Kein Interesse

flickr.com/ Awen Photography/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Traurig wie ein Clown,
der heftige Kopfschmerzen hat,
aber trotzdem vor seinem Publikum
Späße treibt und lacht.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Schnüre verknotet
wie ein Spinnennetz vom Wind,
die Spinne aber trotzt dem Sturm,
weil genügend Futter vorbeifliegt.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Die Erde vertrocknet,
kein Regen in Sicht,
wie ein Samenkorn durch Schale geschützt
im richtigen Augenblick zu keimen.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse.

Auch wenn diese Zeilen schwermütig klingen,
so sind sie voller Zuversicht und Stolz,
laß dich nicht unterkriegen von all
den Lügen und Schmeicheleien.
So fühl ich mich, weil niemand fragt:
Wie geht es Dir?
Nein, kein Interesse, ich bin okay!

Nafia

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Kunst und Kultur: Spielball politischer Gängelung

pixabay.com

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Kreativität braucht stets ihre Freiräume

Wie die Luft zum Atmen ein Überleben garantiert, gehört Kreativität zum Dasein des Menschen, ohne die keine Entwicklung stattfinden kann, obendrein der Geist letztlich verkümmert. Das Wesen der Kunst entspricht der Schöpfung selbst, die mannigfaltig sich in der Natur auf Erden zeigt, mit Blick ins Universum ungeahnte Erscheinungsformen bereithält.

Dennoch Kunst und Kultur Spielball politischer Gängelung, immer dann begrenzt, beschnitten oder gar verboten, wenn es gewissen Herrschaften nicht in den Kram paßt? Gerade weil Kreativität stets ihre Freiräume braucht, nutzen dies bösartige Mächte für ihre Zwecke aus, ohne sich über die Verluste im Klaren zu sein. Gedanken und Ideen lassen sich aber nicht vernichten, sie verweilen in den unendlichen Weiten des Kosmos, bis irgendwann aufgegriffen sie sich entfalten werden.

Bildung braucht Wege der Entfaltung

Dazu bedarf es Mut, ihnen Möglichkeiten anzubieten, steht Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen. In Nordrhein-Westfalen, zwischen Moers und Essen, östlich des Rheins gelegen, befindet sich in Oberhausen-Lirich die Gesamtschule Weierheide, bisher Deutschlands erste und einzige Schule mit dem Unterrichts- und Wahlpflichtfach „Kreativität“ für die achte bis zehnte Klasse.

Ein tolles Beispiel dafür, in wie weit Schule sich öffnen kann für Kreativität auf vielen Ebenen, um diese einfließen zu lassen in der Konzeption des Lehrplans, wobei die Lehrer an der Umsetzung aktiv sich mitbeteiligen. Ein Satz in Annette Bruhns Artikel bleibt besonders haften, den der Musiktheaterprofi Jens Niemeier formulierte: „Durch das ständige Hängen am Handy findet eine Entkörperung statt, die können Gefühle blitzschnell mit Emoticons ausdrücken, aber verstehen sich kaum noch auf Gestik und Mimik.“ Umso schöner, daß wenigstens noch bis 2018 dieses Schulbeispiel finanziell gefördert wird. Hoffentlich erkennt Politik den Wert dieser Unterrichtsform, verlängert die Förderung.

Im Ländle bewegt sich was

Kaum jemand hätte weit vor der Landtagswahl mit zwei politischen Entscheidungen im Ländle gerechnet: Einerseits eine grün-schwarze Koalition und andererseits eine AfD, die als drittstärkste Partei im Plenum sitzt, die SPD sich hinter dieser einreihen muß.

Welch politisches Signal, was jene Bürger vermitteln, die den Multikulturalismus verhöhnen, obwohl weltweit ohne ihn die Menschheit keineswegs friedlich zusammenleben kann. In Ländern wie Russland, Indien, Kasachstan und etlichen anderen zeigt sich sehr wohl, daß im Großen und Ganzen unterschiedliche Völker sich gegenseitig ergänzend und bereichernd in einer Nation friedlich existieren können. Gerade kulturelle Vielfalt ermöglicht dies.

Umso erfreulicher, wenn ein umstrittener Ministerpräsident Winfried Kretschmann, denken wir ans TTIP, die Rektorin der Kunstakademie am Weißenhof, Petra von Olschowski, als neue Kunststaatssekretärin ins Kabinett beruft. Mit dieser Entscheidung, einer Parteilosen, äußerst bewanderten Kunsthistorikerin und Journalistin, neuen Raum für die Kunst zu gewähren, darf man gespannt gen Baden-Württemberg blicken, was uns da noch erwarten wird.

