Aufklärungsunterricht läßt Zwischenmenschlichkeit missen

flickr.com/ Specklet/ (CC BY-NC 2.0)

flickr.com/ Specklet/ (CC BY-NC 2.0)

Wenn man sich nicht riechen kann

Manche können sich sicherlich noch an den Aufklärungsunterricht, genannt Sexualkunde-Atlas, erinnern, der ab 1969 bundeseinheitlich für Schulen freigegeben wurde. Für viele Kinder und Jugendliche die erste anatomisch erklärte Sexualaufklärung. Frühere Generationen haben dieses Wissen über Um- und Schleichwege erfahren. Antworten auf die Frage, wo komme ich her, wurden oftmals, wenn überhaupt in dem märchenhaften Lügengebilde des kinderbringenden Storches zusammengefaselt. Der Vergleich mit der Biene und der Blüte trieb schon manchem Erwachsenen die Röte ins Gesicht.

Die Natur, Schöpfung hat jeder Wesensart eine andere, teils ähnliche Form des Zueinanderfindens, um die Arterhaltung aufrechtzuerhalten, gegeben. Bei den meisten Säugetieren, Ausnahmen bestätigen die Regel, spielt der Geruch eine wichtige Rolle.

Auch wenn heutzutage von den modernen Menschen eher die vielen Varianten von Parfüms, Deos oder sonstigen kosmetischen Mitteln ausströmen, so beinhaltet der Satz: Ich kann den nicht riechen, genau diese Komponente. Diese Feststellung treffen wir meist in den ersten Sekunden, wenn wir Menschen neu begegnen. Es bedarf keinerlei Abwägung. Ob wir allerdings für immer diesen Menschen meiden, hängt von der Möglichkeit oder den Umständen ab, ihn näher kennenzulernen und deshalb unsere Einstellung zu ändern.

Natürlich spielen andere Faktoren eine Rolle, sich auf jemanden einzulassen, Gesten, Mimik, Statur. Dennoch scheint der Geruch eine wesentliche, vielleicht die entscheidende Rolle zu übernehmen, wenn Mensch sich mit Mensch verbindet. Bezieht man in die Kennenlernphase auch die Sprache und die oben erwähnten Faktoren mit ein, erkennt man die Wichtigkeit der Sinne, um sich ein Urteil über sein Gegenüber zu festigen.

Trotzdem sind wir nicht davor gefeit, uns zu irren, egal ob hinsichtlich der Feststellung, jemanden nicht leiden zu können oder in der Enttäuschung, jemanden Vertrauen geschenkt zu haben und später festzustellen, daß es ein Irrtum war.

Sicher fragen Sie sich längst, was hat das mit Aufklärung zu tun? Ganz einfach, erst wenn wir uns beschnuppert, gesehen, gehört und gesprochen haben, kann mit dem Sinn des Fühlens, Streichelns einer harmonischen Vereinigung, sprich dem sexuellen Akt, nichts mehr im Wege stehen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Ohne dieses Vorwissen und dem Respekt vor den Empfindungen des anderen, nützt in der Regel keine sexuelle Aufklärung. Darüber können Sie in dem oben erwähnten Atlas nachlesen oder sich in den vielen inzwischen zu diesem Thema neu erschienenen Büchern.

Ihre

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weltpolitik: Russlands Schlüsselrolle nimmt schärfere Konturen an

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

American Way of Life als komplette Pleite zu entlarven

Die einen haben es schon lange gewußt, die anderen wollten es einfach nie wahrhaben, dazwischen all jene, die ohnehin ahnungslos gern das konsumieren, was der Ami ihnen vorsetzt. Welch simple Formel für ein eigentlich kompliziertes Geschäftsmodell, welches letztlich die Weltpolitik bestimmt. Diese hängt am Tropfhahn eines gezielt eingesetzten Geldflußes, nach dem sich nahezu alle richten.

Doch halt, da glimmt trotziger Widerstand im Reich des Bösen auf, wie ein Herr G.W. Bush einst vermeldete, wobei bis heute diese hegemoniale Staatsmacht es nicht verhindern konnte, daß manche Infos zu einigen Menschen im Goldenen Westen gelangten trotz NSA und Co. oder dank Herrn Snowden und Wikileaks-Mitgründer Julian Assange, die somit erheblich mit dazu beitrugen, den American Way of Life als komplette Pleite zu entlarven.

