Nichtsnutz statt Klimaschutz

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Kein Entrinnen
beim Klima,
wie von Sinnen,
alles andere als prima.

26th Conference of the Parties,
ein Desaster ohnegleichen.
Im Ergebnis letztlich mies,
die Länder stellen keine Weichen.

FFF völlig zurecht auf den Straßen,
der Widerstand muß wachsen.
Doch Eliten können es nicht lassen,
schaut euch an, diese Fratzen.

Von Einsicht gar keine Spur,
viel Blabla ohne Konsequenz.
Kaum durchzuhalten jene Tortur,
welch dramatische Präferenz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Warum der FDP-Mann stoisch in Talkshows hockt

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Gib die Pantoffeln beim Pförtner ab!

Ein jeder kann nur an ihn denken angesichts jener Überschrift. Latürnich, der Kubicki, wer denn sonst. Die Peinlichkeit in Person, zielsicher, leicht gerötete Wangen, die ahnungsvoll aufzeigen, was er sich bei gewissen Gelegenheiten hinter die Binde kippt. Politik sei nicht nur ein schmutziges, sondern gar ein gestreßtes Geschäft. Man eile von Termin zu Termin, kein Spleen, niemals Langeweile.

Wie wäre es mit „besser nicht talken als Unsinn reden“?,  liest man eine Überschrift, die sich im weiteren Verlauf als Kritik entpuppt. Kein Wunder, der Mann mit weißem Haar sieht oftmals so gar nicht klar, stammelt vor sich hin, ihn zu verstehen, erfordert einen gewissen Sinn. Am besten die Ohren spitzen, wer denn bereit, dessen Gebrabbel zu lauschen.

Eine Opposition zum Selbstzweck? Ziemlich Keck. Hat er etwa verpaßt, daß er längst demnächst in der Ampelregierung mitentscheiden darf? Man(n) und Frau können nur hoffen nicht als Gesundheitsminister. Ein Spahn verursacht manch Bauchschmerzen, mit einem Kubicki reicht ein Magengeschwür mitnichten. Möge dieser Kelch an uns allen vorbeiziehen.

Nur Geduld. Zurück zur Eingangsfrage. Sie wissen schon, warum der FDP-Mann stoisch in Talkshows hockt? Nur einmal dürfen Sie raten. Eben, was wären jene Fernsehformate mit lauter Langeweilern, es braucht solche „Querleerdenker“, das reibt auf, fordert die Kritiker, die anderen Medien, Hirn- und Tastenfutter quasi. Laßt ihn labern, Hauptsache er richtet ansonsten keinen anderen Schaden an.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Licht hinter Schatten

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Das Licht hinter ihrem Schatten
sehnte sich nach ihrer Rückkehr.

Nacht senkte sich über seine Wärme,
viele Nächte mit bangendem Hoffen.

Ihr Schatten nur noch diesiger Schleier,
Wassertropfen rieseln über ihm.

In ihrem Glanz die ersehnten Farben,
Tränen erhellen vermißtes Wiedersehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kleiner Schriftverkehr

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Eichhörnchen benutzen keinen Regenschirm
er vergaß mich zu küssen
Ruhe vor dem Sturm erinnert
an die Kargheit von Gefühlen

Bäume verkaufen keine Einkaufstaschen
ich vergaß ihn zu umarmen
Kühlschranktür läßt sich nicht mehr schließen
eisige Finger das Herz berühren

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Brauchtum vs. Pandemie – Kölner Jecken lassen sich nicht necken

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Fraglich ob 2G oder 3G ein Garant sein wird 

Der Karneval hat schon viel zu lang die Füße stillgehalten, nach fast zwei Jahren sehen auch die Kölner Jecken keinen Grund mehr, auf ihre Feiern zu verzichten, schließlich gehört der Karneval zum Brauchtum, den obendrein die Bürgermeisterin vehement verteidigt.

