Lebensmittel: Unser täglich Gift ohne erfolgreiche Verbannung

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Mensch beugt sich dem Profitdiktat zu Lasten eigener Gesundheit

Was wurden manche Zeitgenossen belächelt und als Biofuzzi beschimpft geschnitten, obwohl mit den 1970iger Jahren wenigstens erste Bioläden sich auf den Markt trauten, allen voran in Berlin und anderen Städten, die den Mut hatten, sich eben nicht beirren zu lassen. Dennoch muß man feststellen: Unser täglich Gift ohne erfolgreiche Verbannung erfolgt. Mensch beugt sich dem Profitdiktat zu Lasten eigener Gesundheit, statt daraus endlich Konsequenzen zu ziehen.

Aus Bequemlichkeit, Unwissen oder purer Verdrängung, weil tatsächlich manche meinen, ihnen würde es nicht schaden. Haben jene auch nur ansatzweise mal darüber nachgedacht, wieso die Krebsraten seit Mitte des letzten Jahrhunderts bis heute erheblich und kontinuierlich weltweit ansteigen?

Der Mensch ist, was er ißt – oftmals ahnungslos oder voller Gleichgültigkeit

Kaum befanden sich erste Bioläden ein, – Reformhäuser gab es schon lange vorher, mit manchmal zweifelhafter Lebensmittelhandhabung, vor allem was die Preisentwicklung anbelangt, da oftmals ziemlich teuer, aber auch die Behauptung und Schwerpunktgebiet angeblich vorteilhafter Nahrungsergänzungsmittel, die man unbedingt in Frage stellen darf, hier in diesem Artikel nicht näher erläutert wird, – entstand das wichtige Nachschlagwerk und informative Buch „Chemie in Lebensmitteln“, herausgegeben von der Katalyse-Umweltgruppe Köln.

Nützt nicht viel, wenn weder gelesen noch beherzigt. Wer schlau genug war, hat seitdem vorgebeugt, kauft gezielt, wenn möglich beim Bio-Landwirt seines Vertrauens oder in Bioläden selbst. Ohnehin haben bereits selbst Discounter den lukrativen Bio-Markt für sich entdeckt, werden entsprechend auch dort solche Produkte vermehrt angeboten. Der kritische Verbraucher sollte dennoch auch dortigst genauer hinschauen, woher die Ware stammt.

Verbraucherschutz höchst fraglich – Lebensmittelbranche in Verruf

Ob beim Etikettenschwindel, all den Fleischskandalen der letzten Jahre, beim letztmaligen Ernährungsreport saß die Lebensmittelindustrie auf der Anklagebank, mit ihr der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, derjenige, der Glyphosat den Bürgern weiterhin zumutet, verantwortliche Politik und Lobbyisten haben keinerlei schlechtes Gewissen, die weitere Vorgehensweise von Verschleierung und knallharte Profitorienterung offenbaren deren Zielrichtung.

Da hilft keine neuliche Aufdeckung von riesigen Mengen gefälschter Lebensmittel seitens Europol, die kriminellen Akteure befinden sich auf sicherer Seite, da letztlich eine großangelegte Entlarvung und Bestrafung schlicht ausbleibt. Man darf und muß das beherzte Engagement von foodwatch stets loben, so wie auch die jüngste Rüge an Kellog’s „Special K Classic“ mit dort entdeckten Mineralölen, die den Verbraucher gesundheitsschädlich belasten. Schön, wenn daraus Konsequenzen der Verbesserung folgen. Bis zum nächsten Skandal.

„Die Natur ist die beste Apotheke.“ (Sebastian Kneipp)

Wobei zu seinen Lebzeiten dies noch ohne weiteres bestätigt werden darf. Heutzutage stimmt dies nach wie vor, weil auch die Pharmaindustrie erst recht vom kranken Menschen profitiert, aber die Natur erheblich größeren toxischen Belastungen ausgesetzt ist.

Lotar Martin Kamm

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Die Sprache kommt nicht mehr zurück

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Diese Sprache kommt nicht mehr zurück,
sie ist schon lange meiner Seele entrückt.
Mühsam war es deshalb, Worte zu finden,
meine Trauer, Wehmut zu überwinden,
neu zu gestalten einen vertrauten Ort,
meine Sprache wie der Vogel dort,

der fliegt wohin der Wind ihn trägt,
in eine glückliche Zeit hineinkehrt.
Anfangs klang sie fremd und holprig,
versuchte verbissen, teils bockig
den Klang der inneren Sehnsucht
zu befreien von alter Furcht.

Willkommen in der Heimat Herz,
denn nur da lockert sich der Schmerz,
nicht mehr vertraute Laute zu vernehmen.
Töne der Fremde kennenzulernen,
neue Wörter sprechen, gaben Halt,
in all der empfundenen Bitterkeit.

Jetzt ist die Sprache der Heimat fremd,
fürs Ohr, die Seele und Temperament.
Zu gewissen Zeiten, Situationen
kann ich sie problemlos wiederholen,
spüre erneut den Verwandtschaftsgrad,
weiß auch, nehme sie mit ins Grab.

Die Sprachen haben mich geprägt,
wenn mich heute etwas wegträgt,
das meiner Seele längst verloren,
hab ich gelernt, ständiges Wiederholen
führt neue Sprachabschnitte
zum Herz, der Seele und Heimat Mitte.

Nafia

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Es geschah vor 40 Jahren (31. Mai bis 06. Juni 1976)

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Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur 14. Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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AfD-Erklärung entlarvt das falsche Spiel des Rechtspopulismus

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Von der „Lügenpresse“ bis hin zur Putin-Verglorifizierung

Schlimm genug, daß weiterhin gewisse Teile in der Bevölkerung jene rechtspopulistische Partei wählen, die angeblich eine Alternative für Deutschland sein soll, obwohl deren Partei-Programm auf gänzlich anderes hindeutet.

Von der „Lügenpresse“ bis hin zur Putin-Verglorifizierung scheint dieser jungen Partei nahezu jedes Mittel recht, um unbedingt mit Nachdruck auf sich aufmerksam zu machen. Bei eventuellen Entgleisungen wie die neuliche des Herrn Gauland, in dem er den Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng mal soeben beleidigte, offenbart sich der Rassismus Ewiggestriger.

Auf der Welle tröger Ausländerfeindlichkeit

Damit möchte man gut punkten, weil versteckter Nationalismus nach wie vor tief verwurzelt in manchen Bevölkerungsschichten vor sich hinschlummert, Patrioten und sogenannte Identitäre für ihre menschenverachtenden Zwecke mißbrauchen. In deren Welt herrscht Zucht und Ordnung, hat die Frau dem Manne sich unterzuordnen, möge der germanische Geist am besten in den Landesgrenzen des Deutschen Reiches bis in kleinste Winkel wehen.

Eigentlich sollten solche Auswüchse längst überwunden sein, doch mithilfe eines lang angelegten Konzepts der Diffamierung der Medien, denen man ständig eine US-Vasallentreue unterstellt, zumal tatsächlich dies einige genauso praktizieren, wird auf diese Weise eine notwendige Differenzierung einfach für beendet erklärt. Per se sind gleich die Mainstream-Medien ein exemplarisches Beispiel, welchen man mit allen Mitteln gegensteuern muß, eine eigene „Wahrheit“ ins Leben gerufen wird mittels Plattformen wie Kopp-Verlag und Co.

Die FAS im Visier der AfD-Spitze – Weimarer Verhältnisse im Lande?

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Die AfD-Spitze beherzigt dies mitnichten, greift dafür lieber die Redakteure der FAS an, dreht mal soeben den Spieß um. Zurecht rügt der Spiegel ein solches Vorgehen als Ablenkung vom internen Konflikt innerhalb der AfD-Führung. Das sollte hier aber nicht weiter ausgeführt werden, da letztlich unwichtig.

Interessanterweise muß man in letzter Zeit die sprunghaften Sonntagsfragen werten, in denen sich deutlich zeigt, in wie weit es um diese AfD bestellt ist. Von einer Konstanz kann keine Rede sein, wenn innerhalb von zwei Wochen der rechtspopulistischen Partei zwischen 10% und 15% der Wahlstimmen prognostiziert werden, alle anderen Parteien schwanken zwischen ein bis zwei Prozentpunkten.

Erleben wir etwa ein Wiederaufkommen Weimarer Verhältnisse, von anfangs drei Parteien im Deutschen Bundestag, Tendenz mehr hinzukommende? Gleichzeitig eine Hysterie was Ausländerfeindlichkeit anbelangt, der Vorfall in Arnsdorf ein exemplarischer Hinweis?

Lotar Martin Kamm

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Der sechste Sinn alles andere als nur Humbug

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Unbewußt seherische Fähigkeiten im Alltagsgeschehen?

Auch Ihnen schon mal passiert? Sie überlegten kurz vor der Heimfahrt auf ihrer gewohnten Fahrstrecke, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, um noch kurz bei einem alten Freund vorbeizusehen, später erfuhren Sie, daß es einen schweren Unfall ungefähr zu diesem Zeitpunkt auf diesem Straßenabschnitt gab, mit mehreren Verletzten. Sie wollten eigentlich ihre Wäsche aufhängen, entscheiden aber kurz ins Kinderzimmer zu schauen, ob ihr Kind mit den Hausaufgaben vorankommt, da können sie ihr Kind gerade noch vor dem Ersticken retten, weil ein Bonbon im Hals stecken blieb.

So oder ähnlich schildern Menschen Situationen, die sie dem sechsten Sinn zuschreiben. Eine Begebenheit, die durch plötzliche Eingebung verursacht etwas Schlimmes verhinderte und in der Regel keine logische Erklärung bietet, was diese Eingebung ausgelöst haben könnte.

Uns Menschen werden fünf Sinne zugeordnet, das Sehen, das Hören, das Riechen, das Schmecken und das Fühlen. Es gibt allerdings nach neuesten Entwicklungen noch andere Sinne, die auf unseren Körper einwirken. Der Temperatursinn, Schmerzempfindung, Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilität, die vor allen Dingen in dem Bereich der Physiologie ihren berechtigten Platz gefunden haben. Weitere Sinneswahrnehmungen finden derzeit Einzug in den Wissensstand zum besseren Verständnis unseres Körpers.

Sinn, aus dem Altfriesischen sin, wahrscheinlich übernommen vom Altnordischen sinn, sinni, findet sich auch im Keltischen séntos, hatte als ursprüngliche Bedeutung gehen, senden, bewegen. Erst viel später wurde das Wort für den Begriff des Fühlens, Empfindens benutzt. Im germanischen Wort sinnan, kümmern, achten, kann durch den Ausspruch: in diesem Sinne, die nahe Verwandtschaft erkannt werden.

Was nun aber den sechsten Sinn betrifft, der Sinn, der gerne als telepathische Fähigkeit, Hellsehen beschrieben wird und bei einigen Menschen öfters anzutreffen ist als bei anderen, so gibt es laut Wissenschaftlern von der Washington Universität in St.Louis auch hierfür eine Erklärung:

…konnten mittels Magnetresonanztomographie nachweisen, dass eine bestimmte Hirnregion, der anteriore cinguläre Cortex (ACC), ein Frühwarnsystem darstellt, das bei drohender Gefahr einer Fehlentscheidung aktiv wird. Offensichtlich empfängt diese im Frontallappen liegende Hirnregion Umgebungssignale, die dann unverzüglich auf potentielle Gefahren hin analysiert werden. Sollte eine Situation als „gefährlich“ interpretiert werden, schlägt es sofort Alarm, so dass das Individuum die Möglichkeit hat, eine Änderung seines momentanen Verhaltens einzuleiten. Menschen, die auf diese Weise rechtzeitig einer Gefahrensituation entronnen sind, führen dies dann gerne auf ihren „6. Sinn“ zurück. (Wikipedia)

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist allerdings die Tatsache, daß Menschen lange bevor eine potentielle Gefahr zu ersehen war, die Fähigkeit besitzen, „gewarnt“ zu werden und dadurch die Möglichkeit bekamen, ihr Vorhaben zu überdenken.

Bleiben wir beim Sinn (Fühlen) und beim Sinn (Verstand) kann uns also weniger passieren, obwohl diese gut gemeinte Absicht sicher nicht zu allen Zeiten wirklich greift. Es gibt zwischen Himmel und Hölle noch so manches Trittbrettchen, daß uns zum Stolpern bringen kann.

Die Sendung der 7. Sinn, die von 1966 bis 2005 über den Bildschirm flimmerte und uns zahlreiche Hinweise auf das Vermeiden von Unfällen im Straßenverkehr hingewiesen hat, ist eventuell nicht bei allen vergessen. Vielleicht kann das kleine Video uns erneut einen Blick auf Unfallgefahren und deren Vermeidung schärfen oder aber uns den Sinn für Humor, im Rückblick zu einer vergangenen Zeit, der bei all den Sinnen nicht vergessen werden sollte, zum Ausbruch bringen. Zumal wir jetzt wissen, daß sinnen ursprünglich bewegen, gehen, senden bedeutet hat und die Gesichts- und Bauchmuskeln sich auch erfreuen, daß sich ihrer wieder besonnen wird.

Doris Mock-Kamm

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Schöne neue Welt des freien Handels in einer globalisierten Gesellschaft

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Verbraucherschutz fängt bei jedem selbst an

Verbraucher und Handel, eine folgenreiche Symbiose eines Miteinanders, welches zunehmend gefährdet, was ganz unterschiedliche Ursachen birgt. Solange ein Geschäft in ehrlicher Absicht per gegenseitiger Zufriedenheit stattfindet, mag die Balance zwischen Kunde und dem Händler, dem Handwerker und Dienstleister bewahrt bleiben.

Aber in dem Moment, wo erbarmungslose Konkurrenz, ein Ringen um die besten Preise, eine Werbung der Superlative, ein Aufkaufen kleinerer und mittlerer Betriebe im Zuge der Globalisierung immer mehr um sich greift, das Vertrauen in die Marktwirtschaft empfindlich erschüttert wird, ohnehin die Schwachen darunter leiden müssen vom Endverbraucher bis hin in Entwicklungs- oder Schwellenländer, führt das „Krebsgeschwür“ jener Wirtschaftspolitik in eine fatale Spirale, an deren Ende Großkonzerne und deren Helfershelfer vor allem in der Politik selbst stehen und auf der anderen Seite eben die Geprellten.

Erneut die Milchbauern – exemplarisches Beispiel verfehlter Politik

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, das ist der Minister, der Monsanto wohlgesonnen absegnet, in dem er sich für das unter Krebsverdacht stehende Glyphosat auf deutschen Äckern entscheidet, um im nächsten Atemzug den kleineren Milchbauer-Betrieben unter die Arme greifen zu wollen per 100 Millionen Euro Soforthilfe.

Dabei wissen wir doch alle, daß es sowieso zuviel Milch gibt, die den Kühen entnommen auf die Märkte gelangt. So funktioniert Angebot und Nachfrage, zunächst plausibel. Wer die besten Konditionen verhandelt, streicht die fetteren Gewinne ein, kleinere Betriebe haben einfach das Nachsehen bis hin zur pleite. Darf eine Gesellschaft das nonchalant hinnehmen, zumal weite Teile unterm Strich in ihr betroffen?

Zerstörte regionale Strukturen – dem Gobalismus verpflichtet

Böse Zungen mögen dies als „Heile Welt Phantasien“ abtun, aber die Zerstörung regionaler Strukturen kann kaum jemand von der Hand weisen. Einige fahren weit entfernt zum Arbeitsplatz, während zu Hause manch kleiner Betrieb aufgeben mußte, in kleinen Orten der Einzelhandel verschwand, abgelöst von Supermarktketten auf der grünen Wiese, selbst Grund- und Hauptschulen in größere Orte sich einfanden. In der Landwirtschaft schon lange Kleinbauern aufgaben.

Und Deutschland verhandelt übers TTIP, was jener verfehlten Wirtschaftspolitik ein neues Tor unbegrenzter Ausbeutung öffnen wird, wo der eigene Staat seine Mündigkeit verliert, Konzerne bestimmen. Dem Globalismus verpflichtet ordnen sich Kapitalflüsse jener Marschroute unter, treibt weltweite Korruption ihr perfides Spiel eigener profitorientierter Politik, rücksichtslos, ohne jedwede Bedenken.

Alles hat seinen Preis, was man durchaus wörtlich nehmen darf. Milch zu billig, Kleinbauern pleite gehen, die großen noch mehr Profite einheimsen. Am Ende trinkt der Verbraucher die Milch, die eher schadet, aber Hauptsache Urlaub auf Malle.

Lotar Martin Kamm

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Eine Fahrt ins Blaue dem Meer entgegen (Teil 1)

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Nur Leichtsinn der Jugend?

Moosgrüne Farbschattierungen spiegelten sich im Glanze des schicken Sportwagens wider, dessen Automarke völlig einerlei, zumal im nächsten Moment das scheinbar idyllische Bild schlagartig verschwand, entzaubert von einer Gruppe Jugendlicher, die sich lautstark pöbelnd Luft machten. Ein Hagerer schmiss voller Übermut einen Hundekothaufen an die Windschutzscheibe der Nobelkarosse.

Die Fahrertür wurde aufgerissen, ein stämmiger Mitt-Vierzigjähriger sprang heraus, erreichte in drei vier großen Hechtsprüngen den Übeltäter und schlug diesem mit der flachen Rechten ins erschrockene Gesicht. Obwohl daraufhin dessen Kumpels die beiden umringten, wagte niemand, den Mann anzugreifen, zu eindeutig entspannt und lauernd zugleich stand dieser abwartend, sie festen Blickes visierend.

Der kleine Harald fasste sich ein Herz und sprach ihn an.

„Ey, Alter, sach mal, haste noch alle Latten am Zaun, unseren Andy eene zu langen?“

„Hab ich. Und nun? Wer will der nächste von euch sein?“, entgegnete der Fahrer, wobei er langsam und sehr zielsicher auf seinen Sportwagen sich zubewegte, die Gruppe ihn zunächst gewähren ließ. Rudie wagte es plötzlich, ihn anzuspringen, verfehlte den Fighter aber, weil dieser sich elegant zur Seite drehte, um im selben Moment den Fuß des Jungen fest zu ergreifen, so daß dieser zu Boden stürzte, wimmernd ihn bat, doch loszulassen.

„Ach, warum sollte ich? Nur unter einer Bedingung, Jungs. Ihr holt dort drüben bei der Tankstelle den Scheibenwassereimer, reinigt und trocknet meine Windschutzscheibe, während ich enstpannt in meinem Wagen sitze und alles kontrolliere“, forderte er Rudie und die anderen auf. Ein kurzes Kopfnicken der meisten genügte, so daß der Fahrer lässig aber äußerst wachsam in seine Nobelkarosse stieg, die emsig und zügig wieder ihren alten Glanz erhielt.

Anschließend schlenderte die Jugendgruppe eher mißmutig von dannen, George konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, startete den Wagen und fuhr gen Autobahn. Im Radio lief gerade Lindsey Stirlings „Beyond the Veil“, welches er sehr schätzte, schließlich kannte er ihre Geburtsstadt Santa Ana, die Familie seiner Mutter kam dort her. Gedankenverloren erreichte er die Auffahrt, gab richtig Gas, der Sportwagen überholte problemlos heimkehrende Berufspendler.

Der Journalist freute sich auf seine kurze Auszeit, sehnte sich nach der ewiglich wiederholenden Geräuschkulisse des Meeres, der salzigen Luft, die kaum still hielt, entfacht durch ungebremsten Wind, dem Geschrei der Möwen, den warmen Sand zwischen den Fußzehen.

Fortsetzung folgt.

Lotar Martin Kamm

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