Isabell

pixabay.com

pixabay.com

Isabell
war sehr schnell
mit ihrem Mundwerk,
viele fühlten sich als Zwerg,
wenn sie mit einem Satz
andere Gedanken zunichte machte.

Ihr war das nicht peinlich,
diese Menschen waren kleinlich.
Sie liebte den Moment,
wenn Argument, um Argument
auf ihrer Zunge brannte,
ihr Geist entsandte.

Isabells Spontanität
war der Genialität
des Chaos entsprungen.
Sie fand sich unumwunden
zurecht,
sobald keine Ordnung herrschte.

Man lehrte sie das Sortieren,
das Klassifizieren,
Schubladen, Ordner wurden beschriftet,
jedes Detail gelistet.
Ihr Denken glich einem Käfig.
Ihre Seele behäbig,

beschäftigt war,
daß ja kein Wirrwarr
die Ordnung störe,
denn ansonsten verlöre
man das Wissen,
Weisheit würde zerschlissen.

Die Seele vermißte ihre Flügel,
steckte ein dafür Prügel
und Unverständnis.
Bis eines Tages sie umschmiß
die Regale und Schränke,
die sie einschränkten.

Isabell entdeckte
längst vergessene, versteckte
Schätze, Erinnerungen
der Kindheit wurden gefunden.
Seither genießt sie Freiheit,
für Kafigdenken ist sie nie mehr bereit.

Nafia

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Am trügerisch friedlichen Nachmittag vor dem großen Krieg

landscape-690990_1280

Satirischer Rückblick…

Möchten manche sich winden, streben nach häßlichem Sieg, Menschenmassen verschwinden. Wo bleibt da noch Zeit für Zärtlichkeit, eine Ahnung voller Leidenschaft, wenn zu viele gewaltbereit, es am Ende etliche dahinrafft? Im Nahen und Mittleren Osten die geballte Aggression wird gelenkt, selbst nach einem Jahr Jemen-Krieg kaum ein Ende Sicht, hat man Frieden schlicht ins Aus versenkt. Seht Ihr die eigentliche Absicht nicht?

Brauchen wir Gleichnisse, um die Essenz zu verstehen, was schon bald wird geschehen? Wann beendet Menschheit endlich dieses unbelehrbare Relikt, das schon soviel Leid hatte geschickt? Nationalismus – was für ein gefährlicher Stuß. Damit ist jetzt Schluß!

Egal wie man es dreht und wendet: Kaufrausch und Konsum, welch sinnloses Tun, nötigt und verschwendet. Drum wollen wir mehr Platz in unserem Heim und fordern ein notwendiges Nein. Dazu reiht sich trefflich ein, bedenkt man die abenteuerlichen Vorstellungen des Herrn Gabriel, der mal so eben schnell das CETA und TTIP durchboxen will. Ist das nicht schrill? Man möchte am Liebsten davonfliegen, weil Großkonzerne längst nicht genug Profite kriegen.

So wie Mensch sich untereinander verhält, zum Leidwesen der ganzen Welt, haben auch Tiere zu leiden. Die EU unterstützt eine deutsche Firma in Weißrussland. Es liegt auf der Hand, daß Massentierhaltung weiterhin profitabel die Politik bestimmt, stets Ausreden ersinnt.

Der Welt entrückt, Mensch total verrückt? Was hierbei vor allem die USA erneut ersinnen mit der Panzerverlegung gen Ost, läßt Europas Frieden davonrinnen, entspricht kriegerischer Kost. Hauptsache der Hegemon knüpft dort an, wie vor 40 Jahren, verfolgt seinen Bann, mobilisiert Soldatenscharen. Bestimmt tatsächlich Vernunft unser tägliches Handeln, wo wir doch die Welt stückchenweise verschandeln?

Wir wissen um die Bedeutung von Nektar und Ambrosia als natürlichen Lebenssaft. Und doch Mensch hat’s geschafft: Bienenvölker sind dahingerafft. Heuchlerisch bedauernswertes Gehabe verdeutlicht nur des Menschen Gabe, stets den Reichtum zu hofieren. Wir haben nichts zu verlieren, wenn auch die Lebensmittelindustrie grundlegend angeprangert wird. Bedenken wir: Wer alles zuläßt, am Ende verliert.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nektar oder Ambrosia natürlicher Lebenssaft

 © Photo: Doris Mock-Kamm


© Photo: Doris Mock-Kamm

Im Kreislauf von Blut und Blüten

Zur Freude vieler Menschen blühen Büsche und Blumen in der Frühlingszeit, um Insekten und schlußendlich auch für die Menschen Nahrung zu spenden. Wen kann es da wirklich wundern, daß Blüte und Blut aus dem selben Wort bluot entstanden sind?

Nah liegt uns nun die wurzel blühen, deren H in blume gerade so schwindet wie in blut, die bei blühen erkannte berührung mit blasen stimmt aber zum einflusz des blutes auf die athmende lunge, so wie der bei blühen und blume unverkennbare bezug auf rothe färbung sich treffend für das blut eignet. ab steht, schon nach der lautverschiebung, skr. plu, dem unser flieszen und flut entsprechen, obschon es auch flare ausdrückt, flut jedoch, mhd. vluot, ahd. fluot, goth. flôdus mahnt an die bildung von blut und flôdus scheint auch zu ergeben, dasz goth. blôd richtiger als blôþ wäre. (Aus DWB Gebrüder Grimm)

Es ist faszinierend, unter einem blühenden Kirsch- oder Apfelbaum zu stehen und den surrenden, brummenden Lauten der Bienen, Hummeln zuzuhören. Die Blätter der Bäume und Büsche sind noch im Entwicklungsstadium, so daß sie kein Hindernis für die Insekten darstellen und uns der freie Blick auf die Blüten möglich ist. Die Blüten der Obstbäume, obwohl in manchen Jahren übervoll, reichen aber bei weitem nicht aus, um allen Insekten genügend Nahrung anzubieten.

Dem Lebenssaft Nektar wird schon in der griechischen Mythologie eine besondere Bedeutung zugesprochen, genauso wie der Speise Ambrosia. Es wird angenommen, daß zwischen Nektar und Ambrosia ursprünglich nicht unterschieden wurde. Die Übersetzung für Ambrosia lautet, den Unsterblichen gehörig, es war die Speise, die nur den Göttern vorbehalten war. Wahrscheinlich auch abgeleitet vom Wort Amrita (Sanskrit: Unsterblichkeit).

Wie dem auch sei, ohne Nektar und Ambrosia können wir Menschen nicht überleben. Kein Blut wird mehr fließen können, wenn unsere fleißigen Gesellen nicht mehr genügend oder krankmachende Blüten vorfinden. Denn der Kreislauf des Lebens hört auf zu fließen, wenn keine Besamung der Früchte mehr stattfindet und ergo damit Speis und Trank nicht mehr vorhanden sind.

Vielleicht begreifen Menschen nur den Zusammenhang des Fließens von Blut (Lebenssaft) und des Fließens von Nektar und Ambrosia (Lebenssaft) besser, wenn ihnen bewußt wird, daß jede kleine Blüte (bluot) auch ihr Blut (bluot) fließen (bluot) läßt. Erst dann kann der Kreislauf allen Lebens bis in die Unsterblichkeit fließen.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Europol stellte riesige Mengen gefälschter Lebensmittel sicher

flickr.com/ Roel Wijnants/ (CC BY-NC 2.0)

flickr.com/ Roel Wijnants/ (CC BY-NC 2.0)

Mehr Haftung und Kontrolle in der Lebensmittelindustrie

Man mag sicherlich die EU und daher auch sämtliche Organisationen zur Durchsetzung deren Interessenvertretung anprangern, aber die kürzlich beschlagnahmten riesigen Mengen gefälschter Lebensmittel, die Europol in einem Zeitraum von November des letzten Jahres bis Februar dieses Jahr sicherstellte, unterstreichen die effektive Handlungsweise der europäischen Polizeibehörde.

Erneut steht die Lebensmittelindustrie am Pranger, sollten vielmehr deren schwarzen Schafe angemessen für ihre kriminellen Machenschaften haftbar gemacht, schärfere Kontrollen für mehr Sicherheit der Endverbraucher gesetzlich geregelt werden. Inwiefern die verantwortliche Politik sich eben nicht traut, wesentlich entschiedener vorzugehen, durften die Bürger beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, bemerkt haben mit Blick zum Ernährungsreport 2016.

Halbherziges Vorgehen begünstigt und hofiert die Lebensmittelindustrie

Allein schon das Wort selbst, eine Lebensmittelindustrie, sollte jeden halbwegs kritischen Zeitgeist stutzig machen, daß hierbei seit Jahrzehnten etwas grundlegend verkehrt läuft. Mit welchem Recht lassen sich Menschen derart simpel auf eine solche Vorgehensweise ein, in dem Firmen deren täglichen Nahrungsmittelbedarf regeln, ihn weiterverarbeiten?

Wer genauer hinschaut, kommt nicht umhin festzustellen, daß vom Samen im Boden, über die gezielten Giftcocktails per Insektizide, Kunstdünger und spätere Lebensmittelzusätze, bis hin zur Verpackung die Nahrungsmittel dermaßen mies behandelt werden, mit dazu gehört die fragwürdige Massentierhaltung. Und trotzdem läßt der Endverbraucher dies alles geschehen, befindet sich in einer gewißen Abhängigkeit. Was früher der eigene Nutzgarten, eine ländliche Kleinbauernstruktur, wird längst eben mittels dieser Lebensmittelindustrie übernommen. Gibt es Wege, diesen Kreislauf zu verbessern? Auf alle Fälle.

Zurück zur Natur – Bioprodukte keine zufällige Antwort

Zunächst wurde er belächelt, der Weg zurück zur Natur, in dem Bioprodukte den Lebensmittelmarkt bereichern sollten. Und das, obwohl eigentlich ein natürlicher Umgang mit Pflanzen und Tieren selbstverständlich sein sollte. Im Zuge einer Gewinnmaximierung, in der sowohl Mensch als auch Natur gänzlich mißachtet wurde, nimmt die Lebensmittel- und Agrarindustrie keinerlei Rücksicht, so daß wir uns über deren Auswüchse eigentlich nicht wundern dürften.

Höchste Zeit, den Weg zur Biobranche wesentlich mehr zu unterstützen, selbst wenn auch dort hin und wieder schwarze Schafe sich einfinden, darf man sich nicht beirren lassen, giftfreie Ackerflächen, also ohne Kunstdünger, gefährliche Insekten- und Pflanzenschutzmittel sowie Gentechnik à la Monsanto und Co. zu fordern. Wie gut das funktioniert, sieht man in der Biobranche, bescheinigen Ärzte und all jene, die die sich auf diesen Weg einlassen.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Verbraucherschutz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vernunft bestimmt unser tägliches Handeln

flickr.com/ kleuske/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ kleuske/ (CC BY-SA 2.0)

Wider besseres Wissen – wenn die Unvernunft mit ihren Reizen spielt

Selbst wenn man es spürt, es eigentlich besser weiß, gerät man doch hin und wieder in die Versuchung, man macht’s einfach: gegen die Vernunft handeln. Scheinbar ist dieses Tun mit einem Reiz belegt, der sämtliche Bedenken, Wissen, Erfahrung außer Kraft setzen kann. Kleinen Kindern verzeiht man es, sie wissen es doch noch nicht anders (reden wir uns zumindest ein), bei Jugendlichen kann es zu einem scheinbar immerwährenden Spiel, vielleicht auch in Kampfgeist herausfordernde geistige Auseinandersetzungen ausarten.

Vernunft, gleichbedeutend mit Denkfähigkeit, Erkenntnisvermögen, ist eine Ableitung vom Verb vernehmen, erfassen, ergreifen, wahrnehmen. Demzufolge sagt es ursprünglich nur aus, etwas zu registrieren, aufzunehmen.

Das bedeutet, wenn wir eine Möglichkeit des Vergleichs benützen, können wir aus dem Erfassen eine Erkenntnis schöpfen, die eine vernünftige Lösung, Meinung, Ansicht beinhalten kann. Bleibt aber eine Vergleichsmöglichkeit aus, entweder weil man keine Alternative kennt, oder es widerspricht einem grundsätzlich, eine andere Sicht zu akzeptieren, dann liegt keine Vernunft vor, sondern nur eine Wahrnehmung.

Beispiel gefällig: Wir besitzen ein Huhn. Es hat rote und gelbe Federn. Es frißt nur Samen und wird höchstens fünf Jahre alt. Aus dieser Erkenntnis können wir keine Vernunft erschließen, es bleibt nur „vernumft“, althochdeutsch, vernehmen, ein Erfassen.

Nun haben wir ein Huhn mit roten und gelben Federn, und es frißt Samen, Körner, Würmer und wird höchstens fünf Jahre alt. Hier haben wir durch das Freßverhalten die Möglichkeit für einen Vergleich. Füttern wir das Huhn nur mit Samen oder Würmern, so kann das auf die Altersangabe eine Auswirkung haben, infolge einer Mangelernährung. Es wäre also unvernünftig, das Huhn nur mit Samen zu füttern.

Kleine Kinder haben oft „Entenfüße“, sie ziehen die Schuhe falsch an, weil für sie Schuh Schuh ist und nicht ein rechter und ein linker Schuh. Diese Erkenntnis nehmen sie nicht wahr und ist für sie nicht relevant. Jugendliche bringen es fertig, im Winter mit leichtem Pulli rauszugehen, sie nehmen zwar wahr, daß dies zu kalt ist, blenden die Kälte aber aus, weil nur das Tragen dieses Pullis relevant ist. Erwachsene benützen sehr oft die Unvernunft, um Fehlbarkeiten, Schwächen zu überspielen, so kaufen sie eine überteuerte Stereoanlage, fahren an ein Urlaubsziel, das ihr finanzielles Budget überschreitet, um damit bei Freunden Eindruck zu machen oder um es mit Erich Kästners Worten aus dem Gedicht zu sagen:

Sogenannte Klassefrauen

Sind sie nicht pfuiteuflisch anzuschauen?

Plötzlich färben sich die Klassefrauen,

weil es Mode ist, die Nägel rot!

Wenn es Mode wird, sie abzukauen,

oder mit dem Hammer blau zu hauen,

tuns sie’s auch und freuen sich halbtot.

Der Reiz, etwas Unvernünftiges zu tun, wider besseres Wissen zu handeln, ist ein Zeugnis von Ignoranz gegenüber den eventuellen Folgen, die sich ergeben können. Solange die Unvernunft zu keinem Schaden führt, ist dieses Handeln sicherlich ein kleines Spiel mit dem Feuer und birgt darin seinen Reiz. Wenn nun aber der Spieltrieb ohne Reflektion, ohne Vergleich, beibehalten wird, dann kann das kleine Spiel mit dem Feuer einen Großbrand auslösen. Vernünftig handeln kann nur der, der immer wieder unter mehreren Möglichkeiten Konsequenzen zieht, alles andere ist Unvernunft.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Es geschah vor 40 Jahren (29. März bis 04. April 1976)

flickr.com/ Dina Regine/ (CC BY-SA 2.0)

flickr.com/ Dina Regine/ (CC BY-SA 2.0)

Wußten Sie was Ende März und in der ersten Aprilwoche 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur fünften Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter makadomo TV | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

USA: Panzerverlegung als Rechtfertigung zu Russlands Aggression

flickr.com/ The U.S. Army/ (CC BY 2.0)

flickr.com/ The U.S. Army/ (CC BY 2.0)

Wenn Größenwahn einen dritten Weltkrieg provoziert

Die Eskalation zu einem weiteren Wettrüsten nimmt schon länger ihren Lauf, hatte dessen Beendigung in Wirklichkeit trotz dem Fallen des Eisernen Vorhangs nie wirklich stattgefunden. Was in dem kurzen Zeitfenster einer Ost-West-Entspannung möglich war hin zu einem ernsthaften Friedensprozeß, wurde ziemlich schnell verspielt. Allein schon das Vorrücken der NATO gen Osten machte dies überdeutlich.

Bereits in der letzten Münchner „Sicherheitskonferenz“ zeigte sich erneut die Haltung des US-Westens. Man ließ es sich nicht nehmen, Putin als Aggressor zu verurteilen, um somit jedwedes militärisches Vorgehen zu rechtfertigen. Russlands Schlüsselrolle nimmt in der Tat immer schärfere Konturen an, und zwar in dem die USA dem Größenwahn verfallen einen dritten Weltkrieg weiterhin provozieren, ihre Panzerverlegung zu Russlands Aggression rechtfertigen. Welch billig durchschaubare Strategie. Entlang den Grenzen zu Russland wird Militärpräsenz installiert, wissend, Russland wird sich dies nicht bieten lassen.

Von langer Hand geplant – zum Scheitern verurteilt

In der Ukraine inszenierten die USA zusammen mit der EU den Maidan-Putsch, jagten den rechtmäßigen Präsidenten außer Landes, zeigten unverhohlen ihren Haß gegen die russische Bevölkerung, ganz besonders durch mitinvolvierte ukrainische Nazi-Schergen, und verlangten dann, daß Russland seelenruhig zuschauen sollte, daß die Krim ebenso endgültig diesem neuen Regime sich unterzuordnen hatte.

Nicht weiter verwunderlich, schützte als sofortige Reaktion Präsident Putin die russische Bevölkerung der Krim und ließ per Referendum sie abstimmen, ob die Halbinsel ihre Unabhängigkeit erlangen wolle. Die Mehrheit entschied sich, nicht mehr zur Ukraine zu gehören. Mit der Krim-Krise aus der Sicht des US-Westens befand dieser sich genötigt, unbedingt Russland zu sanktionieren, nunmehr die Ukraine militärisch aufzurüsten, per Krieg die russische Bevölkerung im Land zu demütigen und zu bedrohen. Wohin das führte, sah man im November letzten Jahres, als kurzerhand der Strom zur Krim gekappt wurde. Die westliche Allianz hat ihr erklärtes Feindbild festgelegt. Der Hegemon wütet weltweit und im Osten Europas, die EU selbst läßt dies auch noch zu, Hauptsache die Geschäfte florieren.

Weltkriegsschauplatz Europa nicht mehr fern

Welch düstere Prognose, erst recht mit Blick zu den bevorstehenden US-Wahlen. Daß ein Bernie Sanders als Hoffnungsträger nahezu chancenlos am Ende das Handtuch werfen muß, sollte Beobachtern längst klar sein. Hierbei zeigt sich die Fratze des Bösen mit den beiden potentiellen übrigbleibenden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Beide Garanten für mehr Kriegstreiben hin zu einer Eskalation in den dritten und vorläufig letzten Weltkrieg, wie jedem klar sein sollte angesichts atomarer Szenarien.

Genau deshalb sollte Europa eigentlich reagieren, wenn die USA Russland als Feindbild erklären und ihre militärische Präsenz verstärken. Wer dabei noch von Entspannung oder gar friedlichen Absichten spricht, scheint den Ernst der Lage zu verkennen.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare