Karnevalistische Einlagen umschwirren politisches Einerlei

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Die Narren sind bald wieder los, ziehen durch Feld und Flur, durch Straßen oder in Gebäude, um ihre Botschaften zu verkünden. Doch Fastnacht oder Karneval zeigt sich gleichwohl im tagespolitischen Geschäft, eine behutsam ernsthaft verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit den alltäglichen Sorgen und Nöten der Bürger scheint kaum beachtet, da verfolgen die Damen und Herren der Politik doch lieber die Interessen der Hochfinanz oder Großkonzerne, der Rubel rolle, der Euro oder Dollar, Putin, Merkel und Trump werden es schon richten.

Genauso könnten sie dichten oder gleich gar uns allesamt vernichten. Sie meinen, dies sei zu zynisch formuliert? Etwa immer noch nicht kapiert, was da um uns herum passiert? Man könnte übertriebenen Pessimismus bescheinigen, wollen wir uns darauf einigen, daß die Uhr nicht kurz vor Zwölf, sondern schon die volle Stunde schlägt, sich kaum einer regt, was Politik dazu beiträgt. Somit Mutter Erde bald zerlegt?

Genug geklagt, frisch mal gewagt, über den Tellerrand zu blicken, mal nach links und rechts zu spicken. Nein, nicht politisch gemeint, obwohl wie’s scheint, just diese Neue Rechte Aufwind verspürt, sowas wie Kampfgeist sich rührt, um gezielt die Dümmsten auf ihre Seite zu locken, gänzlich unerschrocken, Hauptsache Haß und Gewalt aufkommt, das klappt bis jetzt prompt. Und das Volk hält still, ob es sowas tatsächlich erneut will? Noch zeigt sich wenigstens Widerstand, steht niemand an der Wand, um sich erschießen zu lassen. Aber Hauptsache im Schrank sind noch alle Tassen!

Was ein Trump im Westen verbockt, ein Putin niemals nicht hinterm Ofen vorlockt. Der fühlt sich recht wohl in seinem Riesenreich im Gegensatz zum blonden Dollen übern Teich. Den beobachten die pöhsen Medien auf Schritt und Tritt, gar nicht nett, igittigitt. Dagegen in Russland man sie nicht dermaßen gewähren läßt, mal lieber erpresst, sich zurückzuhalten. Das nennt man schalten und walten, nahezu despotisch, oftmals gehuldigt. Wie exotisch, entschuldigt, wo soll dabei noch Demokratie sein, wenn Putin herrscht in Gänze seit Jahrzehnten allein?

So treiben’s die Narren überall mit ernsten Mienen, als schienen die Menschen, ihnen stets auf den Leim zu gehen. Was muß noch alles geschehen, bis auch der Letzte begreift: Wir werden jeden Tag kräftig eingeseift. Ablenkung sorgt für entsprechende Unterhaltung, das bringt den passenden Schwung, um Sand in die Augen zu streuen. Da gilt kein Bereuen, kein Scheuen ob etlicher Missetaten. Selbst wenn sie im Blute waten, wird geschickt den Menschen abgeraten, genauer hinzuschauen. Bloß sich nicht trauen, die Wirklichkeit zu sehen trotz all jenem tragischen Geschehen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Weit verzweigt im Hier und Jetzt

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Überall und nirgendwo,
selbstvergessen im Chaos,
saßen sie und dachten.
Andersrum und sowieso,
im südostasiatischen Laos
Menschen herzhaft lachten.

Einzigartig und ganz froh,
im Bad lärmender Menge,
folgten sie ihren Worten.
Fraglos und im Status quo,
trotz all jenem Gedränge
durchschritten sie manch Pforten.

Überall und im Hier und Jetzt,
Wochen später nach alldem,
schrieben sie ein Buch.
Weit verzweigt und vernetzt,
das Internet durchaus bequem
macht ihr Erzählen zum Beruf.

Einzigartig und ohne Scheu,
eine gefühlte Ewigkeit her,
wußten sie ob ihres Seins.
Liebevoll sich selbst ganz treu,
gedanklich quer und dennoch fair
gibt es kein meins oder deins.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Berufsalltag: Der Run auf Erfolg fordert seinen Preis

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Wann greift ein Umdenken in der Gesellschaft?

Stets dieses ewige Suchen nach Anerkennung oder Erfolg, was einen mitreißt in den Bann einer nimmersatten Oberflächlichkeit voller geschäftlicher Emsigkeit, die sich keinerlei Ruhe gönnt, sondern vielmehr fast schon fanatisch sich selbst beweihräuchernd feiert auf der Suche ständiger Superlative.

