Gesellschaftspolitischer Stillstand verhindert friedliches Miteinander

flickr.com/ Eddi van W./ (CC BY-ND 2.0)

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Kreative Unbeschwertheit weicht einer intoleranten Doktrin

Überraschungen sorgen für viel Wirbel und Genugtuung all jener, die im politischen Alltag ohnehin bereits ihre Pfründe genießen, nur ab und an einer besorgten Bevölkerung Brosamen des Mitleids zuraunen, um damit ein gewisses Maß an Restmitmenschlichkeit nach außen hin zu verkünden.

Es geht doch nichts über Publicity in eigener Sache, in dem in narzißtischer Überschwänglichkeit man sich im Bade einer zujubelnden Menge beglückt, Hauptsache diese bemerkt nicht die eigene Verfehlung, die da lautet: viel Show mit wenig Inhalt. Bühnen und rote Teppiche verblassen allerdings mit zunehmender Verrohung der Gesellschaft, einer wachsenden Armut und Politikverdrossenheit, der Ruf nach neuen Führungsgewalten wird lauter.

Noch halten sie stand, all jene, die dem rechten Pöbel eindrucksvoll Paroli bieten wie gestern in Berlin, wo eine übergroße Mehrheit ihm die rote Karte zeigte, per „Bündnis Nazifrei“ und „Für ein solidarisches Berlin“ demonstrierte, während die Rechtspopulisten unter dem Deckmäntelchen des Patriotismus mit simplen Phrasen wie „Merkel muß weg“ Aufmerksamkeit erhaschen wollten, gar Böhmermanns Schmähgedicht verlasen.

Sie haben die Islamophobie für sich entdeckt, genauso wie das politische Weltbild einer „heilen Familie“, um das Zusammenrücken „deutscher Tradition“ zurückzufordern, jeden multikulturell notwendigen Gedanken als Verrat zu ahnden: Nationalismus zeigt erneut seine bösartig verzerrte Fratze, es wird ein Gegeneinander geschürt, einem Miteinander voller Haß entgegengetreten.

Wahlkampfgeplänkel ohne wirkliche Substanz verdeutlicht die Ratlosigkeit politisch angeschlagener Parteien wie die SPD, wo man erst nach der NRW-Wahl sich auf einen Kanzlerkandidaten festlegen möchte. Hat zunächst eine AfD von Flüchtlingsströmen und politischem Unmut in der Bevölkerung profitiert, setzt der Trend sich auch nach gestriger Emnid-Umfrage fort, würde sie als drittgrößte Kraft im Deutschen Bundestag nur 8% hinter einer erheblich geschwächten SPD sitzen.

Die CDU folgt der Spur der US-Dominanz, die sowieso im Osten Europas an russischer Grenze per NATO-Präsenz Putin provoziert, da paßt die Verstärkung der Bundeswehr ganz gut in dieses Konzept. Deutschlands „Ersatzmutti“, falls Frau Merkel absehbar scheitert, wetzt schon mal die Krallen im derzeitigen Amt, da etliche Bedrohungslagen durchaus denkbar sein sollen.

Wo sind sie geblieben, die großen Chancen einer friedlicheren Welt, die mit dieser EU doch eintreten wollte, erst recht nach dem Fall der Mauer? Sie wurden verspielt, weil stets eine intolerante Doktrin die nächste jagt, ob seitens eines Hegemons oder angeblich friedlicher Patrioten, im Grunde genommen tobt ein sich festbeißender Haß, sorgt für Unmut und viel Gegeneinander.

Lotar Martin Kamm

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Gedankentropfen

pixabay.com

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Sie laufen hinter mir her
auf dem Weg nach Haus.
Sie flehen und schreien sehr,
auch vor mir sind sie, geradeaus.

Sie sind nicht wirklich zu sehen,
ihr Auftreten, ob still oder laut,
im gesamten Körper zu vernehmen,
ihr Dasein erspürt meine Haut.

