Bundesverfassungsgericht cancelt Klimaschutzgesetz

Eine schallende Ohrfeige gen Bundesregierung

Letztendlich der folgerichtige Auftakt zur bevorstehenden Bundestagswahl im September, wobei die Grünen erst recht sich bestätigt fühlen dürften, obwohl FFF diese gleichwohl kritisiert hatten. Das Signal an die Klima-Justiz dürfte dennoch ziemlich deutlich sein, inwieweit die Große Koalition hierzulande zu halbherzig bisher agiert hat.

Endlich wird per oberstes Gericht bestätigt, daß das deutsche Klimaschutzgesetz in dessen aktueller Form eben teilweise nicht mit den Grundrechten vereinbar sei. Was Ende 2019 zuvor mittels des höchsten niederländischen Gerichts der dortigen Regierung angemahnt worden war, hat nunmehr auch hierzulande das BverfG veranlaßt, ebenso zu reagieren.

Die Politik muß endlich handeln

Mit dermaßen halbherzigen Gesetzen wird es somit nicht mehr getan sein, das ist die Botschaft aus Karlsruhe, das Fazit von FFF und etlichen Umweltschutzorganisationen. Die Union hat schon überdeutlich aufgezeigt, was sie selbst von der Energiewende hält, die in Deutschland potentiell verhindert werden soll.

Zu dem selben Schluß gelangt auch der Schauspieler Hannes Jaenicke im jüngsten T-Online-Interview, der dort als einer der Mitkläger Stellung bezogen hatte. Auf die Frage, was er jetzt von der Politik erwarte, erwiderte Jaenicke, die CDU/CSU rede gern grün, mache aber das Gegenteil, konsequenter Umweltschutz sei eben von der Union verhindert worden.

Gute Vorzeichen aus den USA?

Wenn im Herbst die Bundestagswahl ansteht, Annalena Baerbock für die Grünen als Bundeskanzlerin die Geschicke unseres Landes lenken darf, blickt man eher wohlwollend gen USA, wo schließlich ein Joe Biden den 45. US-Präsideneten in dessen Schranken gewiesen hat.

Beim virtuellen Klimagipfel betonte Biden zu Recht, die Klimakrise ließe sich nur global aufhalten, doch der „Green Deal“ sei kein Klacks, wie Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC, betonte.

Trotz weltweit steigender Emissionen keine leichte Aufgabe, dennoch dringend notwendig, will die Politik den Klimawandel nachhaltig zumindest ausbremsen, das erklärte Ziel des Pariser Abkommens erreichen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Unterm Strich

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Möchte der Mensch nicht,
ich dachte,
glücklich leben,
dem Nächsten
die Sorgen nehmen,
sich freuen ob der Schönheit
der Künste, der Schöpfung,
gemeinsam lernen
zu lösen jede Problemstellung,
möchte der Mensch nicht,
ich dachte,
anstatt ihn anzuzetteln,
Streit schlichten,
Erfahrungen sammeln,
sich nach Erkenntnissen richten,
Wissen kennen,
Tatsachen darüber benennen,
möchte der Mensch nicht,
ich dachte,
unterm Strich
machte
die Summe das Resultat
jedes Wortes, jeder Tat,
selbstverständlich das Ergebnis
zum positiven Erlebnis,
möchte der Mensch nicht
ich dachte,
einen Strich ich machte,
er suhlt gern im Dreck,
dienlich für seinen Zweck,
anderen zu schaden,
um in Beachtung zu baden.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ende der Union nach Merkel-Ära

Ein politischer Wechsel bahnt sich in Deutschland an

Diese Zahl offenbart letztendlich das Problem, so wie manchmal mathematische Vergleiche, nicht nur durch Statistiken, welches die deutsche Politik maßgeblich beeinflußt hat. 32 Jahre regierte die Union, im Wesentlichen die CDU selbst, dazwischen versuchte sich Rotgrün mit Herrn Schröder, der zwar den großen Wurf mit den Hartz-IV-Gesetzen als die Errungenschaft zu punkten glaubt, dennoch bestimmten eben die christlichen Parteien den politischen Verlauf.

