MH370-Ermittlungsbericht ohne nennenswerte Erkenntnisse

flickr.com/ charlywkarl/ (CC BY-ND 2.0)

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Wilde Spekulationen nützen den Hinterbliebenen keineswegs

Heute vor zwei Jahren verschwand die Malaysia Airlines Boeing 777-200ER, besser bekannt unter Malaysia-Airlines-Flug 370, die auf dem Weg vom malaysischen Kuala Lumpur nach Peking sich befand und um 1:21 Uhr Ortszeit laut Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Subag Airports plötzlich auf keinem Radarbildschirm mehr zu sehen war.

Daraufhin begann die größte Suche der Luftfahrtsgeschichte, die bis zum heutigen Tag anhält, es befanden sich schließlich 227 Passagiere aus 15 Nationen und 12 Besatzungsmitglieder an Bord. Der mit Spannung erwartete Ermittlungsbericht, der den Angehörigen und dpa vorliegen soll, liefert keine nennenswerte Erkenntnisse. Die wilden Spekulationen der vergangenen zwei Jahre nützen den Hinterbliebenen keineswegs.

Viel Medienhype und Bucherscheinungen zum Verschwinden

Erinnerungen an 9/11 wurden wach, schließlich berichtete in den USA der Nachrichtensender CNN nach dem Verschwinden der Boing rund um die Uhr, obwohl keinerlei neue Erkenntnisse gefunden wurden. Ein Viertel Jahr später erschien schon das erste Buch zu MH370.

Natürlich tobte weltweit die Gerüchteküche, vom einfachen, naheliegendem Absturz im südlichen Indischen Ozean bis hin zur Entführung der gesamten Maschine nebst Passagieren zu einem Zielort X, um an gewißes Geheimmaterial zu kommen, welches sich an Bord befunden haben soll nebst bestimmten Personen mit wichtigen beruflichen Kenntnissen, die der Entführungsmacht dienlich sein könne.

Das kürzlich gefundene Trümmerteil der Boing, eine Flügelklappe von MH370, welches an der Küste der französischen Insel La Réunion angeschwemmt wurde, sollte schon als ein Indiz gewertet werden, daß das Flugzeug irgendwo da draußen auf dem Grund des Indischen Ozeans liegen dürfte.

Spurensuche fast aussichtslos

Bedenkt man dabei, daß sich inzwischen auf ein Gebiet der Größe Baden-Württembergs, Thüringens und Bayerns festgelegt wurde, obwohl genauso gut die Boing auch woanders abgestürzt sein könnte, nach der bisherig bekannten Irrflugroute, darf man sich nicht wundern, daß sie bisher nicht gefunden werden konnte.

Zwar schwingt trotz der schwierigen Suche, die jetzt einer Prioritätszone von „nur“ noch 44.000 Quadratkilometern unterliegt, gewißer Optimismus, man glaube, die Maschine dennoch zu finden, aber sollte dies bis Juni dieses Jahres nicht gelingen, werde die Suche eingestellt. Und zurück bleibt das Rätsel der verschwundenen Boing 777-200ER, deren letzten sieben Stunden ungeklärt, die Angehörigen der Passagiere und der Crew würden nie erfahren, was genau geschah.

Lotar Martin Kamm

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Keineswegs bereit mit anderen den Teller zu teilen

pixabay.com

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Außer in Kriegsjahren vielleicht?

Ist es bei Ihnen auch schon vorgekommen, daß Sie unerwartet Besuch bekamen, Sie gerade beim Kaffeetisch saßen oder beim Essen waren? War Ihre Reaktion nicht auch, dem Besuch Kaffee und gegebenenfalls Kuchen anzubieten oder den Besuch zum gemeinsamen Essen einzuladen? Hat Ihre bemessene Essensration nicht für alle ausgereicht? Waren Sie immer noch hungrig? Oder ist der Spruch ein Esser mehr oder weniger, was macht das schon, eingetroffen?

Ist diese Gastfreundlichkeit nur bei Gesellschaftsschichten, denen es nicht an Materiellen mangelt, zu beobachten? Wohl eher nicht, und es ist ebenso nicht nur auf eine begrenzte Anzahl von Volksgruppen üblich. Da die Kolumnistin, also diejenige, die diesen Text verfaßt, es nicht sein lassen kann, Antworten in der Sprache selbst zu finden, nun eine Worterklärung zu diesem Thema. Aus dem spätlateinischen taliare, gleichbedeutend mit spalten, schneiden, zerlegen und lateinisch talea, abgeschnittenes Stück, ist das Wort Teller hervorgegangen. Teller, also ein geteiltes Stück. Wenn ich von etwas, etwas abgeschnitten habe, so bekomme ich, je nach Menge der Schnitte, eine Mehrzahl von eben diesem Etwas. Entweder, um es mir selbst in kleineren Stücken, bleiben wir beim Essen, schmecken zu lassen, oder um es mit anderen zu teilen.

Wer direkt oder indirekt durch Erzählungen die Kriegsjahre in Deutschland miterlebt hat, weiß sicherlich, daß viele Menschen ihre letzten Vorräte mit anderen geteilt haben. Aber es gab auch Menschen, die ihre Vorräte versteckten und sie lieber vergammeln, verschimmeln ließen, anstatt davon etwas abzugeben. Sie waren nicht bereit, ihren Teller mit anderen zu teilen. Sicherlich kann man für beide Verhaltensweisen, der des Gebens und der des Verweigerns, unzählige Argumente finden und damit beide Haltungen relativieren.

Nun, das ausschlaggebende Merkmal für diese Handlungsweisen liegt in Kriegszeiten in der Frage ums Überleben, deshalb ist es sicherlich nicht mit unserer jetzigen Zeit zu vergleichen. Denn ums Überleben geht es wohl nicht, wenn heutzutage viele Menschen anderen nichts oder nur ein bißchen gönnen. Auch ging es in den angesprochenen Kriegsjahren nicht um Fremde, Ausländer, sondern um Nachbarn, Bekannte, Freunde. Ja, sogar Familienangehörige wurden nicht mehr zu Tisch geladen.

Können wir deshalb davon ausgehen, daß den Teller teilen, jemanden zu Tisch bitten, eine persönliche Einstellung zum Leben schlechthin bedeutet? Dann sei diese Schlußfrage erlaubt. Ihr, die Ihr nicht bereit seid, Euer Essen mit anderen zu teilen, erwartet Ihr das Nichtteilen auch von den anderen? Wenn dem wirklich so ist, dann haben nicht nur die einzelnen Personen ein Problem zu lösen, sondern die gesamte Gesellschaft, der sie angehören.

Doris Mock-Kamm

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Kommunalwahl in Hessen bestätigt den Trend der AfD

flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

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Politikverdrossenheit findet neues Protestventil

Sollte die Rechnung derjenigen aufgehen, die bereits im Namen der neu gegründeten Partei tatsächlich nicht nur eine Alternative für Deutschland sich herbeisehnten, obendrein wütende Bürger damit in den Bann ziehen? Das Ganze auf dem Rücken etablierter Parteien, die schon lange nicht im Sinne der Prostestwähler handeln?

Phrasen wie „Lügenpresse“, ein stetig anwachsender Pool sich formierenden Widerstandes, der gerade in Zeiten des Internets sich einfacher zusammenschließen mag, kommen der AfD äußerst gelegen, kann sie doch besonders gut im Fahrwasser der Migrantenflut ihren Aufwärtstrend vorantreiben. Kein Wunder, daß bei der gestrigen Kommunalwahl in Hessen die AfD triumphiert, etablierte Parteien betrübt das Nachsehen haben.

Der Aufstieg des Rechtsrucks aufzuhalten?

Wer allerdings meint wie Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, der die heutige Situation mit dem kurzfristigen Erfolg der Republikaner im Jahre 1993 vergleicht, um deren Verschwinden auf der politischen Bühne bald danach anzuführen, dies könne der AfD ebenso passieren, der verkennt die eigentliche Lage. Natürlich profitiert diese junge Partei von den anhaltenden Flüchtlingsströmen, aber gleichzeitig sollten die etablierten Parteien nicht die Politikverdrossenheit unterschätzen, die sie selbst mit zu verantworten haben.

Genau deshalb konnte sich europaweit ein gewißer Rechtsruck bilden, die Bürger fühlen sich allein gelassen, soziale Ungerechtigkeit zusammen mit zunehmenden asylsuchenden Flüchtlingen bilden ein Klima des Widerstandes, zumal tatsächlich die regierenden Parteien es nicht verstanden, Parallelgesellschaften zu verhindern. In bestimmten Stadtteilen mancher deutscher Großstädte herrschen dortige Clans, diktieren der deutschen Bevölkerung ihre Lebenseinstellung, können oftmals staatliche Ordnungskräfte kaum wirklich durchgreifen.

Generalprobe der Landtagswahlen ein voller Erfolg der AfD

Selbst wenn erst am Donnerstag die endgültigen Ergebnisse der hessischen Kommunalwahlen vorliegen, die AfD darf sich als eindeutiger Wahlsieger feiern, frohlockt angesichts der erreichten Ergebnisse. In Frankfurt 10,3%, in Kassel 12,2% und in Wiesbaden 16,2% verdeutlichen den Aufwärtstrend.

Auch wenn die bevorstehenden Landtagswahen nur als Probelauf zur Bundestagswahl im nächsten Jahr zu sehen sind, die AfD rechnet fest mit höheren zweistelligen Prozentzahlen, die sich durchaus an Hessens Kommunalwahl orientieren dürfen. Ob ebenso eine derart miese Wahlbeteiligung stattfinden wird, in der gestrigen waren es nur 48%, bleibt mal dahingestellt.

Lotar Martin Kamm

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Neues Leben

pixabay.com

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Simone wirkt in letzter Zeit bedrückt,
sie weiß es selbst,
ihr Rücken oft sehr drückt,
sie müht sich, aufrecht zu gehen.

Sie stolziert mit dem Gefühl,
kalte Hände umfassen ihre Schultern,
durch das tägliche Menschengewühl,
kleine Schritte führen auch zum Ziel.

Lange wird es nicht mehr dauern,
man kann es ihr ansehen,
immer öfter muß sie schauern,
sie weiß, der Termin steht.

Manchmal ergreift sie Angst,
aber auch überschwängliches Glück.
So vieles ist noch unbekannt.
Obwohl sie so viel darüber gelesen.

Die Nächte sind zunehmend
schlaflos, wälzend.
Freude und Unsicherheit zusehend
sich abwechseln.

Sorgen, ist alles wirklich durchdacht,
Hilfe in der Not, vielleicht nicht da.
Ihr Freund hat sie zärtlich angelacht.
Wir schaffen das.

Simone schreit, versucht sich zu winden,
tröstende Worte
zu ihr vordringen.
Sie schreit, Furcht, Schweiß,

ihr Freund, nah bei ihr, nah am Weinen,
sagt, schrei, Liebes, schrei,
dann ein kläglich hohes Schreien,
ihr Kind auf der Brust, jetzt sind sie zu dritt.

Nafia

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Rassismus – soweit das Auge reicht

flickr.com/ strassenstriche.net/ (CC BY-NC 2.0)

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Europas Herrenmenschen eroberten den Globus

Ein gebeutelt, längst verbrauchtes Wort die einen meinen, während die anderen völlig zurecht des Menschen bösartiges Treiben anmahnen, welches Jahrhunderte sich weiter entwickelte: der Rassismus. Wahrlich, Europas Herrenmenschen eroberten den Globus, rücksichtslos, Menschen abschlachtend, enormen Reichtum hortend, der bis heute ganze Völker nebst den eigenen deligiert, sie regiert und den historischen Verlauf bestimmt.

Die weiße Rasse obsiegt, setzt sich bisherig durch, außer der gelben, die noch in Asien verharrend die Gunst der Stunde wähnt. Wird sie eintreten? Die Chancen sind zwar vorhanden, aber eine dermaßen lange Erfahrung im rassistischen Treiben will erst mal mittels geschickter Strategie überboten werden. Vielleicht erübrigt sich ohnehin jenes Duell, wenn Menschheit sich selbst vernichtet.

Stets findet dieser Rassismus neues Futter, der sich seiner Themen bedient, ob der Sozialrassismus oder der Glaubensrassismus. Letzterer beschäftigte die Menschheit ohnehin auf äußerst grausame Weise von den Kreuzzügen bis zum Antisemitismus, von den verfeindeten Protestanten und Katholiken in Nordirland besonders sichtbar bis hin zur entflammten Islamophobie.

Mittendrin ein Nationalismus, der tatsächlich meint, er müsse erneut sich rechtfertigen. Was einen gesunden Patriotismus noch ausmacht, nämlich die Liebe zur Heimat selbst, merzt ein sich verselbständigender Nationalismus aus. Feindbilder zu anderen Nationen können schnell bei Beidarf betont werden, um Gewalt und Kriege anzuzetteln. Welch simples Muster, auf das schon wieder die Massen beginnen hereinzufallen. Da reichen wenige Schlagworte, eine Mischung aus Angst, Neid und Gehäßigkeit anderen Kulturen gegenüber, schon sind sie auf rasender Wut geeicht.

Dabei läßt sich in dieser einen Welt, wo Mensch immer mehr zusammenrücken muß angesichts steigender Bevölkerungszahlen, ein Miteinander keineswegs mehr vermeiden, die ewiglich tröge Behauptung, multikulti habe keine Zukunft, entbehrt jedweder Realität. Das Gegenteil trifft viel eher zu. Multikulturelle Gesellschaften sind nicht mehr wegzudenken, kann man nicht einfach abschalten, ausknipsen. Der Beispiele gibt es viele, wo sie besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen, denken wir an Indien, Kasachstan oder die Russische Föderation, an die USA und zunehmend auch an Europa.

Doch das rassistische Gedankengut erhebt für sich den Anspruch, weiterhin sich ausbreiten zu dürfen. Aber genau dies sind die Auslöser für offene Gewalt, Terror mag sich viel eher bilden, weil Mensch im Grunde genommen frei und friedlich in einer Gemeinschaft zusammenleben möchte. Das Herzstück: die Familie. Und wer bestimmt, sie habe nach gewißen Kriterien sich zu bilden, obendrein nach einer idiotischen Vorgabe, einem nationalem Gedankengut entspringend, der hat bis heute nicht verstanden, wie die Menschheit tickt. Sie läßt sich nicht in Käfige sperren und zooähnlich begaffen, in dem schön brav biedere Rassen getrennnt voneinander verweilen!

Lotar Martin Kamm

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Prokrastination – ein von der Politik gern angewandtes Mittel

 flickr.com/ Skley/ (CC BY-ND 2.0)


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Hand aufs Herz: Auch Sie pflegen manches mal die Aufschieberitis, oder?

Was hat man nicht so alles zu erledigen! Zu tun, fertig zu stellen, wobei das Anfangen in gewißen Zeiten schon die größere Anstrengung sein kann als das wirklich zu Tuende. Viele drücken sich vor Dingen, die erledigt werden müssen, sollen, dafür gibt es den Ausdruck, die Aufschieberitis. Besonders Jugendliche im sogenannten Teeniealter leiden darunter oder besser, sie sind der Aufschieberitis verfallen.

Auch die zu den Erwachsenen zählenden Personen sind der Falle der Aufschieberitis des öfteren ausgesetzt. Es gibt sogar Fachliteratur darüber, allerdings unter dem Begriff Prokrastination, lateinisch für vertagen. Das Vertagen ist übrigens ebenso in der Politik ein gern angewandtes Mittel, um sich vor Entscheidungen zu drücken.

Wenn es über irgendetwas Literatur gibt, es nötig empfunden wird, sich einer Sache zu widmen, scheint die Aufschieberitis mit Sicherheit nicht nur unsere Kinder und uns selbst zu betreffen, es scheint, ganze Bevölkerungsschichten sind davon betroffen. Dem Himmel sei Dank, mag jetzt der ein oder andere denken. Denn ein gemeinsames Leid ist ein geteiltes Leid, oder? Oder ist die Prokrastination nur die vorgeschobene Erklärung für Faulheit? Keinen Bock, andere Interessen, zu mühevoll, das sollen andere erledigen, damit gebe ich mich nicht ab, dafür ist meine Zeit zu kostbar, vielleicht ein andermal.

Gibt es die Aufschieberitis nur, wenn sie mit unangenehmen Aufgaben in Verbindung gebracht wird, sozusagen eine Pflicht voraussetzt? Existiert die Prokrastination nicht bei den zu erledigenden Tätigkeiten, die uns Freude bereiten? Wenn wir uns selbst gegenüber darauf eine Antwort geben sollen, so werden wir bestimmt nicht ganz ehrlich zu uns sein, sondern genügend Ausreden finden, die dem widersprechen. Aber bei der Beobachtung anderer zu ihrem Verhältnis „etwas zu erledigen“, können wir feststellen, daß ein schnelles und effizientes Erledigen nicht nur mit „dann machen wir mal“, sondern verbunden ist mit einem gewissen Enthusiasmus.

Erledigen, kommt ursprünglich von ledig, freimachen, in Freiheit setzen, eigentlich logisch. Wenn etwas erledigt ist, bin ich von der Arbeit befreit. Jetzt erledigen wir auch noch das Wort ledig, oder? Mittelhochdeutsch, ledic, verwandt mit dem Wort Glied, bedeutet eigentlich gelenkig, im schwedischen heißt ledig geschmeidig. Beobachten wir uns oder andere bei ihren Tätigkeiten, so werden wir sehr oft an der Körperhaltung erkennen, ob die Arbeit wirklich mit Freude oder eher lustlos verrichtet wird. Die Körperhaltung kann also verräterisch dazu beitragen, ob wir uns bei der Arbeit wohl fühlen oder nicht, ob wir etwas erledigen, weil die Aufschieberitis nun nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, oder ob wir mit einem zufriedenen Gefühl der Beschäftigung nachgehen.

Bei beiden Erledigungsarten sind wir nach getaner Arbeit befreit. Der Unterschied im Ergebnis kann nicht immer ersehen werden. Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, denen die Aufschieberitis völlig fremd zu sein scheint und die ihre entweder selbst gestellten oder übertragenen Aufgaben meist zügig erledigen. Vielleicht haben Sie es bereits zwischen den Zeilen gelesen, die diesen Text verfaßende Schreiberin zählt zu den Aufschieberitismenschen, ist also der Prokrastination, wenn auch nur in gewißen Zeiten anhängig.

Und hat zu allem Übel jetzt auch noch Sie von Ihren zu erledigenden Aufgaben abgehalten. Da sich die Wäsche nicht von allein in die Waschmaschine legen kann, um mal wieder erfrischt zum Wohle der Schreibenden getragen zu werden, wird diese, da das Argument zur Rechtfertigung der Prokrastation den Text noch zu schreiben, schließlich irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Deshalb sind Sie und ich jetzt befreit, und wir können uns für die nächste Aufgabe, Tätigkeit freimachen, uns in Freiheit setzen, erledigen.

Doris Mock-Kamm

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Kriegstrommeln zwischen Wahlkämpfen und noch mehr Elend

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Satirischer Rückblick…

Nein, davon haben sie allesamt nichts gewußt, viel eher ihnen den Verstand weggestutzt, denn Feindbilder grassieren allerorten, kaum zu fassen das Elend in Worten, wenn erneut Kriegstrommeln zwischen Wahlkämpfen erklingen, weltweiten Frieden niederringen.

Was schon als Trugschluß per Familienidylle uns vorgegaukelt, erst recht per völkischem Geschwafel sich erneut hochschaukelt, dies möge vielleicht manch Geblendete imponieren, am Ende wird Haß dann doch verlieren. Augen keine Tränen mehr, weil Mensch sich vor Frieden verzehr.

Mal wieder werden indigene Völker bedroht wie jüngst in Peru, es stinkt nach schnellem Geld, welch brutaler Clou. Und die Welt wegschaut, aufs sprudelnde Öl zählt. Man möchte Herrschenden entgegenschreien: Solch Politik kann man Euch nicht verzeihen!

Mögen Wörter vor Glück wohl tanzen, wenn die Wahrheit spricht, doch die Lüge weicht dabei nicht, tat sich hinter Mauern verschanzen. Mögen wir den Geheimnissen der Sprache auf der Spur wohl sein, viele machen sich dennoch darauf keinen Reim, am Ende seines Lebens ist jeder für sich allein. Menschen haben nichts mehr zu verlieren, stehen zu lange schon vor verschlossenen Türen!

Im Syrien-Krieg die Türkei die Waffenruhe stört, das kommt davon, wenn man vor lauter Hohn auf einen Erdoğan hört, der nicht eher ruhen wird, bis bis sämtliches politisches Geschirr klirrt. Da hilft kein fluchen, man muß nur nach den Übeltätern suchen!

Die deutsche Obergrenze beim Bargeld das falsche Signal? Solch gefährliches Treiben alles andere als banal. Noch steht das Volk stumm und still, weil es sich nicht so recht trauen will. Wie lang mag das gutgehen? Wir können neben linken Rand beim rechten es vortrefflich sehen. Der läßt dies nicht ewiglich so geschehen. Mit Blick zurück, wie z.B. vor 40 Jahren, als noch die Menschen in Scharen mit dem Ost-West-Konflikt beschäftigt waren, zeigt heute in Wahlkämpfen die Politik erneut ihren wahren Kern: wenig humanes, viel blendender Lärm.

Man möchte schier in der Welt der Düfte versinken, statt ständig jenem politischen Treiben hinterherzuhinken, welches die Verantwortlichen an den Pranger stellen sollte. Dies aber keiner bisherig so richtig wollte. Vergleichbar die Lage hierzulande bei manch Inobhutnahme, welch Schande, daß obendrein der eine oder andere Geselle wie im Wahne meint, dies gäb es hier nicht, Kinderklau wäre längst geahndet vor Gericht. Solch Ignoranten mag man nur belehrend antworten: Begebt Euch doch mal wirklich an benannte Orte.

Weltpolitik erneut am Pranger steht, wie lange noch, bevor zu spät? Wir sollten dies nicht mehr  gewähren lassen, jenes unnötige, grausame Hassen.

Lotar Martin Kamm

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