Kleider machen Leute – normgerechtes Gehabe?

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Tristesse der Anzüge in der Männerwelt

Gruppenbild einer Delegation Politiker, die ordentlich aufgestellt cheese-grinsend Richtung Photoapparat blicken. Wäre nicht der Hintergrund verräterisch entlarvend im Spiel, der somit den Zeitraum des Moments ungefähr bestimmt, sowie eine gewisse farbliche Unterscheidung aufweist, so würden Standaufnahmen heutiger Politiker erschreckend ähnlich wirken.

Die Gemeinsamkeit, eine Tristesse der Anzüge in der Männerwelt. Dabei mag es völlig egal sein, ob es sich um Banker, Geschäftsleute, Politiker oder Rechtsanwälte handelt, es gilt die Uniformiertheit einer längst etablierten Gewohnheit, wo in Anlehnung an Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ auf ganz gezielte Weise Seriosität vermittelt werden soll.

Von bunter Kleiderwelt bis hin zum schmucklos langweiligen Anzug

Unsere Schöpfung hat eine schier grenzenlose Form- und Farbenpracht erschaffen, die auch uns Menschen stets dadurch hilfreiche Vorlagen inspirierender Ideen lieferte, welche wir geschickt um- und einzusetzen verstanden. Die Ergebnisse bereichern äußerst vielfältig die gesamte Kunstwelt, von der Malerei zur Musik, von den Büchern zur Architektur, von Tanz und Theater zu den Kostümen. Wer mit offenen Augen global unterwegs, weiß, wie farbenfroh explizit außerhalb Europas die Menschen sich einrichten, von ihren bunten Häusern bis hin zur Kleidung. Ganz besonders im Mittelalter waren solche Farbtupfer auch hier in Europa noch selbstverständlicher Alltag, Männer und Frauen präsentierten sich ungezwungen in ihrer beiderseitigen Vielfalt der Kleidermoden.

Völlig unwichtig, ob man daraus einen geschichtlichen Zusammenhang konstruieren mag oder nicht, zumindest mit der Französischen Revolution, aber auch während des Aufkommens des Puritanismus, dessen Reformbewegung im alten Commonwealth ihren Anfang hatte, zog ein Umdenken mit sich, was die Kleidung bei Männern anbelangte. Der Anzug als ein Zeichen von Autorität, Würde, Geschäftssinn und Glaubwürdigkeit begann als gesellschaftsfähiges Zeichen sich durchzusetzen. Kaum ein eindrucksvolleres Gleichnis offenbarte die Verlogenheit seriöser Wirkung mehr als der trickbetrügerische Moses Pray (herrlich gespielt von Brian O’Neal im 1973 erschienenen US-amerikanischen Roadmovie „Paper Moon“), der im schicken Anzug Witwen Bibeln mit Gravur anbot, die kurz vor ihrem Ableben deren Männer in Auftrag gegeben haben sollen. Auch hierbei spielte der Anzug mit eine Rolle, Bedenken abzuwenden und Vertrauen zu erwecken.

Als Symbol weltweiter Kleiderordnung nicht mehr wegzudenken?  

Die Modewelt präsentiert sich alljährlich ziemlich abwechslungsreich, wobei dennoch Frauen eine wesentlich größere Vielfalt gegönnt wird. Umgekehrt paßt sich das weibliche Geschlecht in männlich dominierenden Geschäftsebenen viel eher den Vorgaben der Kleiderordnung der Männer an, gerade mal der meist schmal geschnittene Rock wird noch geduldet, wenn auch nicht überall, und die jackettähnliche Jacke soll die Solidarität zur längst vorgeschriebenen Gewohnheit in der Geschäftswelt unterstreichen.

So reicht das Farbspektrum gerade mal von Anthrazit-, Blau- und Grautönen bis hin zu schwarz, hingegen Versuche ein Braun oder Beige anzuwenden, bereits eher verpönt auf Ablehnung stoßen.

Einmal global sich allerorten durchgesetzt, scheint das Symbol des Anzugs als weltweit manifestierte Kleiderordnung nicht mehr wegzudenken sein. Mensch nicht nur in der Rolle eines autoritätsduckenden Befehlsempfängers, sondern längst angepaßt, dadurch sich als solidarisch zeigenden Sympathisanten, der gedankenlos der Etikette gehorchend sich fügt. Wer dabei aussteigt, sich weigert, Anzug zu tragen, hat es unbedingt vielfach schwerer. Denken wir nur kurz zurück, als im Deutschen Bundestag die ersten Grünenpolitiker es waren, die eine prüde Geschäftswelt anzugtragender Männer im Plenum durcheinanderwirbelten, um ihre Grundhaltung eines eindrucksvollen Protestes zu betonen. Heute wichen die Finnenpullis und T-Shirts sowie Turnschuhe längst, um sich angepaßt der gängigen Kleiderordnung zu fügen. Einmal erfolgreich etabliert, läßt es sich halt uniformiert auf Augenhöhe besser diskutieren und verhandeln, so der Augenschein dieser Norm.

Nun wandeln die Anzugträger weltweit über die Flure, in den Parks, in den Büros und Geschäftsräumen, in den Plenarsälen und sämtlichen Zusammenkünften, wo man sich geschäftstüchtig begegnet, um mittels ihres Aussehens dazuzugehören. Anzüge somit die Weltuniform? Wer etwas auf sich hält, nicht gegen den Strom schwimmen kann, gibt kleinlaut bei und zwängt sich oder schlüpft lässig leger ins Jackett, Hauptsache nicht auffallen in der Menge der Angepaßten.

Kritische Wesen außerhalb unseres Globus müssen unweigerlich sich die Frage stellen: Warum tragen Menschen Anzüge? Vielleicht flammt jetzt die Erkenntnis auf, daß ein echt befreites Individuum sich keinerlei Vorschriften machen läßt, oder?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Die Brauenaffäre

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Längst war es in ihrem Blickfeld,
das Zusammenbrauen,
das Donnerwetter
schwelgte zwischen ihrer Atmosphäre,
entwickelte sich zur ihrer stillen Affäre,
wabernd hüllte es ihr Gefühl ein,
ein winziges Staubkorn,
ein kleines Lüftchen
und schon peitschten
aus blitzenden Augen,
einem verzerrten Mund,
hagelkorngroße Wortgebilde,
die wie eine schwüle Last
sie zu erdrücken drohten.
Vielleicht hätte sie sagen sollen,
deine Brauen ziehen sich zusammen,
du ähnelst einem Rätzel,
möglicherweise hätte ihr Gezeter
sein Donnergrollen vorbeiziehen lassen,
aber sie konnte nur denken,
kühlend diese reinigende Fontänenwut.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Trump mimt weiterhin den Unschuldigen nach Mueller-Bericht

Russland-Affäre im Ergebnis doch kein Stolperstein?

Dieser 45. US-Präsident wird seiner narzißtisch-cholerischen Rolle allemal gerecht, selbst der umfangreiche Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre vermag Donald Trump letztlich nicht aus dem Weißen Haus verbannen, weil zu wenig eindeutige Beweise vorliegen sollen, obwohl ein weitaus komplexeres Bild durch die Veröffentlichung des gesamtes Berichts jetzt vorliegt.

Dabei spielte wie schon länger bekannt auch WikiLeaks eine nicht unerhebliche Rolle, wurde von langer Hand der Shitstorm gegen Hillary Clinton gezielt geplant, um The Donald im Wahlkampf gut dastehen zu lassen. Die Pattsituation zum Vorwurf der Justizbehinderung verdeutlicht die ganze Tragweite des Berichtes, inwieweit findige Anwälte es verstanden, Trump entsprechend zu schützen, er selbst daher eben keine freiwillige Aussagen machte.

„You are fired“-Taktik ging meist auf

Exemplarisch verhält es sich genauso wie im beruflichen Alltag, wenn Firmenchefs ihre Mitarbeiter fristlos kündigen, oftmals mit lautem Getöse für alle sichtbar. Das unterstreicht ohnehin das Verhaltensmuster von Narzißten.

Kein Wunder, daß Donald Trump dies auch voll auskostet, selbst wenn es im Fall Robert Mueller mal nicht fruchtete, weil Don McGahn, der Chefjustiziar des Weißen Hauses, sich nicht beirren ließ angesichts Trumps Aufforderung, dieser möge Mueller schlichtweg feuern. Obwohl Michael Wolffs veröffentlichtes Buch, „Fire and Fury“ für genügend Zündstoff gesorgt hat, brauchen die Amis ganz offensichtlich wesentlich mehr „Beweise“, daß dieser Präsident eine Fehlbesetzung ist.

Konsequenzen oder weiter so wie bisher?

Wieviel Berichte und Affären sollen denn noch entlarvend auf die Unfähigkeit dieses Präsidenten hinweisen? Eine endlos miese Soap, nahezu ein Running Gag, der einerseits Medien als Fakenews verunglimpfen mag, andererseits nonstop The Donald deckt, dieser sich immer mehr verstricken darf, ohne daß auch nur ansatzweise ein Amtsenthebungsverfahren angestrebt wird. Es spricht leider vieles dafür.

Die Weltgemeinschaft hat sich nach wie vor in Geduld zu fassen, kann nur hoffen, mögliche Schäden halten sich klein. Letzlich eine Illusion mit dem Wissen über globale Herausforderungen, seien es potentielle Spannungen in Krisengebieten bis hin zu Umweltproblemen oder den Gefahren des Klimawandels.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Ostern fällt flach

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Hasen haben es nicht leicht an Ostern, jenes ständige Eier verstecken nervt einfach alljährig, erst recht im fortgeschrittenen April, wenn man viel eher mit seinen Liebsten herumtollen möchte ob des sonnig-milden Frühlingserwachens, überall zartes Grün Mutter Natur zu neuem Leben erwecken läßt. Nur diese Wesen auf zwei Beinen, Menschen eben, trampeln mit ihrer Rücksichtslosigkeit alles platt, vom Osterfestfeiern mal ganz zu schweigen.

Mark putzte sich ausführlich seine langen Ohren, dabei mit einer Pfote nach unten gerichtet, während die Zunge einem Waschlappen gleich die Lehm-, Wurm- und gar Spinnenspuren wegleckte. Was meint Ihr wohl, wieviel Spinnennetze er jeden Tag streift? Unzählige, dabei haften jene Fäden ganz besonders zäh im Fell. Einerlei, gehört zum Tagesgeschäft. Heute ist erneut Eieranmalen angesagt, wie nervig, schießt es Mark durch den Kopf. Oder etwa doch nicht? Wäre doch mal gelacht, am besten Ostern ausfallen lassen. Schon wetzt er los zum Bau Königslinde, wo Melanie haust.

„Einen wunderschönen guten Morgen, holde Mel, na, ausgeschlafen?“, begrüßte er sie mit steil nach oben gerichteten Ohren, die im Sonnenlicht noch feucht glänzten. Melanie schaute ihm verduzt entgegen, weil beide doch gestern noch heftig gestritten hatten. Mal wieder typisch, fiel ihr ein, der Herr vergißt noch mal seinen Kopf.

„Sag mal, solltest du nicht bei Frieda sein, die Eier rufen längst, ich kann es sehr deutlich hören“, erwiderte seine Klassenkameradin brüsk.

„Nö, keineswegs, ich hab’s mir anders überlegt, Ostern fällt dieses Jahr aus für unsere Familien, basta!“ Mark grinste sie keck an, während Mel ihn verwundert ansah.

„Wie bitte?! Das kannst du doch nicht machen! Das gibt mächtig Ärger, sollte dir allerdings klar sein“, rief sie und stampfte mit Nachdruck mit beiden Vorderpfoten auf, was bei Mark nur ein müdes Lächeln hervorrief. Eine Amsel flog laut plärrend davon, die letzten weißen Wölkchen hatten inzwischen sich in Luft aufgelöst, der strahlend hellblaue Himmel entlockte allen Genugtuung auf einen vielversprechend angenehmen Tag.

„Weißt du, Mel, ich hab mir das sehr genau überlegt. Ich mach diesen ganzen Konsumrummel nicht mehr mit. Hinzu kommt, neulich lauschte ich bei einer FFF-Demo, wobei mir bewußt wurde, daß auch wir selbst mit dazu beitragen können, den Klimawandel zumindest zu verlangsamen. Jenes Osterfest kostet nur unnötig viel Energie, ein NoGo!“

Das saß. Melanie war ziemlich perplex. Auf eine solche Idee wäre sie nicht gekommen. Voller Anerkennung nickte sie Mark freundlich zu.

„Wow, eine grandiose Idee!“, entfuhr es ihr. „Hat natürlich nur Sinn, wenn möglichst viele mitmachen, ach, was sag ich, am besten alle. Komm, wir verkünden es ihnen“, forderte sie ihn auf. Das ließ er sich nicht zweimal sagen, schon stürmten beide los.

In Windeseile hatte sich Marks Vorschlag herumgesprochen, es wurde sofort eine große Versammlung einberufen, Konrad, der älteste Hase, verkündete, daß Ostern jetzt ausfallen würde, der Natur, den Menschen, allen zuliebe. Natürlich stimmten auch die Hennen zu, endlich brüten ohne jenem lästigen Eierklau.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Gestundet

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Ein Malheur passiert,
wenn´s pressiert,
Zeit gekappt,
Falle zugeschnappt,
Maschenlauf,
keine Zeit zum Einkauf,
rasiert nicht die Beine,
wen wundert´s, ich weine,
die Glocken schon schellen,
ich krieg die Pimpernellen,
acht, neun, wo bleibt die zehn,
ich bleib entgeistert steh´n,
Uhren zurückgestellt,
gute Stunde, gerettet meine Welt,
Malheur,
Bonheur,
ich schwör,
Sprache, ich lieb` dich sehr.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Xantus-Drinkcheck Schutz vor K.-o.-Tropfen

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Studentin erfindet Armband mit Schnelltest

Eines der schrecklichsten Vorstellungen sind Situtationen, in denen man keinerlei Gegenwehr leisten kann, lediglich bei halben Bewußtsein die Wirklichkeit gerade mal registriert oder sogar überhaupt nicht. Wenn das Ganze noch mit sexuellem Mißbrauch einhergeht, sitzt der Schock wesentlich tiefer, bedeutet für Opfer ein Martyrium. Die Dunkelziffer von Menschen, die mittels K.-o.-Tropfen demaßen hinterlistig willenlos gefügig gemacht werden, dürfte ziemlich hoch sein.

Exemplarisch in diesem Zusammenhang spielt die Scham ein große Rolle, erst recht in einer Gesellschaft, in der sexueller Mißbrauch als Bagatelle hingestellt wird. Der Xantus-Drinkcheck, welchen inzwischen dm als Armband anbietet, soll per Schnelltest vor den gängigen K.-o.-Tropfen γ-Butyrolacton (GHB) tatsächlich einen gewissen Schutz bieten können.

Verabreichung bereits gefährliche Körperverletzung – sexuelle Opfer stigmatisiert

Die Rechtslage in Deutschland ist da ziemlich eindeutig. Wer generell heimlich Gifte oder andere gesundheitsschädliche Stoffe verabreicht, macht sich im Sinne gefährlicher Körperverletzung strafbar, was per Paragraphen 223 und 224 im StGB geahndet wird. Werden K.-o.-Tropfen gegen den Willen verabreicht, um Opfer sexuell zu nötigen oder zu vergewaltigen, greifen die Paragraphen 177 mit entsprechenden Absätzen des Strafgesetzbuches.

Dennoch herrscht tief verwurzelt in unserer Gesellschaft die Bagatellisierung von sexuellen Straftatbeständen besonders Frauen gegenüber vor, was sich sowohl in den Strafmaßen widerspiegelt als auch bei den dringend notwendig sorgfältigen therapeutischen Möglichkeiten, die eben oftmals viel zu verharmlosend behandelt werden, bis hin zu äußerst fragwürdigen Gutachten über Opfer sexueller Mißhandlungen. In einigen Fällen flackern Verdachtsmomente auf, die Opfer hätten es darauf ankommen lassen, potentielle Täter nahezu „aufzufordern“. Das erinnert fatal an eine widerliche Stigmatisierung, letztlich eine zweifache Folter für Betroffene.

Gibt es mehr Sicherheit mit diesem Armband?

Kim Eisenmann, die das Armband entwickelt hat, beteuert, die Technologie sei wissenschaftlich per Studie geprüft worden, wenigstens vor GHB-Tropfen bietet es einen umfassenden Schutz, vor anderen Drogen allerdings nicht.

Obendrein schrecke das Tragen des auffälligen Bandes potentielle Täter ab, ein Tropfen der Flüssigkeit aus seinem Trinkglas auf eines der beiden Testfelder des Armbandes geträufelt, ergibt mit diesem Schnelltest Gewißheit, ob mit oder ohne K.-o.-Tropfen. Bei Blaufärbung handelt es sich um letztere.

Eine tolle Erfindung. Dennoch unverständlich, daß man hierzulande völlig problemlos die Vorläufersubstanz GBL (Gamma-Butyrolacton) im Internet sich besorgen darf, weil sie schlicht nicht unter das Betäubungsmittelschutzgesetz fällt. Da hat dann wohl der Gesetzgeber, folglich die Politik komplett versagt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Vive Notre Dame

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J’ai le cœur gros,
bin gar ein Stückweit entrückt,
dann ist das halt so,
Notre Dame abgebrannt,
merde, verdammt!

Während viele berechtigt trauern,
gänzlich ohne miese Gedanken,
andere mit Bösartigem lauern.
Die Kathedrale im Herzen von Paris
manch Halt dem ein oder anderen hinterließ.

J’ai le cœur gros,
mit mir viele Menschen.
Häme hierbei ein absolutes NoGo.
Selbst wenn Kirche noch so frevelhaft,
dadurch erneuter Unfrieden klafft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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