Es geschah vor 40 Jahren (05. bis 11. Juli 1976)

https://www.flickr.com/photos/dreamsjung/4273887887/sizes/z/

flickr.com/ dreamsjung/ (CC BY-SA 2.0)

Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur 19. Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter makadomo TV | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Chancengleichheit – fade Lippenbekenntnisse der Ellenbogengesellschaft

https://pixabay.com/de/armut-hamburg-deutschland-1437608/

pixabay.com

Zwischen Karriereleiter und Obdachlosigkeit

Was dem einen nur noch Türen öffnet, zeigt dem anderen in unmißverständlicher Härte allerdings den eiskalten Weg: ab auf die Sozialrutsche, hin zu Dauerarbeitslosigkeit und sogar in die Obdachlosigkeit, wer ganz aufgegeben hat.

Die Stimmung im Lande verharrt zwischen Frohlocken, Bangen und Hoffen, freudiger Erwartung ob der vielen Luxusgüter, die das Leben so angenehm gestalten und trüben Aussichten mangels zu hoher Mietpreise und teuerer werdenden Lebensmitteln. Natürlich könnte man einwenden, Pech gehabt, das Leben hat stets mit dem Streben nach den eigenen Möglichkeiten zu tun, die es zu nutzen gilt. Mag stimmen, aber nur diejenigen kommen in den Genuß, diese Wege der Karriereleitern zu besteigen, die auch im richtigen Umfeld hineingeboren wurden. Jetzt erheben sich schlagartig all jene, die völlig entrüstet entgegenhalten, daß sie sich ihr Elternhaus nicht ausgesucht hätten.

Doch solche Ausreden ändern nichts am Fehlverhalten, selbst dann nicht, wenn das ewige Argument angeführt wird, man könne nicht aus der eigenen Haut. Dürfen wir demzufolge weiterhin Schuldzuweisungen zum Besten geben, oder aber wäre es vielleicht sinnvoller, in komplexeren Dimensionen zu denken?

Raubtierkapitalismus schafft klare Verhältnisse zwischen Reichtum und Armut

Dabei sollte man unbedingt betonen, daß die derzeitige Form des Kapitalismus entscheidend dazu beiträgt, auf der einen Seite lachende Gewinner hervorzubringen und auf der anderen resignierende Verlierer. Genau dieser Raubtierkapitalismus schafft klare Verhältnisse zwischen Reichtum und Armut. Sind diese so gewollt?

Betrachten wir den Lauf der geschichtlichen Entwicklung, können wir nicht umhin kommen, dies zu bestätigen. Zwar gab es besonders in den letzten zweihundert Jahren ernsthafte Versuche, den Menschen einen sozialen Halt zu geben, der noch bis heute, zumindest in den meisten Industrienationen der westlichen Welt auch Anwendung findet. Jedoch der Überreichtum lechzt ähnlich einem Raubtier nach immer mehr Beute, wobei ihm jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen.

Reelle Kriege dauern an, die das auf besonders bestialische Weise verdeutlichen, gleichwohl die Zerstörung ganzer Infrastrukturen, Firmen, wirtschaftlich bewußt gesteuerter Kahlschlag bis hin zu Verlagerungen ins „billigere“ Ausland. Auf diese Weise erfolgt bei den einen ein Maximalgewinn, während bei den anderen die Armut ganz schnell einkehrt. Wir sollten nicht vergessen, daß es immer Menschen sind, die über Menschen richten, die insofern sich zu verantworten haben, auch wenn sie meinen, sie müßten es nicht, könnten sich davonschleichen durch Ignoranz bis hin zur Verdrehung ganzer Geschehnisse, um sich selbst ins rechte Licht zu rücken.

Es ist die Politik selbst, die es vorlebt, und dies nicht nur in sich wiederholenden Affären, sondern schon immer, mal mehr, mal weniger. Die Moral längst angelangt im Keller, hingegen der einfache, ehrliche Bürger selbstverständlich sich unterzuordnen und zu funktionieren hat.

Die Häme zum sogenannten „Gutmenschen“ offenbart eine Einbahnstraße

Das unlängst kreierte Wort vom „Gutmenschen“ zeigt nur allzu deutlich, wie hämisch und vor allem kurzsichtig Menschen denken mögen. Denn dieser Spott offenbart eine Einbahnstraße, auf jene die Menschheit schon lange zielgerichtet zusteuert: hin zur kompletten Zerstörung all dessen, was die Schöpfung für ihre Wesen auf Erden sich erdacht hat.