Die Menschen sind mitten im Herzen Europas, also auch hierzulande, es Leid ständig zurückzustecken, eine unverkennbare Pandemiemüdigkeit, die mitnichten mit einer Herbstmüdigkeit verwechselt werden sollte. Das hat natürlich seinen Preis, kostet etlichen die Gesundheit, manchen auch das Leben. Ein Versagen verantwortlicher Politik?

Jan Böhmermanns Kritik durchaus berechtigt

Die per Twitter Bezug nimmt zu einem Video des Kölner-Stadtanzeigers. Obwohl der bayrische Ministerpräsident mokiert, er habe Zweifel an der Vernunft der Feiern, widerspricht dies Markus Söders Auftreten noch in Wahlkampfzeiten, wo er offensichtlich viel mehr punkten wollte, zumal im Freistaat die Inzidenzwerte ziemlich hoch sind, in Rottal-Inn gar bei 1.104 liegen (Stand 11.11.).

Eine Impfpflicht im Gesundheitswesen und auch bei Lehrern sei angesichts der dramatischen Lage ein notwendiger Beschluß, wie Söder im Vorfeld der angekündigten Bund-Länder-Runde kommende Woche offensiv anregt. In diesem Fall zeigt er zurecht Kante, die zurzeit sowohl die amtierende Bundesregierung als auch die zukünftige Ampel-Koalition missen läßt.

Corona-Pandemie längst nicht überstanden

Wer die 2. Plenarsitzung des Deutschen Bundestages verfolgt hat, und zwar die Beratung oder erste Lesung zum Infektionsschutzgesetz und der Impfpaßfälschung, wurde gleich zu Beginn bei der Eröffnung durch den potentiellen neuen Bundeskanzler Olaf Scholz letztlich herb enttäuscht. Viel nettgemeinter Willen und Appelle die Krise in den Griff zu bekommen.

Doch schließlich straft auch die bevorstehende Ampelregierung die Pandemie selbst ab, obendrein die weitere Duldung angeblicher Meinungsfreiheit jener Leerdenker. Das rächt sich die Tage und erst recht in Zukunft, wenn die Neuinfektionen erheblich zunehmen genauso wie die Inzidenz, die Todeszahlen, Intensivbetten bald komplett belegt sein werden.

Staunen im europäischen Ausland ob bundesdeutschen Versagens, was als berechtigt zu bezeichnen ist. Insbesondere die weiterhin schleppende Impfquote, wobei auch der Unmut jener Impfgegner seinen nicht unwichtigen Anteil hat. Wieviel Leid muß noch geschehen, bis auch unsere Demokratie die Reißleine zieht? Karneval ohne Corona-Pandemie wird seinen Spaßfaktor haben, mit Pandemie ein unverantwortliches Gebahren!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Leere Zeit

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Früh lehnt sich der Morgen
blaßorange an die Baumwipfel
der Buchen vor meinem Haus.

Mein Stimmungsbild für den Tag
ist noch nicht geboren,
es verweilt in der leeren Zeit.

Die leichte Wärme löst sich auf,
goldgetüncht die Bäume verschwinden
in dem schweren Lichterrausch.

Undurchsichtige Weite vertieft sich
zu flüsterndem Raum,
erste Worte füllen den Farbverlauf.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gefrostet die Welt

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Eingefrostet lieben sie die Welt,
mit kalten Schultern
wird sich gegen Mitgefühl
gestemmt.

Das letzte Hemd,
das sie dafür tragen,
müffelt nach den Qualen,
Egoismus zu ertragen.

Ihre Schweißausbrüche
kleben sie zusammen,
sobald jemand wagt,
Nähe zu empfangen.

Klirrende Kälte
füllt ihr Gewissen,
jeder Hauch eines Wortes
ein Angriff darstellt.

Ihr Lachen, ein Grinsen,
gemeißelt in Eis,
zerbrechlich ihr Glanz,
nur erstarrt halten sie Leben aus.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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