Soldatengräber

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Und man fragte mich, warum?
Ich aber blieb stumm.

Konnte es mir selbst nicht erklären.
Warum Tränen flossen in Strömen.
Trieften die Erde naß,
ich schien zu versinken im Morast.

Und man fragte mich, warum?
Ich aber blieb stumm.

Ich war zu jung, um zu begreifen,
mußte dennoch die Leichen beweinen.
Männer, die ich nicht kannte.
Schildchen mit Namen mich übermannten.

Und man fragte mich, warum?
Ich aber blieb stumm.

Deren Schicksal, ungewiß, irgendwo gestorben,
mehr weiß man nicht. Ich war voll Sorgen.
Ich weinte für die nicht Zurückgekehrten,
die Gefallenen aus den Weltkriegen.

Und man fragte mich, warum?
Ich aber blieb stumm.

Die Schildchen, wie Wappen geformt,
noch heute mein Leben nicht verschont,
mit unsäglicher Trauer, wie als Kind,
warum, warum schrei ich in den Wind?

Und man fragte mich, warum?
Ich aber blieb stumm.

Sie stehen, singen die alten Lieder,
Ehre, Stolz und Vaterland hallen wider.
Ihr, die ich beweint, werdet als Helden geehrt,
steigt auf aus den Gräbern und wehrt,
ihr seid Zeugen, den Fanatismus ab,
ihr wißt, das führt ins kalte Grab.

Und fragt ihr mich heute, warum?
Weil euer Tod gänzlich umsonst,
zum besseren Mensch, kein Ansporn.
Darum!

Nafia

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Kreidefressende Patrioten geben sich die Ehre

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Satirischer Rückblick…

Auf daß sich ihr destruktiv-rassistisches Gedankengut vermehre? Bloß keine gezielten Fragen stellen, dann mal lieber, den Wolf für sich in Anspruch nehmend, den Mond anbellen. Im haßerfüllten Kollektiv mögen schlichte Phrasen greifen, da geht nichts schief, der Pöbel läßt sich erneut simpelst einseifen. Ob ruhelos des Nachts oder am Tag, hinterher ja keiner klag, er hätte davon nichts geahnt.

Denn was sich schon viel zu lang angebahnt, entlarvte endlich ruckzuck: Anonymous als Trittbrettfahrer in Facebook. Da springt die Lust, da hüpft der Geist vor Freude riesengroß, singt ein Lied über „My Red New Shoes“. Was einst sich wie ein Netz in ahnungslose Köpfe schlich, endlich entlarvt, war viel zu lang einfach nur widerlich.

Nach der Österreich-Wahl ein Hofer wenigstens verlor, verbleibt dennoch jenes Gedankengut, du Tor: Europa auf rechtsradikalen Kurs sich befindet. Seht nur, wie deren angebliche Wahrheit sich windet, obwohl ein Argument nach dem anderen verschwindet, wenn nur treffsicher nachgehakt.

Kein Wunder die Furcht zurecht beklagt, daß Zerstörungswut sich nach außen wagt. Extremismus in Reinkultur zeigt sich nur per Medienrummel in unglücklicher Allianz: welch verlogener Glanz! Der süchtige Raucher fragt: „Haste mal Feuer?“ – eine RAfD das gründlich neue deutsche Ungeheuer?

Gen Westen in Amiland der lose Colt gezückt, verdeutlicht, wie verrückt deren Wahl die Bürger beglückt. Viel Show trifft auf gestandene Politik per getrübten Blick. Dem Rechts-Links-Denken auf der Spur, auf neugierige Entdeckungstour, liegen Antworten schon lange parat: Sie zu ignorieren, ist nicht nur fad, vielmehr schad. Doch Menschheit am Fuß eines Vulkans namens Exitium handelt daher einfach nur dumm. Bloß warum?

Tradition etwa Stillstand im schlimmsten Fall? Oder müssen wir warten bis zum großen Knall, weil der Bürger die Gratwanderung zwischen Beigeisterung und Fanatismus nicht sehen will? Das ist schrill.

Welch merkwürdig beeinflußter Drill. Im Taumel wirtschaftlicher Dekadenz macht Politik sich nen faulen Lenz. Im Klammergriff der US-Werte? Voll die Härte! Da verbleibt zum Schluß noch zu sagen: Wach auf, mündiger Bürger, stell die richtigen Fragen.

Lotar Martin Kamm

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Faszination: Gratwanderung zwischen Begeisterung und Fanatismus

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Wenn der Jubel ins Bodenlose driftet

Was findet man im Laufe eines Lebens nicht alles faszinierend. Der Rundblick von der Berghütte auf das Alpenpanorama, die Fahrt mit einer alten Dampflok, der Gesang einer Sängerin, das putzige Spiel von Hundewelpen, der erste Anblick auf seinen Nachkommen, die Schnelligkeit des Rennautos.

Und diese Begeisterung, Faszination birgt oftmals eine Ansteckungsgefahr für die Umstehenden oder sogar für ganze Menschengruppen, ja sogar für Nationen. Ein schönes Beispiel dafür sind sportliche Wettkämpfe, wenn Faszinierte live bei diesen Veranstaltungen dabei sind, aber es reicht auch eine virtuelle Übertragung. Ähnliche Effekte gibt es bei Musikkonzerten, Filmen, neuesten technischen Errungenschaften. Faszination kann sich wie ein Virus ausbreiten, der ungehemmt Menschen erfaßt, vielleicht ganz ähnlich einem Lachanfall, der andere Menschen dazu verleitet, ebenso in Gelächter auszubrechen.

Fascinare, lateinisch, beschreien, behexen, ist ein treffender Wortbegriff. Allerdings wird die Herkunft des Wortes als ungeklärt angegeben. Wobei es durchaus ähnliche Wortverwandten gibt, wie faszikulieren, bündeln, heften; Faszes, Bund, Bündel; Faszie, Binde, Streifen, sehnenartige Muskelhaut und nicht zu vergessen die alte Schreibweise für Faß, nämlich Fasz. Faszinierend! Begeisterungswürdig, oder? Ups, hier ist ja auch ein Geist drin versteckt.

Setzen wir uns einmal ins Kolosseum, gedanklich natürlich, oder in ein Stadion, um uns herum hunderte Menschen. Die Jubelschreie oder die Ausdrücke der Enttäuschung reihen sich von Mensch zu Mensch weiter, es entsteht eine Bündelung von Gefühlen, selbst wenn man bemüht ist, sich nicht mitreißen zu lassen, sind wir doch fasziniert, gefesselt von der Stimmung.

Und die, die auf dem Platz ihr Bestes geben, werden hingerissen oder entmutigt, je nachdem ob für sie Jubelrufe oder Buhrufe gelten. Sie werden im Sinne des Wortes beschrien und behext, geistig natürlich. Das ist Faszination und Begeisterung.

Vielleicht ist die Stimmung in einigen europäischen Ländern auf dieses Phänomen zurückzuführen, denn Bejubelung oder Warnungen von „verbotenen Sachen“, nationales Gedankengut von „geschmähten Personen“ üben auch im täglichen Umfeld Begeisterungen aus.

Unterliegen viele Menschen dieser Faszination, etwas gegen die allgemeine Meinung, Einstellung zu sein, sei etwas Besonderes, dies ist kein zu unterschätzender Aspekt, kann dieser einmal ausgebrochene Virus wie ein Faß ohne Boden sich zu einem Flächenbrand ausbreiten. Bleibt zu hoffen, daß es genügend Menschen gibt, die sich von der Faszination der Begeisterten nicht verhexen lassen.

Doris Mock-Kamm

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G7-Gipfel: Festhalten am Klammergriff der US-Werte

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Im Taumel wirtschaftspolitischer Dekadenz

Im Jahre Drei des neuen G7-Gipfels, folglich ohne die Anwesenheit Russlands, der heute auf der japanischen Halbinsel Ise-Shima zu Ende ging, formulierten die Teilnehmer nach ihrer netten „Plauderrunde“ in der Abschlußkundgebung all jene Vorhaben, die ohnehin längst im Vorfeld angedacht waren, drohten Russland mit der Fortsetzung der Sanktionen.

Einen Brexit verhindern, die hausgemachte Flüchtlingskrise organisieren, den Kampf gegen den Terror ausweiten, schnelle Umsetzung des Klimaabkommens aus Sorge vor Trump, Vermeidung eines Pazifik-Krieges, das Wirtschaftswachstum ankurbeln, vor allem per eiligst beschlossenem TTIP, so in der Abschlußerklärung verfaßt. Wie sie im Taumel wirtschaftspolitischer Dekadenz real umgesetzt wird, zeigt die nahe Zukunft. Und die schaut gar nicht rosig aus angesichts der Abwesenheit Russlands, folglich dem Festhalten am Klammergriff der US-Werte.

Keine Lösung möglich ohne Russland

Mittels Maidan-Putsch und angeblicher Krim-Annexion mal eben den Schleier eines beendet geglaubten Kalten Krieges erneut lüften, scheinen die einzigen zielgerichteten Mittel US-amerikanischer Außenpolitik zu sein, um das Feindbild Russland erneut aufflammen zu lassen, den eigenen hegemonialen Weg zu rechtfertigen. Wer tatsächlich glaubte, die Welt wäre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs friedlicher, wird eines Besseren belehrt.

Weltwirtschaftsbeschlüsse ohne die BRICS-Staaten deuten erst recht auf gezielte Konfrontation hin, obendrein schrecken diese USA nicht davor zurück, wie man in Brasilien anschaulich erleben durfte, Einfluß zu nehmen. Dilma ging, mit Michel Temer kommt ein Verbündeter der USA? Russland zu isolieren, das kann nicht gutgehen, erst recht nicht für Europa selbst, zumal die dortige Truppenverstärkung seitens der NATO unter der US-Knute die Kriegsgefahr erheblich erhöht.

Hiroshima-Besuch Obamas gezieltes Kalkül?

Oder der Versuch einer Wiedergutmachung am Ende eigener Amtszeit, um den vorschnell erhaltenen Friedensnobelpreis ein wenig zu rechtfertigen? Nun reist heute Obama als erster Präsident an den Ort des Geschehens, der den Atem der Welt stocken ließ, weil jene USA sich vor knapp 71 Jahren erdreisteten, als erste und einzigste Nation Atombomben auf Menschen zu werfen.

Hervorgehoben die japanische Expansion ihres Asien-Krieges, den Japan in seiner Opferrolle nicht aufarbeitete, andererseits eine Rechtfertigungserklärung der USA für den Abwurf und Bemühungen zu Atomwaffenabrüstungsbestrebungen? Welch fadenscheinige Rückschlüsse, bedenken wir die eigentlichen Ziele per Russlands Ausgrenzung und entsprechend gezielter Aggitation seitens dieser USA. Friedensbemühungen schauen anders aus.

Lotar Martin Kamm

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Tradition – Stillstand im schlimmsten Fall

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Das Altbewährte mit neuen Ideen zu verbinden, eine Chance bedeutet

Tradition, ein neues Schlagwort, um seinem politischen Verständnis Nachdruck zu verleihen wie die Wörter Familie, Anstand, Kultur und noch einige mehr in vieler Munde. Tradition abgeleitet vom Lateinischen tradere, trans, über und hin, dare, geben. Tradition übergibt also etwas. Tradition gibt etwas weiter.

Der Begriff wird seit etwa dem 16. Jahrhundert im deutschen Sprachgebrauch eingesetzt, ursprünglich wohl bis ins 18. Jahrhundert, nur im Zusammenhang zwischen den Glaubensgrundsätzen der Reformation und der Katholischen Kirche.

Heute wird der Begriff in sämtlichen Sparten eingesetzt, um zu verdeutlichen, daß das „immer so gehandhabte, das richtige sei“.

„In Europa begann mit der Reformation, später mit Rationalismus und Aufklärung, ein kritisches Infragestellen überlieferter Formen des Wissens, Glaubens und der Moral. Mit der Betonung des Vernunftprinzips (das an die Stelle des reformatorischen Schriftprinzips trat) wurde die Gültigkeit jedes Traditionsprinzips in Frage gestellt. Darauf reagierte schon frühzeitig der Französische Traditionalismus, Ausdruck der Reaktion. Das Kräftemessen von Tradition und Vernunft hält bis in die Gegenwart an. Zusammen mit der Eigendynamik eines rationalisierenden Kapitalismus und den Folgen kultureller und ökonomischer Globalisierung ist derzeit eine weltweite Revision überkommener Werte und Überlieferungen zu beobachten. Als Gegenreaktion sind ebenfalls weltweit fundamentalistische Tendenzen zu verzeichnen. Wie schon der Französische Traditionalismus ist die Reaktion in der Gegenwart häufig religiös motiviert und gewaltbereit.“ (Wikipedia)

Hätten nicht über die Jahrhunderte Menschen gegen das Bestehende Verbesserungen durchgesetzt, würden wir heute vielleicht noch in den Höhlen leben oder auf Bäumen. Wobei natürlich nicht jede Änderung wirklich eine Verbesserung dargestellt hat, aber aus Fehlern kann man lernen. Nur wer stetig an dem Herkömmlichen festhält, obwohl es nicht das Gelbe vom Ei ist, trotzdem sich an dem alten Brauch klammert, ist ein Traditionalist, wie im obigen Ausschnitt von Wikipedia beschrieben.

Tradition an und für sich ist erstmal nichts verwerfliches, das Festklammern allerdings kann zum Hemmschuh für weitreichende Entwicklungen in allen Sparten sein. Und das Brechen mit einer Tradition muß nicht mit der „Vernichtung“ der Kultur in Zusammenhang stehen, auch wenn dies bisweilen gerne in den Vordergrund von einigen geschoben wird, die diese beiden Begriffe nicht unabhängig voneinander sehen.

Wenn wirklich etwas einer Kultur schadet, dann ist es die Unbeweglichkeit, sich von Strömungen mitreißen zu lassen, um neue Ufer zu erreichen. Keiner legt sich doch freiwillig in das schon einmal benutzte Wasser der Badewanne, oder?

Eine erzwungene Tradition kann kein Weg in die Zukunft sein, sondern ein Rückschritt in verkrustete Zwangsidyllen, die es auch in der Vergangenheit nie gegeben hat.

Doris Mock-Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (24. bis 30. Mai 1976)

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Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur 13. Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Menschheit am Fuße eines Vulkans namens Exitium

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Die mit dem Tode tanzen, ohne das Leben zu respektieren

Sage mir, was du tust, und ich weiß, wer du bist. An den Taten sollen wir sie messen, die Menschen. Tiere und Pflanzen praktizieren dies immerfort ohne jedwedes Zögern, instinktiv und reflexartig, vor allem um das eigene Leben nicht nur zu schützen, sondern obendrein im Kollektiv aus Respekt der Natur gegenüber.

Homo sapiens verinnerlichte jenes Verhalten während seiner Entwicklung zum selbsterklärten Wesen auf Erden. Wobei allerdings längst im Dunkeln verweilt, ob er tatsächlich ausschließlich, abgekoppelt vom Rest des Kosmos, sich nur hier auf Mutter Erde zu dem Wesen entwickelte, was er meint zu sein. Belassen wir es dabei, weil dies zu weit führen könnte, den Bereich des Spekulativen betritt.

Anstatt seine direkte Umgebung, folglich die Natur, stets zu berücksichtigen, setzte er alles daran, sich von ihr eigentlich zu entfernen. Ob nun von den Bäumen herabgestiegen, wie Erich Kästner mal so wunderbar in einem Gedicht spöttisch bemerkte, oder einfach sich einen Ersatz schuf, um diesen als Zivilisation zu definieren. Mit jener Distanzierung mittels Hausbau, infrastruktureller Maßnahmen wie Straßen-, Eisenbahn- und Flugzeugbau, der gesamten Industrialisierung erlangte Mensch zu den Möglichkeiten breitgefächerter, globaler Ausbeutung in jeder Hinsicht.

Sei es Ressourcenverschwendung, einem frapanten Luxus per Überreichtum auf der einen Seite, Armut, Zerstörung und Kriege auf der anderen als dessen Folgen. Denn mit dem Verlassen ursprünglicher Heimat als Naturmensch hin zum sogenannten Zivilisten kehrte Raffgier, Neid und Maßlosigkeit ein, machte der Neuzeitmensch sich nicht nur die Erde untertan, sondern belauerte die eigene Spezies, nahm Zerstörung der Natur in Kauf.

Expansion bis hin zur Belastungsgrenze des Unerträglichen, zwangsläufig zur Apokalypse führen muß? Die über die Jahrhunderte einprägsamen Vorhersehungen mancher Propheten ein Abbild einer ausgemachten Realität, die sich aus dem gewissenlosen Tatendrang krimineller Energie ableiten läßt? Weil sie stets am Fuße eines Vulkans namens Exitius verweilt? Die Metapher von dieser Zerstörung sollte ein Mahnmal sein, in wie weit Homo sapiens noch seiner Namensgebung gerecht werden kann: Eine Spezies, die mit dem Tode tanzt, ohne das Leben zu respektieren.

Dem Untergang geweiht, diese Erde dabei vernichtend. Aber die Natur hat stets Antworten parat, weil sie keineswegs zufällig in den Weiten des Kosmos Platz fand auf diesem blauen Planeten. Schöpfung sehnt sich nach Entwicklung zum Guten, lebensbejahend, in einem gigantischen Kreislauf, einem Miteinander ohne Gesetzbuch.

Was ist das für eine Welt, die Mensch sich erschafft? Hunger und Elend, Krieg und Zerstörung, statt im Einklang mit sich selbst und der Natur friedlich zusammen zu leben.

Lotar Martin Kamm

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