TTIP: Greenpeace-Enthüllungen erhärten die Fronten

flickr.com/ re:publica 2015/ (CC BY 2.0)

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Medienspektakel ändert nichts an politischen Beweggründen

Skeptische Beobachter haben eine derartige Entwicklung ohne weiteres kommen sehen, deren Einschätzung entspricht wohl dem absehbaren Kurs einer Wirtschaftspolitik, die längst den einfachen Bürger, den Mittelstand als kleineres Übel betrachtet, um eigene Großkonzerne erst recht zu hofieren, möglichst barrierefrei den freien Handel weltumspannend zu betreiben.

Das nunmehr schnell einsetzende Medienspektakel ändert allerdings nichts an politischen Beweggründen, das TTIP möglichst schnell unter Dach und Fach zu bekommen, ginge es nach den USA oder der Bundesregierung, allen voran nach Frau Merkel, die den neulichen Obama-Besuch in Hannover bestimmt nutzte.

Wenn Michael Froman mahnt, zucken die Verhandlungsakteure?

Da macht einfach jemand seinen Job, so wie der US-amerikanische Handelsbeauftragte Michael Froman, der einerseits die Interpretation aus den „angeblichen TTIP-Leaks“ als „irreführend“ und gar falsch bezeichnet, wie die FAZ zu berichten weiß. Kaum Bedenken im Artikel, viel eher am Schluß den CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt zitiert, der bekanntlich zuversichtlich dem Abschluß zum TTIP entgegenblickt.

Die Süddeutsche lenkt den Leser zur EU, die nach deren Meinung den Verbraucherschutz verteidigen wird. Ach tatsächlich? Kaum zu glauben, denken wir nur an das unsägliche Verhalten in Sachen Glyphosat, wo man weit entfernt die Gegenstimmen besorgter EU-Bürger mißachtet, viel eher den Einflüsterungen von Monsanto und Co. Folge leistet.

n-tv bewertet die Regierung, die die TTIP-Leaks relativiert. Laut SPD-Mann Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, seien die US-amerikanischen Forderungen längst keine Verhandlungsergebnisse.

Kritik am TTIP mehr als notwendig in Hinblick praktizierter Beispiele

Obwohl längst die Vorgehensweise solcher Freihandelsabkommen gerade neulich uns vor Augen geführt wird, denken wir an die schrecklich bevorstehenden Konsequenzen für Kolumbien, wo zwei Bergbaufirmen aus den USA und Kanada das Freihandelsabkommen zwischen diesen drei Staaten für ihre Zwecke mißbrauchen, sie fordern vor einem Schiedsgericht eine Schadensersatzsumme in Höhe von umgerechnet 14,5 Milliarden Euro, weil die Verweigerung per windig erworbene Bergbaulizenzen zum Schutz der Umwelt und indigener Völker ihnen dieses Recht ermöglicht, per Klageweg Kolumbien über ein texanisches Privatgericht zu nötigen, wird dennoch verbissen am TTIP festgehalten.

Allein schon das Verhandeln hinter verschlossenen Türen hat völlig zurecht eine große Skepsis hervorgerufen, in weiten Teilen der Bevölkerung, gar vom rechten bis linken politischen Spektrum herrscht Einigkeit darüber, das TTIP erst gar nicht gutzuheißen.

Mit den Greenpeace-Enthüllungen und der fadenscheinigen Vorgehensweise seitens der regierungsverantwortlichen deutschen Politker, einer EU und vor allem der USA zeigt sich sehr deutlich, in wie weit ein Zustandekommen mit allen Mitteln durchgeboxt werden soll, von Transparenz oder gar Rücksicht besorgten Verbrauchern gegenüber, keine Spur. Weiterer Widerstand ist somit nicht nur vorprogrammiert, sondern ein unabdingbares Muß.