Münchner Sicherheitskonferenz eine von vielen politischen Showacts

Die jetzt vom 12. bis 14. Februar geplant stattfindende 52. Münchner Sicherheitskonferenz darf man in etwa getrost als eine von vielen politischen Showacts betrachten? Man darf nicht nur, man muß sogar! Warum? Kein geringerer als Willy Wimmer, der ehemalige Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) von 1994 bis 2000, der längst oftmals von vielen einstmaligen Politikern inzwischen verpönt ist, weil er Klartext spricht, eben nicht blindlings nach der US-amerikanischen Pfeife tanzt, für verschiedene Redaktionen arbeitet, beschreibt im Sputniknews-Artikel ziemlich deutlich, wieso Putin dieser Sicherheitskonferenz besser die kalte Schulter zeigen möge.

Dabei listet er ganz offenkundige Versäumnisse des US-Westens auf, eine wirklich friedliche Koexistenz anzustreben. In Wirklichkeit legt doch gerade die BRD es darauf an, den Weltfrieden mittels ihrer Haltung ernsthaft weiterhin zu gefährden, denken wir an den Ukraine-Krieg oder jetzt den herzhaft beschlossenen Bundeswehr-Einsatz im Syrienkrieg. Schon tönen die Mainstream-Medien, soll Putin sich in München erklären. Soll er tatsächlich, obwohl doch gerade die USA sich besonders aggressiv hervortun?

Russlands gemäßigt friedlicher Kurs im Widerspruch zum US-amerikanischen

Die USA offenbaren eine weltpolitische Drohkulisse par excellance, obendrein völlig ungeniert, wie auch Irina Jarowaja, Chefin des Sicherheitsausschußes der russischen Staatsduma, in Hinblick zur humanitären Katastrophe in Europa bemerkte. Darüberhinaus scheinen die Amerikaner keine Bemühungen anzustreben, für weltpolitische Entspannung zu sorgen im Gegensatz zu Putins Politik. Der russische Präsident betonte seine Absicht, sogar mit den USA und Europa zu kooperieren.

Skepsis sollte trotzdem unbedingt greifen, ob solcher Schlüsselpositionen wie die des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Herrn Wolfgang Ischinger, seit 2008 von Frau Merkel einberufen, der zwar fleißig in seiner Diplomatenrolle an etlichen Friedensbemühungen beteiligt war, für eine nuklearfreie Welt eintritt, andererseits als Bilderberger-Teilnehmer, Vorstandsmitglied der Atlantik-Brücke neben vielen anderen politischen Mitgliedschaften mit Sicherheit die aggressive Haltung dieser USA mitträgt.

Der französische Politiker Edgar Faure äußerte mal so zutreffend:

„Die Weltpolitik ist kein Klub, aus dem man nach Belieben austreten kann.“

Ihr

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Meinungen aussprechen ohne hemmungslose Gegenwehr

flickr.com/ kohlmann.sascha/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ kohlmann.sascha/ (CC BY-SA 2.0)

Eine Gesellschaft auf dem Prüfstand

Darf man Meinungen, Ansichten bedenkenlos aussprechen, ohne mit hemmungsloser Gegenwehr zu rechnen? Eigentlich sollte dies in einer aufgeklärten Gesellschaft möglich sein, auch wenn die angesprochenen Themen sozusagen heißes Eisen sind. Dem ist aber nicht so.

Wir leben in einer Zeit, in der sich Menschen teils wissentlich, teils nur angesteckt durch Ohnmacht nicht mehr die Mühe machen, Themeninhalte, die angesprochen wurden, sorgfältig zu prüfen. Dies kann verglichen werden mit dem Zerknüllen eines Stück Papiers, das uns gereicht wurde, ohne den Text darauf zu lesen. Viele zertrampeln den gesamten Garten, nur weil ein kleiner Busch nicht richtig angewachsen ist und so vermeintlich den Gesamteindruck stört.

Es ist nicht zu übersehen, daß es längst nicht nur gegen die da oben, sondern auch gegen die nebenan geht. Soziale, wirtschaftliche, politische Schieflagen werden benützt, um eigenen Unmut gegen vermeintlich Andersdenkende zu schleudern. Dabei wird die schnelle Radikalität einer Lösungsforderung immer mehr entfacht. Feuer kann man nicht mit Öl bekämpfen. Wut nicht mit Wut.

Zwar wäre ein gewißes Phlegma angebracht, um Gelegenheit zu bekommen, alle wichtigen Aspekte einzubeziehen, dafür aber fehlen die Grundbedingungen einer unvoreingenommenen Gesellschaft und die zu lange Ignoranz für Antworten auf ihre Fragen und Nöte.

Wenn aber die Besinnung niemanden mehr zugestanden wird, auch nicht denen, die objektive Gedanken äußern, dann dürfen weder die da oben noch die da unten sich wundern, wenn es zu weiterer unreflektierter Meinungsmache kommt.

Jedes Mitglied eines als Demokratie genannten Staates hat die Pflicht, Meinungsverschiedenheiten nicht niederzuschlagen, sondern sie möglichst objektiv zu analysieren und auch unbequeme Lösungen mitzutragen.

Legen wir nicht alles gleichzeitig auf die Goldwaage, sonst riskieren wir, daß sie dadurch zerstört wird, pendeln wir vielmehr die einzelnen Aspekte gewissenhaft aus. Sind wir ansonsten wirklich Vorbilder für unsere Nachfahren, wenn wir selbst nicht für Ausgleich stehen?

Ihre

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Dinosaurier des Jahres 2015 erhält Philipp zu Guttenberg

pixabay.com

pixabay.com

NABU-Negativpreis an den Präsidenten der AGWD

Schon etliche deutsche Politiker erhielten zuvor den NABU-Negativpreis, der erstmalig 1993 an den saarländischen Ministerpräsidenten Reinhold Kopp verliehen wurde, wie z.B. Hans-Olaf Henkel, Theo Waigel, Erwin Teufel oder Ilse Aigner. Sie alle taten sich darin hervor, die Umwelt zu mißachten, stattdessen gewisse Lobbyisten lieber zu unterstützen. Letztlich ein Armutszeugnis für Politiker, aber auch andere in entscheidenden Positionen.

Der jüngere Bruder Philipp vom ehemaligen Verteidigungsminister, Karl-Theodor zu Guttenberg, erhielt den „Dinosaurier des Jahres 2015″, weil er sich vor allem besonders stark dafür einsetzte, daß selbst die letzten 5% des deutschen Waldes noch als Nutzwald dienen sollten, welche laut bestehenden Gesetzen wenigstens bis zum Jahre 2020 geschützt sind. Dazu versuchte er selbst bei der EU vehement Einfluß zu gewinnen, was bisherig erfolglos blieb.

Anstatt die großartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren bewundernd zu akzeptieren, die eben jene Wälder als natürliche Lebensräume ihnen bieten, betrachtet dieser Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGWD) sie kurzerhand als willkommene Profitquelle. Kein Wunder, daß der NABU sich dagegen verwehrte und ihn mit jenem Negativpreis auszeichnete.

Ihr

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Kurznachrichten | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Silvester – Zeit für fröhliches Fummeln ohne Konsequenzen

flickr.com/ ConstiAB/ (CC BY-ND 2.0)

flickr.com/ ConstiAB/ (CC BY-ND 2.0)

Satire einer langen Nacht zum Jahreswechsel

Allah sei dank, wir können uns auf die Socken machen, die Zeit für fröhliches Fummeln hat soeben begonnen. An dieser Stelle sei hinzugefügt, daß der Wortlaut aller weiteren Begebenheiten in korrektes Deutsch transportiert wird, abgesehen von wenigen Ausnahmen. Religion ein willkommenes Mittel, seinen sexuellen Phantasien freien Lauf zu lassen, dürfen doch gerade im Islam Frauen Männern oftmals zu verhüllt nur begegnen.

Kein Wunder, daß der ein oder andere Mann nach dem Öffnen des Überraschungspakets, – eine Ähnlichkeit zum Ü-Ei sollte eher als Zufall gewertet werden -, voller Schrecken von der Holden abläßt, weil sie nicht seinen Erwartungen entspricht. Da haben es die christlichen Nebenbuhler wesentlich einfacher, sie dürfen überall auf freizügige Frauen gaffen, die entsprechend leicht bekleidet sich offen präsentieren. Wie schön, was wiederum Neid schürt.