Manche Tropfen höhlen das Gestein,
ihre Absicht, manchmal willentlich,
erinnern an so viel gefühlte Pein,
doch der Grund oft unergründlich.

Ich kann die sprudelnden Quellen stoppen,
den Wasserhahn ohne Müh zudrehen,
die Tropfen durch Hindernisse locken,
Kanäle füllen, Wasserfälle entstehen.

Sie sind bei mir, laut und leise,
seit ich denken kann, auf Schritt und Tritt,
sie tröpfeln unentwegt, sind Flüsse, Teiche,
sind Meere, zu hören beim Essen, beim Abtritt.

Sie wässern mich sanft, überschwemmen mich,
trocknen mich aus, lassen mich untergehen,
manchmal ein Tropfen allein, allein nur für dich
kann zum Stolpern, zum Aufgeben bewegen.

Es gibt Zeiten, da sind sie unehrlich,
tausendfach aneinandergereiht,
Schwerelosigkeit verinnerlicht,
lösen sie sich einfach auf, du bist nie gefeit.

Nach ihrem Gutdünken helfen sie dir,
ob sie sind freundschaftlich verbunden,
ein neuer Quell, ein Gewitter oder Gier
noch nicht loszulassen, Wunden

beim Verheilen helfen, darauf keine Antwort.
Die Gedankentropfen das Nachsinnen lassen.
Sie wechseln zu oft von Ort zu Ort,
vermischen, nehmen auf, um zu prassen.

Sie verprassen die unendliche Schöpfung,
die Quellen, die Wassertropfen,
sind nur Mittel zum Ursprung,
um dich kleines Wesen vollzustopfen.

Sie laufen hinter mir her
auf dem Weg nach Haus.
Sie sprudeln voll Freude und Trauer
dein Leben nach außen und innen aus.

Nafia

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Spuren des Hegemons belasten nachhaltig Friedenswillen

landscape-690990_1280Satirischer Rückblick…

Wer beherrschte stets die Massen, unterjochte deren Sein, teilte Menschheit ein in Klassen oder Rassen? Wir wissen es allesamt, um doch uns zu verkriechen wie an eine Höhlenwand, doch ohje, sie nicht einfach verschwand. Man kann schon förmlich ihren nationalistischen Dunstkreis riechen.

Kleiner Mann ganz groß oder zurück in Mutters Schoß? Was ist bloß los, hast verloren dein Urteilsvermögen zwischen Spontanität und Erfahrung, weil dich bereits wieder gesellst an falschen Trögen? Folgst ausgerechnet jener altverkrusteten Eingebung?

Um am ersten Mai beim Demonstrieren mitzumischen, wo immer mehr wie schon mal früher Patriotentreue uns aufzutischen. In Plauen erneut Rechtsextreme sich zahlreich trauen, erwartungsvoll den braunen Teppich ausgerollt sehen wollen. Nichts da, sie sollten sich besser davontrollen! Die Geschichte darf sich eben nicht wiederholen.

Wir haben doch alle einen – Schatten, um ähnlich wie Ratten uns in etwa in die Enge treiben zu lassen. Was soll dieses grausame Hassen? Während Greenpeace-Enthüllungen zum TTIP die Fronten erhärten, mögen neu formulierte Schönheitsreden dieses üble Vertragswerk in etwa aufwerten? Mitnichten, da gibt es nichts mehr zu schlichten.

Zäune vermitteln zwar gesteckte Grenzen, die es dennoch abzubauen gilt, egal wie selbstherrlich manch Herrenmensch schielt. Mit Blick gen Westen in die USA, wo The Donald vs. Hillary den worst case offenbart, das verunsicherte Volk um sie sich schart, wird dies eigentlich klar. Dabei im Sonnengrün und Schattengelb zu sitzen, läßt manch besorgten Gedanken aufblitzen. Oder ist sich darüber wie vor 40 Jahren Menschheit nicht im Klaren?

