Dschungelbuch: Neueste Verfilmung vertreibt indigene Völker

pixabay.com

pixabay.com

Kunst, Kommerz und Naturschutz im Diskurs

Im zweit bevölkerungsreichsten Land der Erde, der Republik Indien, wo weit über hundert Sprachen gesprochen werden, blüht eine regelrechte illegale Vertreibung indigener Völker, aufgrund von unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen. Querdenkende berichtete im letzten November über die Vertreibung mittels des Bauxitabbaus.

Ungeachtet dessen scheint die verantwortliche Politik im siebtgrößten Land des Blauen Planeten keinerlei ernsthafte Bemühungen anzuwenden, um die gnadenlose, stetig voranschreitende Vertreibung indigener Völker zu stoppen. Einerseits erfreut sich eine kommerziell interessierte Zuschauerklientel über die jüngste Dschungelbuch-Verfilmung, auf der anderen Seite der Medaille des Glamours und der Filmkunst sowie eines angeblich bedachten Naturschutzes, der dem bedrohten Tiger gelten soll, stehen eben die indigenen Völker in einem unglücklichen Diskurs.

Zwangsvertreibungen aus dem Kanha-Tiger Reservat sind ein Beispiel für jenes brutale Vorgehen, zumal Kanha der Inspiration des Originalromans von Rudyard Kipling diente, wie Survival International berichtet.

Schöne neue Welt verdrehter Wunschvorstellungen

Schlimm genug diese Massentierhaltung, die Menschheit sich gönnt, um ihre Sucht nach übermäßigen Fleischverzehr zu befriedigen, die vielen Zoos, wo Tiere vor sich hin vegetieren, beglotzt von Horden Neugieriger. Gleichzeitig jene Naturschutzorganisationen, die in der Regel tatsächlich Gutes leisten, damit die Tier- und Pflanzenwelt nicht gänzlich vom Globus verschwindet, weil Mensch in seiner Profitgier alles fordert.

Doch manchmal sollte eine arrogante Zivilisation mal in sich kehren, ob nicht doch das Wissen indigener Völker die ein oder andere Überraschung bereithält. Im Fall der Tiger Indiens scheint dies zuzutreffen, dürfen die Bewohner des Volkes der Soliga im südindischen Bundesstaat Karnataka mit den Tigern zusammenleben. Ein anschauliches Beispiel, da die Population der riesigen Raubkatzen sich fast verdoppelte.

Profit vs. Menschenrechte – ein ziemlich dramatischer Preis

Der vor allem weltweit in fast allen Bereichen des täglichen Zusammenlebens eingreift. Da taucht schon die berechtigte anmahnende Frage auf, wofür eigentlich die verantwortliche Politik steht: zum Wohl der Menschen oder eher der Klientel der Profitgier? Weiter gedacht, muß man feststellen, daß nachwievor das Geld den Weg bestimmt, ein ständiges Ringen zwischen Schadensbegrenzung und unsäglichem Leid etliches Leben belastet oder gar vernichtet.

Wie formulierte Albert Schweitzer mal so zutreffend:

„Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.“

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Bedrohte Völker | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Rüstig sein bis ins hohe Alter

pixabay.com

pixabay.com

Aus Zeiten als noch die Kampfleistung sich die Ehre schuf

„Schau mal die beiden Alten sind aber noch ganz schön rüstig!“ So oder ähnlich wird es ausgedrückt, wenn alte Menschen (wobei der Begriff Alter sehr dehnbar) noch arbeiten, Dinge tun, für die sie in den Augen anderer schon zu alt dafür sind und eigentlich die Kraft und Ausdauer nicht mehr besitzen, die jungen Menschen zugetraut werden.

Okay, sooft wird das in dieser Form nicht mehr ausgesprochen, eher schon mit: Die beiden Alten sind ja noch ganz fit. Auch wird, der oder die hat das Rüstzeug für eine Sportler- Künstlerkarriere eher mit er oder sie hat das Talent für dies oder das.

Obwohl, so lange ist das mit dem rüstig Sein und dem Rüstzeug Haben in unserer Sprache nun nicht her. Zurückzuführen ist dies natürlich auf die stolzen Rittersleute und ihre „Panzerung“ für den Kampfeinsatz. Und natürlich wurden die Ritter geehrt, nein, so ganz richtig ist das wohl nicht, denn das Bestaunen und Bewundern der Ausrüstung wurde fast in jedem Zeitalter den Kämpfern gegönnt. Selbstredend waren sie nicht nur nach ihren Kampfleistungen den anhimmelnden Blicken ausgesetzt, ebenso beachtenswert waren natürlich die Qualität und die Ausstattung der Waffen und Rüstungen.

Nicht jeder Kämpfer mit glänzender Rüstung hat durch seine „Kampfleistung“ sich die Ehre geschaffen, sich eine teure Ausrüstung zu leisten. Einige hatten durch Geburt und Wohlwollen die finanziellen Mittel, auch ohne „Kampfgeist“ die neuesten und besten Rüstungen zu tragen. Soviel Unterschied zu der heutigen Zeit gibt es nicht. Denn die Rüstung für den Kampf und das Rüstzeug für einen Beruf ist auch ohne weiteres auf sämtliche Lebensbereiche und Berufe zu übertragen und war in allen Zeitaltern anzutreffen.

Sei es im Beruflichen oder im Bereich der Schönen und Berühmten, überall erleben wir Menschen, die für das Rüstzeug zu ihrem Tun nicht unbedingt gerüstet sind, sondern ausgerüstet werden. Diese Erkenntnis ist nicht neu und an sich auch nichts Weltbewegendes, aber manchmal erstaunlich, daß der Unterschied zwischen gerüstet sein und ausgerüstet werden von vielen Menschen nicht bemerkt wird. Selbst das ist nicht weiter auffälliger als all die Jahre zuvor und kann einem die Laune nicht wirklich verderben.

Aber wenn die Ausgerüsteten dann noch Orden, Preise einheimsen, ohne wirklich in die Rüstung zu passen, sondern einfach dazu dienen, noch besser ausgerüstet zu werden, dann kann schon der Kamm anschwellen.

Niemanden ist es möglich, alles an Erfahrung, Wissen permanent vorrätig zu haben, einiges verschwindet im Nebel der Erinnerung, deshalb ist es wichtig, wenn die Erinnerung geweckt wurde, diese Erinnerung mit anderen zu teilen. Und damit auf Menschen aufmerksam zu machen, die ein Rüstzeug hatten, das bewundernswert, be- und geachtet werden lohnt. Die Chance auf einen mehr als verdienten Orden, nämlich den Friedensnobelpreis, wurde verpaßt im Fall von Irena Sendlerowa. Aber schätzungsweise wäre ihr das sogar peinlich gewesen, denn ihre Rüstung war die Menschlichkeit in Zeiten von unsäglichem Leid.

Ob jemand wirklich in der Rüstung steckt, für die er gerüstet ist, oder ob er nur besser ausgerüstet wurde, kann man bisweilen schwer erkennen. Deshalb bleiben Sie rüstig, auch in Ihren Gedanken.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Merkel berauscht vom „türkischen Pascha“

landscape-690990_1280

Satirischer Rückblick…

Soviel Schmäh tut schon weh, erst als Gedicht und in Folge vor Gericht, so hat eine Merkel entschieden, was Weise vorher bewußt stets vermieden, nämlich daß die Politik die Freiheit des Wortes beschneidet. Darunter nunmehr unsere Demokratie leidet.

Bei Dämmerung manch Liebesspiel sich offenbart, jedoch am Horizont hämisch böses gart, weil stets der Profit zählt, so auch die Serengeti wird bald sterben, Geld regiert die Welt, Mensch und Natur liegen in Scherben. Man zurecht sich fragt, was jener Zinnober soll, der einem sagt, man höre auf jeden Troll.

Welch Spektakel bekommt Mutter Erde dabei oft zu sehen, wenn manch Gesellen einfach nur blöd in der Gegend herumstehen. Gebietet man tatsächlich über sein kleines Stück Land, welches bis aufs Blut es zu verteidigen gilt? So ganz nebenbei, am Rand, welch Teufelswerk wohl dabei um die Ecke schielt: Nationalismus bedeutet immer Krieg, dessen Ende keineswegs ein Sieg!

Daher auch Kerrys Gedanken zu den Hiroshima-Opfern reines Kalkül, bedeuten keineswegs viel, sondern dienen dem hegemonischen Weg, der die Welt in die Apokalypse führt. Das ist schräg, Mensch seine Berechtigung verliert. In Erinnerung an entspannte Hoffnung folgt rechtzeitig die rettende Eingebung, doch noch inne zu halten, mögen Mächte Frieden bewahren?

Ein Thema die Tage in die Öffentlichtkeit drängt, sie ablenkt: Mit der Böhmermann-Affäre Erdoğans Satire-Phobie außer Kontrolle gerät. Wer dabei wohl unheilvolles gezielt sät? Merkel berauscht vom „türkischen Pascha“ vor laufender Kamera sagt, was längst im Vorfeld bekannt: Es ja niemand wagt, Staatmänner zu beleidigen. Die Justiz gebaut auf Sand, möge unser Land nunmehr verteidigen.

Nicht mit dem rechten, nein, mit dem linken Fuß aufstehen, dies galt bisher besonders für eine SPD. Doch die läßt sich anfechten, wie wir sehen, das tut weh. War ihr Weg nicht von Beginn an besiegelt, weil sie aufgewiegelt mittels falscher Genossen unverdrossen dem Hegemon folgt? So ist das gewollt! Selbst vor 40 Jahren war man sich darüber eigentlich im Klaren.

Überall Verrat und Zerfall, so auch das EU-Parlament zum Glyphosat die WHO-Einschätzung ignoriert, völlig ungeniert das giftige Mittel zulassen wird: Erneut die Natur ihr Recht auf gesundes Leben verliert. Mensch, ist das wirklich dein Ernst? Oh, welch raffgieriges Sein, am Ende nicht nur Schein, sondern mit dem Tode ringend allein. Wie früher mit Troja, wiederholt sich des Menschen Saat Jahr für Jahr.

Ach, würden doch all die Gaffer mit derselben Zivilcourage sich einsetzen, wenn Schwächere bedrängt. Stattdessen nur noch hetzen, fordert manch „Arsch“, daß man Menschen henkt. Das Volk wird weiterhin abgelenkt.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Troja

flickr.com/ Following Hadrian/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Following Hadrian/ (CC BY-SA 2.0)

Teil 1

Troja ist ein fernes Land,
von seiner Schönheit ist ein jeder gebannt.
In Griechenland ging Helena aus…
und ein schrecklicher Krieg brach aus.

Der Krieg war sehr lang und hart,
inzwischen hatten alle einen Bart.
Ob Troja es wird zum Siege bringen,
davon werde ich Euch später singen.

Teil 2

Viele Jahre sind im Kriege vergangen,
viele Helden im Tode gefangen.

Doch dann hat Odysseus eine Idee…
alle Griechen verschwinden über See.
Nur ein riesiges Pferd ist noch da
und steht direkt vorm schönen Troja.

Die Trojaner freuen sich über den Sieg,
doch das ist noch nicht das Ende vom Krieg.
Und wie das Ganze noch weiter geht,
das Ihr ein andermal versteht.

Teil 3

In dieser Nacht traten aus dem Pferd
Griechen auf die trojanische Erd.
Bedacht, auf ihre eigne Weise,
öffneten sie die Tore leise.

Die feindlichen Griechen strömten herein
und hackten die aufgewachten Trojaner klein.
Sie nahmen Fackeln und warfen sie auf
die schönen Häuser und Tempel drauf.

Troja ging in Flammen unter
und die Trojaner litten drunter.
Die Überlebenden trauerten sehr,
doch das freute die Griechen noch mehr.

Niemand hatte mit Troja Gnade
und dies ist das Ende dieser Ballade.

Caedmon Kamm

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gaffer seitens Polizei Hagen am Facebook-Pranger

flickr.com/ Maik Meid/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Maik Meid/ (CC BY-SA 2.0)

Der Sensationslust die Rote Karte gegeben

Tagtäglich flimmert die pure Action, entweder per TV oder DVDs in die Wohnzimmer geholt und auf riesigen Flachbildschirmen zu betrachten, dazu möglichst mit Heimkinosystemen akustisch effektvoll begleitet, der perfekte Kick, um dem faden Alltag für eine zeitlang zu entrinnen. Was interesssieren da zwischenmenschliche Belange wie Kommunikation oder gar Respekt vor anderen.

Jene damit verbundene Sensationslust beflügelt zunehmend etliche Zeitgenossen, gleichwohl im realen Leben mit eigener Kamera, heutzutage dem handlichen Smartphone, unterwegs bei bestimmten Gelegenheiten, um der Schaulust freien Lauf zu lassen. Nunmehr platzte der Hagener Polizei der Kragen, sie stellte Gaffer an den Facebook-Pranger.

Der Anlaß war ein tragischer Verkehrsunfall – Hunderte Schaulustige formierten sich

Normalerweise leistet man vollkommen selbstverständlich vor Ort erste Hilfe, sichert einen Unfallplatz ab, benachrichtigt entsprechende Rettungsdienste. Aktive Verkehrsteilnehmer wissen das, zumal thematisiert als Bestandteil der Führerscheinprüfung. In der Regel spielt sich dies auch in der Praxis so ab.

Vorgestern lief am Hagener Hauptbahnhof ein zehnjähriges Mädchen auf die Fahrbahn, wurde seitens eines VW-Golfs per Kotflügel erfaßt und zog sich schwere Verletzungen zu. Ziemlich schnell fand sich eine anwachsende Zahl Gaffer ein, die per Smartphone die dramatische Rettungsaktion filmten, so daß die Feuerwehr wenigstens mit gespannten weißen Tüchern das Mädchen vor den neugierigen Blicken schützte. Manche Gaffer forderten gar dreist die Rettungskräfte auf, doch Platz zu machen zur besseren Einsicht zum Filmen.

Schaulust – gehegt und gepflegt durch die Herrschenden

Tief verwurzelt in unserer Gesellschaft muß die Schaulust gewertet werden, zumal gerade grausame Folter bis hin zu Hinrichtungen einer bewußt hinzugezogenen Öffentlichkeit zur Schau gestellt wurden, gehegt und gepflegt durch die Herrschenden, insbesondere um damit das Volk abzuschrecken.

Heute gesellt sich eine Medienlandschaft hinzu, die ohnehin keine privaten Grenzen mehr scheut, denken wir ans Reality-TV, an deren Shows, die gnaden- und hemmungslos Tabubrüche bis in verborgenste Winkel der menschlichen Seele aufzeigen, wobei gar die Akteure vor der Kamera oftmals fleißig mitwirken. Narzißmus der abartigsten Art?

Müssen wir uns daher nicht wundern, daß immer mehr Gaffer sich einfinden bei solch tragischen Unglücken? Andererseits sollte eine Gesellschaft sich stets messen lassen an ihren Taten, in sofern kann man nur den Aufruf der Hagener Polizei gutheißen. Vielleicht fühlt sich die Politik aufgefordert, die zuständige Gesetzeslage in dieser Hinsicht zu überdenken. Da wäre eine dringend notwendige Korrektur angebracht, um solche Gaffer wesentlich empfindlicher zu bestrafen zum Schutz der Opfer.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Ist das wirklich dein Ernst?

ernst, Zufall, Namensgebung, Menschen

ernst, Zufall, Namensgebung, Menschen

Das Überleben war kein Honigschlecken – Namensgebungen daher kein Zufall

Ist das wirklich dein Ernst? Die Frage impliziert in etwa, entspricht das der Wahrheit, bist du sicher, überzeugt.

Ist das wirklich dein Ernst? Die Frage impliziert in etwa, ist das dein Partner, mit dem Vornamen Ernst.

Okay, heutzutage wird wohl der erste Satz öfters zu hören sein, da der Vorname Ernst nicht mehr häufig oder vielleicht gar nicht mehr für ein Kind ausgesucht wird. Die Sprachbedeutung für den Vornamen ist: Ernst, Sorge, Eifer. Allerdings haben die Gebrüder Grimm eine andere Bedeutung, die wahrscheinlich eher zutreffend ist, beschrieben. Davon ausgehend, daß Vornamen entweder Bezug auf den Charakter oder aber auf eine Wunschvorstellung zur Charakterbildung entstanden sind, oftmals jedenfalls. Hier ein Auszug ihrer Erklärung:

Auffallend ist nun, dasz ein uralter mannsname geradeso Ernust, Ernest, heute Ernst lautet (Förstemann 1, 126, wo man die formen Arnust, Arnest für fehlerhaft halten darf) und in diesem namen musz eine lebendigere vorstellung gelegen haben, als das heutige wort gewährt. darauf leitet selbst die endung ust, die auch in der abstraction dionust servitium ein persönliches dienest servus und dienest ancilla zeigt. was könnte Ernust aussagen? ich vermute vorerst held oder krieger (pugil), und da mhd. ërnst wirklichen streit und kampf, ags. eornest sogar zweikampf bedeutet, so liegt es nahe das altn. orrusta f. proelium, pugna

Da es den Gebrüdern Grimm in vieler Hinsicht um Ernsthaftigkeit ging, haben sie sich bei diesem Namen viel Mühe gegeben seinen Ursprung zu erklären, der obige Textausschnitt ist nur ein kleiner Teil ihrer Bemühungen.

Schließen wir uns den Gebrüdern Grimm an, so gesellt sich der Vorname Ernst in die lange Reihe der Vornamen, die Kraft, Kampf, Mut, Held, Stärke an die Person weitervermitteln sollten. Diese Begriffe sind nicht nur bezogen auf kriegerische Handlungen und Erwartungshaltungen für die Namensträger, sondern auch auf die Umstände der Lebensverhältnisse, die unseren Vorfahren vorlagen. Und die sahen bei weitem nicht immer rosig aus. Hungersnöte, Naturgewalten, unerklärbare Naturvorkommnisse, Raubtiere bestimmten das Leben.

Die Lage war ernst. Und das Überleben war kein Honigschlecken, auch nicht innerhalb einer Gemeinschaft. Wie soll da ein Nachkomme mit dem Vornamen „Lustig“ das Leben meistern? So jemand wurde sicher nicht ernst genommen, oder?

Nun erfüllen sich wider Erwarten nicht alle Namensgebungen als wirklich treffende Charakterbezeichnung eines Menschen, weder bei den weiblichen noch bei den männlichen Nachkommen. Und Felix ist sicher nicht sein ganzes Leben mit Glück ausgestattet. Obwohl, ja manchmal kommt das vor, selbst in diesem Zusammenhang: „Die Ausnahme bestätigt die Regel“, und Ernst ist ernst.

Der Nachwuchs pariert nicht immer nach den Vorstellungen und Wünschen seiner Eltern und Verwandten. Er hat seine eigene Vorstellung vom Leben und Sein, wenn sein Sein nicht gebrochen wurde, macht er damit ernst.

Und so kann es durchaus sein, daß Ernst ein lebenslustiger Mann, inzwischen in Erfahrung gebracht hat, daß Name ursprünglich auch mit „h“ geschrieben wurde und es keine eindeutige Begriffsbestimmung gibt, also nicht unbedingt von „nomen“ hergeleitet ist, denn laut W. Wackernagel ist nämlich name von nëmen (nehmen) abgeleitet: »name ist das was man nimmt, zur gabe empfängt«.

So hat Ernst ernst gemacht und seine Gabe durch die Eltern in Empfang genommen und nennt als ernstzunehmender Satiriker die Lebensart der Menschen beim Namen. Denn kampfeslustig war er eh und je.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Es geschah vor 40 Jahren (12. bis 18. April 1976)

flickr.com/ Kaneda71/ (CC BY-NC 2.0)

flickr.com/ Kaneda71/ (CC BY-NC 2.0)

Wußten Sie was vom 12. bis zum 18. April 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur siebten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter makadomo TV | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar