NATO-Land bald abgebrannt

https://pixabay.com/de/landschaft-h%C3%BCgel-berg-steigung-690990/

Satirischer Rückblick…

Wer fährt wohl unsere Zivilisation an die Wand? Sie brauchen nicht stammelnd herumzuraten, riechen ohnehin den fast verkohlten Braten, den lächerliche Politpappnasen uns nonstop servieren, denn sie haben rein gar nichts zu verlieren. Insofern lautet’s: keineswegs sich genieren, vielmehr parieren!

Vom Regen in die Traufe kommen, man sieht schon sehr verschwommen, wohin unser Weg wohl führt. Manch Frau ganz gerührt vom netten Türaufhalten, doch Mensch möchte lieber schalten und walten in seinem leidgeprüften Fehlverhalten, übersieht wohl, der Schöpfungsplan folgt eigener Gesetzmäßigkeit. Dann lieber ganz banal und hohl das Beschweren um des Beschwerens willen zelebrieren, hat er doch sonst nichts zu verlieren.

Wer will uns nunmehr schon wieder in die Suppe spucken? Da magste dumm gucken: Es rollt der Ball gen Tor, kommt uns das nicht allzu bekannt vor? Kein Wunder, daß Steinmeiers Kritik eine Welle der Entrüstung auslöst. Man verfällt lieber dem Plunder der Systemlügen, folgt diesem sichtbaren Betrügen, meint, das solle genügen. Übersieht aber dabei, Gewalt stets unsere Freiheit beschneidet. Haben viele deshalb jede Friedenszeit beneidet?

Dann lieber bis heute dem Zuckerbrot, der Peitsche verfallen, laßt böse Mächte des Menschen letzte Ehrfurcht krallen, Hauptsache selbst keine Initiative ergreifen, wegducken, wenn sie Euch nonstop einseifen? Wo sind die kleinen Helfer hin, die so wichtig Naturkreisläufe am Leben erhalten? Sie tun lieber ihren aufgehäuften Reichtum verwalten.

Gifte in sich hineinstopfen, Hauptsache an Türen der Hochfinanz klopfen, Ignoranz seitens TTIP, CETA und Politik, das fruchtet gar schick. Um es in den Worten eines Giovanni Trapattoni zu sagen: Ich habe fertig. Deshalb verbleiben genug Fragen, gänzlich ohne Hintertür oder jedweden Trick. Denn wie schon vor 40 Jahren, als man sich war sehr wohl im Klaren, züchtet man weiter diese Heuschreckenscharen. Solch Gebaren!

Mit welchem Recht dieser Haß, dem Ihr rechtspopulistischen Blender arglos berechtigt verfallt, gleichwohl vor Inkompetenz strotzt? In etwa komplexbeladener Spaß, der im Suff vor sich hinlallt, dabei Eure Pamphlete dahinrotzt? Meint für Euch den Brexit als britische Antwort zur EU-Kritik mißbrauchen zu müssen? Da nützt kein nationalistisches Fahnenhissen, denn in Wirklichkeit will die Menschheitsgeschichte Euch viel eher missen.

Und so schließt sich der Kreis, braucht’s keinerlei Beweis. Die NATO fördert das Ziel des Hegemons, Russland mit allen Mitteln zu provozieren. Man sieht die Schlagzeile schon: Krieg – der Westen hat nichts mehr zu verlieren. Am Ende kriecht vielleicht der letzte Mensch auf allen Vieren, um gen Himmel zu blicken, sein letztes Gebet ins All zu schicken.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Rechtspopulistische Blender

https://www.flickr.com/photos/cephir/15184617923/sizes/z/

flickr.com/ cephir/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Mit welchem Recht erlaubt Ihr Euch,
nach Widerstand zu schreien,
mit dem Strick in der Hand?
Welch patriotisch identitäres Gekreuch
will uns von was denn befreien,
einer angeblich inloyalen Schand?

Mit welchem Recht fordert Ihr Treue
zur Heimat, die keine sein kann,
weil so viele Völker dort durchzogen?
Droht gar mit Kampf ohne jedwede Reue
ob diesem idiotischen Bann,
der durchs Hirn rast ganz verlogen?

Mit welchem Recht dieser Haß,
dem Ihr arglos berechtigt verfallt,
gleichwohl vor Inkompetenz strotzt?
In etwa komplexbeladener Spaß,
der im Suff vor sich hinlallt,
dabei Eure Pamphlete dahinrotzt?

Wir sagen es Euch, live und direkt:
Ihr seid dermaßen geblendet
von Eurer verrannten Doktrin,
habt erneut wie damals Blut geleckt,
Euch vom Humanismus längst abgewendet.
Seht nur, Eure Zeit strebt dem Ende hin.

Denn noch gibt es genug wache Gesellen,
die sich nicht von Euch einlullen lassen,
beherzt keinen erneuten Rassismus gewähren.
Die erlauben sich, Urteile zu fällen,
stoppen das sinnlose Hassen auf den Straßen,
beenden Euren Weg, Lügen zu vermehren!

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Brexit: Großbritanniens Entscheidung beflügelt Rechtspopulismus

https://www.flickr.com/photos/courtbean/27793779371/sizes/z/

flickr.com/ Courtbean/ (CC BY 2.0)

Bürokratische EU-Krake verliert an Glaubwürdigkeit

Die Rechnung all jener, die ein gestärktes Europa im Einklang der Völker ins Leben riefen und sich etliche Vorteile im Sinne der Gemeinschaft erhofften, geht keineswegs auf. Obwohl stets begleitende Widerstände diese EU äußerst kritisch anmahnten, inwiefern die Vormachtstellung in Brüssel keineswegs vertrauenserweckend über viele Köpfe hinweg Beschlüsse durchsetzte, schien das Zentrum dieser europäischen Machtzentrale keinerlei Selbstzweifel zuzulassen.

Nonchalant weitete sie ihren Einfluß kontinuierlich aus, ob per Lissabon Vertrag oder EUROGENDFOR, die Rechte der Völker wurden beschnitten, Unmut verselbständigte sich. Nun fiel mit der gestrigen Wahl die Entscheidung: „Ein trauriger Tag für Großbritannien und Europa“ bekundet die FAZ.

Auftrieb rechtspopulistischer Parteien wider sozialer Notwendigkeit

Wer sich die Mühe macht und die unterschiedlichen Statements und Parteiprogramme in den europäischen Ländern jener rechtspopulistischen Parteien genauer betrachtet, wird schnell feststellen, daß bei ihnen minimum genauso wenig Raum vorhanden ist für eine Verbesserung sozialer Ausgewogenheit, keinerlei durchgreifende Notwendigkeiten in deren Fokus stehen, wie bei den jetzigen Regierungen.

Ganz im Gegenteil, sie setzen einerseits auf die eigenen Kräfte im Lande, gar durchaus berechtigt auf eine regional strukturelle Erneuerung heimischer Betriebe und ein Zurück zu kleineren und mittelständischen Unternehmen, andererseits beharrt man mit der Feststellung des stellvertretenen Vorsitzenden des Front Nationals, Florian Philippot, zum Brexit, „die Freiheit der Völker siege am Ende“ auf eine Nationalstaatendümpelei. Das wird mit fortschreitenden Globalismus nicht funktionieren, abgesehen davon, daß niemand ernsthaft eine Rückkehr der Verhältnisse vor dem Zweiten Weltkrieg in Europa erhoffen kann. Wohin dies führte, sollte man verinnerlicht haben!

Historische Chancen verstrichen zu genüge – wann wacht die Bevölkerung auf?

Falsch, der Weg einer AfD bedeutet eine Sackgasse, auch wenn jetzt mittels Brexit in Frankreich, den Niederlanden, in Schottland oder Nordirland die Abkoppelung von der EU noch mehr in den Fokus rückt. Sicherlich, die heutige EU muß als ein Paradebeispiel mißglückter Politik gewertet werden, sorgt zurecht weiterhin für etliche Mißstimmung. Somit Argumente naheliegend vorhanden sind, sie zu ändern, historisch verstrichene Chancen diesmal nicht zu wiederholen, ein Aufwachen in der Bevölkerung sollte nunmehr einsetzen.

Allerdings ohne die alten Konzepte einer Fortsetzung der ins Leben gerufenen neoliberalen Politik einer Frau Thatcher, eines Ronald Reagan. Mit Blick gen Moskau, zeigt doch Wladimir Putin, wohin die Reise auch ohne die EU, einer aggressiven Expansionspolitik der USA gehen kann mit BRICS und anderen Bündnissen, die Wege einer künstlich inszenierten globalen Krise eben nicht dulden.

Das gefährlich simple Spiel einer Überlegung rechtspopulistischer Strategie, Putin für deren Zwecke zu mißbrauchen, mag viele Stimmen ihnen bescheren. Grund genug, ahnungslose Anhänger aufzuklären, inwieweit ein sogenannter Patriotismus im Sinne eines aufkeimenden Nationalismus am Ende erneut in Feindschaft anderen Staaten gegenüber münden kann, beste Voraussetzung, um wieder Kriege anzuzetteln. Die per Engelszungen eingeflößten Friedensabsichten werden sich dann sehr schnell in Luft auflösen, einmal geschürter Haß sich verselbständigen, perfide „Vorübungen“ finden zweckdienlich mit neu erweckter Ausgrenzung von Ausländern bis hin zur offenen Feindschaft statt.

Extremismus reitet stets auf der Welle seiner ausgrenzenden Art, eine scheinbare Norm durchbrechen will, obwohl doch Menschen stets versuchen, Kompromisse zu ersinnen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Es geschah vor 40 Jahren (21. bis 27. Juni 1976)

https://pixabay.com/de/wasserturm-brunsb%C3%BCttel-1911-bauwerk-277513/

pixabay.com

Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zur 17. Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, eher der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr eine Aneinanderreihung von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter makadomo TV | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

NATO fördert US-amerikanische Destabilisierung Europas

https://pixabay.com/de/spinne-karte-weltkarte-1209598/

pixabay.com

Ziel des Hegemon: Russland mit allen Mitteln zu provozieren

Vorneweg ein NATO-Generalsekretär, ohnehin Gallionsfigur in einem globalen Schachspiel, in welchem zwar nett formulierte Friedensabsichten verkündet werden, den weiteren Verlauf wie schon stets zuvor Kriege bestimmen zum Leidwesen betroffener Völker.

Was nützen angeblich gutgemeint vorgeschaltete Organisationen und Bündnisse, denken wir an die UNO, Amnesty International oder ausgerechnet eine NATO, die mal als Bollwerk gegen einen sowjetisch-kommunistischen Ostblock gegründet wurde? Man bedenke, der Warschauer Vertrag folgte erst sechs Jahre später, danach setzte die Spirale des Wettrüstens ein, die Eskalation des Kalten Krieges begann.

BRD chancenlos dem Kurs der USA ausgesetzt

Da keimte noch Hoffnung auf bei den Bemühungen der SPD-Regierung unter Willy Brandt, als ein Egon Bahr entscheidend mit von der Partie in den Ostgesprächen- und Verhandlungen, die Entspannungspolitik im Anschluß sich fortsetzte, ein Herbert Wehner in Moskau ein- und ausging. Spätestens mit Helmut Schmidts NATO-Doppelbeschluß, mit dessen politischen Freund Henry Kissinger, wurde deutlich, auf wessen Seite die BRD stand: den USA fortan verpflichtet.

Zusammen mit dem „Dicken“, einem Ronald Reagan, trotz dem Fall der Mauer, des Eisernen Vorhangs, hielten die USA an ihrem Ziel fest, Russland mit allen Mitteln zu provozieren. Deutlich sichtbar fördert die NATO den Weg einer US-amerikanischen Destabilisierung Europas, selbst der heute abzustimmende Brexit darf mit einbezogen werden, wenn es darum geht, die Wirtschaftsmacht USA, den Dollar zu stärken, alle Szenarien zu mobilisieren, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Steinmeiers NATO-Kritik offenbart ein viel zu zaghaftes Veto

Welches obendrein zu spät erfolgt, die Karten sind längst gemischt in einem perfiden Spiel, dessen Ende kein Mensch wirklich voraussehen, höchstens erahnen vermag. Selbst ein herbeigeeilter Gernot Erler, in seiner wichtigen Aufgabe als Russlandbeauftragter der Bundesregierung, entsinnt sich zwar plötzlich der alten Gedankengänge einer friedliebenderen SPD, warnt daher vor einer Eskalationsspirale „bis hin zum Krieg“, doch dieses Déjà-vu nützt nichts mehr angesichts der nahezu unaufhaltbaren Entwicklung.

Inzwischen hat sich Wladimir Putin auf die NATO-Provokation eingestellt, droht seinerseits mit Aufrüstung, während Frau Merkel nichts besseres einfällt, als in mehr Rüstung zu investieren, eine ganz klare Absichtserklärung dieser Kanzlerin: die Fortsetzung ihres „Kadavergehorsams“ seit der Solidaritätsbekundung zum damals bevorstehenden Irak-Kriegseinsatz als Antwort zum Nein von Gerhard Schröder.

Die USA schüren unbegründete Ängste

Binnen weniger Stunden könnte eine russische Panzer-Übermacht Vater Rhein überqueren, die BRD quasi überrollen oder wie Europas Befehlshaber der US-Army, General Hodges, zu bedenken gab, das Baltikum sei nicht zu verteidigen vor einer russischen Invasion.

Dabei dient in jener Argumentationskette die angebliche Annexion der Krim. Kein Wort zum inszenierten Maidan-Putsch seitens US-Europas, was Putin veranlaßte, die Krim-Bevölkerung vor Repressalien ukrainischer Nazis zu schützen. Gregor Gysi darf und kann weitergehen mit der berechtigten Kritik zu den NATO-Manövern an russischer Grenze, wundert sich über Steinmeiers späte Einsicht, zugleich auch über mangelnde Gedenkaktionen zum Überfall auf die UdSSR vor 75 Jahren.

Fazit zum dramatischen Geschehen:

Stell dir mal vor, Russland hat noch nie Europa angegriffen, umgekehrt geschah dies schon. Während es einen neu ernannten Hegemon immer weiter gen Osten trieb, setzt er nunmehr auf Sieg im bevorstehenden Krieg. Stell dir mal vor, wir wollen das nicht, du Tor, daher Widerstand jetzt oberste Pflicht!

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

Ich habe fertig

https://www.flickr.com/photos/panarmenian_photo/4956977120/sizes/z/

flickr.com/ PAN Photo Agency/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Kein Fiasko des ehemaligen Trainers vom FC Bayern München

Wer kennt sie nicht, diese drei Wörter, diesen einen Satz, der alles, aber auch wirklich alles auf den Punkt bringt? „Ich habe fertig!“

Giovanni Trapattonis Statement bei der Pressekonferenz am 10. März 1998, nachdem FC Bayern München gegen FC Schalke 04 verloren hatte. Nicht zu vergessen, der ebenso bei dieser Rede gefallene Ausdruck: „…waren schwach wie eine Flasche leer.“

Woran liegt es, daß Giovanni Trapattonis Aussagen bei dieser Pressekonferenz immer noch im Gedächtnis haften? Die Niederlage, die Bayern München damals hinnehmen mußte, ist längst Schnee von gestern oder interessiert höchstens noch Statistiker, die alle Tore, Niederlagen, Gewinne, Elfmeterschießen, Fouls, Abseits des Vereins auflisten, um bei passender Gelegenheit mit dem Wissen oder etwaigen Vergleichen zu anderen Vereinen sich brüsten zu können.

Schätzungsweise ist es auch nicht unbedingt seine Art, sich über ein Ärgernis Luft zu machen, sein Temperament, das sich hier präsentiert hat. Es ist doch wohl eher die Tatsache, daß mit „ich habe fertig“ und „waren schwach wie eine Flasche leer“ genau den Aussagepunkt, den Nerv, die Erklärung für die Situation und über die Situation geäußert wurde. Treffender geht’s nicht.

Oder blieben noch Fragen übrig? Was uns alle veranlaßt, diese Sätze zu wiederholen, ist ihre Essenz. Obwohl sie nach grammatikalischen Regeln der deutschen Sprache nicht richtig formuliert wurden und eher eine Eigenkreation darstellen, so muß man diesen Ausdrücken trotz ihrer Eigenwilligkeit, ihrem aussagekräftigen Sinn zusprechen.

Ich bin fertig mit meiner Arbeit, ich habe meine Arbeit fertiggestellt, damit bringen wir zum Ausdruck, etwas wurde zu Ende gebracht. Der Ursprung des Wortes fertig, althochdeutsch fartīg, niederländisch vaardig, niederdeutsch fardig bedeutete zur Fahrt fertig, reisebereit, auf dem Sprung stehend. Das Wort ist verwandt mit parare, zur Fahrt rüsten.

Sicher ist Ihnen der Ausdruck „du Flasche“ bekannt, der besagt, daß jemand unfähig ist, er nutzlos sei. „Flasche leer“ ist demzufolge noch eine Steigerung dieses Ausdruckes. Im Italienischen gibt es nachweislich seit dem 18. Jahrhundert den Ausdruck „fiasco“ für einen Mißerfolg, Fehlschlag, kleinere und größere Katastrophen. Schauspieler, Publikum, Kritiker nannten ein Theaterstück, das keinen Erfolg hatte oder die Aufführung mißraten war, „fiasco“.

Warum das Publikum so eine Vorstellung „far fiasco“, also „Flasche machen“ genannt hat, darüber gibt es etliche Theorien, die wie Theorien so sind, eben nicht hundertprozentig nachweisbar. Eigentlich heißt fiasco einfach eine bauchige Weinflasche. Das Fiasko kam über die französische Sprache und über E.T.A. Hoffmann und Heinrich Heine in unseren Sprachgebrauch. „Flasche leer“ ist also demnach eine Steigerung von einer Unfähigkeit zur totalen Unfähigkeit. Insoweit hat Giovanni Trapattoni durch die Vermischung der beiden Sprachgebräuche eine neue hinzugefügt.

Da Sprachen, hoffen wir, daß es so bleibt, eine „lebendige“ Vielfalt der Ausdrucksformen über Jahrhunderte durchleben, so kann es durchaus möglich sein, daß „waren schwach wie Flasche leer“ und „ich habe fertig“ in etlichen Jahren im allgemeinen Sprachgebrauch nicht mehr als „exotisch“ klingend auffallen.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wo sind die kleinen Helfer hin?

 

© Andrea Dejon

© Andrea Dejon

 

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Sie tanzten einst mit dem Wind,
folgten dem Duft der Blüten blind.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

 

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Die Pflanzen wuchsen geschwind
voll Kraft und Mut wie ein Kind.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Blüten wandelten sich hier,
Früchte nährten Mensch und Tier.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Wasser kristallklar und rein,
zauberten einst Blütenhain.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Artenvielfalt im Donnerhall,
Farbenexplosion überall.

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Töne schwangen auf und nieder,
trugen in sich Wiegenlieder.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

Wo sind die kleinen Helfer hin – von Mutter Natur?
Was ist mit den Wiesenhelden da nur geschehen?
Sie tanzten einst mit dem Wind,
folgten dem Duft der Blüten blind.
Wann wird man je verstehen,
wann wird man je verstehen?

Andrea Dejon

Veröffentlicht unter Songtexte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar