu kalt, alle Ampeln auf dem Weg zur Arbeit auf grün gestellt, haben Sie in der Bahn einen Sitzplatz ergattert, mußten nicht minutenlang einer nervenden Musik zuhören, weil Sie beim Telephonieren in einer Warteschleife gelandet sind? Ihr Blut wurde also heute nicht in Wallung gebracht? Dann sollten sie unbedingt noch heute ins Fitnesstudio, um Ihrem Kreislauf auf die Beine zu helfen. Denn sich regen bringt Segen. Oder?

Aufregen, abregen, regen, strecken. So ganz dasselbe ist es wohl nicht, aber wir regen uns eher, wenn etwas Aufregendes geschieht. Warum sollten wir ansonsten unsere gemütliche Verfassung, Harmonie stören lassen, wenn alles okay läuft, eben rund, dann haben wir keinen Grund, aufzustehen und unseren Unmut zu äußern. Wobei natürlich jeder für sich einem anderen Temperament frönt, manchen bringt schon ein vermeintlich strafender Blick zur Weißglut, bei anderen ist das Faß erst am Überlaufen, wenn ein Güterzug durchs Wohnzimmer braust.

Ob Sie nun aufgeregt oder sich regen, bei beidem steigt Ihr Puls, das Herz beginnt zu rasen, Schweißtropfen können sich auf der Stirn und am Körper bilden. Sie schwitzen Ihre Poren frei, ähnlich wie in der Sauna. Und wenn Sie am ganzen Körper erhitzt sind, brauchen Sie eine Abkühlung, nein, ein kühles Helles ist nicht so eine gute Idee, nach der Sauna folgt der Gang ins kühle Wasser, unter die kalte Dusche. Regen, das Wasser, das vom Himmel fällt, bringt auch Segen. Zumindest wenn Sie gärtnerisch oder in der Landwirtschaft tätig sind, können Sie davon ein Lied singen. Nur zu viel soll es nicht sein, denn zu viel Regen schwemmt den Samen fort oder läßt die Pflanzen faulen, von der Schneckenplage mal abgesehen.

Könnte eine logische Schlußfolgerung etwa so lauten: Regen und regen bedingen sich in einer wechselseitigen Beziehung? Denn beide Wörter bringen Segen. Der Regen bringt für die Pflanzenwelt, als Getränk für Mensch und Tier den Segen der Ernährung und Abkühlung. Und regen einschließlich aufregen bringt durch die Blutzirkulation und schweißtreibende Körperaktivität Segen für einen gesunden Körper.

Vielleicht hat Sie jetzt dieser Text in Wallung gebracht und wenn nicht, so spätestens mit „rock“ für stampfen, schaukeln und „roll“ für walzen, rollen. Let’s rock! Und befreien wir uns durch das Regen und den Regen von dem Schmutz, der uns manchmal unverhofft trifft.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Kurz nach Zwölf – noch nicht zu spät

pixabay.com

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Festhalten an alten Werten
mag so manchen antreiben,
ihn bewegen, zu bleiben
bei treuen Gefährten.

Doch die Gesellschaft zerfällt,
was niemand aufhalten kann,
und irgendwann
auch das ach so liebe Geld.

Das Chaos perfekt sich ausbreitet,
während viele in Elend versinken,
manche von Ort zu Ort hinken.
Politik dies dennoch brüsk bestreitet.

Die Mär vom friedlichen Leben
möchten viele kaum noch glauben,
lassen sich aber weiterhin berauben,
ohne nach Widerstand zu streben.

Was veranlaßt die Menschen bloß,
offensichtliches zuzulassen,
Kriege, Terror und zunehmendes Hassen?
Wir entstammen doch alle aus Mutters Schoß.

Müssen erneut mehrere Millionen sterben,
bis erkannt wird, wer dahintersteckt?
Bis auch der Friedlichste langsam verreckt?
Die Eliten uns gezielt hetzen ins Verderben?

Selbst nach Zwölf verbleiben Wege,
um eine Kehrtwende einzuleiten,
von jedem, nicht nur den Gescheiten.
Verlaßt Euer angeblich sicheres Gehege!

Lotar Martin Kamm

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Einwanderungspolitik ein Ventil für unkontrollierte Gewalt

flickr.com/ opposition24.de/ (CC BY-ND 2.0)

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Die Fronten verhärten sich

Hier in der Bundesrepublik Deutschland, im Herzen Europas, formiert sich etwas, daß keinesfalls zufällig geschieht, vielmehr einer bestimmten Zielrichtung entspricht, die jedoch kaum erkannt wird. Das gilt übrigens für sämtliche weltpolitischen Ereignisse, man muß nur noch den Überblick behalten, haarscharf analysieren, die richtigen Fragen dabei stellen.

In der deutschen Einwanderungspolitik, die von Beginn an äußerst hilflos dem Phänomen ungebremster Flüchtlingswellen gegenüberstand, wächst nunmehr ein Ventil für unkontrollierte Gewalt, die Fronten verhärten sich. Sogar innerhalb der Parteien herrscht Uneinigkeit, obwohl ansonsten die Parteidoktrin den jeweiligen Kurs diktiert. Woran liegt das? Was bewegt die Menschen in der Frage einer derartigen Überforderung?

Ohne deutliche Gesetzeslage tobt die Anarchie selbsternannter Freiheitsrechte

Dabei muß unbedingt betont werden, daß die Freiheit des einen in dem Augenblick endet, wenn der andere meint, sich dreist eigene Rechte herauszunehmen. Ein Beispiel gefällig? Es kann nicht angehen, daß Flüchtlinge, ganz besonders Kriegsflüchtlinge, hierzulande Straftaten begehen, somit das Gastrecht mißbrauchen, aber weiterhin hier verweilen dürfen. Hier hat die Bundespolitik komplett versagt in ihrer Uneinigkeit wie eine entsprechende Asylgesetzgebung wesentlich effektiver handlungsfähig greifen sollte, um gerade die einheimische Bevölkerung besser zu schützen. Dabei spielt ebenso der Stellenabbau bei der Polizei eine wichtige Rolle.

Mit einem Blick zu den Linken wird dies auch dort sehr deutlich. Während große Teile innerhalb dieser Partei immer noch meinen, die Willkommenskultur endlos hochhalten zu müssen, es daher keine Obergrenzen geben dürfe, Flüchtlinge hierzulande aufzunehmen, die Gebote mancher in der Partei wie z.B. von Sahra Wagenknecht, die sehr wohl sich für Obergrenzen einsetzt, als „Keine linke Haltung“ titulieren, zeigt sich hierbei die Zerrissenheit zur Thematik. Man kann es auch als „Illusion“ anmahnen. Wie weit dürfen denn kriminelle Machenschaften seitens integrierunwilliger sogenannter Flüchtlinge sich noch mehr ausbreiten, bis endlich verstanden wird, was da tatsächlich verkehrt läuft?

Hauptsache Bürgerkriegszustände toben?

Man möchte wirklich annehmen, daß dies genau so gewollt ist! Betrachten wir die zunehmenden PEGIDA-Demos, so wir neulich die in Potsdam, wird schnell klar, wohin die Reise geht. Es sollen wohl bewußt Fronten erschaffen werden, anders kann man die Vorgänge kaum werten. Zunächst mag es den Anschein von Hilflosigkeit haben, gleichzeitig erfreut sich ein Mob der Antifanten und deren Helfershelfer auf der einen Seite, auf der anderen die sogenannten „Rechten“, wobei sie in der Minderheit sind, weil etliche normale Bürger den PEGIDA-Spaziergängen folgen. Diese als Mitläufer oder gar wie von der Bundespolitik als „Pack“ beschimpft nunmehr in die „rechte Ecke“ zu stellen, entspricht einer gewissen Absicht, wie man meinen kann.

Bürgerkriegszustände gezielt gewollt? Ganz offensichtlich, selbst wenn nunmehr ein Herr Maas und ein Herr De Maizière eine große Koalition der Konsequenzen bilden. Das kommt reichlich spät und schaut dennoch eher hilflos aus, darf angezweifelt werden, was hierbei greift oder tatsächlich hilfreich im Endeffekt wirkt. Die Bürger haben längst viel Vertrauen in die Bundespolitik selbst verloren, zumal die Probleme mit den Flüchtlingsströmen trotz mancher guter Lösungen nicht einfach kleingeredet werden können.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Griffel nicht nur zum Schreiben da

flickr.com/ labormikro/ (CC BY-SA 2.0)

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Nähe schaffen mittels Begreifen

Wer mag sich noch an die Zeiten erinnern, als wir zum Schreibenlernen einen Griffel in die Hand nahmen? Mit dem Griffel bekamen wir die Möglichkeit, Begriffe schriftlich zu begreifen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es noch so manchem Kind erlaubt, mit den Griffeln, schwäbisch für Finger, zu begreifen. Der Greifreflex, der jedem Baby angeboren ist, wird dem Kind ab einem gewissen Zeitpunkt verboten.

Es wird verboten zu begreifen. Obwohl es eine wichtige Erfahrung für jeden, selbst im Erwachsenenalter darstellt, Dinge mit den Händen zu ertasten, zu fühlen. Das Material durch den Tastsinn der Finger zu erproben, ob weich, flauschig, starr, glitschig, kalt, glatt oder wie auch immer beschaffen ist.

Den Griffel gab und gibt es immer noch in den verschiedensten Qualitäten, um auf der Schiefertafel unsere ersten Schreibversuche zu hinterlassen. Das Gute daran, es war jederzeit abwaschbar. Blöd nur, wenn das Geschriebene auf dem Weg zur Schule durch andere Utensilien, die vielleicht doch nicht in den Ranzen gehörten, verschmiert wurde. Dann konnte es ohne weiteres passieren, daß der oder die Lehrerin den Kindern eins auf die Griffel gab.

Mit den Griffeln greifen wir, um Nähe zu schaffen zu Dingen gegenüber Menschen, Tieren und Pflanzen. Ist es uns deshalb erst möglich, etwas verstanden zu haben, wenn wir es begreifen? Wenn wir eine geistige Nähe zu einer gewissen Aussage herstellen können? Manchmal sind wir schon etwas begriffsstutzig, wenn das sogenannte Lämpchen noch nicht eingeschaltet ist.

Der Trieb des Begreifens, Greifens kann schmerzhafte Erlebnisse nach sich ziehen, nicht nur für Kleinkinder, Kinder, ebenso für Erwachsene. Denn nicht alles, was wir begreifen, birgt positive Erfahrung, denken Sie nur an das Anfassen einer Herdplatte, Bügeleisen, Verbrennungen durch heißes Wasser, Feuer, der Erkenntnis, mit den falschen Menschen Umgang gepflegt zu haben, das Verstehen von Zusammenhängen, das schreckliche Ergebnisse aufzeigt.

Trotzdem sollten wir unseren Greifreflex, das Begreifen, unsere Griffel nicht von allen unangenehmen Dingen fernhalten. Legen wir manchmal die Finger auf eine offene Wunde, kann das zu klärenden Resultaten führen und zu einem neuen Bewußtsein.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Plastikmüll: Trotz kleinste Teile im Fisch andauernde Ignoranz

flickr.com/ Snemann/ (CC BY-NC 2.0)

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Was interessiert denn die Umweltbelastung, Hauptsache uns geht’s gut

Des Menschen Gleichgültigkeit kann kaum noch getoppt werden, meint man zunächst, denken wir an die jahrzehntelange, beharrliche Erduldung der AKWs trotz des ersten Super-GAUs in der Ukraine, damals dachten wohl etliche noch, was interessiere sie die Probleme des Ostens, im Westen herrsche das Schlaraffenland, zumal in manchen Köpfen obendrein die simple Phrase kursierte, der Strom käme doch aus der Steckdose.

Inzwischen wurden wenigstens einige eines Besseren belehrt, denken wir an Fukushima und die schnell formulierte Absichtserklärung gar von deutscher Bundespolitik, den Atomausstieg voranzutreiben. Ende gut alles gut? Weit gefehlt! Trotz kleinster Teilchen vom Plastikmüll, die im Fisch jetzt nachgewiesen, dauert die Ignoranz vieler Menschen an, wird vor allem mit dem unseriösen, beinahe schon unglaublich weltfremden Argument verharmlost, die Forschung stehe am Anfang in Sachen schädliche Auswirkungen auf den Mensch selbst beim Verzehr jener belasteten Fische.

Homo sapiens hilflos den Machenschaften dieser Lebensmittelindustrie ausgeliefert

Zum großen dramatischen Begriff der Lebensmittelindustrie gesellt sich die konventionelle Agrarwirtschaft, die schon viel zu lange sich den Segnungen der chemischen Industrie verschrieben hat, dadurch entscheidend mit dazu beiträgt, daß synthetische Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und zunehmend die Gentechnik uns Menschen erheblich gesundheitlich belasten und schädigen. Eine derartige Behauptung wird nach wie vor vehement seitens den betreffenden Lobbyisten und deren Helfershelfern in der verantwortlichen Politik bestritten, meistens immer noch die Biolandwirtschaft als Illusion belächelt.

Dabei hatte die Menschheit all die Hunderttausende von Jahren ganz gut ohne jene chemisch-gefährlichen Stoffe auskommen können, die bis jetzt hauptsächlich zweckdienlich als Alibi herhalten müssen, man könne auf diese Weise den Nahrungsbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung gewährleisten. Daß dies gänzlich ohne die konventionelle Agrarwirtschaft funktioniert, wurde längst mehrfach nachgewiesen.

Schnelle Abhilfe würde anderes Konsumverhalten voraussetzen

Denn der Verbraucher selbst hätte es in der Hand, wenn er denn begreifen und entsprechend handeln würde. Das läßt sich nur kaum in die Praxis umsetzen, zumal gerade die Lebensmittelindustrie alles daran setzt, ihren profitablen Kurs fortzusetzen. Da wirkt der Artikel des Umweltbundesamtes zum „Müll im Meer“ eher vollkommen hilflos, zumal zunächst toll klingende Recycling-Vorhaben sich wahrscheinlich als Flop herausstellen mögen.

Es verbleibt die simple, schnelle Abhilfe beim Endverbraucher, wenn er denn sein Konsumverhalten endlich nachhaltig umsetzt, wie wir ebenso Ende des letzten Jahres anmahnten. Kein Plastikbedarf, keine Herstellung mehr, somit Rückgang des Plastikmülls. Schlimm und schwierig genug für die Folgegenerationen, die sich mit ihm auseinander zu setzen haben.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Gedankenspiel zwischen Wut und Mut

flickr.com/ Marc Lagneau/ (CC BY-ND 2.0)

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Dem Scrabble sei Dank

Kennen Sie das Spiel Scrabble? Das Spiel mit den Buchstaben? Kreuzworträtselfans haben sicherlich schon öfters mit Denkerstirn vor dem Spielbrett und dem Buchstabenbänkchen, das Platz für die Buchstabensteine bietet, über die Zusammensetzung der Buchstaben zu einem Wort gebrütet.

Nun, Sie müssen nicht unbedingt ein Fan dieses Spiels sein, um zu wissen, durch ersetzen eines Buchstabens mit einem anderen, können Sie ein Wort mit komplett anderen Sinn erhalten.

Nehmen wir zum Beispiel das Wort Wut, das durch Hinzufügung des Wortes Bürger seit längerem als Wutbürger Einzug in den Sprachgebrauch gefunden hat. Laut Duden: Wutanfall, Wutausbruch, wutbebend, Wutbürger, wüten, wütend, wutentbrannt, Wüter, Wüterei, Wüterich, Wüterin, Wutgeheul, wütig, Wutrede, wutschäumend, wutschnaubend, Wutschrei, wutverzerrt.

Jetzt stellen Sie fest, daß keiner Ihrer Buchstaben so richtig für ein neues Wortgefüge passen will, da kommen Sie auf die Idee, das W um 180 Grad zu drehen und gestalten so den Buchstaben M. Mut. Und wieder einen Blick in den Duden: Mütchen, muterfüllt, mutig, mutlos, Mutprobe, Mutwille, mutwillig. Komisch! Weitaus weniger Wortverbindungen werden mit Mut zusammengesetzt, wobei zwei Wortkreationen auch noch das Gegenteil von Mut beschreiben. Mutlos und mutwillig. Erstaunlich, zeigt sich hier schon eine Prägung des gesellschaftlichen Verhaltens?

Ohne Zweifel ist die Wut über ein Geschehen, das uns belastet, unsere Gefühle, unseren Körper, unseren „geistigen Anspruch“ verletzt, erstmal ein positives Mittel, um wieder ins Gleichgewicht zu erlangen. Wut rauslassen ist Streßabbau, und wenn wir diesen Streß nicht gegenüber unseren Mitmenschen schleudern, legitim. Existieren deshalb so viele Wortverknüpfungen, weil wir damit öfters konfrontiert werden als mit Mut? Wut eine Emotion, Charakterschwäche? Mut eine Charakterstärke?

Ihre Mitspieler werden inzwischen unruhig, um nicht zu sagen wütend, weil Sie schon „stundenlang“ darauf warten, bis Sie endlich Ihre auf dem Bänkchen aufgestellten Buchstaben zu einem neuen Wort bilden, das mit denen auf dem Spielfeld bereits liegenden Wörtern verbunden beziehungsweise neu kreiert werden kann. Deshalb versuchen Sie gar nicht erst, den am Spiel Beteiligten von Ihrem Gedankenexkurs zu erzählen, sondern werfen mutig Ihre Spielsteine in den Beutel zurück, um neue Buchstaben zu ziehen.

Aber Sie können es sich dennoch nicht verkneifen, den verdutzten Mitspielern zu erklären, daß Wut vom Althochdeutschen wuot kommt und unsinnig bedeutet.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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