Bienen in Gefahr: Schmidt geht vor Bayer und Co. in die Knie

flickr.com/ gedankenstuecke/ (CC BY-SA 2.0)

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Verbot von Neonicotinoiden soll aufgeweicht werden

Stets dieselbe Vorgehensweise. Solange die Bevölkerung nichts bemerkt, werden vollmundig Geschäfte mit Großkonzernen gemacht, scheint die Bundesregierung bedenkenlos Chemieriesen wie Bayer, BASF und Co. zu hofieren. Der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, geht gar vor ihnen in die Knie, das seit 2009 bestehende Verbot von Neonicotinoiden soll aufgeweicht werden.

Natürlich fühlt sich neben etlichen Umweltschutzorganisationen auch Campact berufen, hat einen Appell gestartet, den Bundesminister doch noch stoppen zu können. Sobald 200.000 Unterschriften vorliegen, will Campact einen Appell im „Bayernkurier“ veröffentlichen, um ihn dort als Bienenkiller statt als Bienenfreund zu präsentieren. Dies könnte durchaus Wirkung zeigen, da etliche Imker das Hausblatt der CSU lesen.

Gifte gegen die Natur – dicke Geschäfte für die Chemieriesen

Was interessieren irgendwelche Wechselwirkungen, Schädigungen von milliardenfachen Krankheitssymptomen bis hin zum Pflanzensterben, der Tod von etlichen Tieren, wobei ebenso der Mensch zu leiden hat, wenn Chemieriesen ihre dicken Geschäfte tätigen? Im besten Fall kritische Umwelt- und Naturschützer, die Politik selbst als Steigbügelhalter jener Konzerne reagiert in der Regel nicht.

Noch vor Mitte der 1970er Jahre gab es den Begriff eines Umweltschutzes bei den regierungsverantwortlichen Parteien mitnichten. Obwohl anschließend eine Umweltpartei wie die Grünen endlich ins politische Bewußtsein vordrang, bestehen weiterhin enorme Belastungen, kann man von einer Entspannung von Umwelt- und Natuschutz nicht wirklich sprechen. Zu viele Ausnahmen, Schlupflöcher und fragwürdige Belastungsgrenzen diktieren weiterhin den Kurs, die Konzerne bestimmen den Weg.

Neonicotinoide – hohe Bedeutung als Insektizid und Beizmittel

Neonicotinoide, deren Wirkstoffe sythentisch hergestellt sich an die Nervenzellen der Schädlingsinsekten binden, dienen somit als Insektizid, haben aber vor allem nachhaltig als Saatgutbeizmittel eine noch höhere Bedeutung. Zu Beginn der 1970er Jahre entwickelt haben die Neonicotinoide schnell die Märkte erobert, werden in über 120 Ländern eingesetzt.

Der derzeitige Grenzwert bedeutet aber für Bayer und Co. Umsatzeinbußen, der Leverkusener Chemiekonzern kann inzwischen sein „Thiacloprid“ weniger verkaufen, so daß er numehr auf einen höheren Grenzwert besteht, von 0,2 Milligramm pro Kilogramm ist die Rede, wie dem BUND in einem Briefentwurf von Bayer vorliegt. Wird Christian Schmidt Bayer nachgeben oder eher sich einer empörten Öffentlichkeit beugen? Wir werden es bald erfahren.

Lotar Martin Kamm

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Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 7)

pixabay.com

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Ein Drama mit offenem Ende

Die USA auf Besuch bei der Redaktion der Zeit.

Volontär: Sie wünschen, wie kann ich Ihnen helfen?

USA: Oh, sorry, ich komme unangemeldet hier vorbei, sollte eine kleine Überraschung sein. Ich bin die USA, Vereinigte Schlitzohren Amerikas. Welche Aufgabe obliegt Ihnen, Mister…?

Volontär: Nennen Sie mich einfach Bernd, ich versuche mich hier als Volontär.

USA schaut zwar interessiert, sein Ton wird alllerdings fordernder.

USA: Well, dann hätte ich jetzt gern Die Zeit gesprochen, ist er nicht hier?

Volontär: Müßte jeden Moment wiederkommen. Na, bitte schön… dabei winkt Bernd der gerade eintretenden Zeit.

Die Zeit: Welch Freude, toll, daß Sie uns aufsuchen. Möchten Sie etwas trinken, Kaffee, Tee oder auch was handfestes? Er grinst die USA dabei an.

USA: Oh, good idea, dann einen Whiskey, bitte, eine Jack Daniel’s ohne Eis! Ich komme direkt zur Sache, wir wollen doch keine Zeit verlieren….hahaha, dabei klopft die USA sich heftig auf die Schenkel, wird von Bernd unterbrochen…

Volontär: Der war gut! Ein strafender Blick von der Zeit läßt Bernd zugleich verstummen.

USA: Sie sollen es aus erster Hand erfahren, damit es exklusiv gleich morgen in Ihrer Zeitung erscheinen wird. Wir kündigen den Russen ein Ultimatum an, welches sie in die Knie zwingt: entweder sofortiger Rückzug an den eigenen Grenzen oder die schon lange bereitstehenden Panzer rollen gen Moskau!

Lange Momente des Schweigens folgen, der Drucker druckt ein just ankommendes Fax aus, Bernd eilt dorthin und entnimmt es dem Fach.

Volontär: Ach, entschuldigen Sie, Chef, aber das sollte Sie interessieren!

Die Zeit überfliegt den Text, kann sich kaum noch auf den Beinen halten und setzt sich schwankend auf einen Bürostuhl.

Die Zeit: Das muß ich dann doch auch Ihnen vorlesen, werte USA. Er nickt zustimmend. dpa: Der Bär hat nach der neulichen Talkshow „Knüppelhart und unfair“, kaum zurück in Moskau, seine vertrautesten Minister und Politiker um sich geschart. Anschließend war er vor die Presse getreten und verkündete, daß etliche Divisionen die russischen Grenzen verstärkt hätten, weil man einem US-amerikanischen Überraschungsangriff vorbeugen wolle.

USA: Oh, my God, kann dieser Wladimirowitsch nicht einmal die Füße stillhalten, so sagt man doch bei Euch, oder? Bisher ging unsere Strategie stets auf, seitdem dieser Präsident die Geschicke Russlands lenkt, spuckt er uns nonstop in die Suppe, nicht okay!

Entrüstet verläßt die USA mit heftig lautem Stampfen die Redaktion, Die Zeit und der Volontär schauen ihm kopfschüttelnd hinterher. Der Vorhang schließt sich zum Umbau der zwölften und letzten Szene. Q tritt vors Publikum.

Q: Seit wann werden die Medien dermaßen direkt einbezogen in politische Umwälzungen bzw. Entscheidungen? Die haben dort nicht das geringste verloren, mag der ein oder andere von Ihnen sich sagen. Nun, es ist alles ganz einfach. Die vierte Gewalt erfüllt auch nur ihren Teil der Rolle, die ihr zugestanden wird. Und die lautet schlicht und ergreifend: Blendet das Volk wo immer möglich, Hauptsache die Bürger bemerken nicht die eigentlichen Beweggründe. Kein Wunder, daß im Zeitalter des Internets sich eine handfeste Opposition bilden konnte. Anfangs noch chaotisch, vor allem sich uneins untereinander. Gleichzeitig konnten all die sich wieder erheben, die noch Jahrzehnte zuvor aufgrund der Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs eher stillhalten mußten. Ihre Stunde rückte näher, als immer mehr Flüchtlinge gen Europa sich begaben, Nationalstolz und Rassismus fand wieder genug Futter, um sich im Volk zu manifestieren, vergessen die Entgleisungen des faschistischen Europas vom 20. Jahrhundert!

Der achte und letzte Teil folgt.

Lotar Martin Kamm

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 1)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 2)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 3)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 4)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 5)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 6)

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Rüstung: Anstieg der Ausgaben in vielen Staaten seit letztem Jahr

flickr.com/ Intensivtäteraggressor/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Indizien für noch mehr Kriege und Terror

Die Welt blickt keineswegs friedlichen Zeiten entgegen, was allein schon die zunehmenden Kriege und Konflikte, mehr Terroranschläge, die bis nach Europa vordringen, verdeutlichen. Wer dabei noch von einer Entspannungspolitik reden mag, die gar ein sinnvolles Miteinander anstrebt, verkennt den Ernst der Lage. Der Anstieg der Rüstungsausgaben in vielen Staaten seit letztem Jahr verdeutlicht klare Indizien für noch mehr Kriege und Terror.

Man muß längst von einer Aufrüstung in allen Ebenen sprechen, die unsere Menschheit heimsucht, obwohl doch die meisten Bürger eigentlich viel lieber in friedlicher Koexistenz verweilen wollen. Woran liegt das? Was veranlaßt unsere Spezies, dermaßen unerschrocken ständig diese Spirale der Gewalt zuzulassen? Im Grunde ganz einfach: Überreichtum will sich nonstop vergrößern, während die allermeisten Menschen davon eben nicht partizipieren sollen.

Militärausgaben in schwindelerregender Höhe

Allen voran der Hegemon, die USA. In letztem Jahr waren es „nur“ 596 Milliarden US-Dollar, zwei Jahre zuvor noch 44 Milliarden mehr. Kein Wunder, daß die anderen Nationen zumindest sich weiterhin bedroht fühlen und ihre Ausgaben erhöhen, so wie Russland, China oder Saudi-Arabien. Das Königreich hatte im Jahre 2014 immerhin mit 10,4% Anteil am BIP und 80,3 Milliarden US-Dollar bereits sein Budget kontinuerlich erhöht, im letzten Jahr gar auf 87,2 Milliarden. China zog bisherig nach, obwohl dessen Wachstum des Wehretats bereits wieder sinkt. Gewiße Analysten vermuten aber deutliche höhere Militärausgaben.

Daß dabei Europa ebenso seine Ausgaben erhöhen wird, liegt auf der Hand, zumal gerade den USA nichts besseres einfällt, als Russland an den Ostgrenzen mithife der NATO erheblich zu bedrohen. Auch hierzulande steht die Doppelmoral auf festem Boden, werden fleißig Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien getätigt. Jene Politik scheint sich nicht für die Not und das Leid in Jemen zu interessieren, Hauptsache die Kasse stimmt.

Frieden chancenlos angesichts des Wettrüstens

Man sollte sich keinen Illusionen hingeben, daß die Welt friedlicher gestaltet wird. Das Gegenteil findet statt. Obwohl Mensch ohne weiteres die Möglichkeit hätte, das Wettrüsten tatsächlich zu beenden, nutzt er sie mitnichten. Zuviel Mißtrauen hält an, weil das Krebsgeschwür eines Überreichtums ständig sich vergrößert, die Gier nach ewigem Nachschub diesen beflügelt, seine angebliche Berechtigung zu verteidigen.

Rücksichtslos ersinnt er sämtliche Wege der Bereicherung bis hin zu Krieg und Terror. Solange dessen Gehilfen dieses bösartige Treiben unterstützen, ändert sich nichts. Nur ein echter Paradigmenwechsel im Bewußtsein der Menschheit selbst vermag dem ein Ende zu setzen. Dazu bedarf es nicht nur, die Zusammenhänge zu erkennen, anschließend muß eine klare Durchsetzung folgen, diesen gefährlichen Kreislauf endlich schnellstmöglich zu stoppen.

Lotar Martin Kamm

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Jammern

flickr.com/ _sleepingunsoundly/ (CC BY-NC 2.0)

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Jammern, jammern, jammern,
Frauen und Männer jammern.

Sie beklagen ihr Schicksal,
es ließ ihnen keine Wahl.
Die Kälte da draußen,
es ist zum Weglaufen.
Was sie alles ertragen,
keine Rücksicht ihrer Qualen,
keiner sieht ihr Leid,
überall Feinde weit und breit.

Sie gehen täglich essen,
Massage nicht vergessen,
das Übel der Welt,
Gott vergelt’s.
Das Klimpern in den Taschen,
Freunde haben es da gelassen,
Elektronik eine Selbstverständlichkeit,
man geht doch mit der Zeit.

Ihr Frust ist groß,
was ist mit der Welt los,
ihre Sorgen stets die Größten,
für Freunde gibt’s kein Trösten.
Im Mittelpunkt steht ihr Leid,
jeder Freund wird zum Feind,
der dies durchschaut
und aus dem Weg gegrault.

Sie leben meist mit Krankheiten,
um damit Mitleid zu erheischen.
Sie lassen keine Option offen,
nur sie, immer sie betroffen
von Mißgunst, Neid, Haß,
jeder will ihnen was.
Sie sind die Lieben, Netten,
das andere stets abwerten.

Falschheit läßt sich schlecht erkennen,
wenn ihre Lider meistens flennen
und sie nur bei ihren Themen
gestikulierend reden,
was alles sie getan und tun
und keiner sieht ihren Ruhm.
Sie kennen von dir nur ihren Nutzen,
benützen dich zum Schuheputzen.

Ihr Jammertal ist selbst erschaffen,
ihr Leben in der Berge Schatten
soll andere betroffen machen.
All dies Wissen wär zum Lachen,
würden die Nöte der Bedürftigen
die, die nicht nach Hilfen
schreien, rechtzeitig erkannt werden,
bevor sie sich das Leben nehmen.

Nafia

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Menschliche Fortpflanzung: Labor vs. natürlichem Sex

flickr.com/ h.koppdelaney/ (CC BY-ND 2.0)

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Retortenbabys verdrängen Schlafzimmer-Romantik?

Überall weltweite Bewegung und Umbrüche vonstatten gehen, eine Entwicklung bedingt durch Mensch selbst, der sie veranlaßt, unerschrocken, oftmals bedenkenlos, zumindest bei all denjenigen, die viel zu wenig über irgendwelche Folgen nachdenken. Diese erhalten oftmals Zuspruch, erst recht bei profitorientierten Erwägungen, die ein hehres Ziel darstellen.

Ist Sex tatsächlich bald überflüssig, wie der US-amerikanische Genforscher Professor Henry T. Greely von der Universität Stanford prophezeiht? Labor vs. natürlichem Sex, zwei Varianten menschlicher Fortpflanzung. Verdrängen etwa Retortenbabys in Zukunft die Schlafzimmer-Romantik?

Meine Eltern zeugten mich gänzlich ohne Geschlechtsakt

In Liebe gezeugt und großgezogen schon sehr bald in den nächsten Jahrzehnten ein Relikt vergangener Zeiten, wenn Menschen in Laboren entstehen, weil Papa seinen Samen abgibt, Mutter Hautzellen spendet, Gen-Material für zig Embryos, wobei dann Eltern sich das „passende Baby“ aussuchen dürfen? Kalkulierte Risiken per Ausschlußverfahren mindern, der menschliche Liebesakt entfällt, Emotionen beim Beischlaf und der Zeugung völlig unwichtig, Hauptsache Homo sapiens auf funktionellem Wege? Welch Botschaften, die uns solche Szenarien vermitteln mögen.

Ethisch-moralische Bedenken bleiben außen vor, obwohl gerade die Menschheit eintaucht in die Welt des Spirits, parapsychologische Erkenntnisse endlich mehr an Bedeutung gewinnen. Was früher die verpönte Esoterik, läßt manchen heute eher aufhorchen, zumal immer mehr Menschen sehr wohl bemerken, daß da etwas sein Muß zwischen nüchterner Ablehnung und eigenen Erfahrungswerten von unterschiedlichen Bewußtseinsebenen, denken wir an Nahtoderlebnissen, Rückführungen vorheriger Leben, Erscheinungen etc.

Treffen sich zukünftig zweierlei Menschenwesen, ein aalglattes aus dem im Labor erzeugtes und ein dann oftmals verpöntes mittels Sex entstandenes? In sofern gar mit gesellschaftlich unterschiedlicher Bewertung? Erinnerungen an Unter- und Übermensch, an ein großes Ausmaß voller Vorurteile? Oder gar der technisch-entwicklungsbedingte Fortschritt in Sachen dritter Weltkrieg, ein mögliches Danach in Hinblick zur Überlebenschance unserer Spezies?

Aldous Huxleys „Brave New World“ (Schöne neue Welt) längst keine Zukunftsvision

Sondern eiskalte Wirklichkeit. Hinzu gesellen sich all die bösartigen Möglichkeiten einer globalen Vergiftung, langsamen Zerstörung jeglichen Lebens, hin zu einer künstlichen Welt voller Illusionen und Trugschlüsse, die zukünftigen, überlebenden Generationen einen Hauch alter Zeiten vorgaukeln werden.

Unsere Science-Fiction-Autoren, ob Jules Verne, George Orwell, Harry Harrison oder Aldous Huxley hatten allesamt eines gemeinsam: Sie lebten in einer noch intakten Welt und blickten in eine düstere Zukunft, die dem menschenlichen Wesen entspricht, welches oftmals eigene Machtansprüche durchsetzen will, egal mit welchen Mitteln.

Lotar Martin Kamm

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Vaterlandsliebe auf Abwegen

pixabay.com

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Sie benutzen teils andere Namen,
schwenken Fahnen,
wollen die alte Zeit zurück,
nur dort empfinden sie Glück.
In Recht und Ordnung
sehen sie Genugtuung
für ihren Schmerz,
den ihr seelenloses Herz
ihnen bereitet,
Kälte verbreitet.

Sie nennen Demokraten
Lügner und raten
zur Abkehr der Verräter
ihrer Vorväter.
Dabei ignorieren sie geflissentlich,
Heimat ist auch mütterlich.
Frauen wie Männer
sind die Geister der Länder,
Ruhm, wenn schon zu vergeben,
kann nur beiden gehören.

Doch auch hier zählt
nicht die Berühmtheit,
sondern Liebe, die Gefühle
der Einmaligkeit, der Güte.
Ihr seid Narren bloß, tanzt
mit eurer Ignoranz
alle Werte an die Wand.
Nur Unmündige, laut Kant,
geifern nach dem alten
Gesagtem, neue Gedanken,
selbständig erdacht,
sind nicht eure Sach.

Wahre Charaktere
brauchen weder Ruhm noch Ehre,
noch Stolz, noch Vaterlandsliebe,
sie sind keine Betrüger und Diebe
der Heimat Schätze,
sie leben die Werte,
müssen nicht darauf verweisen,
sie seien die Weisen.

Nicht der Respekt vor einer Nation ist wichtig,
sondern vor Mensch und Tier, ansonsten wird alles nichtig.

Nafia

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Sonntagsfrage: Abwärtstrend der alten Parteien hält an

flickr.com/ Anna L. Schiller/ (CC BY 2.0)

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Rechtspopulismus vs. die Grünen und die Linke

Unabhängig von einer Politikverdrossenheit, die nach wie vor im Lande anhält, eine geringe Wahlbeteiligung bestätigt dies, selbst wenn in den letzten drei Landtagswahlen sie ein wenig stieg, erleben wir einen eindeutigen Abwärtstrend der alten großen sogenannten Volksparteien.

Die CDU und SPD rühmen sich doch gern mit solch Vokabular, wobei sie an frühere höhere Wahlergebnisse längst nicht mehr anknüpfen können. Dabei leidet die SPD unter noch höheren Verlusten. Besteht da ein Zusammenhang zwischen dem Bündnis zur Großen Koalition oder dem Durchsetzen eigener Politik? Wohl eher nicht, zumal die beiden Parteien sich in den letzten Jahren immer mehr annäherten in ihren Standpunkten.

Noch 5 Landtagswahlen bis zur Bundestagswahl

Diesjährig wird am 04. September in Mecklenburg-Vorpommern und am 18. September in Berlin gewählt. Im nächsten Jahr folgt am 26. März die Landtagswahl im Saarland, am 07. Mai in Schleswig-Holstein und am 14. Mai die bevölkerungsreichsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, bevor schließlich im Herbst die Bundestagswahl stattfinden wird.

Laut „Welt“ gibt es nur einen Gewinner bei der Sonntagsfrage, was faktisch einfach nicht stimmt. Es sind zwei, nämlich die AfD und die Grünen. Im Vergleich von gestern bei Emnid und vom 18. März bei Allensbach legten die Grünen um 3% zu, die AfD verbesserte sich um 2,5%. Alle anderen Parteien büßten Prozentpunkte ein. Die Linke und die FDP verloren jeweils 1%, während die CDU 2% weniger erhielten und die SPD gar 2,5%.

Die großen Parteien schwinden, die kleinen wachsen vielmehr

Muß man vom Anhalten eines rechtspopulistischen Aufwindes in Deutschland ausgehen? Es ist müßig, ständig den derzeitigen Wahlerfolg der AfD hochzuhalten, zumal endlich mal handfestes vorliegt, um diese neue, junge Partei besser beurteilen zu können, mit dem Grundsatzprogramm, dem Leitantrag zur Vorlage des Bundesparteitages (30.04/01.05.2016).

Demnach rückt die Bundeswehr in den Fokus, eine Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden, neben der Formulierung von einer „traditionellen Familie als Leitbild“ folgt gar eine angestrebte „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus“. Jetzt wissen wenigstens alle, was diese AfD beflügelt. Bloß keinen Austausch mit anderen Kulturen auf Augenhöhe, man setzt auf die Angst vom Verlust eigener, deutscher Kultur, grenzt sich somit nicht nur ab, sondern betont eine Leitkultur und ächtet Multikulturalismus. Beste Vorraussetzung für noch mehr Feindschaft.

Hingegen die Grünen bereits, nachdem sie mit der SPD schon koalierten, inzwischen auch die Nähe zur CDU suchen. Die Linke versuchte es punktuell mit der SPD, was meist nicht glücklich verlief. In sofern dürften die vier kleineren Parteien das entscheidende Zünglein an der Waage sein, außer CDU und SPD verharren auch nach der Bundestagswahl 2017 in der Großen Koalition, was letztlich einen politischen Stillstand in der BRD bedeuten würde.

Lotar Martin Kamm

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