Im Fall des Palmöls, wo Schweizer Freihandel Mansers Erbe mit Füßen tritt, selbst hier erlebt man gleichgültigen Wandel: Was interessieren schon weit entfernte Völker oder der Regenwald? Igittigitt, was ist des Menschen Herz nur kalt. Keine Angst haben, als deutliche Antwort richtig erscheint. Doch manch bestimmte Macht gewissenlos ihre Art der Gerechtigkeit sich zusammenreimt.

Alles im Eimer, wo trotz Loch voller Verzweiflung der Optimist im Gegensatz zum Pessimist, der sich meist verkroch, die Friedensfahne gen Kriegstreiber hißt. Hilft dies wirklich und eindrucksvoll? Zu unser aller Wohl? Nach neulichem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Syrien erreicht dieser Krieg eine andere Dimension. Friedensverhandlungen wirken dabei wie blanker Hohn.

Lotar Martin Kamm

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Ein Loch ist im Eimer

flickr.com/ 3ds/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Kein Grund zur Sorge, außer wir sitzen Probleme aus

„Ein Loch ist im Eimer, im Eimer, im Eimer ein Loch.“ Vielleicht ist Ihnen der Anfang des Liedes, das von Medium Terzett 1964 in der von ihnen stammenden deutschen Interpretation veröffentlicht wurde, noch bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, daß es sich um ein Volkslied handelt, welches im „Bergliederbüchlein, erschienen um 1700, veröffentlicht wurde.

Noch weniger bekannt ist wohl der Umstand, daß Eimer kein neuzeitliches Wort ist, sondern von „amphore“ abgeleitet mit eimbar (mittelhochdeutsch) in unseren Sprachgebrauch übernommen wurde. Der Eimer, ein einhenkeliges Gefäß aus Holz, Blech, Porzellan und einem beweglichem Griff zum Tragen. Nein, Plastik gab es damals nicht, obwohl allein nur das Wort Eimer bei den meisten Menschen die Assoziation eines farbigen Plastikgefäßes inzwischen als erste gedankliche Vorstellung festgesetzt hat.

Wir haben jetzt also einen Eimer, der aus oben genannten Materialen hergestellt und in ihm ist ein Loch. Schätzungsweise werden wir ihn, wenn sein Material aus Plastik besteht, entsorgen und einen neuen kaufen, da eine Reparatur sich nicht lohnt. Bei den andern Materialen wäre eine Entsorgung zu überdenken, oder? Beim Eimer aus Holz wäre auch eher von Reparatur abzuraten, vorausgesetzt er wäre noch ziemlich neu. Beim Porzellan wäre eine Erneuerung auch nicht so wirklich zu empfehlen. Bleibt also der Eimer aus Blech, Blech kann gelötet werden. Der Kesselflicker war deshalb ein manchmal sehnlichst erwarteter Handwerker, der auf den Höfen und in kleinen Dörfern verweilte, um die aus Metall bestehenden Gegenstände zu reparieren. Vielerorts waren Kesselflicker aber auch ansässig, oder der Schmid verrichtete diese Arbeiten nebenbei.

Durch das Stopfen des Loches können wir also wieder fleißig den Eimer benützen, bis das alte Loch wieder aufbricht oder der Eimer an einer anderen Stelle leckt. Der Kesselflicker hat also eine dauernde Beschäftigung.

Übertragen wir das Ganze einmal auf eine Problemsituation. Der Eimer ist natürlich das Problem, das es zu lösen gilt. Und wir haben ihn über all die Jahre „liebgewonnen“, obwohl er Kosten und Nerven verursacht hat. Aber war er nicht trotzdem immer zuverlässig? Probleme sind ebenso zuverlässige Lebensbegleiter, die uns mitunter regelmäßig aufsuchen, wenn wir nicht im Stande sind, sie neu zu definieren, sie in den Griff zu bekommen. Wobei manche Probleme sich automatisch auflösen können, aufgrund von dem Erfahrungsschatz des Älterwerdens.

Gesehen auf wirtschaftliche, politische Probleme gibt es in dieser Hinsicht natürlich gerne die Lösungsvariante des Aussitzens. Das ist die Situation, um beim Beispiel Eimer zu bleiben, hier ist ein Loch, das Wasser wird aber trotzdem mit diesem Eimer transportiert, solange bis der Kesselflicker vor der Tür steht, dann geht man eben nicht nur einmal zum Brunnen, sondern zweimal. Dadurch gewinnt man den Eimer noch lieber, gewöhnt sich aber ebenso daran, zweimal zu gehen, war doch machbar, und aus seiner Not wurde eine Gewohnheit. Diese Gewohnheit gesellt sich zum ersten Problem, dem Loch.

Wir haben jetzt ein Doppelproblem, das Loch und die Gewohnheit. Und gesellt sich aufgrund von Materialermüdung noch ein Loch dazu, dann läuft man eben dreimal, da sich das zweimal Laufen als Lösung geeignet hatte. Der Eimer wird einem noch lieber, weil er trotz dreimaligem Transport immer noch seinen Dienst leistet. Macht allmählich Spaß, dies niederzuschreiben, denn es löst das Problem, sich etwas Neues einfallen zu lassen, man kann seitenlang ein Loch mehr für den Eimer ausdenken und niederschreiben.

Anders ausgedrückt: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“ Das bedeutet, irgendwann ist der Eimer, das Problem, der Krug so zerstört, daß an eine Reparatur überhaupt nicht mehr zu denken ist. Dieses Ausreizen erleben wir in Hinblick auf einige wichtige Probleme unserer Zeit. Noch sind Wege und Türen geöffnet, um eine neue Form des gesellschaftlichen Lebens in allen Bereichen, mit neuen Eimern (Gedanken) auszustatten.

Werden diese „neuen Wege“ nicht beschritten, werden die alten Eimer weiterhin nur repariert und der Bevölkerung angepriesen mit den Begriffen Tradition, Heimat, Familie, Ordnung, Treue. Aber das alte gewohnte Muster bleibt, nur mit strengerer Disziplin, denn dreimal zum Brunnen gehen, reicht dann nicht mehr aus.

Doris Mock-Kamm

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Syrien-Krieg: Luftangriff auf Flüchtlingslager unentschuldbar

pixabay.com

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Friedensbemühungen nahezu aussichtslos – die Fronten festgefahren

Nach über fünf Jahren Krieg in Syrien schaut die Bilanz verheerend aus mit mindestens 400.000 Toten, ein vielfaches an Verwundeten und rund 5.000 Menschen, die seitdem täglich das Land verlassen, weltweit auf der Flucht sind. Um Schutz zu suchen vor Kampfhandlungen, verharren etliche an den Grenzen in Flüchtlingslagern.

Dies wurde jetzt für Betroffene nahe der türkischen Grenze im Nordwesten Syriens zum tödlichen Verhängnis. Der Luftangriff auf ein dortiges Flüchtlingslager ist unentschuldbar, zeigt eine neue Dimension dieses heftigen Krieges. Muß man nicht nur anmahnen, sondern davon ausgehen, daß die bisherigen Friedensbemühungen eher aussichtslos sind, die Fronten festgefahren?

Stellvertreter-Krieg in Syrien zum Leidwesen der Bevölkerung

Mitten in Europa fiel der Eiserne Vorhang, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst, in Deutschland verschwand die Mauer, die Trennlinie zwischen Ost und West, der Kalte Krieg, schien beendet. Welch Trugschluß angesichts des US-amerikanischen Weges zur Beanspruchung der Weltherrschaft, den man nicht bestreiten kann.