Ich gebe folgendes, eigene Zitat zu bedenken:

„Politische Entscheidungen lassen sich viel zu sehr von den Vorgaben wirtschaftlicher Einflüsse leiten, die oftmals keine Rücksicht auf menschliche Belange hegen, da der Profit stets nur seine Ziele verfolgt und somit durchsetzt.“

Lotar Martin Kamm

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Ich hab einen

pixabay.com

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Ich hab einen.
Du hast einen.

Die Tiere haben einen.
Ob in der Luft,
auf dem Land
oder im Wasser.

Die Pflanzen haben einen.
Ob klein oder groß.
Die Mineralien haben einen.
Ob Staubkorn oder Berg.

Alle haben einen
Schatten

Nafia

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1. Mai in Plauen: Aufwind des Rechtspopulismus beflügelt Gewaltszenarien

flickr.com/ pilot_micha/ (CC BY-NC 2.0)

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„Nationaler Sozialismus“ erneut auf dem Vormarsch?

Die Polizei mal wieder in harte Bedrängnis geraten, die zum Schutze aller Beteiligten bei den gestrigen 1. Mai-Kundgebungen für Ordnung sorgen soll im ganzen Lande. In Berlin herrschte meist eine friedliche Stimmung, bis auf kurze Gewalteskalationen am späten Abend.

Hingegen in Plauen, Sachsens fünftgrößter Stadt, der fortschreitende Aufwind des Rechtspopulismus, initiiert mittels PEGIDA und der AfD, Gewaltszenarien beflügelt, es gab Verletzte bei Demonstrationen der Rechten und Linken.

Plauen – Hochburg des Nationalsozialismus

Es fließet die Weiße Elster durchs Vogtland, mitten durch die Kreisstadt Plauen, welche vor bald 900 Jahren erbaut, im südwestlichsten Zipfel Sachsens, unweit der tschechischen Grenze, wo auch das Ascher Ländchen (tschechisch Ašsko), auch böhmisches Vogtland genannt, grenzt.

Während Heinrich der Ältere von Plauen, erster Sohn des Vogts von Plauen aus dem Hause Mühltroff, im Laufe seines Lebens als Hochmeister und „Retter des Deutschen Ordens“, gern mit dem Zitat aufwartete: „Besser gutlos als ehrlos“, fühlten sich Jahrhunderte später etliche dazu berufen, im Hitler-Deutschland dort noch zu Weimarer Zeiten der NSDAP beizutreten, die Hitlerjugend fand dort den Anfang, der Sitz der Gauleitung dieser rechtsradikalen Partei befand sich in Plauen von 1924-1933. Jene grausame Tradition faßt bis heute Fuß, die NPD erhielt vor 2 Jahren gar 4,6% der Wählerstimmen, es sitzen 2 Abgeordnete im Stadtrat.

Den braunen Teppich ausrollen – wiederholt sich die Geschichte in Deutschland?

Mit Blick zum gestrigen Ende des Parteitages der AdD in Stuttgart, bei dem das letztlich schon bekannte Partei-Programm vorgestellt wurde, attackieren die Union und die SPD erwartungsgemäß diese „wirre Rechtsaußen-Partei“, schließen eine Zusammenarbeit kategorisch aus. Das kennen wir doch irgendwoher, als ebenso Ende der 1970iger Jahre die Grünen sich zu etablieren begannen.

Wiederholt sich die Geschichte in Deutschland, denken wir zurück an die Weimarer Zeit, wo 1928 noch die Gelegenheit bestand, mit entspechendem Widerstand die aufkommende NSDAP zu stoppen? Ganz ausschließen läßt sich das nicht, denn sowohl damals als auch heute fließen gezielte Gelder in die Projekte des Rechtspopulismus, mit Blick zu Europa kann man den Trend nicht verkennen.

Freiheitlich demokratisch eine Illusion

Ein Antiamerikanismus verhilft ihnen genauso wie die Vereinnahmung der patriotischen Haltung eines Wladimir Putins, man spielt jede kritische Auseinandersetzung mit der Doktrin des Rechtspopulismus gegeneinander aus im weltpolitischen Gefüge, um die eigenen Interessen und Pfründe zu wahren. Bloß keinen Überblick erhalten, zumal im Pool aufkommender Verschwörungstheoretiker genügend Nischen sich einfinden, um krudes Gedankengut den Menschen zuzumuten, Hauptsache es wird per Ablenkung das eigene Ziel im Auge behalten, welches da in Wirklichkeit lautet: Nationalismus verhindert Weltoffenheit, um Massen erst recht zu knechten.

Was die USA auf ihre Weise anstreben, läßt der Rechtspopulismus auf seine Art aufleben. Im Ergebnis leidet am Ende das Volk, greift weiterhin die Ausbeutung auf allen Ebenen. Das System im System regiert stets rücksichtslos, egal ob mittels Parteipolitik oder von einem despotischen Herrscher vorangetrieben. Solange Mensch jene Fesseln nicht abstreift, verharrt die Welt im Bann dieser grausamen Realität.

Lotar Martin Kamm

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Am ersten Mai

flickr.com/ Libertinus/ (CC BY-SA 2.0)

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Am ersten Mai
sind viele dabei,
um friedlich zu demonstrieren,
haben manche nichts zu verlieren.

Das wiederholt sich Jahr für Jahr,
per protestierender Menschenschar,
das Ganze hat längst Tradition
auf manch Platz, vorm Mikrophon.

Doch die Stimmung im Lande kippt,
wer da wohl aggressiv ausflippt?
Rechtslastig rassistisch aufgestellt,
es manch Bürger bereits gefällt.

Statt aus der Geschichte wirklich zu lernen,
beginnt man, Menschenrechte wieder zu entfernen,
fordert im patriotischen Gewand
von jedem Deutschen die helfende Hand.

Nationalistentreue wird erneut verlangt,
wer dies ablehnt, bald schon aufgehangt?
Familienwerte schicken Frauen zurück an den Herd:
Ist es das wirklich wert?

Einerlei, heute ist mal wieder der erste Mai,
Hauptsache krakelend mit dabei.
Was interessiert friedliches Zusammenleben,
Fremdenhaß sie schürend anstreben.

Lotar Martin Kamm

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Urteilsvermögen zwischen Spontanität und Erfahrung

flickr.com/ _Pixelmaniac_/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Vom Geheimnis der Fehlbarkeit

Manchmal geschieht es ganz schnell, wir haben ein Urteil gefällt und hatten nicht mal die Zeit, wirklich darüber nachzudenken. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine wichtige Entscheidung handelt oder um belangloses Alltägliches. Wir urteilen spontan. Nicht alle Urteile sind somit wirklich immer konform mit dem neuesten Wissensstand, der uns vorliegt.

Warum ist das so? Ist es Zeitmangel? Ist es Bequemlichkeit? Ist es Schubladendenken? Es ist wohl von allem ein bißchen, aber in erster Linie ein urzeitlicher Schutz. Manchmal ist das Urteil deshalb eher ein Reflex. Ein blitzschnelles Beurteilen einer Situation, eine 50:50-Option. Die Ergebnisse von Beurteilungen, ob sie nun reflexartig oder nach langem Nachdenken gefällt werden, führen öfters zum gleichen Resultat. Das ist übrigens nicht verwunderlich, denn wir bleiben in der Regel uns selber treu, es sei denn, andere Aspekte haben unser Urteil entweder vernebelt oder in ein besseres Sichtfeld gerückt.

Die Urteile, die wir gegenüber anderen Mitmenschen fällen, die uns noch fremd sind, nennt man auch Vorurteile, weil sie im Vorfeld des Kennenlernens ihren Eingang in unsere Empfindungen finden. Ein ebenso wichtiger Aspekt des Überlebens wie das Beurteilen einer bis dato unbekannten Situation. Die Beurteilung, ob sie das vor Ihnen fahrende Fahrzeug überholen, hängt von mehreren Faktoren ab, das Fahrzeug vor Ihnen ist ein langsamer Autofahrer, Sie kennen die Strecke, gleich kommt eine unübersichtliche Kurve, eine Kreuzung, eine Kuppe, die Sichtverhältnisse sind schlecht, die Streckenführung ist gut einsehbar. Diese Urteile haben Sie, wenn Sie kein Fahranfänger mehr sind, in einer Schnelligkeit vollzogen, daß es Ihnen manchmal gar nicht mehr bewußt wird, wie viele Urteile sie im Vorfeld des Überholens bedacht haben.

Die Voranstellung von „Ur“ und „ur“ bei Adjektiven und Substantiven bedeuten je nach Wort, sehr, von Grund auf, durch und durch, am Anfang, als Erstes, und unterstreicht dadurch die Stellung des Zuerst-Prinzips. Was bei dem Wort Vorurteil noch verstärkt wird, denn das „vor“ impliziert ein erstes Abwägen (Teilen) vor dem eigentlichen Anfang.

Nun gibt es Menschen, die ein ausgeprägtes Urteilsvermögen besitzen, sei es durch das als „Bauchgefühl“ genannte Wissen, durch Schulung der vielfältigen Möglichkeiten und deren Reflexionen, durch den „siebten Sinn“. Und die Menschen, die durch welche Umstände auch immer, Urteile lange und breit zerfleddern und trotzdem keine konkrete Entscheidung treffen können. Die Letztgenannten sind oftmals diejenigen, die ständig mit sich selber, mit Situationen, mit allen Dingen in immerwährenden Konflikten leben.

Natürlich würden Sie sich bei einem Problem eher an Menschen mit ausgeprägten Urteilsvermögen wenden, um Hilfestellung zu Ihrer Frage zu ergattern. Logisch! Aber auch wieder nicht! Denn bei diesen Menschen ist ein Teil ihres Urteilsvermögens durch Vorurteile, Urteile, die sie verinnerlicht haben, also vorgefaßte Urteile vorhanden. Wohingegen bei den Unschlüssigen, durch ihre „Inkompetenz“ sich festlegen zu können, Urteile noch nicht „vorgeteilt“ sein können.

Durch das Rechtssystem werden Urteile im Namen des jeweiligen Staates formuliert. Die Gerechtigkeit (Justitia, altrömische Göttin) wird in der Regel mit Augenbinde, Waage und Schwert dargestellt. Durch die Augenbinde soll die Fähigkeit symbolisiert werden, jeden gleich zu behandeln, die Waage steht für das objektive Abwägen aller Faktoren, und das Schwert verdeutlicht den Schutz und die Umsetzung des Rechts.

Allein diese drei Symbole reichen bei weitem nicht aus, um immer ein gerechtes Urteil zu ermöglichen. Selbst die Göttin Justitia ist also fehlbar. Brauchen wir uns da noch zu wundern, wenn wir es auch sind? Ergo fehlbar Sein ist wohl jedem eigen, immer schon und zukünftig. Vielleicht liegt das Geheimnis eben in der Fehlbarkeit beim Beurteilen. Denn fehlt ein Teil oder mehrere Teile schon vor dem „Vor“, dem „Ur-„ und in dem Teil selbst, so ist das Urteil, sowie das Vorurteil immer unvollendet. Und das Unvollendete, das Fehlerhafte gibt uns die Möglichkeit, unser Urteil neu zu überdenken, oder?

Doris Mock-Kamm

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Kleiner Mann ganz groß oder zurück in Mutters Schoß

flickr.com/ h.koppdelaney/ (CC BY-ND 2.0)

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Wegducken gilt nicht

Mutter Erde dreht sich konstant um die eigene Achse, solange bis sie in unvorstellbar ferner Zukunft in den Weiten des Kosmos verpufft, weil die Hitze der Sonne ihr zu nahe kommt als aufgeblähter Riesenstern. Wissenschaftlich-theoretische Annahme fern derzeitiger Realität, die Mensch viel mehr beschäftigt im unabdingbaren Überlebenskampf gegenseitiger Zerstörungswut.

Was interessieren mögliche apokalyptische Erscheinungsformen, wenn unsere Spezies sich stets bekriegt? Wobei technischer Erfindergeist längst sämtliches Leben auf lange oder gar endgültige Dauer auslöschen kann, wenn nicht rechtzeitig unterbunden. Keinerlei Gewissensbisse angesichts derartiger Szenarien?

Verrohung der Gesellschaft spiegelt zuviel Gewaltbereitschaft wider

Neben der intensiven Abhängigkeit, in die Mensch sich begibt, wenn im Internet surfend nahezu nonstop online per Mausklick und Präsenz unterwegs, ob gar während der Arbeitszeit, in kurzen aber sich ständig wiederholenden Momenten, in der Freizeit bis hin zur dauerhaft langen Anwesenheit, wird das eigentliche Leben vernachlässigt, entstehen Streßfaktoren aufgrund chaotisch eintretender Defizite im organisatorischen Ablauf der Alltagsbewältigung, selbst manche Beziehung leidet enorm darunter, weil Kommunikation verebbt.

Gleichzeitig ist Homo sapiens ständig einer Flut von Eindrücken und Meinungen ausgesetzt, wobei etliche Horrorszenarien ihn verunsichern, tatsächlich tragische Nachrichten im Wechsel von angeblichen Prophezeiungen erst recht ein Vakuum voller Ängste und Irritationen erschaffen. Zusammen mit dem Schwinden sozialer Absicherung und Standarts, dem Konsumterror verfallen, blüht Neid und Mißgunst auf, pflanzt sich die Verrohung der Gesellschaft fort, spiegelt eine zunehmende Gewaltbereitschaft sie wider.

Der Ruf nach dem starken Mann erweckt Führungsansprüche

Ein Zurück in historische Verfehlungen, wobei eine derzeitge Parteien-Demokratie als fehlgeleitet interpretiert dem Willen des Volkes weichen soll, welches per Abstimmungen Politik mehr mitgestalten möge? Vielversprechende Verheißung, die nur an der Umsetzung scheitern wird. Kein Volk regiert sich selbst ohne politische Führung, weil stets das Alpha-Tier im Mensch den Kurs bestimmt, ob mitten auf stürmischen Ozean oder in einem Land.

Systemwechsel stehen bevor, nicht nur im Hinblick zur Neuen Rechten, die europaweit ihre Chance erhält, sondern auch weil das Großkapital seine eigenen Pfründe gefährdet sieht. Wer nie mit dem Volk teilte, stets in seinen Machtzentren gierig sich bereichernd weilte. Daran ändert sich nichts, solange man das Diktat des Reichtums gewähren läßt. Dies gilt es zu erkennen und entsprechend zu handeln, so simpel der Weg, doch so schwierig ihn zu gehen.

Lotar Martin Kamm

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Höhlenwand

flickr.com/ tuan_coi/ (CC BY 2.0)

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Ich sitze in einer Höhle, allein,
an die Wand gedrückt.

Die Kerze ausgeblasen,
den Tisch abgedeckt.
Die Schuhsohlen
schon längst durchgewetzt.

Die zartduftende Blume,
verblüht.
Das Lächeln, wie der Biss
in eine Zitrone.

Windmühlenblätter
zerbersten im Sturm.
Abschiedsküsse,
der Zug fährt davon.

Mutters Kuchen, der Duft,
ein Leben lang bleibt.
Im Spiel bin ich gut,
ich werd nicht verlieren.

Krähen morgens
die Hähne noch?
Gedanken hinterlassen
ein jähes Loch.

Dunkel wie die Höhle
und doch warm.
Ein Nichts, das Licht
erstrahlen lassen kann.

Will ich all dem entkommen?
Nein, jetzt noch nicht,
nur in diesem Zustand
alles Üble kann entweichen.

Ich drücke mich noch näher
an die Höhlenwand.

Nafia

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