Troja

flickr.com/ Following Hadrian/ (CC BY-SA 2.0)

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Teil 1

Troja ist ein fernes Land,
von seiner Schönheit ist ein jeder gebannt.
In Griechenland ging Helena aus…
und ein schrecklicher Krieg brach aus.

Der Krieg war sehr lang und hart,
inzwischen hatten alle einen Bart.
Ob Troja es wird zum Siege bringen,
davon werde ich Euch später singen.

Teil 2

Viele Jahre sind im Kriege vergangen,
viele Helden im Tode gefangen.

Doch dann hat Odysseus eine Idee…
alle Griechen verschwinden über See.
Nur ein riesiges Pferd ist noch da
und steht direkt vorm schönen Troja.

Die Trojaner freuen sich über den Sieg,
doch das ist noch nicht das Ende vom Krieg.
Und wie das Ganze noch weiter geht,
das Ihr ein andermal versteht.

Teil 3

In dieser Nacht traten aus dem Pferd
Griechen auf die trojanische Erd.
Bedacht, auf ihre eigne Weise,
öffneten sie die Tore leise.

Die feindlichen Griechen strömten herein
und hackten die aufgewachten Trojaner klein.
Sie nahmen Fackeln und warfen sie auf
die schönen Häuser und Tempel drauf.

Troja ging in Flammen unter
und die Trojaner litten drunter.
Die Überlebenden trauerten sehr,
doch das freute die Griechen noch mehr.

Niemand hatte mit Troja Gnade
und dies ist das Ende dieser Ballade.

Caedmon Kamm

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Gaffer seitens Polizei Hagen am Facebook-Pranger

flickr.com/ Maik Meid/ (CC BY-SA 2.0)

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Der Sensationslust die Rote Karte gegeben

Tagtäglich flimmert die pure Action, entweder per TV oder DVDs in die Wohnzimmer geholt und auf riesigen Flachbildschirmen zu betrachten, dazu möglichst mit Heimkinosystemen akustisch effektvoll begleitet, der perfekte Kick, um dem faden Alltag für eine zeitlang zu entrinnen. Was interesssieren da zwischenmenschliche Belange wie Kommunikation oder gar Respekt vor anderen.

Jene damit verbundene Sensationslust beflügelt zunehmend etliche Zeitgenossen, gleichwohl im realen Leben mit eigener Kamera, heutzutage dem handlichen Smartphone, unterwegs bei bestimmten Gelegenheiten, um der Schaulust freien Lauf zu lassen. Nunmehr platzte der Hagener Polizei der Kragen, sie stellte Gaffer an den Facebook-Pranger.

Der Anlaß war ein tragischer Verkehrsunfall – Hunderte Schaulustige formierten sich

Normalerweise leistet man vollkommen selbstverständlich vor Ort erste Hilfe, sichert einen Unfallplatz ab, benachrichtigt entsprechende Rettungsdienste. Aktive Verkehrsteilnehmer wissen das, zumal thematisiert als Bestandteil der Führerscheinprüfung. In der Regel spielt sich dies auch in der Praxis so ab.

Vorgestern lief am Hagener Hauptbahnhof ein zehnjähriges Mädchen auf die Fahrbahn, wurde seitens eines VW-Golfs per Kotflügel erfaßt und zog sich schwere Verletzungen zu. Ziemlich schnell fand sich eine anwachsende Zahl Gaffer ein, die per Smartphone die dramatische Rettungsaktion filmten, so daß die Feuerwehr wenigstens mit gespannten weißen Tüchern das Mädchen vor den neugierigen Blicken schützte. Manche Gaffer forderten gar dreist die Rettungskräfte auf, doch Platz zu machen zur besseren Einsicht zum Filmen.

Schaulust – gehegt und gepflegt durch die Herrschenden

Tief verwurzelt in unserer Gesellschaft muß die Schaulust gewertet werden, zumal gerade grausame Folter bis hin zu Hinrichtungen einer bewußt hinzugezogenen Öffentlichkeit zur Schau gestellt wurden, gehegt und gepflegt durch die Herrschenden, insbesondere um damit das Volk abzuschrecken.

Heute gesellt sich eine Medienlandschaft hinzu, die ohnehin keine privaten Grenzen mehr scheut, denken wir ans Reality-TV, an deren Shows, die gnaden- und hemmungslos Tabubrüche bis in verborgenste Winkel der menschlichen Seele aufzeigen, wobei gar die Akteure vor der Kamera oftmals fleißig mitwirken. Narzißmus der abartigsten Art?

Müssen wir uns daher nicht wundern, daß immer mehr Gaffer sich einfinden bei solch tragischen Unglücken? Andererseits sollte eine Gesellschaft sich stets messen lassen an ihren Taten, in sofern kann man nur den Aufruf der Hagener Polizei gutheißen. Vielleicht fühlt sich die Politik aufgefordert, die zuständige Gesetzeslage in dieser Hinsicht zu überdenken. Da wäre eine dringend notwendige Korrektur angebracht, um solche Gaffer wesentlich empfindlicher zu bestrafen zum Schutz der Opfer.

Lotar Martin Kamm

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Ist das wirklich dein Ernst?

ernst, Zufall, Namensgebung, Menschen

ernst, Zufall, Namensgebung, Menschen

Das Überleben war kein Honigschlecken – Namensgebungen daher kein Zufall

Ist das wirklich dein Ernst? Die Frage impliziert in etwa, entspricht das der Wahrheit, bist du sicher, überzeugt.

Ist das wirklich dein Ernst? Die Frage impliziert in etwa, ist das dein Partner, mit dem Vornamen Ernst.

Okay, heutzutage wird wohl der erste Satz öfters zu hören sein, da der Vorname Ernst nicht mehr häufig oder vielleicht gar nicht mehr für ein Kind ausgesucht wird. Die Sprachbedeutung für den Vornamen ist: Ernst, Sorge, Eifer. Allerdings haben die Gebrüder Grimm eine andere Bedeutung, die wahrscheinlich eher zutreffend ist, beschrieben. Davon ausgehend, daß Vornamen entweder Bezug auf den Charakter oder aber auf eine Wunschvorstellung zur Charakterbildung entstanden sind, oftmals jedenfalls. Hier ein Auszug ihrer Erklärung:

Auffallend ist nun, dasz ein uralter mannsname geradeso Ernust, Ernest, heute Ernst lautet (Förstemann 1, 126, wo man die formen Arnust, Arnest für fehlerhaft halten darf) und in diesem namen musz eine lebendigere vorstellung gelegen haben, als das heutige wort gewährt. darauf leitet selbst die endung ust, die auch in der abstraction dionust servitium ein persönliches dienest servus und dienest ancilla zeigt. was könnte Ernust aussagen? ich vermute vorerst held oder krieger (pugil), und da mhd. ërnst wirklichen streit und kampf, ags. eornest sogar zweikampf bedeutet, so liegt es nahe das altn. orrusta f. proelium, pugna

Da es den Gebrüdern Grimm in vieler Hinsicht um Ernsthaftigkeit ging, haben sie sich bei diesem Namen viel Mühe gegeben seinen Ursprung zu erklären, der obige Textausschnitt ist nur ein kleiner Teil ihrer Bemühungen.

Schließen wir uns den Gebrüdern Grimm an, so gesellt sich der Vorname Ernst in die lange Reihe der Vornamen, die Kraft, Kampf, Mut, Held, Stärke an die Person weitervermitteln sollten. Diese Begriffe sind nicht nur bezogen auf kriegerische Handlungen und Erwartungshaltungen für die Namensträger, sondern auch auf die Umstände der Lebensverhältnisse, die unseren Vorfahren vorlagen. Und die sahen bei weitem nicht immer rosig aus. Hungersnöte, Naturgewalten, unerklärbare Naturvorkommnisse, Raubtiere bestimmten das Leben.

Die Lage war ernst. Und das Überleben war kein Honigschlecken, auch nicht innerhalb einer Gemeinschaft. Wie soll da ein Nachkomme mit dem Vornamen „Lustig“ das Leben meistern? So jemand wurde sicher nicht ernst genommen, oder?

Nun erfüllen sich wider Erwarten nicht alle Namensgebungen als wirklich treffende Charakterbezeichnung eines Menschen, weder bei den weiblichen noch bei den männlichen Nachkommen. Und Felix ist sicher nicht sein ganzes Leben mit Glück ausgestattet. Obwohl, ja manchmal kommt das vor, selbst in diesem Zusammenhang: „Die Ausnahme bestätigt die Regel“, und Ernst ist ernst.

Der Nachwuchs pariert nicht immer nach den Vorstellungen und Wünschen seiner Eltern und Verwandten. Er hat seine eigene Vorstellung vom Leben und Sein, wenn sein Sein nicht gebrochen wurde, macht er damit ernst.

Und so kann es durchaus sein, daß Ernst ein lebenslustiger Mann, inzwischen in Erfahrung gebracht hat, daß Name ursprünglich auch mit „h“ geschrieben wurde und es keine eindeutige Begriffsbestimmung gibt, also nicht unbedingt von „nomen“ hergeleitet ist, denn laut W. Wackernagel ist nämlich name von nëmen (nehmen) abgeleitet: »name ist das was man nimmt, zur gabe empfängt«.

So hat Ernst ernst gemacht und seine Gabe durch die Eltern in Empfang genommen und nennt als ernstzunehmender Satiriker die Lebensart der Menschen beim Namen. Denn kampfeslustig war er eh und je.

Doris Mock-Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (12. bis 18. April 1976)

flickr.com/ Kaneda71/ (CC BY-NC 2.0)

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Wußten Sie was vom 12. bis zum 18. April 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur siebten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm

Lotar Martin Kamm

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Glyphosat: EU-Parlament ignoriert WHO-Einschätzung

flickr.com/ campact/ (CC BY-NC 2.0)

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Trotz Krebsrisiken stimmt Mehrheit der EU-Abgeordneten für erneute Zulassung

Was schon lange absehbar, geschah jetzt im EU-Parlament, wo über die Hälfte von 701 Abgeordneten, nämlich 374 für eine beschränkte Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat stimmten, 225 votierten dagegen und 102 enthielten sich einfach. Welch schwache Gegenwehr, ein Einknicken vor Monsanto, daß trotz Krebsrisiken der WHO-Einschätzung verantwortliche Politiker der Doktrin ihrer Parteien nachgeben.

Ein Streit auf dem Rücken der Endverbraucher, eine Ignoranz seitens der EU, vom zunehmenden Gebrauch dieses hochgiftigen Glyphosats mal ganz zu schweigen, immerhin stieg der jährlich weltweite Einsatz in 40 Jahren von anfangs 3.200 Tonnen (1974) auf 825.000 Tonnen im Jahr 2014.

Deutschlands Wegducken exemplarisch

Was interessiert die überwiegende Mehrheit der eigenen Bevölkerung, davon hat sich unsere Bundesregierung ohnehin längst verabschiedet, so daß ein Antwortschreiben (Ende März) des Bundesagraministeriums an die EU-Kommission mit einer Zustimmung zur Zulassung von Glyphosat nicht wirklich überraschend erfolgte. Und dies, obwohl 64% der Bevölkerung von fünf der größten EU-Staaten ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels fordern, in der BRD gar 70% der Menschen es ablehnen.

Dabei hätte gerade die größte Wirtschaftsnation der EU mit gutem Beispiel vorangehen können, endlich mal Monsanto und Co. in deren Schranken zu verweisen. Doch Wegducken scheint exemplarisch zu sein, gerade mit einer solchen Kanzlerin, einem CSU-Politiker wie dem Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, allein schon in Hinblick zum bevorstehenden TTIP-Abschluß möchte man doch nicht die USA vergraulen.

EU-Umweltausschuß außer Kraft gesetzt – viel mehr Widerstand nötig

Natürlich steht die Frage im Raum, welchen Zweck denn ein EU-Umweltausschuß haben mag, wenn am Ende mittels simpler Mehrheitsbeschlüsse dessen Empfehlungen und Anmahnungen außer Kraft gesetzt werden. Hatte noch ein Funken Hoffnung aufgeglimmt, als im März eine breite Mehrheit des EU-Umweltausschußes gegen eine erneute Entschließung von Glyphosat stimmte, das deutsche Verhalten zu Beginn des ersten Frühlingsmonats mit seiner Stimmenthaltung bereits dunkle Wolken am Horizont angekündigt, kann man jetzt beinahe schon resignieren angesichts der Abstimmung im EU-Parlament.

Gibt es noch Chancen, bis im Juni die endgültige Zulassungsentscheidung fällt und dann in Kraft tritt? Die Menschen selbst haben es in der Hand, auch hierzulande gibt es Wege der Proteste, sollten sämtliche Umweltschutzorganisationen und Verbände wesentlich mehr Zulauf verzeichnen, kann man sich noch zusammenschließen per Demos, Flashmobs und Protest-E-Mails dieser Bundesregierung seinen Unmut äußern, wobei ebenso die Verbraucher selbst Möglichkeiten eines gezielten Widerstandes haben.

Lotar Martin Kamm

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Mit dem linken Fuß aufstehen

pixabay.com

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Täglich auf Brast sein eine typisch deutsche Tugend?

Wenn sie heute mit ihrem linken Fuß aufgestanden sind, so können Sie sich einreihen zu der vermeintlichen Gruppe, die diesen Tag günstigstenfalls ohne große Blessuren übersteht, oder Sie gehören zu der Gruppe, bei der an solchen Tagen die Post abgeht, sei es durch Unfälle oder weil Ihnen der Kragen platzt und Sie Ihrem Unmut freien Lauf lassen, ohne irgendwelche Bedenken.

Dies sind die Tage: Störe meine Kreise nicht! Daher ist es ratsam, bei Ihren Mitmenschen vorzeitig lieber einen Rückzieher zu machen, wenn Sie bemerken, daß hier jemand auf Brast aus ist, als sich Ihnen in den Weg zu stellen, gar noch mit guten Ratschlägen, denn an diesen Tagen ist es vollkommen unerheblich, welcher Stein des Anstoßes vorliegt, mit linkem Fuß aufgestanden, bleibt mit linkem Fuß aufgestanden. Oder auf dem falschen Fuß erwischt.

Um es vorweg zu nehmen, bevor Sie jetzt links oder rechts politisch orientiert und sich schon die Hände reiben, hab ich doch schon immer gewußt, es ist vollkommen unwichtig, ob jemand mit dem linken, rechten oder mit beiden Füßen morgens aus dem Bett steigt, ob weiblich, männlich, auch spielt die Nationalität keine Rolle, wenn jemand muffelig drauf ist oder zu kleineren und größeren Unfällen während eines Tages, über eine unbestimmte Periode neigt. Es ist reiner Aberglaube. Eine einleuchtende Erklärung, woher dieser Begriff stammt, gibt es nicht, Vermutungen allemal.

Daß man aber manchmal dazu neigt, diesen Menschen, die durch dieses Mißgeschick nicht gut gelaunt sind, eher zu verzeihen, weil wir eine Erklärung gefunden haben, die sie sozusagen „frei“ sprechen, es passiert ja nicht mit voller bewußter Absicht, morgens die Beine zu verwechseln, hat mit „aber Glaube“ zu tun.

Nun, da die Kolumnistin Ihnen in ausführlichen Sätzen erläutert hat, wie Ihre Stimmung heute aussieht, steht dem folgenden Abschnitt nichts mehr im Wege:

„Deutsche Werte, deutscher Stolz, deutsche Arbeit, deutsch, deutsch, deutsch, dabei können einige, die auf diesen völkischen Zug aufspringen oder längst mitfahren, teilweise nicht mal die deutsche Sprache in Schrift und Form ausüben. Hauptsache deutsch, was immer das sein mag. Hauptsache anprangern, ohne selbst Lösungswege im Miteinander zu vermitteln.

Draufschlagen, wird schon seine Wirkung zeigen. Kein noch so kleines belangloses Thema wird ausgespart, um Menschen gegen, aneinander aufzuhetzen und alles immer wieder untermalt mit deutscher, ach so, vorbildlicher Lebensleistung. Sie sei dahin. Sie war nie da, wäre wohl die bessere Formulierung. Die geschönte Welt von Friede, Freude, Eierkuchen ist eine Illusion, egal übrigens in welchem Land. Mißstände, Probleme, Reibereien gab es und wird es in allen Zeiten geben, da hilft kein Schreien nach vorgestern.

Ihr, die Ihr jetzt so gerne nach den deutschen Werten ruft, wo übt Ihr diese Werte aus? Indem Ihr Zucht und Ordnung, Disziplin hofiert und damit die Freiheit des Individuums einschränkt, das Euch dafür noch Respekt zollen soll? Woher nehmt Ihr die Frechheit, zu bestimmen, was deutsch ist und was nicht? Wie deutsch auszusehen hat und wie nicht? Woher die Unverschämtheit, Menschen zu verurteilen mit dem Titel „Gutmensch“, weil sie im Gegensatz zu Euch Respekt vor dem Leben anderer, auch anders Denkender haben? Sie absaufen zu lassen, ist das deutsch? Ist es deutsch, Menschen wieder in Ehen gefangen zu halten, wenn die Liebe und das gemeinsame Glück nicht mehr vorhanden ist, ist es deutsch, bewaffnet durch die Straßen zu laufen, ist es deutsch, explizit nur „deutsches Gedankengut“ (was soll das sein?) in den Schulen zu lehren, vielleicht durch Aufsätze: Wie werde ich Nationalist?