Widerstand wird zur Pflicht, wenn Politik die Kunst im Visier hat

Was im Ländle oder im Ruhrpott an positiven Beispielen sich offenbart, versucht woanders eine erstarkte rechtspopulistische AfD auszumerzen, der Kunst ihr nationalistisches Gedankengut aufzudrücken, in dem in Sachsen-Anhalt Museen, Theater und Orchester zu einem positiven Deutschland-Bezug verpflichtet werden sollen.

Parallelen zur Nazi- oder Stasizeit, zu Stalin oder Mao? Wenn Politik die Kunst für ihre Zwecke mißbrauchen will, ist Widerstand höchste Pflicht, wie auch der Deutsche Kulturrat zurecht anmahnt.

Mit diesem eigenen Zitat möchte ich schließen:

„Wer die Kunst in der Politik vernachlässigt, obendrein zensiert oder einschränkt, begibt sich auf ganz dünnes Eis: Kreativität ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern schöpft aus den unendlichen Weiten des Kosmos.“

Lotar Martin Kamm

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Wirres Zeug verfängt sich in Gedanken

pixabay.com

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Wie kann aus einem „wie wahr“ bloß wirrwarr entstehen?

Kann aus wirrwarr „wie wahr“ werden? Oder aus wie wahr, wirrwarr? Dieser Text ist ein Versuch des Verfangens in Wörtern oder das Verfangen in einen Versuch. Eigentlich ganz einfach, drauf losschreiben, was befremdlich wirkend einwirkt.

Bedauern wir nicht hin und wieder Menschen, Tiere, die sich in Situationen befinden, unter denen sie leiden. Wir müssen diese Menschen, Tiere nicht unbedingt gut kennen, mit ihnen befreundet sein, um durch Bedauern unser Mitgefühl zu zeigen. Störend an dem Wort ist das Dauern. Was hat dauern, also der Begriff über einen gewissen Zeitraum, eine unbestimmte Zeitspanne, unverändert anhalten, mit Bedauern, mit jemanden mitfühlen zu tun? Rein gar nichts! Unser Mitgefühl ist völlig frei von der Vorgabe, wie lange wir mitfühlen. Es ist schlicht und einfach ein Vertauschen von Buchstaben.

Bedauern („wird ganz falsch D für T geschrieben, und dadurch nicht nur vermischung mit dauern durare herbeigeführt, sondern auch der zusammenhang mit theuer d. i. teuer verdunkelt“ DWB Trier) eigentlicher Ursprung „betûren“, „tiure wesen“, viel kosten, ist also durch das Vertauschen von Buchstabe T mit D und eu mit au zu einem sprachlichen wirrwarr mutiert. Der Einfachheit halber könnte man denken, aber als „beteuern“ glaubhaft versichern, nachdrücklich finden wir „Bedauern“ in seinem ursprünglichen Sinn wieder.

Nun macht man sich darüber Gedanken und fragt sich, ist das Wort in seiner jetzigen Schreibweise wirklich besser zur Formulierung, da taucht auch schon der nächste Wirrwarr auf. Denn eigentlich hat das „danken“ in Gedanken nichts zu suchen, denn darüber denken, tun wir doch, wenn das Denken in Gang gesetzt wurde. Oder soll hier Dankbarkeit impliziert werden, daß wir froh sein können, zu denken? Hier scheint einfach zugunsten vom Sprachrhythmus aus dem „e“ ein „a“ formuliert worden zu sein. Ein gewissenhafter Sprachwissenschaftler könnte vielleicht eine umfangreichere Erklärung dazu bieten. Auffällig ist allerdings, daß „geþanc“, Gedanke, mit angelsächsisch „þancjan“ danken, Ähnlichkeiten aufweist.

Sollten wir also doch dankbar sein, daß Denken uns möglich ist und keine Selbstverständlichkeit darstellt? Sollten wir vielleicht unser Beteuern einem Mitgeschöpf gegenüber nicht doch über einen längeren unbestimmten Zeitraum zukommen lassen?

Befremdlich ist, darüber nachgedacht zu haben und unwillentlich noch einen anderen Wirrwarr geklärt zu haben, denn das Nachgedachte hat jetzt nicht nur ein Fundament, sondern ebenso ein Dach.

Dadurch ist das Bedauern um die Vertauschung der Buchstaben für den Begriff beteuern und das Ersetzen des Buchstabens „a“ in Gedanken, als nicht nur sprachlich korrektes Denken erkannt worden, sondern gleichwohl als: wie wahr!

Wenn Ihnen der Versuch des Verfangens in Wörtern zu wirr war, so haben Sie zumindest sich in dem Verfangen versucht und befremdlich festgestellt, aus einem „wie wahr“ kann wirrwarr entstehen.

Doris Mock-Kamm

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Nachbarschaftsstreit belastet den Alltag

flickr.com/ FotoFritz/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Zwei skurile Fälle verdeutlichen Boshaftigkeiten

Wir kennen es fast alle, jenes menschliche Versagen eines friedfertigen Zusammenlebens, ob in der Familie, in Beziehungen oder eben mit manch Nachbarn. In der Regel versuchen die allermeisten Nachbarn, in freundschaftlichem Umgangston einander zu begegnen, bis hin zu tatsächlich wachsenden, herzlichen Freundschaften, die es schließlich durchaus ebenso gibt.

Aber wehe, einer schert aus der Reihe, durchbricht die Höflichkeit, stört den nachbarschaftlichen Frieden. Dies kann unter Umständen bei deutlich gezeigten Aversionen bleiben, per Ignoranz, der Verweigerung, ein Paket anzunehmen, wenn der ungeliebte Nachbar abwesend, dem Zuparken des gewohnheitsbedingten Parkplatzes etc.

Britischer Patriotismus und krähende Hähne

Ein deutsches Ehepaar, welches ein Reihenhaus in Upnor bezog, eigentlich handelt es sich um zwei Dörfer, Lower und Upper Upnor, im Kreis Medway in der britischen Grafschaft Kent, im Südosten Englands gelegen, wurde regelmäßig von seinem britisch-patriotischen Nachbarn u. a. total beschallt, so daß schließlich nach nahezu fünf Jahren des Terrors, es zu einem Gerichtsverfahren kam.

Eine Parallele zu einem Monty-Python-Sketch muß man nicht unbedingt herleiten, faktisch tyrannisierte der Brite die Deutschen per Hitlergruß, lauter Beschallung mittels Winston Churchill-Reden oder dem Song „White Cliffs of Dover“, der im Zweiten Weltkrieg vertont worden war. Vor Gericht erhielt das deutsche Ehepaar Recht, ob der Brite in Berufung ging, bleibt heute, vier Jahre später, mal dahingestellt.

Südöstlich der Stadt Brandenburg an der Havel befindet sich das Dörfchen Zitz, in dem ein Hühnerzüchter von einem Zuzügler wegen dessen lauten Hähnen verklagt werden soll. Was überall zum ganz normalen Alltag dazugehört, krähende Hähne in manch dörflicher Gemeinde, scheint jetzt ein Gericht zu beschäftigen. Aber anstatt die Gewohnheit gelten zu lassen, erfolgt per Beschluß des Richters die Verfügung, daß der Kläger ein Krähprotokoll vorlegen möge, womit die Ruhestörung nachgewiesen werden könne. Eine Chance für ihn, am Ende Recht zu bekommen?

Friedliches Zusammenleben ständig gefährdet?

Solange Nachbarn sich gegenseitig respektieren, den anderen dessen Schwächen und Macken nicht gleich ankreiden, Kompromißbereitschaft zeigen, verbleibt ein friedliches Miteinander ohne heftig eskalierende Streits.

Natürlich scheren manche gern aus, meinen, den Nachbarn das Leben schwer machen zu müssen, suchen gar die Provokation. Oftmals kommen solche Gestalten auch sonst nicht mit ihren Mitmenschen aus, sei es in eigener Partnerschaft, in der Familie, am Arbeitsplatz. Dennoch muß man insgesamt feststellen, daß Menschen in der Regel eher ein friedliches Zusammenleben anstreben. Ob dies zunehmend gefährdet, hängt unbedingt von sozialen Schieflagen ab, die eine unbesonnene Politik leider zuläßt.

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ (aus Friedrich Schillers „Wilhem Tell“)

Friedrich Rückert reimte mal in seinem Kurzgedicht „Erst nach dem Nachbar schaue…“:

„Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue! Wenn der Nachbar ist ein Schuft, so baust du dir eine Totengruft.“

Lotar Martin Kamm

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Im Aquarium

flickr.com/ Amanda Benham/ (CC BY-SA 2.0)

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Sali, Sala, Salarium,
wir waren heute im Aquarium.

Da schwammen große, kleine Fische
hin und her, es gab auch Tintenfische.

Mit Wasser reichlich gefüllte Betonkästen,
Steine, Riffe, Pflanzen nachäfften.

Die Fische schwammen teils galant
an der Wand, die Wand entlang.

Ihre Glubschaugen starrten ins Leere,
vergessen, wie es in Freiheit zu sein wäre.

Keiner schwamm dem Anderen in die Quere,
langweilten sich, als ob da kein Anderer wäre.

Kein Raufen, kein Spiel, nur klares Vakuum
und Menschen, die starrten ins Aquarium.

Man meinte, sie könnten denken:
Wir verachten euch, ihr Menschen.

Sie schwammen seitlich durchs Gefängnis,
streiften das Schauglas nur gelegentlich.

Ihre Welt ist so begrenzt im Aquarium,
drum macht alle einen Bogen drumherum.

Gebt den Fischen die Freiheit wieder, ohne Glas,
Beton, Plastik, falschen Frieden, das wär doch was?

Sali, Sala, Salarium,
wir gehen nie wieder ins Aquarium!

Nafia

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Türkei: Erdoğans Präsidialsystem äfft die USA nach

flickr.com/ strassenstriche.net/ (CC BY-NC 2.0)

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Der „türkische Pascha“ Alleinherrscher in politischer Isolation?

In einem möglichen Schwarzbuch politischer Entgleisungen gibt es einen sogenannten Politiker, der dortigst bestimmt den ersten Platz küren würde: Recep Tayyip Erdoğan. Von 2003 bis 2014 bestimmte er als Ministerpräsident über die Geschicke des Landes, seit Ende August 2014 als Präsident der Republik Türkei.

Begibt sich der „türkische Pascha“ als Alleinherrscher in politische Isolation, erst recht in dem er mit seiner geplanten Verfassungsänderung für ein Präsidialsystem plädiert, letztlich die USA nachäfft? Es schaut ganz danach aus.

Präsidialsysteme alles andere als stabile Garanten einer Demokratie

Am besten läßt sich dies anhand Südamerikas aufzeigen, wo mehr oder weniger überall Präsidialsysteme vorherrschen, genauso wie in Mittelamerika oder in den USA selbst. Halb Afrika unterzieht sich dieser Regierungsform ebenso wie einige Staaten in Zentralasien, denken wir an die Islamische Republik Iran oder die Republik Kasachstan.

Der historische Verlauf Südamerikas sollte zu denken geben, was solche Präsidialsysteme anbelangt, denken wir an Chile oder Brasilien, in sofern sind sie alles andere als stabile Garanten einer Demokratie. Und dennoch hält der 62-jährige Erdoğan an seinem Vorhaben fest, nachdem er den türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu nötigte, den Kniefall vor dem Allmächtigen mit dessen Rücktritt zu erzwingen.

Merkel und EU in unheiliger Allianz zu den USA

Erneut zeigt sich die politisch instabile Handlungsunfähigkeit, in der sich sowohl die EU als auch die Bundeskanzlerin begeben haben mit den Zugeständnissen diesem türkischen Machthaber gegenüber, der die unheilige Allianz zu den USA für seine Zwecke nonchalant ausnutzen kann. Kein Wunder, daß Erdoğans Satire-Phobie mit der Böhmermann-Affäre außer Kontrolle geriet, darüber hinaus als türkischer Alleinherrscher sich zum Brandstifter eines möglichen drittenWeltkrieges entwickelt, zumal er ebenso nicht davor zurückschreckt, Russland zu provozieren.

In Wirklichkeit alles eine perfide Inszenierung, die der Ablenkung dient, um letztlich dem russischen Bären auf die Pelle zu rücken? Erdoğan somit auch nur ein williges Instrument, den USA den Weg zu ebnen, endlich genügend Gründe herbeizuführen, in Europa, im Nahen und Mittleren Osten für Instabilität zu sorgen, Russland zum Krieg zu zwingen?

Daß dies mit einer solchen Bundeskanzlerin fruchten würde, war schon vor dem bundesdeutschen Machtwechsel klar, als noch ein Herr Schröder den Irak-Krieg vehement ablehnte, während sie Bush förmlich in den „Allerwertesten kroch“.

Ich schließe mit folgendem, eigenen Zitat:

„Es gibt keine Garantie oder Sicherheit für stabile politische Verhältnisse, solange Mensch nicht seine Unmündigkeit überwindet, sich seines Verstandes bedient, wie Kant mal anregte. In sofern kann nur die Umsetztung im Kontext einer wirklich freien Bildung ohne jedwede Geschichtsklitterung Abhilfe schaffen.“

Lotar Martin Kamm

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Wut in Mut gestählt

pixabay.com

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Den Rücken getrimmt,
meine Wut in Mut gestählt.
Die Schultern gekrümmt,
Zehen auf Spitze gestellt.

Den Körper nicht nur ein bißchen,
hab Arme, Schenkel, Bauch trainiert,
den Göttern der Muskeln, des Wissens,
stunden-, tagelang hofiert.

Bin nicht nur gerannt,
auch gesessen,
gelegen an der Bettkant,
habe Bücher gefressen.

Mein Spiegelbild, erschreckt,
erkennt mich nicht wieder,
dreht sich weg,
sucht ein anderes Gegenüber.

Eure Sprüche, euer Necken,
„Kannst dich hinter einer
Bohnenstange verstecken“,
ist jetzt im Eimer.

Bin zwar immer noch dünn,
doch zäher, mutiger als früher,
mit Muskeln im Körper und Sinn.
Die Wut längst nicht mehr Führer.

Nafia

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