Die Entladung gestauter Verzweiflung in Richtung des männlich besten Teils muß sich daher bei günstiger Gelegenheit vollziehen. Silvester, das rauschend laute Fest zum Jahreswechsel an einem öffentlichen Ort, wo man in der Menschenmenge sich schadlos amüsieren kann, Liebesspiel mit anzüglich direkten Bemerkungen und handfestes Gegrapsche verwechselt, Hauptsache mal eine Titte berührt, zwischen die Schenkel gegriffen.

Was man selbst keinesfalls daheim offen ausleben darf, hier in Deutschland, dem Land der sexuellen Freiheit, werden einem Tür und Tor geöffnet, ein roter Teppich ausgerollt, der einladend unbedingt aphrodisierend wirkt. Da jene notgeilen Macker hierbei die Würde jedes Menschen mit ihrem unbefriedigten Trieb verwechseln, scheint ihnen nicht in den Sinn zu kommen. Wie auch? Angesichts jahrzehntelanger Duldung etlicher Parallelgesellschaften verliert man schnell den Überblick für eine Gesetzestreue, die keine Gültigkeit hat. Es zählt die eigene Doktrin und die lautet: Nimm, was du kriegen kannst, da bist du dein eigener Herr. Und wenn dich einer angeht, die Familie wird dich schon schützen.

„Du mitkommen, deutsche Schlampe, wir ficken! Stell dich nicht so an, ich bin der Mann!“ Einfacher Befehl, schnelle Nummer schieben wollen des nachts. Zu dumm, daß die Frau selbstbewußt sich zumindest zu wehren versucht. Etliche ebenso, manche haben Pech, werden unsittlich berührt, gar vergewaltigt. Sinn der Aktionen: Ablenkung vom Eigentlichen. Ganze Banden beklauen auf diese Weise etliche Opfer, somit Diebstahl im großen Stil, dabei die sexuellen Übergriffe einerseits Mittel zum Zweck, andererseits etliche Trittbrettfahrer die Gunst der Stunde nutzen, angeblich angenehmes, – was soll daran angenehm sein, eine Frau zu Sex zu zwingen -, mit nützlichem zu verbinden per Klauen.

Und die deutschen Ordnungshüter, die Polizei, die das Gesetz vertritt, die öffentliche Ordnung gewährleisten soll? Tappt beinahe schon im wahrsten Sinn des Wortes im Dunkeln, kann kaum potentielle Täter ergreifen, die in der Masse notgeiler Macker abtauchen, während die Opfer aufgelöst, weinend am Rande wie gelähmt verharren, einige weiterhin belästigt werden. Der Staat hat versagt, die Politik trägt die Hauptverantwortung. Was folgt an Karneval? Eine Wiederholung? Neben dem zu erwartendem Terror eine weitere Variante: fröhliches Jagen sexueller Begierden?

Ihr

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Im Alter mit Gelassenheit in Erinnerungen schwelgen

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Woran erkennt man, älter geworden zu sein? Unter anderem daran, sich wieder öfter an Dinge aus der Kindheit und Jugend zu erinnern, an Falten im Gesicht, an den grauen Haaren, an den vielen kleineren und größeren Wehwehchen; daran, daß man Oma oder Opa, Großtante oder Großonkel geworden ist; daran, daß schon einige Todesfälle in der näheren Umgebung zu verzeichnen waren.

Gönnen wir uns einen Blick zurück. Wann haben Sie das letzte Mal Photos in Ihren Alben, bei manchen auch aufbewahrt in Schuhkartons, angesehen? Vielleicht hatten Sie dabei die Gelegenheit, zusammen mit Freunden oder Familienmitgliedern alte Erinnerungen auszutauschen? Die jetzt komisch anzusehenden Kleidungsstücke. Wie konnte man nur so rumlaufen? Der Baum im Park, der längst gefällt wurde. Die Aufnahmen in der alten Schule, die man besucht hatte. Wie hieß der oder die nochmal? Das erste Mal Meerwasser geschnuppert, wirklich riesige Berge gesehen, die erste Liebe gefunden im Urlaub.

Haben Sie neben den vielen Orten und Freunden, Familienmitgliedern, Bekannten auch sich selber wiedererkannt? Nicht anhand der äußerlichen Veränderung, sondern sind Ihnen Gedanken, Gefühle begegnet, denen Sie noch heute nachhängen und empfinden, oder die sich verändert haben?