Macht mal Pause, bescheinigt ihnen Christian Bangel in der Zeit. Kürzer kann man dies kaum auf den Punkt bringen, allerdings höchste Zeit für dieses Land. Die Grünen stehen längst in den Startlöchern. Annalena Baerbock nächste Bundeskanzlerin? Mit Blick gen jüngste Umfragen keineswegs so abwegig, laut gestriger Forsa-Prognose erreichen die Grünen 28%, während die Union nur 22% erhielte. Die Staffelung der nächsten drei Parteien spricht Bände: SPD 13%, FDP 12% und die Nazis würden immerhin noch 11% der Wähler gutheißen. Eine abgeschlagene Linke mit nur noch 7% sollte sich nicht wundern, da hat wohl Sahra Wagenknechts Linkskonservatismus seinen nicht unerheblichen Anteil.

Die Würfel gefallen, bevor der heiße Wahlkampf beginnt?

Man sollte bedenken, nachdem Olaf Scholz für die SPD als Kanzlerkandidat schon früh im Ring stand, verursachte dies besonders bei Unionwählern eine gewisse Häme. Die Grünen wußten von Beginn an, entweder Robert Habeck oder Annalena Baerbock. Daß am Ende sie sich durchsetzen konnte, tut nicht nur der Partei gut, bestätigt übrigens ihre Haltung zur Rolle der Frau in politischen Ämtern, sondern inpliziert eine Fortsetzung des Bundeskanzlerinnenamtes, immerhin lenkte Angela Merkel die Geschicke des Landes genauso lang wie Helmut Kohl zuvor.

Und die Union? Die dümpelt vor sich hin, zerlegt sich sogar ziemlich augenscheinlich, wenn man bedenkt, daß sie mit ollen Kamellen um die Ecke kommt, wie die Werteunion sie vertritt, an deren Spitze ein Friedrich Merz sich erneut versucht. Dessen Spaltung trägt bereits erste, unübersehbare Früchte. Insofern sind die Würfel tatsächlich gefallen, wie die letzten Umfragewerte auch bestätigen.

Ein Armin Laschet ist alles andere als drollig

Wie Christian Bangel ihn in seinem Artikel zu beschreiben versucht, weil dieser Verständnis für die Schauspieler von #allesdichtmachen zollte. Wer rechtsradikales Gedankengut ignoriert und ziemlich offensichtliche Zusammenhänge mißachtet, muß sich nicht wundern, als Verharmloser eingeordnet zu werden. Das ist weder drollig noch verniedlichend, sondern schlichtweg eine Anmaßung. Möge niemals nicht ein Herr Laschet die Geschicke dieses Landes leiten.

Die Union scheint eines nicht so richtig begriffen zu haben. In  erster Linie haben es jene Nazis in die Landesparlamente und in den Deutschen Bundestag geschafft, weil Teile aus den eigenen Reihen bis heute die Nazi-Ära nicht aufgearbeitet haben, immer noch jener Geist in manchen Köpfen spukt, der jetzt wieder versucht, hierzulande Fuß zu fassen. Dies gilt es mit aller Entschiedenheit zu verhindern!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Von Bahnhof zu Bahnhof

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Er saß mir im Zug gegenüber,
das Licht wurde trüb und trüber,
flackerte, dunkel war das Abteil,
die Strecke kennt keine Langweil,
Tunnel, Wiesen, Tunnel, Wald,
Abwechslung vom Feinsten halt,
er sprach von Hexen, Dämonen,
sein Buch zu lesen würde lohnen,
neben ihm der Scherenschleifer
benickte jedes Wort mit Eifer,
auch im Dunkel war’s zu vernehm‘,
in seinen Bündeln tönte es angenehm
nach klirrendem Metall, nach Eisen,
Werkzeug und Ware bei seinen Reisen
hingen über Schulter, Rücken,
er schepperte beim kleinsten Nicken,
Heilerinnen seien sie, die Hexen,
einige Menschen dagegen Echsen,
mit gespaltener Zunge sprächen sie,
grinsen, halten dich aber für Vieh,
du sagst es, verzeih, wenn ich stör‘,
die Wahrheit sprichst, was ich so hör‘,
ein Bürstenbinder stand neben mir,
ist doch noch Platz neben dir,
schon saß er breitbeinig, schnaufend,
selbst im Sitzen röchelte er laufend,
die Lampen entschieden sich fürs Licht,
die Drei für Geschicht um Geschicht,
sie übertrumpften sich beim Erzählen,
den besten Platz, den ich konnt‘ wählen,
war unter diesen weitgereisten Herren,
die zwischen Gott und Schimären,
zwischen Tunnel und Landschaft,
mir boten ihre lehrreiche Gesellschaft,
zwischen Gengenbach und Singen
ließ ich meine Kindheit ausklingen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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VR China offenbart ihr wahres Gesicht in Corona-Krise