Mit Eurem Lug und Trug durchsetzten Informationen, die unablässig durchs Netz flattern, zeigt Ihr nur Eure eigene Unfähigkeit, an bestehenden Problemen mitzuwirken. Ihr habt weder die Kompetenz noch geeignete Vorschläge, wirklich Lösungen zur Stabilität der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bereiche beizutragen. Ihr seid nicht Deutschland.“

Wie Sie lesen konnten, war dies heute nicht der Tag, der ansonsten von der Kolumnistin gelebt wird. Aber es ist die hundertste Kolumne, und falls Sie jetzt die Schnauze voll haben, so einen Mist weiterhin zu lesen, so laden Sie sämtliche Freunde und Bekannte ein, damit sie diese Kolumne liken. Denn sollte diese Kolumne 1.000 Likes bekommen, wird sich die Kolumnistin vielleicht nicht mehr an eine Tastatur trauen, vor lauter Erstaunen über so viel Blödheit dieser Aufforderung nachzukommen, denn das heißt, täglich mit dem falschen Fuß aufstehen.

Doris Mock-Kamm

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SPD: Ihr politischer Weg war von Beginn an besiegelt

flickr.com/ campact/ (CC BY-NC 2.0)

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Ausharren bis zum bitteren Ende als kleineres Rädchen der Großen Koalition

Von der ältesten Arbeiter- und Volkspartei in Deutschland zur zunehmenden Bedeutungslosigkeit verkommen dümpelt diese Sozialdemokratische Partei Deutschland ihren zwanzig Prozent entgegen, wenn im nächsten Jahr die Bundestagswahlen anstehen. Dabei muß man feststellen, daß ihr politischer Weg von Beginn an besiegelt war, ein Ausharren bis zum bitteren Ende als kleines Rädchen der Großen Koalition ihr noch verbleibt.

Danach werden andere Regierungsverhältnisse in der BRD herrschen, selbst wenn die CDU/CSU gönnerhaft die dezimierte SPD wieder mit ins Boot der politischen Verantwortung holen mag, weil zusammen mit einem erneuten Einzug der FDP in den Deutschen Bundestag die Mehrheitsverhältnisse wohl nicht ausreichen werden, auch die christdemokratischen Parteien Stimmen einbüßen, da der Abwärtstrend der alten Parteien anhält.

Bekenntnis zur USA zeigt Erpreßbarkeit bundesdeutscher Politik auf

In Zeiten des Kalten Krieges, als die Mauer noch stand, der Eiserne Vorhang ein moderates Feindbild aufrecht erhielt, um das schonungslos aggressive Verhalten der USA erst recht weltweit ausleben zu lassen, wir denken an die Kuba-Krise, an den Bürgerkrieg in Laos, den Vietnam-Krieg, an die Verstrickungen in Bolivien, an Beteiligungen in Angola, El Savador, Nicaragua, Afghanistan und viele andere militärische Operationen, vermochten sie noch ihr Handeln rechtfertigen, um die „böse“ UdSSR zu stoppen.

Danach setzte sie ihren Kurs des Weltmachtanspruches nonchalant ohne jedwede Gewissensbisse fort, während mitten in Europa die stärkste Wirtschaftsmacht, die BRD, ihr in Kadavergehorsam zur Seite steht. Das Konzept ewiger Kriegsschuld überläßt diesen USA ein freies Agieren, zeigt die Epreßbarkeit bundesdeutscher Politik auf, so wie auch beim letzten Parteitag der SPD, diese weiterhin ihr Rückgrat im Namen der Atlantik-Brücke verkauft.

Die Amis haben ohnehin mit Ramstein einen strategischen Ort erschaffen, der ihnen jede Menge militärische Operationen gewährt, um weltweit aufzutrumpfen. Wladimir Putin wird dies nicht ewiglich tatenlos hinnehmen, die frühere Gefahr eines Ost-West-Konflikts ist inzwischen in vielen Punkten gar höher anzunehmen angesichts der Uneinsichtigkeit dieser USA.

Gewöhnliches Prozedere einer Parteipolitik ohne Zukunftsperspektiven

Die Überschrift kann man genausogut den C-Parteien zuordnen, selbst wenn deren Verluste nicht vergleichbar mit einer SPD, die um Schadensbegrenzung bemüht ihr Gesicht bewahren will. Dafür gibt es schließlich Parteifreunde, die auch Sigmar Gabriel gar Verlaß bescheinigen. Wer allerdings dabei auf die Sympathie-Umfragewerte einer Angela Merkel schielt, um eigene Verfehlungen zu rechtfertigen, beweist seine tatsächliche Ratlosigkeit.

In Wirklichkeit verharrt diese SPD auf ihrem eingeschlagenen Weg der Bedeutungslosigkeit, der Willkür der CDU-Führung ausgesetzt, die mit dieser Kanzlerin innen- und außenpolitisch die Abhängigkeit zur EU, zur NATO und den USA unterstreicht.

Lotar Martin Kamm

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