Smartphones: Sicherheitsmaßnahmen im Straßenverkehr

flickr.com/ nicolasnova/ (CC BY-NC 2.0)

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Leuchtende Bodenampeln warnen Tablet-Gaffer

Solange Mensch mit der gebotenen Aufmerksamkeit am Leben, am direkten Umfeld teilnimmt, kann er durchaus Unfallrisiken ausschließen. Aber wehe, Ablenkung durchkreuzt sein Dasein, vor allem wenn unterwegs per Fahrzeug auf Straßen oder zu Fuß, obendrein mit einer technischen Errungenschaft wie dem Handy oder einem Smartphone.

Verstärkt gezielte Sicherheitsmaßnahmen im Straßenverkehr daher ein notwendiges Muß? In Augsburg warnen seit neuestem an zwei Fußgängerübergängen leuchtende Bodenampeln Tablet-Gaffer, um Smartphone-Anwender effektiver zu schützen.

Technischer Fortschritt überrennt den überforderten Menschen?

Manch einer kann nur kopfschüttelnd sich wundern über Jogger oder gar Radfahrer mit Clips am Ohr, um sich berieseln zu lassen, meist mit Musik oder wenige zu Lernzwecken. Einen der wichtigsten Sinne mal soeben ausgeschaltet, was interessiert wohl das Hören der direkten Umwelt, Hauptsache Ablenkung oder per multitasking unterwegs. Daß dadurch die Gefahr von vorprogrammierten Unfällen erheblich steigt, scheinen etliche nicht zu wissen oder ignorieren dies einfach.

Mensch sich selbst einer technischen Welt aussetzend, was wiederum Gefahren mit sich bringt, die oftmals viel zu sehr unterschätzt werden? Natürlich wetterten darüber früher all jene, die dem Automobil mißtrauten, welches noch vergleichsweise langsam fuhr zu Beginn seiner historisch-technischen Entwicklung.

Damals verlief der technische Fortschritt im Gegensatz zu heute noch relativ langsam, eben weil genug Zeit vorhanden war, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Obendrein war die Welt entschieden unbelasteter mit den Errungenschaften der Technik selbst. Inzwischen muß sie als völlig selbstverständlich integrierten Bestandteil nicht nur betrachtet werden, unsere Abhängigkeit von ihr zeigt sich sehr schnell, wer mal in sogenannter Wildnis hilflos ausgeliefert sein Dasein fristet.

Nonstop verbunden im Rausch des Internets

Heute im Zeitalter des Internets, des eingimpften Globalismus, dem sich alle verschreiben, wollen sie noch mithalten und teilhaben am weltpolitischen Wirtschaftsgeschehen, hat sich Homo sapiens gefälligst an die rasch installierte Technik zu richten, die den Lebensalltag bestimmt. Nonstop verbunden im Rausch des Internets, mit den Segnungen eines Smartphones, per mobilen Computer unterwegs, besonders abgelenkt im Straßenverkehr.

Bieten die offiziell vorgeschriebenen Freisprechanlagen für Autofahrer noch einen gewissen Schutz, selbst wenn man sehr oft viele Verkehrsteilnehmer mit Handy am Ohr oder Blick nach unten in Fahrzeugen beobachten kann? Per Fuß unterwegs wird dabei schon mal manche Werbetafel auf dem Bürgersteig angerempelt, stoppt die ein oder andere Straßenlaterne den unaufmerksamen Smartphone-Gaffer. Wenn ein Fahrzeug ihn von der Straße fegt, sind die Folgen für alle Beteiligten wesentlich dramatischer.

In sofern paßt Mensch sich der Technik an mittels warnende Signale, statt einfach mal das Smartphone beim Gehen eben nicht zu benutzen. Letzteres spart einen Haufen Geld, erhöht mit einem Schlag die eigene Sicherheit und die der anderen, um dies auch mal zu betonen.

Lotar Martin Kamm

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Viel Brauchbares benötigt man eigentlich nicht

pixabay.com

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Messie-Verhalten oder ausgehungert Sein vor lauter Verlangen?

„Brauchen wir noch was? Ich schreibe gerade den Einkaufszettel!“ Und schon wird darüber nachgedacht und möglicherweise diskutiert, was denn noch alles fehlt und mitzubringen ist. Wenn man, besonders vor Fest-, Feiertagen einen Blick in die Einkaufswagen der Mitmenschen wirft, stellt sich öfters die Frage: Für was brauchen die das alles?

Da liegt ja Ware für die nächsten Wochen im Wagen. Nun, vielleicht feiern sie eine Fete, viele Leute kommen, da braucht man schon so einiges, um alle satt zu bekommen. Hin und wieder erleben wir, besonders wenn Firmen mit Angeboten locken, einen Menschenandrang, weil plötzlich so viele ein Produkt brauchen, und dieses eine soll es sein und kein anderes. Sie prügeln sich sogar, so sehr brauchen sie diese Dinge. Klar, es ist scheinbar billiger, aber die Menschen schlagen sich auch die Köpfe ein, wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, das noch relativ teuer zu erstehen ist. Oder sie stehen stundenlang Schlange vor dem Konzertkartenverkauf, um Tickets zu bekommen, weil man diese braucht.

Aber manche Menschen brauchen obendrein Liebe, Zuneigung, Beachtung, Hilfe, Werte, die man nicht kaufen kann. Menschen reagieren auf die Frage: Was brauchst du? Da werden je nach Alter, sozialem Stand, Nation, andere Wertigkeiten aufgezählt. Jedenfalls, wenn es sich um kaufbare Werte handelt. Bei Werten, die nicht durch Geld zu erlangen sind, ähneln sich die Antworten, vielleicht weil die Auswahl nicht so groß ist.

Trotz Ähnlichkeiten in den Antworten stechen immer wieder Menschen hervor, die alles Mögliche brauchen, sogar Dinge, die sie bereits in ähnlicher oder in der gleichen Form schon besitzen. Es sind nicht die Sammler, die hier benannt werden sollen, sondern die Menschen, denen das Brauchen ihrer Unzufriedenheit zuzuschreiben ist. Sie kaufen Zahnbürsten, obwohl zuhause bereits fünf auf Lager gebunkert sind, sie kaufen Schuhe, nur um zu kaufen, nicht um sie je zu tragen, sie schnappen bei fast jedem Angebot zu, denn man kann nie wissen, ob je wieder so ein Schnäppchen möglich ist.

Sie brauchen nicht unbedingt die neuesten, schönsten Dinge, sie brauchen die Dinge nicht, um sie in ihre Sammlung aufzunehmen, zur Präsentation, sie horten genauso Klopapier wie Kuchengabeln oder Socken. Sie sind deshalb näher an einem Messie-Verhalten, weil sie die Dinge haben müssen und ohne sie Geschehnisse sich ereignen können, die nicht vorhersehbar sind und vor allen Dingen, weil es ansonsten einen Verlust bedeutet. Sie sind ausgehungert und kompensieren die Dinge für ihre Zufriedenheit.

Brauchen ist ein Ausdruck für hungrig sein, ursprünglich althochdeutsch „brühhan“, Nahrung aufnehmen. Verdeutlicht auch durch den Auszug, wieder mal der Gebrüder Grimm:

Nicht genug dies. brauchen berührt sich auch mit brechen, fungi für frungi mit frangere, weil das essen und kauen ein zerbrechen mit den zähnen ist,…

Somit schließt sich der Kreislauf dieser Menschen, die immer auf der Suche sind, was sie noch alles brauchen können. Wer immer wieder in den Kreislauf des Brauchens verfällt, obwohl es ihm eigentlich an nichts mangelt, sei es für käufliche Waren aber auch für Werte, der ist stets auf der Suche. Er hungert ständig, hat immer das Gefühl von nicht genügend Beachtung und Liebe, überhaupt fehlt es ihm an Aufmerksamkeit, selbst wenn sie vorhanden ist.

Sicher tragen genauso Werbung und Medien dazu bei, dieses Brauchen zu fördern, schließlich will man dazugehören, aber schlußendlich liegt es an den Menschen selber, über wen oder was sie sich definieren. Denn diese Haben-, Brauchenmenschen gab es wohl schon immer. Es ist keine Neuzeiterscheinung. Auch ist ein Auskommen mit diesen stets hungrigen Menschen kein Problem, solange diese nicht durch Lügen, Betrügen, Arglistigkeit, Täuschung die Mitmenschen drangsalieren und mittels der Rolle des Täters eine Opferrolle vorspielen.

Haben Sie Ihren Einkaufszettel für den Wochenendeinkauf schon geschrieben? Sehen Sie lieber nochmal bei Ihren Vorräten nach, ob Sie nicht doch etwas übersehen haben, das Sie brauchen! Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlimm, wenn Sie für Ihren unerwarteten Besuch kurz bei den Nachbarn klingeln müßten, um eventuell nach ein bißchen Zucker oder was immer Ihnen fehlt, zu bitten. Man weiß ja nie, für was man ein freundliches Nachbarschaftsverhältnis brauchen kann, oder?

Doris Mock-Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (19. bis 25. April 1976)

flickr.com/ thinhippo/ (CC BY-SA 2.0)

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Wußten Sie was vom 19. bis zum 25. April 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur achten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm

Lotar Martin Kamm

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TTIP: Mediale Vorbereitung unterstreicht politisches Kalkül

flickr.com/ Angula Berria/ (CC BY-SA 2.0)

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Pünktlich zum Obama-Besuch greift die Propaganda

Der unübersehbare Widerstand vor allem hierzulande, wobei ebenso in den USA die Anzahl der Gegner zum geheimverhandelten TTIP wächst, ruft erwartungsgemäß die vierte Gewalt auf den Plan, die mediale Vorbereitung unterstreicht das politische Kalkül. Pünktlich zum bevorstehenden Obama-Besuch am kommenden Sonntag, wo der bald scheidende US-amerikanische Präsident in Hannover mit der Bundeskanzlerin die Hannover-Messe eröffnen wird, greift die Propaganda.

Weil Obama sich kaum in Europa blicken läßt, lädt Frau Merkel ihn zu einem Treffen im Schloß Herrenhausen ein, um dort mit anderen eiligst eingeladenen Staats- und Regierungschefs „viele Fragen der internationalen Politik“ zu erörtern. Eine rein zufällige Gelegenheit sollte man wohl ausschließen, angesichts der terminierten Vorgehensweise.

Die Rolle der Systemmedien läßt tief blicken

Ganz besonders, wer diesen Artikel beim Spiegel genauer betrachtet. Angst ist zweifellos ein guter Ratgeber, erst recht wer die Folgen eines TTIP abwägt. Gerade jener Satz sollte sauer aufstoßen, daß nämlich Gabriel angeblich ein Scheitern der Gespräche für möglich halte, wo doch obendrüber so selbstherrlich das Pro-TTIP-Plakat des Metallverbands Niedersachsens prangt. Eine Hoffnung der eigentlichen Pofiteure des Freihandelsabkommens, welches den Großkonzernen Türen und Tore öffnet, während kleinere und mittlere Betriebe gänzlich an den Rand gedrängt werden?

Die angeblich verständliche Zusammenfassung zum TTIP beim Spiegel entlarvt im Punkt 15 deren tatsächliche Posse, beim Versuch einer objektiven Erklärung, wenn schon bei der Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Gegner eine Reduzierung zum Chlorhühnchen stattfindet, um im selben Atemzug die Hinterfragung besorgter Bürger letztlich ins Lächerliche zu ziehen! Hatte schon der baden-württembergische grüne Ministerpräsident Kretschmann für Unmut gesorgt mit seiner TTIP-Befürwortung, läßt die Rolle der Systemmedien tief blicken.

Wenn die Bertelsmann-Stiftung sich äußert, sollten Alarmglocken schrillen

Das medial-politische Kalkül erhält eine breitgefächerte Unterstützung, besonders wenn sich auch noch die Bertelsmann-Stiftung äußert, natürlich beim Springer-Blatt präsentiert. Dort werden schnell mal aus 250.000 Protestgegnern bei der letzten großen Demo 50.000 weggelassen, so wie der Spiegel mal ebenso 100.000 Unterschriften der „Europäischen Initiative gegen TTIP und Ceta“ unterschlägt. Ein freier Lauf der Korruption, erst recht beim TTIP sichtbar.

Neben den Zahlenmanipulationen zeigen die Reaktionen der Medien den längst eingeschlagenen Weg auf: eine Kooperation mit den Mächten von Politik und Wirtschaft. Die Bemerkung, daß alle drei Präsidentschaftskandidaten beim US-Wahlkampf sich gegen das transpazifische Abkommen TTP aussprachen, eher Zurückhaltung zum TTIP wahren, hätte man sich sparen können. Außer vielleicht bei Bernie Sanders würden alle anderen schonungslos einmal an der Macht genauso wie Obama jedes Freihandelsabkommen unterstützen.

Auch heute schließe ich mit eigenem Zitat:

„Wem nutzen Abkommen wie das TTIP, wenn sie über die Köpfe der Menschen hinweg in geheimen Verhandlungen beschlossen werden? Sie verhelfen den involvierten Großkonzernen, ihre Macht wesentlich effektiver auszubauen. Der Kniefall der verantwortlichen Politik per Zustimmung spricht Bände.“

Lotar Martin Kamm

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Wenn der Rahmen runterfällt

 flickr.com/ Micdes 2013/ (CC BY-ND 2.0)


flickr.com/ Micdes 2013/ (CC BY-ND 2.0)

Wenn der Rahmen runterfällt,
die Wand noch das Bild festhält.
Habe ich noch Zeit zu reden
oder war’s das dann gewesen?
Schlittschuhlaufen auf dem See,
die Schuhe zu klein, armer Zeh.
Kirschen klauen, was ein Spaß,
Kindheit, die ich längst vergaß!

Wenn der Rahmen runterfällt,
die Wand noch das Bild festhält.
Gibt’s noch etwas zu sagen,
oder bleiben übrig all die Fragen?
Schulbrote liebevoll geschmiert,
doch oft nicht mal angerührt.
Flaschenkreisen auf den Feiern,
erste Küsse, danach reiern.

Wenn der Rahmen runterfällt,
die Wand noch das Bild festhält.
Gibt es wirklich noch Sachen,
über die wir jetzt zusammen lachen?
Im Winter der Rauch der Schornsteine,
die Dampflok fuhr, ach, nicht daß ich weine.
Sobald es dunkelt, zu Hause sein,
wie oft gehaßt, das war gemein.

Wenn der Rahmen runterfällt,
die Wand noch das Bild festhält.
Sind auch alle gut versorgt,
kein Mitleid geborgt?
Hab nie alles mögen essen,
Geschmack von Quitte unvergessen.
Etwas hat uns zueinander geführt,
Zufall, Schicksal, bin immer noch gerührt.

Wenn der Rahmen runterfällt,
die Wand noch das Bild festhält.
Du bist immer so liebevoll nah,
wir finden uns wieder, alles klar?
Ich hab dich vermißt,
da kannten wir uns noch nicht.
Nein, häng den Rahmen nicht mehr auf,
schad um den Nagel, ich find schon raus.

Nafia

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Feindbild Russland mit allen Mitteln schüren

flickr.com/ isriya/ (CC BY-NC 2.0)

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US-amerikanische NATO-Strategie setzt auf kriegerische Provokation

Als vor über zwei Jahren im Februar 2014 der Krieg in der Ukraine begann, initiiert mittels des gezielten Maidan-Putsches durch den US-Westen, öffneten die Kriegstreiber endgültig das Tor eines neuentflammten kalten Krieges zwischen den USA und Russland, wurde mit dem Fall der Mauer die historische Chance einer friedlicheren Welt bewußt verpaßt. Warum das Ganze? Weil die US-amerikanische NATO-Strategie auf kriegerische Provokation setzt.

Das Feindbild Russland mit allen Mitteln schüren, so die offensichtliche Vorgehensweise, außer man verfällt der US-westlichen Medienpropaganda, die in der Person Wladimir Putins das personifizierte Böse unterstellt, manche Anhänger jener US-Taktik behaupten gar, Russland wolle Deutschland überfallen, würde sehr schnell bis zum Rhein vordringen. Dabei verkennen jene fanatisch Instrumentalisierte, daß bisher stets europäische Herrscher Russland angriffen und nicht umgekehrt.

Zwei ehemalige Ostblock-Länder verschärfen die Lage

Zum einen Polen, in dem jüngst Außenminister Witold Waszczykowski sogar behauptete, Russland sei eine größere Gefahr als der IS. Welch frapantes Zerrbild der eigentlichen Lage, man bedenke, die erschaffenen Fronten durch die NATO und ihre westlichen Verbündeten, die sich in der letzten Münchener Sicherheitskonferenz erneut verdeutlichte, oder bei der Haltung des Westens zu Russland beim höchst fragwürdigen Vorgehen zur Sorge um die ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sarwatschenko, während man die getöteten russischen Reporter außer acht läßt.

Andererseits die Ukraine, wo absehbar mit Minsk II keinerlei Frieden einkehren würde. Nichts wird ausgelassen, um immer mehr Öl ins Feuer zu gießen, eine tatsächliche Entspannung des erneuten Ost-West-Konflikts zu verhindern. Die Zeichen stehen auf Kriegsprovokationen, wollen Wladimir Putins Russland in die Enge treiben.

Treffen beim NATO-Russland-Rat eher ergebnislos?

Schon im Vorfeld erneuter Verhandlungen, die vor zwei Jahren aufgrund des Ukraine-Krieges aussetzten, muß von einer gereizten Stimmung gesprochen werden, solle die NATO sich entscheiden, welches Verhältnis weiterhin mit Russland angestrebt wird, wie der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko äußerte.

Dabei sprechen die vollendeten Tatsachen eine überdeutliche Sprache der militärischen Dominanz entlang der Grenzen zu Russland. Wer dermaßen aggressiv dort schwere Waffen stationiert oder meint, in der Ostsee mit der USS „Donald Cook“ aufkreuzen zu müssen, darf sich nicht wundern, daß Russland sich zurecht bedroht fühlt, selbst wenn der Westen gleich einen Zwischenfall per russischer Kampfflugzeuge verkündet.

Man stelle sich mal kurz vor, wie die USA wohl reagieren würden, wenn 100 km vor der US-Küste ein russisches Kriegsschiff auftaucht. Europa wäre sehr gut beraten, möglichst schnell wirklich friedliche Wege einzuschlagen, nicht nur den Dialog mit Russland zu suchen und zu führen, sondern endlich sich von der aggressiven Doktrin der US-Herrschaft zu befreien.

Lotar Martin Kamm

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Am Vorabend neuer Herrschaft

pixabay.com

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Reizende Worte dringen zu hellhörigen Ohren,
fremdbestimmt ohne Unterlaß,
in einem Schwall dunkler Gewitterwolken,
die nur langsam von dannen ziehen.
Wer ergreift selbstbestimmt Initiative,
um gezielt erste Bösartigkeiten zu entlarven?

Wohlklingende Worte finden fragende Verunsicherte,
eiligst auftretende, selbsternannte Führer,
völlig skrupellos in ihrem Siegeszug,
wagen erste Schritte hin zu neuem Diktat.
Wer dabei wohl erneut straucheln wird,
wenn am Ende es wieder heißt: Krieg?

Keine Worte dringen mehr nach außen,
stumme Blicke in aschfahlen Gesichtern,
regungslose Minen voll trauriger Momente
das bunte Leben einstiger Zeiten vermissen.
Wer vermag noch die Kraft aufbringen,
um solch böse Brut erneut niederzuringen?

Lotar Martin Kamm

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