Da der Homo sapiens es selbst war, der Mutter Erde inzwischen unübersehbar mit seinem gierigen Lebenswandel in weiten Teilen zerstörte, liegt es auch an ihm, Wege zu ersinnen, sie wieder gesunden zu lassen: zurück zum biologischen Gleichgewicht des Kreislaufs der Systeme, behutsamen Umgang mit den noch vorhandenen Ressourcen, mit selbstverständlicher Umweltverträglichkeit, im Einklang mit der gesamten Natur, ihren Gesetzen, allen Erdbewohnern bis hin zur Pflanzenwelt – ein Garten Eden, wie er ohnehin uns Menschen geschenkt wurde, also das „verlorene Paradies“ wiederfindend.

Das Ende des nimmersatten Reichtums naht

Alles Illusion? Oder doch möglich, wenn Mensch dies nicht nur erkennt, sondern auch danach lebt? Doch was muß geschehen, um dies umzusetzen? Mit dem Vorsatz allein kommen wir nicht weit. Dieser ganzen Illusion muß ein Bewußtseinswandel vorausgehen, die Menschheit hat zu erkennen, worin ihre große Chance liegt, und vor allem, was bisher verkehrt lief.

Wir sollten niemals uns blenden lassen, was der einzig richtige Weg denn sei – es gibt viele, aber eines sollten sie alle gemeinsam beinhalten: den Menschen an die Hand zu nehmen, ihm vorzuleben, mit welch einfachen, aber gutdurchdachten Mitteln unser Leben gestaltet werden kann, wenn wir dabei einander ohne Vorurteile achten und lieben. In sofern schließen wir doch das üble Kapitel des nimmersatten Reichtums und teilen noch genau das, was uns übrig gelassen wurde auf diesem wunderschönen Planeten Erde.

„Humanität läßt sich nicht verordnen, entweder man praktiziert sie aus Überzeugung auf allen Ebenen oder manche machen sich und anderen etwas vor, worunter deren Mitmenschen dann zu leiden haben.“

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Soziales | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Nachts im Schaufenster

https://pixabay.com/de/schaufenster-mode-stuttgart-puppe-1429167/

pixabay.com

Wenn die Schaufensterpuppen nachts zusammenstehen
und sich leise flüsternd erzählen, was sie tags gesehen,
dann rinnt der Fluß der menschlichen Überheblichkeiten
durch modellierte Kehlen, die haben nichts zu verkleiden.

Das Kind, das trotzig, schreiend sich auf die Straße wirft,
die junge Frau, die aufreizend, lockend ihren Freier trifft.
Frauen, die die Waren nach dem teuersten Preis aussuchen,
damit jeder erkennt, sie haben erklommen materielle Stufen.

Der Hund, der angeleint wimmert, auf den Gehsteig scheißt,
vom Jugendlichen, der mit einem Stein die Scheibe einschmeißt.
Das blonde Mädchen, das heimlich mit einer Flaschenscherbe,
Kratzer ins Auto zieht, damit das Auto leide und sie nicht sterbe.

Das Hupen von unzähligen Autos, die ihre Runden fahren
im Korso, eine Hochzeit feiern, um Erinnerung zu wahren,
was für tolle Freunde sie doch waren, für die ersten Zwistigkeiten,
sie parteiisch sich verhalten, damit erst recht die Ehen scheitern.

Der Alte, auf dem verdreckten Schlafsack, in sich versunken,
die Umwelt kaum wahrnimmt, täglich bettelnd sitzt, für Stunden.
Das Pärchen, das gemeinsam, eingespielt, klaut wie die Raben,
nicht weil sie es bräuchten, sondern um noch mehr zu haben.

Wenn die Schaufensterpuppen nachts zusammenstehen
und sich leise flüsternd erzählen, was sie tags gesehen,
dann geschieht das nicht aus dem Wunsch unerfüllter Träume,
ihr Blick ohne Masken, hat keine Angst, daß er etwas versäume.

Nafia

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Technische Errungenschaften auf dem Prüfstand

https://pixabay.com/de/gesicht-kopf-bokeh-bin%C3%A4r-null-1328417/

pixabay.com

Kommunikation auf direktem Wege abhängiger Versklavung

Solche Zukunftsvisionäre wie Aldous Huxley, George Orwell oder Jules Verne, um nur mal drei aufzuzählen, würden sich im Grabe umdrehen, erschrocken und vielleicht dennoch bestätigend, in wie weit wir Menschen die selbst erfundene Technik einsetzen im Nützlichen, aber auch in dramatisch gefährlichen Konstellationen.

Zumal der Großteil der Bevölkerung voller Überzeugung sie tagtäglich konsumiert bzw. anwendet. Dabei finden sich trotzdem diejenigen ein, welche ein wenig genauer hinschauen, keineswegs mit blindem Vertrauen die angeblichen Vorteile nutzen, sondern gezielte Blicke hinter die Kulissen wagen. Spielen Handys in unserer schönen neuen Welt im Einsatz neoliberaler Helfershelfer genau deshalb eine zunehmende Schlüsselrolle?

Wenn die Staatsmacht sich am Ende doch durchsetzt

Am Anfang der 1980iger Jahre beunruhigte die bevorstehende Volkszählung als Eingriff in die Privatsphäre viele Menschen im Lande, Überwachungsgedanken flackerten auf, die zunächst mit dem BVG-Urteil vom 15. Dezember 1983 gestoppt werden konnten, weil dortigst das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung per Definition die Bürger schützte.

Es war der damalige Innenminister Friedrich Zimmermann, der es verstand, im darauffolgenden Jahr per taktischem Hin und Her das Volkszählungsgesetz bewußt verkomplizierend nachzubessern, so daß schließlich am 25. Mai 1987 die Volkszählung stattfand. Zuvor wurden gezielt die Daten von tausend Gegnern wie Terroristen behandelt in der APIS-Datenbank des BKA gespeichert, selbst Straßensperren zur Flugblatt-Verteilung ließ er anordnen, zeigte die deutsche Staatsautorität erfolgreich ihre ganze Macht.

Handys – ungeahnte Möglichkeiten

Rund fünf Jahre später begann hierzulande sich eine völlig neue Perspektive abzuzeichnen, die den ersten Kunden noch sehr viel Geld abverlangte: das Mobiltelephon. Diesen Luxus von 3.000 DM konnten sich entsprechend nur wenige leisten, aber gleichzeitig öffnete es eine bisher verschlossene Tür. Dagegen waren all die Proteste und Widerstände zu staatlichen Überwachungsszenarien im Vergleich der sich nunmehr anbahnenden neuen Möglichkeiten vergleichsweise harmlos, weil mit zunehmender Kostensenkung immer mehr Menschen sich ein Handy zulegen konnten, aber zugleich auch Bewegungsprofile und eine kostbare Datenflut unterschiedlichen Interessengruppen, denken wir an Erfassungsbehörden, zweckdienlich zur Verfügung standen.

Von den gesundheitlichen Risiken und Folgen der längeren Benutzung von Mobiltelephonen mal ganz abgesehen, die aus wirtschaftspolitischen Gründen natürlich kleingeredet werden, setzte damit ein weltweiter Trend sich fort, dürfen wir von mehreren Milliarden Handys ausgehen, die tagtäglich ihrem Zweck zufolge eine gigantische Dateninformationsflut preisgeben, die nicht nur ins Visier der Polizei- und Geheimdienste geraten, sondern darüber hinaus bestimmte Wirtschaftsinteressen sehr effektiv sich nützlich zu Gemüte führen.

Der Siegeszug von Monitoring-Firmen

Natürlich möchte jeder interessierte, wache Mensch sich gern umfangreich informieren, was da draußen in der Welt so geschehen mag, wobei ihm heutzutage allein schon das Internet eine sehr große Bandbreite an Informationen liefert, wenn er denn die Zeit, Muse und vor allem das Know-how hat, gezielt und effektiv fündig zu werden. Genau deshalb sind nach wie vor Fachbücher und Zeitschriften willkommen, finden regelmäßige Anwendung, so auch die im Gruner + Jahr Verlagshaus erscheinende Monatszeitschrift GEO. Vorsicht beim Lesen des Artikels „Mini-Jobs für die Armen der Erde“ sei unbedingt angeraten, wer denn skeptisch hinschaut.

Zunächst mag man die selbstgefällige Namensfindung noch gutheißen: „Jana“ entsprechend zum Sanskrit „Mensch“. Beim zweiten und genaueren Blick öffnen sich aber ungeahnte Abgründe perfider Abhängigkeiten, die allein schon bei der Formulierung des Jana-Chefs Nathan Eagle, „in der Dritten Welt gingen bei vielen Menschen bis zu zwölf Prozent des Einkommens für Telephongebühren drauf“, uns zu denken geben sollten. Denn ohne Handys erhielten solch hochgelobte Monitoring-Firmen gar keine Daten für ihre Klientel wie Unilever, P&G oder Danone. Welch entzückende Symbiose bzw. ungeahnte Perspektiven des Datenaustausches und vor allem einer zunehmend flächendeckenden Kontrolle zwischen mittels Werbeindustrie aufgeschwätztem Handy-Konsumgut und „freiwilliger Zusammenarbeit“ zum angeblich beidseitigem Nutzen?!

Das IfW und seine neoliberalen Instrumente

Während man schon beinahe meinen könnte, sich in einem Reality-Kabarett zu befinden, weil unser Bundespräsident dem Jana-Chef den „Global Economy Prize“ des IfW überreichte, holt uns die gnadenlose Wirklichkeit ganz schnell erst recht zurück. Bedenken wir, es war das Kieler Institut für Weltwirtschaft, welches vollmundig meinte, die Eurokrise sei auf die hohe Verschuldung einiger EU-Staaten zurückzuführen, während man wohl eher nicht zufällig das Platzen der US-amerikanischen Immobilienblase kleinredete.

Fast im selben Atemzug forderte dieses Institut zur Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes dieselben neoliberalen Instrumente wie die Bundesregierung, also Kürzung der Mindestlöhne, Kündigungsschutzlockerungen, die Umverteilung der Einkommen von unten nach oben.

Reale Chancen aus einsetzender Lethargie?

Keiner kann den Fortschritt aufhalten, außer dieser überschreitet Grenzen der Zumutbarkeit bis hin zur Zerstörung, die man jetzt schon erstaunt und nahezu mutlos beobachtet. Aber das gilt noch längst nicht für unser tägliches Handeln, es sei denn, immer mehr Menschen lassen sich auf eine gewisse Lethargie ein, nehmen eine Unterjochung in Kauf, weil Autoritäten ihnen den Alltag bereits diktieren.

Der klar denkende, mündige Bürger sollte daher aufpassen, stets wachsam rechtzeitig die Reißleine ziehen, bevor Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ sich noch als harmlose Variante entpuppt im Gegensatz zu manch anderen Szenarien.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Statement zum Ausstieg bei Buergerstimme

https://pixabay.com/de/fraktale-land-raum-schwamm-653850/

pixabay.com

Manch aufmerksame Leser werden es vielleicht bemerkt haben, am 10. November 2015 war mein letzter Artikel bei buergerstimme.com erschienen. Danach entschied ich mich abrupt zum Ausstieg, nur sechs Tage später erschien „Querdenkende“ als Blog im Netz, seit 01. Dezember als Seite. Was geschah, was mich veranlaßte, diese Entscheidung zu treffen?

Kurz gesagt, die politische Gesinnung. Irgendwann müssen wir uns entscheiden, ob man sich unter Rechtspopulisten wohl fühlt oder viel eher genau die mit aller Entschiedenheit verneint. Besonders die historische Vergangenheit verpflichtet mich dazu. Bei Querdenkende wird ein jeder schnell fündig, inwieweit das Thema kritisch behandelt wird.

Distanzierung und vorausgehende Hinterfragung vom wir hin zum Ausstieg

Nachdem ich mir ein deutliches Bild machen konnte beim Besuch auf der kanarischen Insel, keinerlei Bemühungen sich offenbarten, den aufkeimenden Rechtsruck zu unterbinden, den ich stets schon zu Buergerstimmen-Zeiten vehement ablehnte, blieb mir nichts anderes übrig, als dem Portal den Rücken zu kehren. Und das nach guten sechs Jahren, in denen ich die bis dahin erschienenen 4.393 Artikel gewissenhaft lektoriert hatte, von mir dortigst 1.541 veröffentlicht worden waren.

Insofern beuge ich nunmehr vor, damit eine vorsätzliche oder unbeabsichtigte Gerüchteküche weder entstehen mag, noch eine ins Leben gerufene sich fortsetzt. Möge Buergerstimme in den Weiten des Netzes oder wo sonst auch immer auf seine Weise agieren, ich selbst verbitte mir, auch nur ansatzweise mich mit dessen Gedankengut in Verbindung zu bringen oder daß anderes hineininterpretiert wird.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter PR Querdenkende | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Süffisant und Arrogant

https://www.flickr.com/photos/ximenacab/2898411837/sizes/z/

flickr.com/ ximenacab/ (CC BY-ND 2.0)

Süffisant und Arrogant
saßen im Restaurant
und aßen Hummer.
Ihr bereitete dies Kummer,
nicht daß ihr das Tier leid tat,
sondern wie man es handhabt,
an das Fleisch zu kommen,
irritiert und etwas beklommen:
„Arrogant, es ist schon länger her,
daß ich aß dies Tier vom Meer,
hier sind nur Messer und Gäbelchen,
ich bräucht ein kleines Hämmerchen.“

„Süffisant, Dummerchen, diese Dinger
bricht man mit der Hand, da die Finger,
an der Schere jetzt leicht drehen,
der erste Schritt ist schon geschehen.“
Arrogant zeigte ihr ganz elegant,
die nächsten Schritte: „Eine Hand
auf dem Hummer, mit dem Messer
ein Schnitt durch den Panzer, besser
von vorn nach hinten, Kopf weg,
schon geht’s ran an den Speck.“

Sie legte ihre Hand auf den Hummer,
ein spitzer Schrei, Geschirr in Trümmer,
Süffisant, blaß, nein, weiß wie Kreide,
schielte auf ihre Finger und weinte.
„Dies gemeine Biest trägt mein Rot,
nie eß ich sowas, auch wenn es tot!
Das wär, als wenn ich mich aufeß!“
„Süffisant, mach doch keinen Streß!“
„Daß dich das nicht stört, hab doch gesehen,
du bleibst ja eh an jeder Currybude stehen!“

Nafia

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Rechtes Geschmeiß steht in den Startlöchern

https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/26038321363/sizes/z/

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

Pfeil und Bogen in den Köchern, ohne Scheiß

Der klare Blick gen Reichstag, nüchtern, strammstehend, ob nun lambda-fahnenschwenkend, mit Pegida-Plakat oder jenem roten Phallus-Symbol auf helblauen Hintergrund, die rechte Mischpoke gibt sich ein Stelldichein, nutzt jede Gelegenheit, nicht nur die Lügenpresse zu diffamieren, sondern gleich die verhaßte Politik der rot-grün-gelb-schwarz Versifften, ob versprengte 68er, diese Bekifften, dabei oder nicht, Hauptsache sogenanntes Feindbild bloßgestellt.

Kein Wort über eigene Verfehlungen, die sich reihenweise nonstop selbst zerlegend entlarven, das einfache Volk hat schon vorher den Betrug der Etablierten nicht bemerkt, um so simpler läßt sich per gezielter Desinformation und Lügen den Bürger aufhetzen. Oberstes Gebot: Zerschlagung der derzeitigen Macht, um sich selbst einzureihen beim arglistigen Bereichern.

Dabei fanden sich förderlich genügend Lakaien, die ohnehin im germanischen Staate stets auf dem rechten Auge blind zunächst still und heimlich immer dort intervenierten, wo sich undurchschaubare Gelegenheiten ergaben, in der Justiz, bei der Polizei bishin in der Bundeswehrtruppe oder gar in der Politik selbst. Anfangs noch das ein oder andere Mal enttarnt angesichts eines vorgeschobenen deutschen Schuldkomplexes, zunehmend direkter, offener und unverblümter bei anhaltend sichtbaren Rechtstrend.

Rechtes Geschmeiß steht längst in den Startlöchern, Pfeil und Bogen in den Köchern, ohne Scheiß! Aber das weiß der wache Beobachter ohnehin, auch das hat seinen unbedingten Sinn. Mit dem US-Feindbild vor Putins Ost-Toren vermag schnell eine neue Gemeinschaft auserkoren, die man für eigene Zwecke mal eben ernennt. Seht nur, wie die Masse rechtem Gedankengut hinterherrennt. Oh man, das Volk mal wieder pennt!

Hatten wir das nicht schon hinter uns im letzten Jahrhundert, was dermaßen kriegerisch genug anmahnende Spuren hinterließ? Ach ja, da gibt es unter ihnen Gesellen, die behaupten, in friedlicher Absicht zu sein. Wer das glaubt, ist ein bedauerlich armes Schwein! Seht nur ihren Haß in den Augen, was sie sich alles an Phrasen gegen Andersdenkende, gar Ausländer erlauben. Eine Mär jagt die nächste, und der einfache Mensch verfällt denselben Versprechen wie schon etliche male zuvor. Schau genauer hin, wie sie dich betrügen mit ihren Lügen, du konsumorientierter Tor!

Drum sei Euch dringlich nahegelegt: Prüft deren Worte ganz genau, bevor es zu spät. Vor allem wartet nicht zu lang, laßt sie erst recht nicht gewähren, denn ihre Brut zieht gewissenlos an einem Strang, sie gar von bestimmten Lobbyistengeldern zehren. Es war schon immer ganz simpel, Haß zu schüren, Unsichere zu blenden, mit gezielten Worten zu verführen, dabei selbst zu prassen und zu verschwenden.

Sie gaukeln Euch vor, es gäbe kein rechtes Gedankengut, national und patriotisch im Herzen sei nur ihr Anliegen, dabei fließt schon bald wieder Blut, wenn deren Wut sich sehr gezielt entlädt, sie alle Widersacher bekriegen. Gebt fein acht, sonst ein tödlicher Wind weht, der ganz schnell entfacht.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar