
https://www.flickr.com/photos/hubertburdamedia/52625218429/sizes/z/ (CC BY-NC-SA 2.0)
Warum Erneuerbare Energie, wenn die Fossile fruchtet?
Schlimm genug, daß ausgerechnet Friedrich Merz als 10. Bundeskanzler die Geschicke der drittgrößten Wirtschaftsnation lenken und bestimmen darf, aber mit jener Katherina Reiche hat er eine Wirtschaftsministerin ins Kabinett geholt, die alles falsch macht, was im Gegensatz zu ihr ein Robert Habeck vorbildlich in gute Bahnen lenkte, bevor mittels gezieltem Medien-Bashing die Ampel letztendlich scheitern mußte.
Insofern dürfen wir ahnungsvoll gen düstere Zeiten blicken angesichts jener Ministerin. Simon Poelchau kommentiert in dessen taz-Artikel nicht zufällig, Katherina Reiche ist die wahre Low Performerin. Als Sahnehäubchen teilt das Wirtschaftsministerium obendrein ein billiges Motivationsvideo von Lobbyisten. Entlarvender geht’s wohl kaum!
Klimaschutz ade – typisch für jene Union
Was sich schon während dem Ampelbashing deutlich offenbarte, die aus dem Ruder laufende, unqualifizierte Kritik am Klimaschutz, zeigt sich nunmehr nach einem Jahr Merz-Regierung überdeutlich. Deutschland zündet den Windturbo – Reiche würgt ihn ab?, lesen wir im ntv-Interview von Christian Herrmann mit BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.
Dabei blickt sie zurecht ins Jahr 2017 zurück, als die Altmaier-Delle begonnen hat, weil der damalige Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier das Vergütungsregime im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert hatte, was somit für einen Einbruch beim Windkraft-Ausbau sorgte. Typisch, jenes Verhalten bei der Union, die Verteufelung der Erneuerbaren Energie, um die Fossile weiterhin hochzuhalten, wider wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, wie gefährlich der menschenverursachte Klimawandel uns bereits jetzt schon beschäftigt. Gas-Kathi betreibt unerschrocken ihren Lobbykurs voran.
T-Online geht offensichtlich Gitta Connemann auf den Leim
Nicht weiter verwunderlich, wer sich noch ans Ampelbashing mittels jener Internetplattform erinnern mag. Insofern paßt Amy Walkers Beitrag, „Vielen Dank an Katherina Reiche, dass du Energie bezahlbar machst“, wobei die Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium vollmundig beim ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow am Montag als Errungenschaft der Regierung auflistet, die Energiewende sei „völlig aus dem Takt geraten“.
Das Gegenteil ist wohl eher der Fall, das Wirtschaftsministerium fordert den Bau neuer, steuerbarer Gaskraftwerke, wo wir doch allesamt spätestens 2045 keine Fossile Energie mehr nutzen sollten. Davon will die Bundesregierung nichts mehr wissen, erst recht nicht mit einer Katherina Reiche. Am Ende trifft Simon Poelchaus Schlußsatz leider zu, sie will vor allem ein Ziel verfolgen: die Kosten der Krisen auf die Beschäftigten abzuwälzen.
Lotar Martin Kamm