Minuten der Besinnung im Sekundentakt einer rapide wechselnden Informationsflut, die erbarmungslos auf uns niederprasselt, der Seele nicht im geringsten den notwendigen Raum der Entspannung verheißt, sie eher erpresserisch überlistend an den Rand der Verzweiflung drückt – all diese Begleiterscheinungsmomente im Berufsallltag: Der Run auf Erfolg fordert seinen Preis. Und wie lautet jener schon nach relativ kurzer Zeitspanne?

Spitzenpositionen per schroffe Ellenbogen verschaffen

Gruppendynamik in Schulklassen läßt ihre ganz eigenen Spielregeln zu, die erst gar nicht lang gesucht werden müssen, sie sind ohnehin von vornherein klar, setzt sich doch nach ständig gleichem Muster das Recht des Stärkeren durch. Dabei offenbaren sich unter-schiedlich ausgeprägte Methoden der jeweiligen Übervorteilten als uraltbekannte Muster, die dennoch nie ihr Ziel verfehlen. Interessanterweise fallen stets dieselben Lehrer darauf rein, ganz so als ob keinerlei pädagogische Schulung jemals stattgefunden hätte. Welch kritischer Beobachter kennt solche Szenarien nicht aus vergangenen Tagen.

Allerdings gelten solche Gruppenverhaltensmuster wie eine einmal geimpfte Bestimmung für den Rest sämtlicher Zusammenkünfte im weiteren Leben, sei es in der Ausbildung, im Studium, im Berufsleben bis hinein im geselligen Zusammensein wie in Vereinen oder losen Bekanntenkreisen. Sucht Mensch seine einmal gefundene Rolle stets aufs Neue?

Das wäre ein entwicklungsmäßiger Fortschritt, um eigene Grenzen oder andere Per-spektiven zu erhalten. Nein, er findet sich in der Regel damit ab. Und all jene, die schroffe Ellenbogen schon früh einzusetzen begannen, verschaffen sich meist sehr zielstrebig ganz gewisse Spitzenpositionen. Der eingeschlagene Weg, der ja in Schultagen bereits ergiebig trainiert, folgt den altbekannten Erfahrungswerten, findet nahezu problemlos ergeb-nisorientiert den zu erklimmenden Platz im beruflichen Umfeld. Einmal dort angekommen, Zufriedenheit sich einstellt? Meist nicht!

Eigene Erfahrung mittels anderer Perspektive verstehen

Welches Gedankenmodell rechnet sich in logischer Abfolge bei Rückbesinnung bestimmter Lebensabschnitte, die gleichzeitig Indizien vermitteln können, was da richtig oder verkehrt gelaufen? Was hätten Sie denn gern: die nackte, atheistisch oder agnostische Sichtweise, die religiöse oder esoterische? Letztendlich darf ein jeder sich das raussuchen, was ihm real weiterhilft, wenn geistige Haltung einfließt, wir sie denn stets be-rücksichtigen, auch nur Mittel zum Zweck sein kann, weil Emotionen und ungelöste Probleme sowieso stets dazwischenfunken, uns irritieren auf der Suche nach dem Sinn unseres Lebens.

Rollentausch einmal zulassen, aber nicht nur für eine begrenzte Weile lang. Besser sie konsequent durchhalten, um deren Aspekte wirklich zu verinnerlichen und zu durchleben. Somit die eigene Erfahrung mittels einer anderen Perspektive verstehen lernen, ein völlig neues Puzzleteil innerhalb eines unüberschaubaren Plans entdecken, es annehmen und reflektieren. Vielleicht ergeben sich andere Wege?

Folgenschweren Tribut vorbeugen?

Das Leben gestaltet sich eigentlich so bunt und vielfältig wie wir selbst es zulassen, zumal die Schöpfung gar keine Grenzen sich auferlegt hat – der Kosmos und somit die Gedankenvielfalt, alles Sein ist unendlich vorhanden, ganz egal, was Mensch daraus macht oder halt nicht. Um so notwendiger und dabei ziemlich erfrischend, horizonterweiternd, den Alltag mal hinter sich zu lassen, rauszukommen aus dem Trott.

Wer wagt es, die Tretmühle zu verlassen? Klar doch, in Hartz-IV-Zeiten, in kon-sumorientierter Geschäftswelt kein leichter Schritt, zumal eine normbehaftet gaffende Gesellschaft nahezu mutlos ohnehin alles skeptisch beäugt, was ihrem selbst auferlegten Korsett entweichen will. Dennoch sollte erst recht ein solcher Versuch es wert sein, um hinterher an Erfahrung reicher, die einem niemand mehr nehmen kann!

Wer seine eigenen Grenzen auslotet, darf sich zumindest dahingehend zurücklehnen, es versucht zu haben, egal ob er am Ende scheitert oder sogar erfolgreiche Erkenntnisse erhält. Denn eines sollten wir allesamt niemals unterschätzen: Wir sind stets auf Zwischenstation, die unterschiedlich lange uns beschäftigt wissen möchte, haben den Auftrag, mit jedem Atemzug unser Dasein zu gestalten, es selbst in die Hand zu nehmen, in gestreßter Hektik durchs Leben zu wandeln oder die Notbremse zu ziehen, bevor ein folgenschwerer Tribut dies ungefragt übernimmt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Seelen beseelt

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Freundlich war er,
der Freund.
Wir haben zusammen
geträumt.
Liebevoll war er,
der Liebste.
Zusammen erlebten wir
das Höchste.
Verständnisvoll war er,
sein Verstand.
Zusammen erklommen wir
jede Wand.
Sinnlich war er,
sein Sinn.
Zusammen erkannten wir
unser Kind.

Kindlich blieb
sein Kind.
Gemeinsame Gespräche
verteilte der Wind.
Wunderlich wurde
unser Wunder.
Gemeinsame Gefühle
gingen unter.
Herzlichkeit rührte
unsere Herzen.
Gemeinsamer Rhythmus
verlor sich in Schritterzen.
Zum Glück waren wir
glücklich zusammen.
Unsere Wege trennten sich,
die Seelen Frieden empfanden.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Angst und Wut – eine brisante Mischung

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Da gerät was ganz entschieden aus den Fugen

Mal ganz sachte entspannt zurücklehnen, einfach mal die Seele baumeln lassen, zumal keinerlei Sorgen den Alltag belasten, man mit seinen Liebsten in vertrauter Gelassenheit friedlich zusammensitzt, den Tag ausklingen läßt. Welch tolle Vorstellung, die sicherlich manche durchaus genau so durchleben, hingegen den meisten vergönnt bleibt.

Woran das wohl liegen mag? Zu wenig geleistet, sich eingebracht oder engagiert, weder weitergebildet noch ernsthaft bemüht? Nichts von alledem hat mit der rauhen Wirklichkeit zu tun, von wegen gleiche Chancen für alle, das Gegenteil trifft zu. Wer hineingeboren in dürftigen Verhältnissen, muß sich durchschlagen, behaupten, und zwar oftmals mit dreisten Mitteln, kaltschnäuzig jeden Widersacher beiseite drängen. Beste Voraussetzungen fürs Mobben, Gewalt freien Lauf zu lassen, während eine paralysierte Gesellschaft sich wegduckt, dies geschehen läßt, ohne dem Einhalt zu gebieten.

Welch dramatische Entwicklung, die in sämtlichen erschaffenen Systemen des Menschen Fuß fassen kann, ein sogenanntes Miteinander, bei dem der Stärkere obsiegt, während der Schwächere an den Rand gedrängt das Nachsehen hat. Von Nächstenliebe keine Spur, Moral und Ethik bleiben auf der Strecke, die Auswüchse kann man ohne weiteres im Alltag auf schreckliche Weise beobachten bis hin zu weltpolitischen Zuständen, die Krisen, Krieg und Elend bedeuten.

Kein Wunder, daß auch hierzulande sämtliche sozialen Felder vernachlässigt werden, denken wir an den Pflegenotstand, Rentenarmut, Lehrer- und Ärztemangel, Arbeitslosigkeit, Hartz-IV-Gängelung, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit. Aber Hauptsache die Union wehrt sich gegen Regeln für Manager-Boni, schließlich beißt man ja nicht die Hand, die einen füttert. Dann lieber die Füße stillhalten, sich wegducken in seiner Verantwortung als vom Volk gewählter Politiker. Was für eine rabiate Einstellung, die einmal mehr die Tragweite fadenscheiniger Ignoranz aufzeigt.

Daß dabei eine latent vorhandene Wut sich aufbaut, oftmals mit Existenzängsten begleitet, sollte niemand verwundern, gleichzeitig genügend „Rattenfänger“ auf den Plan ruft, Unschlüssige für ihren fanatischen Kurs zu begeistern, der da lautet: Nationalismus, Patriotismus, Extremismus, eine brisante Mischung eigentlich überwunden geglaubter Verfehlungen, die in der Vergangenheit schon genügend Opfer bedeuteten. Aber mit simplen Phrasen und Haßparolen lassen sich mal wieder genügend beeindrucken. Welch traurige Erkenntnis, wie wenig Mensch aus der Geschichte lernt.