„Ich möchte weder nach rechts noch nach links gehen, manchmal war das aber nicht möglich. Geradeaus will ich gehen und nicht zurück, manchmal war das aber nicht möglich. Es gibt genug zu erleben. Manchmal geht es in die Tiefe, steil bergab. Manchmal in die Höhe. Mal ist es eben und dann holprig, und Steine, Brocken versperren den Weg. Manchmal sehe ich meine Fußspuren im Sand nicht. Da bin ich getragen worden.“

Egal ob Sie noch die gleichen Gedanken und Gefühle hegen oder sich einige Gefühle geändert haben, die vielen Wege haben Ihnen eine gewisse Gelassenheit beschert. Gelassenheit führt in günstigen Fällen dazu, nicht alles mehr todernst zu nehmen, auch sich selber nicht, dadurch kann man seine Kräfte besser bündeln und neue Herausforderungen direkter angehen. Ein sicheres Zeichen, daß man älter geworden ist.

Ihre

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Flüchtlingskrise: „Wir schaffen das“ im Diskurs zur Realität

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

Große Töne halten den Widerständen und Problemen nicht stand

Viele Floskeln und unsachgemäße Reden am Thema vorbei vermögen keineswegs, den Kern der Flüchtlingskrise auch nur ansatzweise zu lösen. Der schnell herausposaunte Spruch der Bundeskanzlerin, „Wir schaffen das“, im Diskurs zur Realität? Auf alle Fälle.

Solch große Töne halten den Widerständen und Problemen eben nicht stand. Einerseits brüsten die politisch Verantwortlichen sich mit annäherd offiziellen Flüchtlingszahlen, nahezu 1,1 Millionen Asylsuchende sollen es in der BRD im letzten Jahr gewesen sein, andererseits wird der Anteil illegal Eingereister wesentlich höher sein. Dieser wohlgefällige Zustand einer hilflosen Politik steht im Widerspruch zu den ständigen Mißständen im Lande, die ohnehin die Bevölkerung an den Rand eines sozialverträglichen Lebens bisherig führten.

Politisches Theater und Forderungen der Gewerkschaften

Wer mag schon richtig einschätzen, was da hinter verschlossenen Türen zwischen Herrn Seehofer und Frau Merkel im Ergebnis beraten und beschlossen wird? Nach außen wirken die Ansagen des CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sehr bestimmend, möchte man glauben, er meine es ernst mit der Obergrenze von jährlich 200.000 Einreisenden in die BRD. Tatsächlich widerspricht ihm gleich Frau Merkel, die dies offen läßt, es sei ein europäisches Problem.

Jenes politische Theater zeigt einmal mehr, in wie weit die Bundespolitik dem der USA sich ähnelt, wo ebenso viel Show die Bürger blenden soll. Unterm Strich wird ohnehin über die Köpfe und kritischen Stimmen hinweg entschieden. Deutschland hat nunmal die meisten Flüchtlinge aufgenommen, damit auch die Hauptlast zu tragen, die vor allem die Gemeinden extremst belasten, Spannungen erheblich zunehmen.

Daher fühlen sich jetzt die Gewerkschaften berufen, sich zu Wort zu melden, auch wenn diese in den letzten Jahren nicht gerade rühmlich im Sinne einer ausgewogenen Lohngerechtigkeit sich hervortaten. Verdi-Chef Frank Bsirske fordert dementsprechend, daß die Bundesagentur, Jobcenter, Kitas, Schulen, Sozialdienste und etliche andere Bereiche mehr Personal bräuchten. Dazu wirke sich nunmehr der vorherige Stellenabbau besonders negativ aus, die Stärkung des öffentlichen Dienstes müsse folgen.

Ausbaden was andere verbockt haben?

Dabei liegen die Ursachen sowieso auf der Hand, wobei die BRD selbst nicht ihren unwesentlichen Anteil hat mit ihrer grenzenlosen Vasallentreue zu den USA. Die selbsternannte NWO-Macht beansprucht für sich, in der Welt überall kriegerisch aufzutreten. Die Folgen haben die betroffenen Länder zu erleiden, Flüchtlingsströme gen Europa mögen die dortigen Staaten in den Griff bekommen. Hauptsache die USA stoßen sich wirtschaftlich gesund, was interessiert da die Problematik im Rest der Welt. Das kann und wird nicht gutgehen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar