TTIP: Kretschmanns Befürwortung stößt auf berechtigte Kritik

flickr.com/ Bündnis90/Die Grünen Baden-Württemberg/ (CC BY-SA 2.0)

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Grüne Partei weiterhin mit fragwürdiger Politik unterwegs

In zwei Tagen findet ebenso im Ländle die 16. Landtagswahl statt, sorgt neben dem bevorstehenden Einzug der AfD die Haltung des amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Freihandelsabkommen TTIP für gewißen Unmut, hatte er doch während einer Veranstaltung des Naturschutzbundes BUND in Radolfzell letztlich, wenn auch unter bestimmten Bedingungen, das TTIP selbst befürwortet.

Wirklich überrascht sollte allerdings niemand sein, da die Partei der Grünen weiterhin mit fragwürdiger Politik unterwegs ist, die sie bereits in der Regierungskoalition mit der SPD von 1998 bis 2005 anschaulich unter Beweis stellte. Denken wir an den Kosovo-Krieg, bei dem Deutschland sich aktiv beteiligte oder an die Verabschiedung der sozialrassistischen Hartz-IV-Gesetze.

Der Trugschluß von Verhandlungsspielräumen

Muß man diesem baden-württembergischen Ministerpräsidenten eine verklärte Träumerei unterstellen, weil er doch tatsächlich meint, man könne als europäischer Verhandlungspartner auf Augenhöhe mit den US-Amerikanern argumentieren, diese gar überzeugen? Das Ganze unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, wie Kretschmann betonte, er habe Befürchtungen, Europa könne ansonsten außen vor stehen, während bei einem Nein zum TTIP die USA mit anderen Geschäfte mache?

Die Gefahren der vielen Nachteile dieses Freihandelsabkommens, die werden vom Grünenpolitiker mal soeben beiseite gefegt. Es erhebt sich dabei der Verdacht, Kretschmann reiht sich ein in die Riege derjenigen, wie unter anderem Sigmar Gabriel und Angela Merkel, es würde schon alles gutgehen mit dem Abkommen. Spekulationsvermutungen sind angebracht, zumal Korruption in der Politik ohnehin naheliegend, erst recht, wenn dermaßen unerschrocken dieses TTIP nicht angezweifelt wird.

Liebäugeln mit einstig politischem Gegner reine Kalkulation?

Genau das kann man durchaus Herrn Kretschmann unterstellen, nicht nur wegen seiner Haltung zum TTIP. Darüber hinaus gilt unbedingt, daß Politik ein schmutziges Geschäft darstellt, was heute verkündet, mag morgen längst nicht mehr gelten. Dem Machterhalt dienlich werden allzu rasch alte Positionen mal eben so über Bord geworfen.

Früher stellte die CDU-Politik ein NoGo für die Grünen dar, heute sind längst Koalitonen auf Landesebene in Hamburg und Hessen vollzogen. Auf Bundesebene wäre dies somit durchaus denkbar, besonders im Hinblick zu Politikern wie Winfried Kretschmann. Machtkonstellationen verleihen halt Flügel, die so manche Standpunkte vergessen lassen.

Lotar Martin Kamm

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Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 5)

pixabay.com

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Ein Drama mit offenem Ende

Angie im Bett liegend, gut zugedeckt. Unruhig sich dabei hin- und herwälzend. Murmelnd vor sich hin im Halbschlaf.

Angie: Was träume ich da nur für einen Unsinn von einem Debattierclub der Alemannen. Obendrein mich dort ständig rechtfertigend, vor allem ausgerechnet vor diesem Schnösel Schröder. Also, so was aber auch. Dabei müßte eigentlich ich flüchten vor lauter Anfeindungen in letzter Zeit. Aber nein! Mir die Flüchtlingsfragen nonstop nachtragen, meinen Satz „Wir schaffen das!“ ständig ankreiden. Geht gar nicht, ich meine es doch gut.

Ein entschiedenes Klopfen an der Tür ihres Hotelzimmers.

Angie: Wer stört mich da mitten in der Nacht?

Bodyguard: Frau Merkel, die Beerde hat ein wichtiges Treffen mit den USA begonnen. Sie weiß, außerplanmäßig. Ließ sich nicht vermeiden. Ihre Anwesenheit wird dringend erwünscht.

Angie: Ja, ja, schon gut, danke. Ich beeile mich. Sagen Sie dem Chauffeur, er könne in zehn Minuten vorfahren.

Dabei steht sie schnell auf, stolpert fast übers lange Nachthemd und begibt sich ins Bad.

Der Vorhang schließt sich. Umbau zur neunten Szene. Die deutsche Nationalhymne erklingt, aber ohne Text. Q tritt vors Publikum.

Q: Na, haben Sie’s bemerkelt? Äh…bemerkt, tschuldigung, das Merkel färbt ab, ist doch wahr! Sie dahinten in der dritten Reihe brauchen nicht so pikiert zur Seite gucken. Aha, selber wohl die CDU gewählt, oder? Dann glotzen Sie nicht so erstaunt! Wer den C-Parteien zur Macht verhelfen tut, bei dem auch später klebt ganz viel Blut! Übertrieben? Sie werden sich noch wundern, in welche Grotte die uns führen, wenn alle Systeme zusammenbrechen vor dem letzten Krieg. Sie haben richtig gehört. Das geht nicht gut! Ob wir noch eine Chance zum Frieden haben? Nein. Frieden war gestern. Den wollte ja niemand mehr, also kommt der Krieg unweigerlich zu uns. Ist doch klar!

Q geht ab, ohne weitere Antworten abzuwarten. Der Vorhang öffnet sich. Beerde, Angie, die USA und ein Moderator, der dem Jauch verblüffend ähnlich sieht, sitzen in trauter Runde einer Talkshow, die allerdings des nachts aufgezeichnet wird, ohne Publikum.

Herr Jauch: Wir sitzen hier alle zusammen, weil Wladimirowitsch gestern abend eine deutliche Ansage gen Westen formuliert hatte, die wir nicht unkommentiert im Raume stehen lassen. Für Sie, liebe Fernsehzuschauer, nochmal der Abspann seiner Ansprache, bzw. der entscheidende Passus. Bitte schön.

Hier nickt Herr Jauch überdeutlich. Die Leinwand hinter ihm wird zum Leben erweckt.

Der Bär: …genau aus diesem Grund bitte ich den Westen, folgendes dringendst zu verinnerlichen: Solange die USA zusammen mit der EU und dort im Besonderen die BRD unter Frau Merkel keinerlei Zugeständnisse machen, daß sowohl beim Ukraine-Krieg und erst recht beim Syrien-Krieg alle Optionen auf Konfrontationen gen Russland stehen, was einer Kriegserklärung gleicht, werde ich keine Ruhe geben, in aller Deutlichkeit Sie alle zu entlarven und vor der Weltöffentlichkeit anmahnend zurecht zu weisen. Hören Sie auf, ständig weitere Maßnahmen einzuleiten, die eben nicht deeskalierend wirken, so wie die neuliche Operation „Assads Fall“, ein hinterhältiger Versuch, den legitimen Präsidenten Syriens zu töten, eine Parallele zu Gaddafi erkennt die Russische Föderation mit Schrecken, außer, daß Sie nicht direkt die syrische Armee angriffen. Unterlassen Sie jedes weitere Vorgehen, ansonsten sehe ich mich gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das ist meine letzte Ansage!

Die Leinwand wird wieder dunkel. Herr Jauch schwenkt seinen Drehstuhl wieder seinen Gästen zu.

Herr Jauch: An Sie, Frau Bundeskanzlerin, zunächst das Wort, weil Wladimirowitsch Sie intensiv bedachte. Was sagen Sie zu seinem Machtwort?

Angie: Das geht natürlich gar nicht, sollten wir uns nicht bieten lassen, oder?

Dabei blickt sie entsetzt zur USA.

USA: Well, wenn ich da bestätigen darf? Der Westen sagt immer: Let’s go west. Was will der Bär nur? Vor allem, was hat er mit dem Assad mal wieder zu schaffen? Soll uns machen lassen, wir haben immer die besten Optionen für den Weltfrieden!

Beerde: Gerade nach dem Mauerfall, als der Eiserne verschwand, gab es doch genügend Gelegenheiten für Russland, besser mit uns zusammenzuarbeiten. Aber nein, die NATO wurde angegangen, die bekanntlich friedlich strukturiert.

Herr Jauch: Und was sagen Sie zur NATO-Ostererweiterung, die fand nicht statt?

Die Regie schaltet sich ein.

Regie: Ihre Frage zeichnen wir nicht auf. Wir hatten doch besprochen, keine kritische Bemerkung, oder?

Herr Jauch zieht seine Schultern für alle sichtbar nach oben.

Herr Jauch: Mit der angeblichen NATO-Osterweiterung übertreibt dabei Wladimirowitsch ein wenig, sollte er nicht so kleinlich sehen. Außerdem dienen die Raketen in Polen, den Iran in Schach zu halten.

USA: Okay, Herr Jauch. Sie treffen den Kern der Sache. Thanks für die Vorlage.

Der Vorhang schließt sich, es folgt die US-amerikanische Nationalhymne. Eine sehr leicht bekleidete junge Frau tritt auf, geht von rechts nach links am Vorhang entlang, hält dabei ein Schild gen Publikum, auf dem geschrieben steht: God save the American Dream – Putin’s star will never gain steam!

Fortsetzung folgt.

Lotar Martin Kamm

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 1)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 2)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 3)

Menschen haben nichts mehr zu verlieren (Teil 4)

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Es geschah vor 40 Jahren (08. bis 14. März 1976)

flickr.com/ tim.md/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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…Wußten Sie was… in der zweiten Märzwoche 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur zweiten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren…“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten. Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm
Lotar Martin Kamm

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Plagiatsaffäre: Ursula von der Leyen schrieb „nur“ unabsichtlich ab

flickr.com/ theglobalpanorama/ (CC BY-SA 2.0)

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„Ministerin in Amt und Würden“ mit Extrabonus bedacht

Die Liste derjenigen, denen man ein Plagiat vorwerfen muß, wird immer länger, von den bisherig Unbekannten mal abgesehen. Hat die derzeitige Bundesministerin für Verteidigung (angesichts der deutschen Beteiligung im Syrien-Krieg eher als Hohn zu betrachten), Ursula von der Leyen, nur unabsichtlich abgeschrieben bei ihrer Doktorarbeit, wie die Medizinische Hochschule Hannover feststellte, um sie zugleich vom Vorwurf des Plagiats zu entlasten?

Die „Ministerin in Amt und Würden“ mit einem Extrabonus bedacht? Diese Politikerin marschiert trotz etlicher Entgleisungen, stets gedeckt von ihrer Partei, obendrein hofiert als potentielle Nachfolgerin von Angela Merkel, falls die Bundeskanzlerin entweder früher ihren Hut nimmt oder bei der Wahl im nächsten Jahr nicht mehr von ihrem Beliebtheitshoch profitieren kann. Die Albrechttochter, Vorzeigemutter und Paradebeispiel wie gut doch Karriere und Familie zu meistern sind. Eine schallende Ohrfeige all den Müttern gegenüber, die am Rand des Existenzminimums darben müssen, während sehr gut betucht man in der Öffentlichkeit sich profiliert.

Plagiatsjäger alles andere als simple Petzer

Dem Spiegelartikel möchte man so nicht folgen. Einerseits Plagiatsjäger in die Rolle eines Schulpetzers sehen wollen, um gleichzeitig die Nervenstärke der Ministerin zu bewundern? Natürlich hat diese Politikerin die Partei hinter sich, schließlich gelangt niemand zufällig an solch Posten, greift auch das Geklüngel in Hannover selbst, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Eine Parallele zum Plagiatsvorwurf von der deutschen Philosophin Elisabeth Ströker, deren Kollegin Marion Soreth ihr vorwarf, sie habe bei ihrer Doktorarbeit teilweise gar wörtlich abgeschrieben ohne Quellenhinweise, wobei die Wissenschaftsjournalistin Irene Meichsner Soreth sie unterstützte, die Wochenzeitung „Die Zeit“ sich ebenso des Themas annahm? Nach einem „Offenen Brief“ von über hundert Gelehrten, auch Carl Friedrich von Weizsäcker befand sich unter ihnen, wurde ihr Titel gleichwohl nicht aberkannt.

Wer mehr erfahren möchte über fragwürdige Plagiasts-Verdächtige, dem sei diese Seite empfohlen.

Gleiches Recht für alle eine einzige Farce

Zu keinem anderen Schluß mag man zur Plagiatsaffäre Ursula von der Leyen gelangen, wobei dies auch einem Promibonus entspricht, denken wir an Uli Hoeneß, der inzwischen als freier Mann seine schnell zurückerlangte Rehabilitation genießen darf. Die paar Millionen Steuerhinterziehung werden unter den Tisch gekehrt, während ein arbeitsloser Ladendieb vergleichsweise richtig hart bestraft wird. Justitia, wir lassen Dir gewähren, Du Inbegriff für Gerechtigkeit und Gerichtsbarkeit – die Kleenen schnappt man, die Großen lassen wir laufen! Welch Farce, die Behauptung, gleiches Recht für alle.

Lotar Martin Kamm

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Jacke wie Hose – keineswegs von Gleichgültigkeit geprägt

flickr.com/ Kmeron/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Nur wer differenziert, gelangt zu besseren Erkenntnissen

Jacke wie Hose, ein Ausspruch, der aus dem Schneiderhandwerk hervorgegangen ist und seit dem 17. Jahrhundert in den Sprachgebrauch übernommen wurde, bedeutete ursprünglich beide Teile, Jacke und Hose, sind aus dem gleichen Stoff. So änderte sich nicht nur die Modewelt, sondern auch die sprachliche Ausdrucksweise wurde bereichert. Jacke wie Hose, das eine so gut wie das andere.

Es gibt viele Dinge im Leben, in denen es wirklich keine besondere Rolle spielt, ob wir nun den grünen Apfel oder den roten Apfel essen. Ein wenig anders verhält es sich mit Birne und Apfel, Ananas und Erdbeere, Johannisbeere und Pfirsich, alles sind Obstsorten, aber ihre Vitamine, Fruchtgehalte sind verschieden. So oder ähnlich ist es in vielen Bereichen, in denen wir eine Entscheidung treffen, die Entscheidung kann sehr differenziert gesehen werden, und es fällt schwer, zu einer bestimmten Zusage zu kommen, oder sie ist für uns klar ausgeprägt und wird nicht noch hinterfragt. Beim Roulette oder anderen Spielformen kann eine Entscheidung, Jacke wie Hose, im übertragenen Sinne voll in die Hosen gehen, und wir können sogar die Jacke voll kriegen.

Manches Mal, gerade vor anstehenden Wahlen, hört man diesen Ausspruch, Jacke wie Hose sehr oft in Verbindung, eine Partei sei wie die andere. Ja, richtig und auch wieder nicht. Alle sich zur Wahl stellenden Parteien sind eine Partei, wie das oben beschriebene Obst, aber in diesem Zusammenhang sind die Inhalte, also die Äußerungen bezüglich den sich stellenden Fragen und Antworten, die das Gemeinwohl betreffen, hoffen wir mal, nicht nur von drei bis fünf Aussagen über die Partei zu beachten. Denn die Auswirkungen der Wahl Einzelner betrifft in diesem Fall die gesamte Bevölkerung.

Generell gilt, ob nun für eine Partei, Verein, Club, Gemeinschaft aus irgendwelchen Gründen, um Verbundenheit, Ansichten, Thesen mitzutragen, gibt es sogenannte Regeln, Statuten, die dafür sorgen, daß alle sich diesen „Gesetzen“ unterordnen. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, wird entweder ausgestoßen, oder er regiert als Alleinherrscher die Partei, Gruppe. In dieser Hinsicht ist es also völlig unerheblich, welche Partei gewählt wird, denn Partei ist Partei, so wie Obst, Obst, oder Jacke wie Hose.

Wer etwas verändern möchte, bereit ist, ein Problem mit sämtlichen Differenzierungen zu betrachten, sollte deshalb nicht Jacke wie Hose wählen, auch nicht „um es den anderen zu zeigen“. Vielleicht sind „Die Trends für das Jahr 2000“ gerade jetzt wichtig, überdacht zu werden.

Die Trends für das Jahr 2000

1. Personen, die per Hypnose keine Zukunft mehr hatten, litten unter Identitätsverlust. Sie kannten zwar keinerlei Angst, aber auch keinerlei Motivation. (mystischer Zustand)

2. Personen, die per Hypnose eine erweiterte Zukunft erlebten, wiesen ein starkes Gefühl von Selbst-Erfüllung auf, kannten keinerlei Todesangst, waren aber ausgesprochen kontemplativ, passiv und zeigten einen überhohen Gleichmut. (eine Art asiatisches Gewährenlassen)

3. Personen, die hypnotisch keine Vergangenheit mehr hatten, wirkten infantil apathisch und erlebten ihren Zustand ohne Sinn und Wert.

4. Personen, die keine Gegenwart aufwiesen, erlebten die schlimmsten Zustände, das heißt Depressionen und psychologische Schräglagen, fast bis zur Schizophrenie.

5. Personen, die mit einer erweiterten Vergangenheit (das ist in etwa “das Weltbild” stolzer Konservativisten) zeigten egozentrisches Verhalten und Gehemmtheit in fast allen Lebensbereichen.

Dr. Bernhard Aaronson, New Jersey, Neuropsychiatric Institute
Forschungsarbeit über “timeless Minds”
Einfluß der Zeit-Richtungs-Orientierung auf Menschen

Übrigens, gibt es in der Mode nicht nur Jacke und Hose, sondern auch Kostüme, Blusen, T-Shirts, Hemden, Pullis und vieles mehr, außer sie bevorzugen generell Jacke und Hose und verpassen damit das Erlebnis, Neues zu probieren.

Doris Mock-Kamm

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Iran: Raketentests sorgen für angeblichen Unmut

flickr.com/ sharnik/ (CC BY-NC 2.0)

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US-Westen beansprucht weiterhin seine Dominanz

Das Recht auf die Verteidigung seines Landes sollte jeder Nation gestattet sein. Wer hierbei mit zweierlei Maß mißt, muß sich unterstellen lassen, eigene Vorteile aunutzen zu wollen, was in einem militärischen Konflikt dann äußerst entscheidend sein wird. Während Israel vollkommen selbstverständlich als einzige vertretene Atommacht im Nahen und Mittleren Osten sich einer gewißen Sicherheit wähnen darf, sorgen die kürzlich gemeldeten Raketentests des Iran für angeblichen Unmut.

Dabei beruft sich der US-Westen auf die Resolution 1929 des UN-Sicherheitsrates vom 09. Juni 2010, bei dem 12 der 15 Mitglieder dieser zustimmten, Libanon sich enthielt, Brasilien und die Türkei dagegen stimmten.

Westliche Proteste verdeutlichen deren Heuchelei

Dabei unterscheidet der Westen nicht im geringsten, Hauptsache er macht sich im richtigen Moment Luft, beruft sich auf eine bald sechs Jahre alte UN-Resolution, die ohnehin eher fragwürdig zu werten ist. Klar doch, damals sorgte der sechste Präsident Irans, Mahmud Ahmadinedschad, noch für genügend Sorge ob seiner feindseligen Äußerungen gen Israel, gerade im Zusammenhang seiner Holocaust-Leugnung, der abgehaltenen Konfernz im Iran (2006).

Andererseits nutzt der US-Westen seine strategische Ausrichtung zunehmend, denken wir an die Initialzündung des Arabischen Frühlings, der die Ermordung Gaddafis und einen bald fünf Jahre langen Krieg in Syrien zur Folge hat, der gesamte Nahe und Mittlere Osten gleicht seitdem erst recht einem Pulverfaß. Immer mehr Nationen werden in Mitleidenschaft gezogen, mischen sich ein. Der eigentlichen Heuchelei der westlichen Staaten können nur noch die VR China, die Russische Föderation und deren Verbündete wie u.a. der Iran etwas entgegensetzen. Eine breite Front feindseliger Staaten sich gegenüberstehend, bereit zum dritten Weltkrieg?

Irankonflikt nur Nebenschauplatz?

Das wäre zu vermessen, da die Lage wesentlich komplexer sich gestaltet, ohnehin eine Kettenreaktion unkontrollierter, kriegerischer Auseinandersetzungen folgen kann, sollte der US-Westen seinen Kurs der Provokationen fortsetzen. Durfte noch zu Beginn dieses Jahres der Iran sich freuen, daß die Aufhebung der Sanktionen wegen des ausgehandelten Atomabkommens folgte, muß man annehmen, daß sie nur von kurzer Dauer sein könnte.

Die jüngsten Raketentests des Iran bieten dem West-Bündnis neue „Spielwiesen“ von Drohgebärden nicht nur dem Iran gegenüber, sondern ebenso dessen befreundeten Staaten, allen voran Russland. Das Zündeln im Nahen und Mittleren Osten folglich zweckdienlich, endlich Russlands Präsident Wladimir Putin aus der Reserve zu locken, wenn dies schon nicht beim Ukraine-Krieg gelang? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? Wohl eher kaum.

Lotar Martin Kamm

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Susi und Marie

flickr.com/ Linie M – Metall Form Farbe/ (CC BY-NC-ND 2.0)

flickr.com/ Linie M – Metall Form Farbe/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Oft an sonnigen Tagen, Susi und Marie
sind auf dem Spielplatz vis-à-vis.
Susi schaukelt vor und zurück,
Marie wie immer das Handy zückt.

Ihr neuer Freund stets mit dabei,
wenn auch nur online.
Susi tanzt über den Holzbalken,
ihre ausgestreckten Arme schwanken

hin und her, fürs Gleichgewicht,
schon fällt sie, nicht aufs Gesicht,
sondern auf die Knie,
verdreckt die neuen Overknee.

Marie zückt wieder das Handy,
jetzt gibt’s zur Erinnerung ein Selfie,
leidlich guckende, zerzauste Susi,
mit Mundkuß strahlende Marie.

Susi hinkt zum Karussell,
dreht am Mittelrad sehr schnell.
Sie lacht, verliert das Gleichgewicht,
Marie tut so, als sieht sie es nicht.

Jetzt torkelt Susi zur Wippe.
„Marie, komm schaukeln, bitte!“
„Nee, das mach ich doch nicht!
Mensch, Oma, du bist so peinlich!“

Nafia

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