Chancen auf Änderung hinsichtlich eines friedlichen Miteinanders? Natürlich, jeden Tag, immer. Es liegt nur an uns selbst, inwieweit wir eine solche Entwicklung weiterhin zulassen oder endlich Intitiative ergreifen, genau das abzubauen. Das kostet Kraft, Ideen müssen Wege finden, sich durchzusetzen.

„Ihr müsst die Menschen lieben, wenn ihr sie ändern wollt.“ (Johann Heinrich Pestalozzi)

Inzwischen hat sich aber ein weitgehender Haß und Gewalt weltweit verbreitet, so daß es immer schwieriger wird mit der Nächstenliebe. Wenn wir alle im Kleinen, in unserem direkten Umfeld es wenigstens schaffen, ist Änderung in Sicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Leben rollt

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Kaltes Wetter,
Glatteis denken,
Mütze in der Hand
schwenken.

Wanne voll Wasser läuft,
Sturzbach sehen,
Vorhänge durch
Zugluft wehen.

Straßenlärm,
Hupen dröhnen,
nach Konzertmusik
sich sehnen.

Donner, Blitze,
Gewitter,
zu hören ist
Vogelgezwitscher.

Wie hältst du es
hier drin aus?

Sie schiebt
den Rollstuhl
aus dem Zimmer.

Er fährt
Rollschuhe,
wenn er alleine ist,
immer.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Koalitionsverhandlungen: Viel Show ohne Glaubwürdigkeit

Kompromisse soweit das Auge reicht

Was für Signale offenbaren bundesdeutsche Politiker ihren Bürgern? Wer völlig berechtigt das Treiben in Berlin kritisch beobachtet, kann gar nicht anders, als verärgert reagieren angesichts derzeitiger Vorgehensweise. Man könnte meinen, die drei Parteien der Koalitionsverhandlungen legen es darauf an, Politikverdrossenheit erst recht zu fördern.

Schlimm genug, daß in den USA ein wankelmütig cholerischer Donald Trump die Weltpolitik erheblich gefährdet, im Herzen Europas läßt viel Show an Glaubwürdigkeit in Deutschland zu wünschen übrig, möchten etliche fassungslos das Rad der Zeit am liebsten zurückdrehen, um wenigstens eine andere Koalition sich herbeizuwünschen als diese neue GroKo, die nichts gutes verheißt.

Sich über den Tisch ziehen lassen – ein „weiter so“ alles andere als vielversprechend

Die Koalitionsverhandlungen verlaufen nach dem erwünschten Fahrplan der Union und der SPD, erste Erfolgsmeldungen sprechen von Einigung bei Rente und Pflege. Ach, tatsächlich? Welch dürftige Zustimmung ausgerechnet bei der SPD, die am laufenden Band sich selbst verrät, das „S“ im Parteinamen genauso gut eher weglassen sollte, weil es dann wenigstens ehrlicher wäre.

Allerdings kommt gerade in der Pflege zurecht heftiger Widerstand, da der aus-gehandelte Kompromiß längst nicht ausreicht, indem der Pflegenotstand einfach weiterhin kaschiert wird, wie die Verbandspräsidentin für den Deutschen Berufsverband für Plegeberufe, Christel Bienstein, kritisiert. Das scheint die SPD in Kauf zu nehmen, läßt sich über den Tisch ziehen, schließlich gilt es jetzt, den Machterhalt in der Großen Koalition zu bewahren, selbst wenn ein „weiter so“ der Kanzlerin alles andere als viel-versprechend in die nahe Zukunft weist.

Eine angebliche Wut schwört Horst Seehofer herauf

Die wird ohnehin viele Menschen im Lande beschleichen, nur zeigen sie dies nicht gleich überall und deutlich genug. Neuwahlen könnten für eine Überraschung sorgen, wenn auch in die ein oder andere Richtung. Daß hierbei gerade Seehofers CSU im „rechten Becken“ fleißig fischt, sollte nicht verwundern. Schließlich stehen bald die Landtagswahlen in Bayern an, obendrein zeigen bereits erste Abstimmungen im Deutschen Bundestag, wohin die „Reise“ geht, man läßt bereits bei dieser AfD zu viel durchgehen.

Somit kommt ein mögliches Scheitern der Koalitionsverhandlungen der CSU durchaus gelegen, um die SPD zu warnen und in die Pflicht zu nehmen. Eine zwangsläufig, leicht zu durchschauende Reaktion der gesamten Union bestätigt, inwieweit sie als lachender Gewinner das Zepter in der Hand hält, um die Sozialdemokraten zu demütigen.

Der geneigte Beobachter wird tunlichst akribisch hinschauen müssen, was da in Berlin sich formiert und scheinbar einigt. Regieren geht anders, die Enttäuschung wächst im Lande.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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