Darunter leidet die Weltgemeinschaft ohnehin in etlichen Kriegen der Ressourcen-Beschaffung, oftmals eingeleitet per simpler Anlässe, die hochkomplex initiiert wurden, um die eigenen Ziele zu verwirklichen, die Wirtschaftsmacht auszubauen, während in den USA selbst die Armut wächst. Ein Widerspruch in sich, der aber den US-patriotischen Gedanken nicht davon abhält, weltweit „America First“ hinauszuposaunen, wie Donald Trump erst wieder kürzlich im Wahlkampf betonte.

In Syrien ein Stellvertreter-Krieg zum Leidwesen der Bevölkerung, auf der einen Seite der „Goldene Westen“, die Bündnisstaaten, die sich um die USA scharen, auf der anderen zwar ein vom Volk gewählter Baschar al-Assad, als personifiziert dargestellter Dikatator, unterstützt vom Iran und Russland sowie einer zurückhaltenden VR China? Jene verhärtete Front spiegelt sich in diesem angeblichen Bürgerkrieg wider.

Kein Ende des Syrien-Krieges in Sicht

Mit dem Luftangriff auf das Flüchtlingslager wird das ganze Ausmaß dieses Syrien-Krieges noch wesentlich deutlicher, wenn schon Menschen, die in ihrer Not Zuflucht in ein Flüchtlingslager suchen, gezielt getötet werden. Da hilft auch der Schlußsatz im Spiegelartikel nicht viel, in dem mal wieder Assad zitiert wird, er setze auf „endgültigen Sieg“ trotz Friedensgesprächen. Solche Bemerkungen seitens der Medien gießen nur Öl ins Feuer, tragen mit zu einer Verhärtung der Fronten bei. Während der Westen weiterhin gern Assad als Hauptverantwortlichen im Syrien-Krieg hinstellt, selbst Russland mit Schuldzuweisungen belehrt, kann die Terrormiliz al-Nusrat-Front ungestört Aleppo beschießen.

Ob ein 48-stündiger Waffenstillstand, der jetzt dort greift, viel bewegen kann, bleibt dahingestellt. Washington mag den russischen Vorschlag begrüßen, die weitere Unterstützung beteiligter Gruppen und Bündnispartner der USA gegen Assad sprechen eine überaus deutliche Sprache, die letztlich eine Fortsetzung dieses grausamen Krieges bedeutet.

Lotar Martin Kamm

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Keine Angst

pixabay.com

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Ich will keine Angst haben,
mich am Leben laben.
Wände verschieben,
mich in anderen spiegeln.
Über Zäune springen,
fröhliche Lieder singen.
Werde mir nie verbieten lassen,
was ich soll lieben, was hassen.
Will eigene Erfahrungen machen,
auch wenn sie sind nicht zum Lachen.

Ich will keine Angst haben,
mein Lebenswandel könnte mir schaden.
Wenn ich es nicht ausprobiert,
mein Herz, mein Verstand gefriert.
Gedanken können ins Weite hüpfen,
wenn der Körper kann sich nicht bücken.
Für euch mag ich die verrückte Alte sein,
für mich bleibe ich das Kindelein,
das noch gerne in Pfützen hüpft
und den Schnupfen die Nase hochzieht.

Ich will keine Angst haben,
eure Furcht in mir tragen.
Du darfst dies und jenes nicht,
mußt still sitzen, nur das hat Gewicht.
Sittsam und fleißig Sein ist gewünscht,
ins Höllenfeuer du sonst verschwindst.
Und wenn ich euch nun sage,
der Herrgott sieht in mir keine Plage,
ich erfreue ihn mit meinem Wesen,
Angst ist der Zaun zu ihm für mich gewesen.

Nafia

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Es geschah vor 40 Jahren (03. bis 09. Mai 1976)

flickr.com/ RV1864/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Wußten Sie was vom 03. bis 09. Mai 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur zehnten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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