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Autokratisches Herrschaftssystem ein Garant für Kontrolle?

Wer einen Blick gen nordöstlichen Nachbarn des Reiches der Mitte wagt, weiß, was ihn dort erwarten darf, Nordkorea offenbart sich ziemlich exemplarisch, was Mensch anrichtet mit dessen diktatorischem Regierungsstil. Doch die Volksrepublik China äfft dies unverblümt ohne weiteres nach, trotz globaler Expansion im Gegensatz zum kleinen Nachbarn.

Als im Dezember 2019 die Welt entsetzt gen Wuhan schaute, was dort sich anbahnte, trudelten erste Insiderberichte über eine hohe Todeszahl in der Stadt ein. Mit Blick in die Statistiken zur Corona-Pandemie darf man schon mal stutzen, wie es kommt, daß in China „nur“ 4.636 Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben sein sollen bei einer Bevölkerung von rund 1,44 Milliarden Menschen, während in anderen Ländern wie z.B. in Indien bereits 201.165 Tote zu beklagen sind. Inzwischen stellt sich die berechtigte Frage, ob der Coronavac-Impfstoff aus China in Wahrheit kaum wirksam ist.

Besonders in Ländern begehrt, die nicht so genau hinschauen?

Bei Betrachtung der Staaten, die den chinesischen Impfstoff Sinovac einsetzen, wie z.B. Ungarn, Brasilien, Türkei, kann man schon den Eindruck erhalten, dort wird die Pandemie nicht so ernst genommen. Präsident Bolsonaro hat lang genug das Virus verharmlost, in Brasilien sind auch deshalb bereits knapp 400.000 Menschen gestorben.

Doch trotz Impfturbo keimt eine neue Corona-Welle in Chile auf, wie im T-Online-Artikel vermeldet? Das läßt aufhorchen, der besagte chinesische Impfstoff scheint wohl nicht das zu halten, was er verspricht im Gegensatz zu vielen Impfstoffen anderer Länder. Sinovac etwa eine Mogelpackung?

Jede Krise hat auch ihre Chance zur Besserung

Das kann man bei der Betrachtung von China wohl kaum behaupten, das Gegenteil trifft viel eher zu. Je länger diese Pandemie die Welt belastet, umso fragwürdiger müssen die sogenannten statistischen Zahlenwerte, die aus China verkündet werden, dem gesunden Menschenverstand sauer aufstoßen. Wie kann das sein? Andererseits paßt jene Verschleierung insgesamt zum Verhalten Chinas, welches zwischen Kontrollverlust und Weltherrschaftsphantasie pendelt.

Es sei ins Gedächtnis gerufen, daß sowieso Lug und Trug in Corona-Zeiten sich die Klinke in die Hand geben. Was die VR China anbelangt, muß man gar sehr kritisch deren Politik hinterfragen, die sich explizit bei der Mißachtung von Menschenrechten offenbart. Die Zahl der Hinrichtungen bleibt ein Geheimnis, eine Pressefreiheit existiert mitnichten, das Land hat die strengste Internetzensur.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Vertrauen zu Ärzten schwindet

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Zu wenig Zeit für Patienten und Handlungsbedarf bei Roter Liste

Nach Aids und Corona eventuell noch mehr? Das wäre allerdings ein wenig zu voreilig, obwohl insgesamt unser Gesundheitswesen in viele Bereichen aneckt, manches total aus dem Ruder läuft, stets dort wo viel Geld im Spiel ist, schließlich geht es eben nicht immer ums Wohl betroffener Patienten, sondern vielfach auch schlichtweg um Profite.

Können wir der Medizin noch vertrauen?, so das Motto und die Frage der Talkrunde im Nachtcafé des SWR-Fernsehens, die Michael Steinbrecher seinen Gästen stellt. Ganz besonders dramatisch der Krankheitsverlauf, den Birgitta Anton schildert, aber auch die Ungewißheit, die Stefan Böhm jahrelang durchleben mußte. Hilfreiche Ratgeber während der Sendung, Psychiaterin und Medizingutachterin Dr. Michelle Hildebrandt und der Investigativ-Journalist Markus Grill.

Weißkittel oder Helfer in der Not?

Manchmal können Patienten ein Lied davon singen, was ihnen alles widerfahren konnte, wenn sie nach jahrelanger Odyssee feststellen müssen, wie verkehrt Ärzte sie behandelten, obwohl im ein oder anderen Fall eigentlich etwas ziemlich Fatales schlichweg ausgeschlossen wurde: das genaue Zuhören. Zu diesem Fazit gelangt auch Dr. Michelle Hildebrandt gegen Ende der Sendung in ihrem Schlußwort.

Die Arroganz mancher Ärzte läßt tief blicken und zu wünschen übrig, während andere sich herzlichst bemühen, ihren Patienten mit Rat und Tat zu helfen. Ziemlich bestätigend die Bemerkung von Markus Grill, daß da sehr viel Geld im Gesundheitswesen steckt, es aber stets auf die Verteilung ankommt, dabei manche Schieflagen Bände sprechen. Ewig lockt die Pharmalobby, so auch in dieser Sendung kritisch festgehalten wird.

Das Arzneimittelverzeichnis, die „Rote Liste“, arbeitet zu ineffektiv

Was im Kontext zum Schicksal von Birgitta Anton besonders auffällt. Obwohl schon Jahre zuvor etliche Patienten durch das synthetische Antibiotikum Ciprofloxacin der Firma Bayer zu leiden hatten, wurde es einfach nicht auf die Rote Liste gesetzt., bzw. dauerte der Prozeß bis zur Entscheidung, es dort zu platzieren, viel zu lang, so daß Frau Anton einen extremen Leidensweg durchleben muße, bis heute davon betroffen ist.

Da kann man sich als kritischer Beobachter nur noch wundern, genauso wie im Fall von Stefan Böhm, der jahrelang etliche Ärzte aufsuchte, die ihm nicht helfen konnten, fast alle Zähne verlor, siebzig Prozent seiner Kiefernknochen, Lympfdrüsen entfernt wurden, bis heute noch Medikamente zu nehmen hat. Erst am Ende diagnostizierte ein Prof. Dr. Schäfer bei ihm Schistosomiasis, eher auch bekannt als Bilharziose, die er sich mittels seines Hobbies als Aquarianer zugezogen hatte.

Während vorschnell manche Ärzte gern psychosomatische Störungen vermuten, greift genau dies tatsächlich dennoch, wie die Psychiaterin in der Talkshow betont. Viele Mißverständnisse wären vermeidbar, ließen sich Ärzte mehr Zeit für Patienten, würde nicht an verkehrten Stellen gespart werden, um in anderen Bereichen zu großzügig zu agieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Zwischen See und Schiene

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Ein Pfad,
ein schmaler Pfad,
zwischen See
und Schiene,
Kraft war zu spüren
bei jedem Tritt,
seine Stärke
trug mich ein Stück
auf meinen Wegen,
nie war er es leid
mir zu helfen,
meine Strecke
zu überwinden,
ein Pfad,
ein enger Weg,
zwischen See
und Schiene,
Kraft war zu spüren
bei jedem Tritt,
seine Stärke
gab er mir mit
für die Straßen
meines Lebens,
nie bin ich es leid,
seiner zu erinnern,
als Kind mein Wagnis,
jetzt meine Sicherheit,
ein Pfad,
ein schmaler Grat
zwischen gestern
und Zukunft,
beständigem Wellengang
und ständiger Ankunft.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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